A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

A

Tülay Altun

BISS-Projekt: Durchgängige Sprachbildung in der Sekundarstufe I – ein schulformübergreifendes Unterrichtsentwicklungsprojekt

Nicht nur der Deutschunterricht, sondern auch natur- und gesellschaftswissenschaftliche Fächer, die sogenannten mündlichen Fächer, eignen sich für Sprachförderung und sprachliche Bildung. Mit diesem Ansatz beschäftigt sich der Remscheider Verbund „Durchgängige Sprachbildung in der Sekundarstufe I“. Er ist Teil der Bund- und Länderinitiative BISS (Bildung durch Sprache und Schrift). Mit Unterstützung der Universität Duisburg-Essen entwickeln die Lehrkräfte Unterrichtsreihen für natur- und gesellschaftswissenschaftliche Fächer, in denen beispielsweise gezielt das Lesen oder Schreiben im Fach gefördert wird. Die erarbeiteten Konzepte sollen auch im Rahmen der Ganztagsbetreuung eingesetzt werden. Allen Verbundschulen gemeinsam ist ein hoher Anteil an Kindern und Jugendlichen, die Deutsch als Zweitsprache erlernen. Auf dieser Zielgruppe liegt daher ein besonderer Fokus.

Leiter / Namen der Beteiligten

Prof. Dr. Heike Roll
Dr. Melanie Beese
Tülay Altun

Zeitraum

September 2013 - laufend

Förderinstitution

Bundesministerium für Bildung und Forschung / Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Geplanter Output

Weblink

B

Prof. Dr. Frank Becker

Echolot Juli 1914

Aus Anlass des bevorstehenden einhundertsten Jahrestages des Beginns des Ersten Weltkrieges beabsichtigt das Projekt die Hebung, Analyse und Publikation von Quellen, die Aussagen über die Wahrnehmung des Geschehens durch die Zeitgenossen machen. Anvisiert werden dabei jene sozialen Schichten, die bislang von der Forschung unter einer solchen Fragestellung noch kaum untersucht worden sind: Landbevölkerung und Arbeiterschaft. Das Ergebnis soll ein mentalitäts- und alltagsgeschichtlicher Beitrag zum Umgang mit dem Kriegsausbruch in den unterbürgerlichen Schichten in Deutschland sein.

Namen der Beteiligten

Prof. Dr. Frank Becker (UDE)
Prof. Dr. Matthias Steinbach (TU Braunschweig)

Zeitraum

2011 - 2014

Förderinstitution

Institut für Braunschweigische Regionalgeschichte

Geplanter Output

Kommentierte Quellensammlung

Dr. Claudia Benholz

ProDaZ: Deutsch als Zweitsprache in allen Fächern. Ein Modellprojekt in der Lehrerausbildung an der Universität Duisburg-Essen.

Das Modellprojekt ProDaZ startete 2010 und wird gefördert von der Stiftung Mercator und dem MIWF. Ziele sind u.a. die Erarbeitung eines Lehrerausbildungskonzepts mit interdisziplinären Veranstaltungen zum fachlichen und sprachlichen Lernen unter den Bedingungen von Mehrsprachigkeit und der Ausbau von Theorie- Praxis-Projekten an der Universität in Kooperation mit zahlreichen Schulen der Region. Der Fokus liegt auf interdisziplinärer angewandter Forschung unter Einbeziehung von Schulen, die von ProDaZ begleitet werden. In Kooperation mit den Fachdidaktiken an der UDE werden hier fachspezifische Anforderungen an Schülerinnen und Schüler erforscht, wobei der Fokus primär auf sprachlich-kulturelle Heterogenität und soziale Ungleichheit gerichtet ist. Unter Berücksichtigung qualitativer und quantitativer Forschungsmethoden werden Interaktionsmöglichkeiten von fachlichem und sprachlichem Lernen im Fachunterricht (z.B. im Mathematikunterricht, in den natur- und gesellschaftswissenschaftlichen Fächern) und von gesamtsprachlichem Lernen (im Fremd- und Herkunftssprachenunterricht), Relevanz und Entwicklung von Sprachkompetenz im Kontext der Schulfächer sowie die empirische Wirksamkeit von Sprachfördermaßnahmen im Fach- und Sprachunterricht untersucht. ProDaZ erarbeitet ein onlinebasiertes Kompetenzzentrum zu den Themen Mehrsprachigkeit, Sprachentwicklung, Sprachstandsdiagnose, Sprachbildung und Sprachförderung. Acht Dissertationen sind im Rahmen des Projekts angelegt.

Leiterin

Dr. Claudia Benholz

Zeitraum

Januar 2010 – Dezember 2018

Förderinstitution

Stiftung Mercator; Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen; Ministerium für Schule und Weiterbildung (Abordnung einer Lehrkraft)

Geplanter Output

Publikation
Webportal

Weblink

Prof. Dr. Markus Bernhardt

Denkort Denkmal

Denkmäler sind Träger von Geschichte und deuten die Vergangenheit aus einer bestimmten Perspektive. Hierzu bedienen sie sich verschiedener ikonographischer Elemente, deren intendierte Aussage von den Zeitgenossen der Entstehungszeit zumeist verstanden wurde. Heutige Zeitgenossen sind oft nicht mehr in der Lage, das von Denkmälern vermittelte Geschichtsbild zu verstehen. Ihnen fehlen Anknüpfungsmöglichkeiten, der Kontext und der Bezug zu ihrer eigenen Lebenswirklichkeit. Das Projekt bietet Schülern verschiedener Altersstufen und Schulformen die Möglichkeit gemeinsam mit Wissenschaftlern und Lehrern ein Denkmal aus ihrem Umfeld zu analysieren mit dem Ziel, hierdurch zu einem historisch angemessenen Urteil zu gelangen. Durch das systematische Erschließen des Entstehungs- und Bezugskontextes des Denkmals, eignen sich die Schülerinnen und Schüler umfassende Kenntnisse der Geschichte ihres Schulortes an und wenden hierbei historische Methoden wie Heuristik, Recherche, Sichtung und Bearbeitung von Archivmaterial sowie die Analyse verschiedener Texte im Hinblick auf ihre Fragestellung an.

Der Projektablauf sieht vor, dass die Schülerinnen und Schüler nach einer grundlegenden Informationsphase und der Erarbeitung eines methodischen Konzeptes in der zweiten Projektphase ihre erworbenen Kenntnisse praktisch anwenden. Für ihr Fallbeispiel entwickeln sie eigene Fragestellungen, recherchieren in lokalen Archiven und Bibliotheken, werten Quellen und Literatur aus und bereiten ihre Ergebnisse für einen Vortrag auf. Die Schüler müssen sich der Herausforderung stellen, ihre Forschungsergebnisse damit einem größeren Publikum darzulegen. Die Behandlung eines regionalen Beispiels ermöglicht einen niedrigschwelligen Zugang zu Quellen und Literatur. Durch die Anwendung wissenschaftlicher Techniken erwerben die Schüler grundlegende Fertigkeiten für die Rekonstruktion des historischen Kontextes und ihnen wird durch die Interpretation des Denkmals und seiner Geschichte der Konstruktcharakter von Geschichte deutlich. So gewinnen sie historische Erkenntnisse und Zugang zu Arbeitstechniken, die sie auf weitere Fragestellungen übertragen können und die ihnen helfen ein differenziertes Geschichtsbewusstsein zu erlangen und ihr Umfeld kritisch zu hinterfragen. Damit werden zentrale Ziele der nordrhein-westfälischen Lehrpläne für Geschichte berührt.

Leiter

Prof. Dr. Markus Bernhardt

Zeitraum

bis Oktober 2015

Weblink

Vortragsveranstaltung / Geschichte

Prof. Dr. Markus Bernhardt

Geschichtsdidaktisches Forschungskolloquium Ruhr

Das geschichtsdidaktische Forschungskolloquium Ruhr verbindet die geschichtsdidaktischen Forschungsaktivitäten der beiden Nachbaruniversitäten in Form einer als Kolloquium angelegten Vortragsreihe. Es gibt NachwuchswissenschaftlerInnen und etablierten Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit, ihre Forschungsprojekte vor einem interessierten Publikum vorzustellen und zu diskutieren.

Leiter

Prof. Dr. Markus Bernhardt, Universität Duisburg-Essen

Prof. Dr. Marko Demantowsky, Ruhr-Universität Bochum

Zeitraum

seit Sommersemester 2012

Weblink

Prof. Dr. Birte Bös

Etablierung des Rostock Newspaper Corpus an der Universität Duisburg-Essen zur korpusbasierten Erforschung von Nachrichtendiskursen

Das Rostock Newspaper Corpus (RNC) bietet eine Sammlung britischer Nachrichtendiskurse. Das Ausgangskorpus (RNC-1) wurde von Prof. Dr. Friedrich Ungerer initiiert und im Rahmen eines Dissertationsprojektes (Schneider 2002) an der Universität Rostock erstellt und betreut. RNC-1 bietet Textproben aus dreihundert Jahren Zeitungsgeschichte (1700-2000), umfasst 600.000 Wörter und 30-/40-jährige Untersuchungsperioden.
Gegenwärtig wird das Korpus, das nunmehr an der Universität Duisburg-Essen etabliert wird, systematisch auf Zehnjahresintervalle verdichtet (RNC-2). Mit RNC-2 wird eines der zeitlich umfassendsten diachronen Korpora britischer Pressesprache zur Verfügung stehen, das als empirische Basis für eine Vielzahl von (medien-)linguistischen Fragestellungen dienen kann.
Es bestehen Kooperationen mit den Universitäten Zürich (Zurich English Newspaper Corpus), Florenz (Florence Early English Newspapers, FEEN) sowie Verona (moderne Nachrichtenkorpora: Weblogs). In Vorbereitung befindet sich die Kooperation mit der Universität Uppsala (Corpus of Nineteenth-Century Newspaper English, CNNE).

Leiterin

Prof. Dr. Birte Bös

Zeitraum

2010 bis 2014

Geplanter Output

Das RNC dient u.a. als Datenbasis für die gegenwärtig in Arbeit befindliche Monographie Personalization in Media Discourse, in der das Wesen der Personalisierung, dessen Facettenreichtum sich nicht zuletzt in der konzeptuellen Diversität in den verschiedenen theoretischen Ansätzen widerspiegelt, umfassend beleuchtet und in seiner diachronen Dimension erfasst wird.

Prof. Dr. Birte Bös

The Pragmatics of Peer reviews

In Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für demografische Forschung entsteht derzeit ein Korpus von Texten internationaler Renzensent(inn)en der Zeitschrift Demographic Research, das u.a. die Möglichkeit bieten wird, Auswirkungen der Änderung institutioneller Rahmenbedingungen auf die kommunikativen Praktiken der Rezensent(inn)en zu analysieren. Außerdem werden beispielsweise Evaluationsstrategien und deren Korrelation mit dem Urteil der Gutachter(inn)en und die Aushandlung von Expertenstatus in den Peer reviews betrachtet.

Leiterin

Prof. Dr. Birte Bös

Zeitraum

2012 bis 2015

Prof. Dr. Birte Bös

Sprachliche interaktive Praktiken in computerbasierter Kommunikation

Das Gemeinschaftsprojekt Sprachliche interaktive Praktiken in computerbasierter Kommunikation" mit Prof. Dr. Sonja Kleinke (Anglistisches Seminar der Universität Heidelberg) widmet sich der kontrastiven Untersuchung englisch- und deutschsprachiger Internetdiskussionsforen im Hinblick auf deren thematischen und interaktiven Rahmen sowie die interaktiven Praktiken. Die Studie erweist sich unter anderem als interessant für den ProfilschwerpunktWandel von Gegenwartsgesellschaften: Ordnungsbildung in entgrenzten Verhältnissen" der Universität Duisburg-Essen, da in der Internetkommunikation häufig gesellschaftlich etablierte Normen und Verhaltensmuster verworfen und neuartige, für die jeweilige community of practice spezifische Interaktionspraktiken entwickelt und verhandelt werden.

Leiterinnen

Prof. Dr. Birte Bös

Prof. Dr. Sonja Kleinke (Universität Heidelberg)

Jun.-Prof. Dr. Ute K. Boonen

Nachbarsprache & buurcultuur

Nachbarsprache und –kultur, gemeinsam voneinander lernen – Intensivierung des niederländischen Deutschunterrichts und des deutschen Niederländischunterrichts an weiterführenden Schulen in der Euregio Rhein-Waal

Beim Projekt Nachbarsprache & buurcultuur arbeiten die Universität Duisburg-Essen und die Radboud Universiteit Nijmegen gemeinsam an einem Schulaustauschprojekt in der Euregio Rhein-Waal. Ziel des Projektes ist eine Intensivierung des niederländischen Deutschunterrichts und des deutschen Niederländischunterrichts an weiterführenden Schulen durch einen regelmäßigen und nachhaltigen Schüler*innen- und Lehrpersonenaustausch, durch die Entwicklung neuer Lehrmaterialen und durch verschiedene Workshops. Das Projekt nutzt die räumliche Nähe zur Zielsprache und -kultur in der Grenzregion für reale Begegnungen miteinander: Für Schüler*innen und Lehrer*innen wird ein regelmäßiger und langfristig ausgerichteter Austausch organisiert. Beteiligt sind weiterführende Schulen in der Region, die Deutsch bzw. Niederländisch als Fremdsprache anbieten. Unterstützend für alle Schulaustauschprojekte wird an den Universitäten in Essen und Nijmegen ein Materialpool mit Materialboxen zu verschiedensten Themen erstellt, es werden zertifizierte Workshops und Fortbildungen für die Lehrenden und Schulleitungen angeboten, die aktuelle fachliche Diskurse aufgreifen und so zu einer besseren Vernetzung von Schule und Wissenschaft beitragen. Alle Maßnahmen werden durch ein engmaschiges Monitoring evaluiert und weiter entwickelt.

 

Leiter / Namen der Beteiligten

 

Prof. Dr. Paul Sars (RU Nijmegen)

Jun.-Prof. Dr. Ute K. Boonen (UDE)

 

Weitere Beteiligte

 

Dr. Sabine Jentges (RU Nijmegen)

Tina Konrad M.A. (UDE, Niederlandistik)

Simone Frank M.A. (UDE, InKuR)

Prof. Dr. Heike Roll (UDE, Institut für Deutsch als Zweit-/Fremdsprache)

Julia Plainer, M.A. (UDE, Institut für Deutsch als Zweit-/Fremdsprache)

 

Zeitraum

 

2017-2020

 

Förderinstitution

 

Interreg Deutschland-Nederland

Provincie Gelderland
Provinz Limburg
Provinz Brabant
Euregio Rhein-Waal
NRW

Nederlandse Taalunie

 
Geplanter Output

 

Materialboxen für den deutschen Niederländischunterricht

Materialboxen für den niederländischen Deutschunterricht

Workshops

Weiterbildungen für Lehrpersonal und Schulleitungen

Evaluationen und Monitoring des Austausches mit wissenschaftlichen Methoden, zur Entwicklung eines neuen Unterrichtsmodells

Populärwissenschaftliche und wissenschaftliche Publikationen in verschiedenen Zeitschriften

Prof. Dr. Ute Schneider (Antragstellerin)

Graduiertenkolleg "Vorsorge, Voraussicht und Vorhersage: Kontingenzbewältigung durch Zukunftshandeln"

Wie kann Kontingenz durch Handeln bewältigt werden, und wie denken Menschen über das Verhältnis zwischen gegenwärtigem Denken und Handeln und ihrer unsicheren (oder auch sicher geglaubten) Zukunft? Mit der historischen Dimension dieser höchst aktuellen Fragen beschäftigen sich die Historiker an der Universität Duisburg-Essen im Forschungsschwerpunkt „Vorsorge, Voraussicht und Vorhersage: Kontingenzbewältigung durch Zukunftshandeln“. Die beteiligten Historikerinnen und Historiker hinter­fragen und erweitern damit theoretische Überlegungen, die von einem prinzipiell neuen Verhältnis zur Kontingenz als einem der Charakteristika der Moderne ausgehen. Das Novum des Zugangs liegt darin, die Ebene der Analyse von den Zukunftsvorstellungen auf die Ebene der aktiven Haltungen zu verlagern, die die Akteure zur Zukunft einnehmen und auf die Handlungsoptionen, die diese aktiven Haltungen ermöglichen. Sie werden kulturvergleichend und epochenübergreifend untersucht, um so nicht zuletzt signifikante Beiträge zum gegenwärtigen Modernediskurs zu leisten. In dieser Perspektive werden im Graduiertenkolleg in einer Reihe von Promotionsvorhaben – entsprechend den Forschungsschwerpunkten am Historischen Institut in Essen – die Kulturen der griechisch-römischen Antike, des mittelalterlichen und früh­neu­zeitlichen Europas sowie die globalisierte Welt seit dem 18. Jahrhundert behandelt.

Sprecher

Prof. Dr. Stefan Brakensiek

Zeitraum

seit 2010; bewilligt 2013

Förderinstitution

DFG

Geplanter Output

Dissertationen

Weblink

Prof. Dr. Brandt, Prof. Dr. Cölfen, Prof. Dr. Helmer, Prof. Dr. Herchert

Archiv Graf Platen

Digitalisierung historischer Dokumente (16. bis 20. Jahrhundert) aus dem Archiv des Graf Platen in Handsühn. Anschließend Transkription. Dann Aufbau einer Datenbank inkl. der Aufnahme der digitalen Faksimiles.

Namen der Beteiligten

Prof. Dr. Rüdiger Brandt

Prof. Dr. Hermann Cölfen

Prof. Dr. Karl Helmer

Prof. Dr. Gaby Herchert

Zeitraum

2009 bis auf weiteres

Geplanter Output

- Nutzerdatenbank
- Publikationen der jährlichen Tagungen

Erste Publikation

Weblink

C

Dr. Miriam Czock, Dr. Anja Rathmann-Lutz

Zur Verschränkung von Weltdeutung und Zeitwahrnehmung im frühen und hohen Mittelalter

Zeit und Raum sind Grundbedingungen unserer Existenz; nicht zuletzt deshalb sind ihre unterschiedlichen Wahrnehmungsweisen Gegenstand wissenschaftlichen wie auch gesellschaftlichen Interesses. Raum und Zeit haben als Thema unter dem Eindruck massiver Veränderungen unserer Lebensumstände an Aktualität gewonnen. Beide entziehen sich einer logisch-objektiven Messbarkeit und haben trotz aller Bemühungen, sie in objektiven Systemen zu erfassen, eine bedeutende subjektive, aus sozialen Zusammenhängen heraus entstehende Dimension – ein Faktum, das sich in unserer globalisierten Welt verstärkt zeigt.
Mit einer Reihe wichtiger Arbeiten zur historischen Wahrnehmung von Raum hat sich die Mediävistik in die aktuelle Debatte eingeschaltet. Die Kategorie der Zeit jedoch blieb bislang weitgehend unberücksichtigt. Dabei könnte gerade die Mediävistik zum Ideengeber werden, da das Mittelalter seine Zeitkonzepte nicht nur aus der kausalen Sequenzierung von Zeit schöpfte. Mittelalterliche Zeitmodelle sind durch ein Wechselspiel von zyklischer, linearer und geschichteter Zeit geprägt und wurden anhand der Bibel oder an ihr erprobter Deutungsmuster definiert, womit sich mit heutigen Phänomenen vergleichbare, der linearen Sequenzierung von Zeit enthobene Strukturen ergeben. Obwohl die mittelalterlichen Bedingungen der Zeitwahrnehmung also ein aktuelles Forschungsfeld sein sollten, sind sie kein gängiges Anliegen mediävistischer Forschung. Eben diese Forschungslücke möchte das beantragte Projekt füllen, indem es Prozesse beleuchtet, die zur Konstruktion und Konstitution zeitlicher Zusammenhänge beitrugen.

Leiterinnen

Dr. Miriam Czock

Dr. Anja Rathmann-Lutz, Universität Basel

Zeitraum

ca. Juli 2012 bis März 2015

Förderinstitution

DFG

Geplanter Output

Publikation

Weblink

D

Dr. Ezio Di Nucci

Neuroenhancement und Moral - Global Young Faculty

Vorstellung der AG „Neuroenhancement und Moral"

Was ist Neuroenhancement?
Neuroenhancement bezeichnet die Einnahme pharmazeutischer Mittel zur Steigerung des Wohlbefindens und/oder der geistigen Leistungsfähigkeit und ist derzeit Gegenstand medizinischer, juristischer und philosophischer Debatten. Letztere drehen sich vor allem um die Frage, ob Neuroenhancement ethisch vertretbar ist. Der oftmals benutzte Begriff „Hirndoping“ scheint mit seiner Parallele zum Leistungssport die Antwort bereits vorwegzunehmen: Die „künstlich“ gesteigerte Leistungsfähigkeit könnte den Personen, die davon Gebrauch machen, einen unzulässigen Vorteil verschaffen, beispielsweise in Prüfungssituationen. Beschäftigt man sich jedoch näher mit dem Thema, stellt man fest, dass dieser und andere Einwände gegen Neuroenhancement, die auf den ersten Blick plausibel erscheinen, in Wirklichkeit einer Überprüfung nicht standhalten.

Andere Formen von Enhancement im weitesten Sinne, die nicht von allen Personen gleichermaßen in Anspruch genommen werden (können) und somit ebenfalls ein Ungleichgewicht schaffen, sind weithin akzeptiert, z.B. Nachhilfe im Schulleistungsbereich, obwohl diese auch über Veränderungen des Gehirns ihre Wirkung erzielen. Doch bedeutet das automatisch, dass Neuroenhancement gerechtfertigt ist? Oder gibt es sogar eine moralische Verpflichtung von Neuroenhancement Gebrauch zu machen, zumindest wenn es keine offensichtlichen Nebenwirkungen hat? Die Gruppe „Neuroenhancement und Moral“ in der Global Young Faculty möchte sich mit dem Thema Neuroenhancement aus verschiedenen Perspektiven beschäftigen.

Expertengespräch
Im Mai 2012 wird ein nicht-öffentliches Gespräch der Gruppe mit Neuroenhancement Experten aus den Bereichen Medizin, Jura und Philosophie stattfinden, das dazu dienen soll, der Gruppe einen ersten Überblick über das Thema und Impulse für die weitere Arbeit zu geben.

Empirische Untersuchungen
Im Verlauf des Jahres 2012 sollen dann zwei empirische Untersuchungen durchgeführt werden. Eine soll Aufschluss geben über die Verbreitung von Neuroenhancement an den Hochschulen des Ruhrgebiets. Die zweite soll mit Hilfe von funktioneller Kernspintomographie den Zusammenhang zwischen Neuroenhancement und Moral von einer Seite angehen, die bisher vernachlässigt wurde: Wie werden moralische Entscheidungen unter dem Einfluss von Neuroenhancement getroffen? Diese Frage hat wiederum wichtige Implikationen für die Debatte über die Moral von Neuroenhancement an sich, wenn man bedenkt, dass z.B. Ärzte oder andere wichtige Entscheidungsträger möglicherweise in großem Umfang auf Neuroenhancement zurückgreifen.

Fachtagung
Parallel soll eine öffentliche, internationale Fachtagung für Februar 2013 organsiert werden. Die Beiträge der dort vortragenden Experten zu verschiedenen Aspekten von Neuroenhancement sollen in einem Sammelband veröffentlicht werden. Nach Möglichkeit werden auch die Ergebnisse der empirischen(n) Studie(n) der „Neuroenhancement und Moral“-Gruppe dort vorgestellt.

Namen der Beteiligten

Dr. Ezio Di Nucci (Universität Duisburg-Essen)

Dr. Christian Bellebaum (Ruhr-Universität Bochum)

Prof. Dr. Radim Beranek (Ruhr-Universität Bochum)

Dr. Judith Hahn (Ruhr-Universität Bochum)

Prof. Dr. Lars Kuchinke (Ruhr-Universität Bochum)

Dr. Enno Middelberg (Ruhr-Universität Bochum)

Dr. Raphael van Riel (Ruhr-Universität Bochum)

Jun.-Prof. Dr. Patrik Roser (Ruhr-Universität Bochum, LWL-Universitätsklinikum Bochum)

Jan Schildmann (Ruhr-Universität Bochum)

Zeitraum

2011 bis 2013

Förderinstitution

Stiftung Mercator

Geplanter Output

eine Studie, zwei Workshops, ein Sammelband, eine Umfrage

Weblink

E

Prof. Dr. Heinz Eickmans

Siegfried – Held van Nederland? Rezeption und Übersetzungen des Nibelungenlieds in den Niederlanden und Flandern

Während das Nibelungenlied im 19. und 20. Jahrhundert in Deutschland zu einem nationalen Epos wurde, haben sich die benachbarten Niederländer und Flamen kaum für dieses germanische Heldenepos interessiert – und dies ungeachtet der Tatsache, dass Siegfried im Nibelungenlied immer wieder der ‚Helt von Niderlant' heißt, seine Heimat Xanten nach mittelalterlicher Terminologie Teil der Niederlande war und die überlieferten mittelniederländischen Nibelungenliedfragmente eine mittelalterliche Rezeption des Stoffes in den Niederlanden belegen. Das Projekt verbindet germanistische und niederlandistische Forschungen zur mittelalterlichen Überlieferung und zur neuzeitlichen Rezeption und Übersetzung des Nibelungenlieds im niederländischen Sprachraum.
Teil 1 umfasst eine Neuedition und -bewertung der überlieferten mittelniederländischen Nibelungenliedbruchstücke. [Prof. Dr. N. Miedema]
Teil 2 untersucht die Rezeption und die Übersetzungen des Nibelungenlieds in den Niederlanden  und Flandern im 19. und 20. Jh. und liefert erstmals eine Neuedition wichtiger niederländisch-flämischer Übersetzungsfragmente und Nachdichtungen aus dem 19. Jahrhundert. [Prof. Dr. Heinz Eickmans]

Namen der Beteiligten

Prof. Dr. Heinz Eickmans, Niederländische Sprache und Kultur (UDE)
Teilprojekt: Rezeption und Übersetzungen des Nibelungenlieds in den Niederlanden  und Flandern im 19. und 20. Jh. [einschließlich Edition: Niederländische Übersetzungsfragmente und Nachdichtungen des Nibelungenlieds aus dem 19. Jahrhundert]

Prof. Dr. Nine Miedema, Germanistische Mediävistik (Universität Saarbrücken)

Zeitraum

2011 bis 2015

Geplanter Output

Studien und Edition erscheinen als eigenständiger Band in der Reihe der Essener Schriften zur Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaft (ESS-Kultur) im Universitätsverlag Rhein-Ruhr, Duisburg.

Prof. Dr. Maria Eisenmann

InterAction! The Interactive Theatre Project

Das interaktive Theaterprojekt untersucht schulartenübergreifend und über mehrere Jahrgangsstufen hinweg synchrone und diachrone Lernprozesse auf Schüler- und Lehrerseite.

Namen der Beteiligten

Prof. Dr. Maria Eisenmann

Dr. Janice Bland (Universität Vechta)

Zeitraum

2014 bis 2020

Förderinstitution

Erasmus+

Geplanter Output

Publikation

F

Beate Frenzel, (Katrin Günther)

BISS-Projekt: Integration von Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern in die Sekundarstufe II – ein Entwicklungsprojekt zur Erst- und Anschlussförderung im Berufskolleg

Mit Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern sind Schülerinnen und Schüler gemeint, die aufgrund von Flucht oder freiwilliger Migration (ihrer Familie) ohne Kenntnisse der deutschen Sprache in das deutsche Schulsystem einmünden. Diese Gruppe von Lernenden hat ganz spezielle Bedürfnisse und bedarf besonders intensiver Förderung.
Für diese Schülergruppe werden in einem Verbund von zwölf Berufskollegs und der Universität Duisburg-Essen Verfahren entwickelt und erprobt, um sie in einer Erstförderung bei der Integration in das deutsche Bildungssystem zu unterstützen. Außerdem werden Maßnahmen für die Anschlussförderung erarbeitet, um die Förderung z. B. im Anschluss an den Besuch von Integrationsklassen fortzusetzen.
Beforscht werden sollen zum einen die Bedarfe der beteiligten Lehrerinnen und Lehrer und zum anderen die Wirksamkeit der Maßnahmen sowie der Verbleib der Schülerinnen und Schüler im Anschluss an die Projektförderung.

Leiterin

Constanze Niederhaus

Zeitraum

Februar 2014 - August 2018

Förderinstitution

Initiative „Bildung durch Sprache und Schrift (BiSS)“ Die Initiative „Bildung durch Sprache und Schrift (BiSS)“ ist ein fünfjähriges Forschungs- und Entwicklungsprogramm, das eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie der Kultusministerkonferenz (KMK) und der Konferenz der Jugend- und Familienminister (JFMK) der Länder darstellt. Das Trägerkonsortium setzt sich zusammen aus dem Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache in Kooperation mit dem Arbeitsbereich Interkulturelle Bildung der Universität zu Köln, das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), die Humboldt-Universität zu Berlin in Kooperation mit dem Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB).

Geplanter Output

  • Evaluierte Unterrichtsmaterialien für das Unterrichten von Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern am Berufskolleg
  • Fortbildungskonzepte für das Unterrichten von Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern

Weblink

G

Prof. Dr. Gabriele Genge, Prof. Dr. Patricia Plummer

Gender and Sexuality in (Neo-)Orientalism and Occidentalism: An Entangeld History of European and Middle Eastern Identity Discourses

In the post 9/11 decade, debates on Islamophobia have raised new research questions concerning patterns of exclusion. As in historical Anti-Semitism, gender and sexuality play a pivotal role in national identity debates. [...] In order to analyse how European and Islamic identity discourses mutually stereotype each other, experts working in the fields of history, religious studies, gender studies, and literature need to join forces. [...] This projects aims to unite these scholars in a network that will work towards a COST application.

Namen der Beteiligten

Hauptantragstellerin: Assoc. Prof. Dr. Ulrike Brunotte, Centre for Gender and Diversity, Maastricht University/NL
Mitantragstellerinnen an der UDE/Fak. GeiWiss:
Univ.-Prof. Dr. Gabriele Genge und Univ.-Prof. Dr. Patricia Plummer

Weitere Kooperationspartner u.a.:
Centre for Gender and Diversity, Maatricht University/NL
Institute for Gender Studies, Radboud University Nijmegen/NL
Zentrum für Antisemintismusforschung, TU Berlin
Gender Studies Forschungsgruppe, HU Berlin
Moses-Mendelsohn Center for European-Jewish Studies (Potsdam)
Institut für Islamwiss., Universität Heidelberg
Forschungsgruppe "In/Visibility in (Neo-)Orientalist Discourse: Bodies and Spaces", UDE (Plummer/Genge)
Institute of Jewish Studies, Antwerpen University/B
Institut für Geschichte, Université Fribourg/CH
Institut für Religionswiss., Universität Basel/CH
Leo-Baeck-Institute, London/UK
Women's and Gender Studies, Tel Aviv university, Israel
Vanderbilt Divinity School, Nashville/TN, USA
Jewish Culture and Society, University of Illinois/USA

Umfang der Beteiligung:

Internationales Forschungsnetzwerk mit Beteiligten aus Niederlande, Belgien, Deutschland, Schweiz, Israel, USA, bewilligt durch die Niederländische Forschungsgemeinschaft im Juni 2012

Zeitraum

Januar 2013 bis Dezember 2015

Förderinstitution

Dutch Research Council (NWO)

Geplanter Output

1. Durchführung dreier internationaler Arbeitstagungen (davon eine an der UDE)
2. Herausgabe einer Reihe von Publikationen (davon ein Tagungsband als Dokumentation der UDE Tagung, geplant für 2015)
3. Gemeinsamen Drittmittelantrag der Netzwerk-KooperationspartnerInnen
4. Drittmittelantrag Plummer / Genge Stiftung Merkator (in Vorbereitung)

Erkan Gürsoy, Erdal Alan

BISS-Projekt: Schreiben, Sprechen, Lesen im Mathematikunterricht der Klassen 9/10

 Mathematik ist hochrelevant für den Schulerfolg. Gleichzeitig eignet sich das Fach besonders gut für sprachfördernde Maßnahmen: Für das Verständnis mathematischer Inhalte ist es beispielsweise wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler lernen, mathematische Aufgabenstellungen und Zusammenhänge schriftsprachlich adäquat zu formulieren. In den nächsten fünf Jahren wollen Wissenschaftler und Lehrkräfte gemeinsam fachspezifische Ansätze zur Sprachförderung im Fach Mathematik entwickeln und im Unterricht erproben. Insgesamt sind vier Schulen am Verbund beteiligt. Weitere Partner sind die Universität Duisburg-Essen und zwei Verbünde aus Köln und Dortmund, die Angebote für Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 8 entwickeln. Der Verbund ist Teil der Bund- und Länderinitiative BISS (Bildung durch Sprache und Schrift). Leiter /Namen der Beteiligten Dr. Claudia Benholz/ Erkan Gürsoy, Erdal Alan

Zeitraum

September 2013 - laufend

Förderinstitution

Bundesministerium für Bildung und Forschung / Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Geplanter Output

Weblink

Prof. Dr. Jens Gurr

ARUS - Advanced Research in Urban Systems

Das Ende 2010 eingerichtete strukturierte Promotionsprogramm „ARUS - Advanced Research in Urban Systems“ baut auf den bisherigen wissenschaftlichen Leistungen in ausgewählten Bereichen des Profilschwerpunkts „Urbane Systeme“ auf und bietet DoktorandInnen die Möglichkeit, ihre urbanistischen Forschungsinteressen in diesem interdisziplinären und internationalen Rahmen zu verfolgen. Zielgruppe sind internationale und deutsche AbsolventInnen planungs-, ingenieur-, kultur-, geistes- und gesellschaftswissenschaftlicher Fachgebiete mit exzellenten Studienleistungen und hervorragenden urbanistischen Forschungsprojekten.
ARUS zählt zu den strukturierten Promotionsprogrammen, die durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) im Rahmen des Förderprogramms „International promovieren in Deutschland“ (IPID) seit 2010 gefördert werden.
Ziel des Promotionsprogramms ist die Ausbildung zu reflexionskompetenten ExpertInnen für die nachhaltige Entwicklung des urbanen Raums mit Berufsperspektiven in Wissenschaft und Praxis. Das wissenschaftliche Programm soll die AbsolventInnen von ARUS befähigen, in Positionen mit herausgehobener Verantwortung komplexe urbane Probleme zu identifizieren, zu beschreiben, zu analysieren, Lösungen zu erarbeiten und deren erfolgreiche Umsetzung kompetent zu begleiten.

Namen der Beteiligten

Leitung:
Prof. Dr. Jens Martin Gurr
Prof. Dr. J. Alexander Schmidt (Stadtplanung/Städtebau)

Weitere Beteiligte:
Prof. Dr. Judolf Juchelka (Geographie)
Prof. Dr. Fabian Kessl (Theorie und Methoden der sozialen Arbeit)
Prof. Dr. Bernd Noche (Technische Logistik)
Prof. Dr. Jo Reichertz (Kommunikationswissenschaft)
Prof. Dr. Ute Schneider (Geschichte)
Prof. Dr. Renatus Widmann (Siedlungswasser- und Abfallwirtschaft)

Partner-Universitäten:
- University of Oregon, Portland
- Middle East Technical University (METU), Ankara
- COPPE / UFRJ, Rio de Janeiro
- Qingdao Technological University, China
- Jianzhu University Shenyang, China

Zeitraum

Oktober 2010 bis April 2014

Förderinstitution

DAAD aus Mitteln des BMBF

Geplanter Output

Es handelt sich um ein Promotionsprogramm. Ziel sind hervorragende interdisziplinär angelegte urbanistische Dissertationen.

Weblink

H

P. Haller, H. Olfert, S. Romano-Bottke

Einstellungen Lehramtsstudierender gegenüber sprachlich heterogenen Klassen

 Die Studie zu Einstellungen Lehramtsstudierender gegenüber sprachlich heterogenen Klassen, eine Online-Erhebung unter allen Lehramtsstudierenden der UDE, untersucht quantitativ und qualitativ deren Meinungen zu anderen Sprachen, zur Relevanz von Sprachangeboten in der Schule und zum Umgang mit der mehrsprachigen Schülerschaft.

Leiter / Namen der Beteiligten

Prof. Dr. K. F. Cantone-Altıntaș
P. Haller, H. Olfert
S. Romano-Bottke

Zeitraum

März 2013 - laufend

Förderinstitution

Universität Duisburg-Essen

Geplanter Output

Geplanter Output des Projekts ist die Veröffentlichung der Auswertung der qualitativen und quantitativen Daten. Die Ergebnisse sollen u.a. zur Optimierung der Lehramtsausbildung im Bereich des sprachsensiblen Unterrichts beitragen.

Weblink

Prof. Dr. Raymond Hickey

Sociolinguistics in Ireland

Eine Kooperation mit KollegInnen aus ca. 14 Universitäten in Deutschland, England, Spanien, Norwegen und der Schweiz. Ziel ist es, eine Gesamtübersicht der Entwicklung von Sprache und Gesellschaft in Irland, sowohl geschichtlich als auch zeitgenössisch, zu geben. 

Leiter

Prof. Dr. Raymond Hickey

Zeitraum

bis 2015

Geplanter Output

Unter Vertrag bei Palgrave Macmillan mit einem Band Sociolinguistics in Ireland (in Vorbereitung)

Prof. Dr. Raymond Hickey

Researching Northern English

Eine Kooperation mit KollegInnen aus ca. 19 Universitäten in Deutschland, England und Spanien. In diesem Projekt geht es darum, verschiedene linguistische und kulturelle Aspekte des Englischen im Norden Englands zu untersuchen und im Zusammenhang der Varietäten des heutigen Englischen darzustellen.

Leiter

Prof. Dr. Raymond Hickey

Zeitraum

bis 2014

Geplanter Output

Unter Vertrag bei John Benjamins mit einem Band Researching Northern English (in Druck).

Prof. Dr. Raymond Hickey

New Horizons in Areal Linguistics

Eine Kooperation mit 36 KollegInnen aus mehreren Ländern, um die neuesten Entwicklungen in der Areallinguistik auf einer gemeinsamen Platform darzustellen.

Leiter

Prof. Dr. Raymond Hickey

Zeitraum

bis 2014

Geplanter Output

Band bei Cambridge University Press: Cambridge Handbook of Areal Linguistics

Prof. Dr. Raymond Hickey

Listening to the Past ─ Early Audio Recordings of English

Eine Kooperation mit KollegInnen aus ca. 16 Universitäten in Deutschland, England, USA und Canada, um eine sprachwissenschaftliche Analyse der frühesten Tonbandaufnahmen, die es für Varietäten des Englischen gibt, durchzuführen.

Leiter

Prof. Dr. Raymond Hickey

Zeitraum

bis 2014

Geplanter Output

Ein Band in der Serie Studies in English Linguistics bei Cambridge University Press

I

Prof. Dr. Wolfgang Imo

Datenbank gesprochenes Deutsch für die Auslandsgermanistik

Ziel ist die Bereitstellung einer Datenbank mit gesprochensprachlicher authentischer Kommunikation für Lehrende der Auslandsgermanistik. Bereitgestellt werden Audio- und Videobeispiele sowie Transkripte, außerdem Informationsmaterial und Aufsätze. Neben Alltagskommunikation liegt bei der dritten und letzten Förderperiode ein Schwerpunkt auf hochschulische Kommunikation.

Namen der Beteiligten

Prof. Dr. Wolfgang Imo

Prof. Dr. Susanne Günthner (Universität Münster)

Beate Weidner, M.A. (Universität Münster)

Zeitraum

bis Dezember 2012

Förderinstitution

DAAD

Geplanter Output

Datenbank

Weblink

J

Prof. Dr. Rudolf Juchelka

Weastflows – Stärkung der nachhaltigen Verknüpfung des Güterverkehrs in Nordwesteuropa unter Nutzung innovativer ICT Lösungen

Das Projekt hat die Nachhaltigkeit des weltweiten Güterverkehrs zum Ziel. Es beschäftigt sich mit Engpässen, Beseitigung von Barrieren der Mobilitätsverlagerung und der neuen Anwendung von ICT um bestehende Kapazitäten zugunsten des Güterverkehrs zu erhöhen, sowie der Veränderung der Handlungsweisen von privaten Entscheidungsträgern. Produktionsstätten werden weiterhin von NWE in asiatische Märkte verlagert, was ein Wachstum des weltweiten Güterverkehrs mit sich bringt. Dieses Projekt hat eine wirtschaftliche Perspektive mit vergleichenden Untersuchungen von dichtbesiedelten Wirtschaftsräumen in Europa und Asien. Das weltweite Projektpartnernetzwerk stellt den globalen Wirkungsbereich sicher. Der West-Ost Korridor in NWE ist der geographische Bezug.

Namen der Beteiligten

Projektleiter:

Prof. Dr. Rudolf Juchelka

CRITT Transport et Logistique, Frankreich

Institute for Sustainablity, Großbritannien

Leitung der Action 10 des Arbeitsbereichs 5.

Evaluation of impacts and measure of benefits of the project.

Beteiligte:

Maike Hitzmann (Project Officer) Universität Duisburg-Essen, Institut für Geographie

Partner:
CRITT Transport et Logistique [FR]
IfS - Thames Gateway Institute for Sustainability [UK]
VRRN Verband Region Rhein-Neckar [DE]
TUDOR - Centre de Recherche Public Henri Tudor [LU]
SEStran - South East Scotland Transport Partnerhsip [UK]
LOOM - Liverpool John Moores University [UK]
LSN - Logistique Seine Normandie [FR]
Mobycon [NL]
InforIT [NL]
CQM Centre for Quantitative Methods [NL]
CTS Communication & Tracking Services [FR]
Mid-West Regional Authority [IE]
Portsmouth Commercial Port [UK]
AURH Agence d'Urbanisme de la Région du Havre et de l'Estuaire de la Seine [FR]
IDIT Institut du Droit International du Transport [FR]
TTPNF Transports Terrestres Promotion Northern France [FR]
INTERMODALITY [UK]
USTL-LAGIS University of Science and Technology of Lille [FR]
BOM Brabantse Ontwikkelings Maatschappij [NL]
BBZOB Samenwerkingsverband Regio Eindhoven [NL]

Zeitraum

01.01.2010 bis 30.06.2015

Förderinstitution

Interreg IVB NWE (North West Europe)

Geplanter Output

-    Entwicklung von neuen Logistikmethoden, kommerziellen und nachhaltigen Güterverkehrsrouten sowie eine bessere Ausnutzung bestehender Verkehrswege
-    Lösungen für nachhaltige Logistik und eine koordinierte Zusammenarbeit sonst unabhängiger Logistikunternehmen und Nutzer
-    Entwicklung von maßgeschneiderten ICT Lösungen zur  Nachverfolgung des Frachtgutes und Koordination zwischen Infrastrukturausnutzung und Gütertransport
Aufgabe der Universität Duisburg-Essen
Analyse verschiedener Einflüsse durch das Projekt (wirtschaftlich, gesellschaftlich, ökologisch)
Abschätzung des Nutzens auf regionaler, europäischer und globaler Ebene
-    Regionale Analysen
-    Elemente der SWOT-Analyse
-    Verknüpfung von Transport, Infrastruktur und Raum
-    Identifikation von Unternehmen für Befragungen
-    Fallstudien

Weblink

Prof. Dr. Rudolf Juchelka

CODE 24 – Corridor 24 Development Rotterdam-Genoa. Gemeinsame Regionalentwicklung für den Nord-Süd Korridor

Das Projekt „CODE24“ zielt darauf ab, die Wirtschafts-, Verkehrs-, Umwelt- und Raumentwicklung entlang der transeuropäischen Verkehrsachse (TEN-V) Nr. 24 von Rotterdam nach Genua zu einer integrativen Entwicklungsperspektive zu vereinen. Der „Korridor 24“ umfasst mehrere europäische Regionen mit höchster Wirtschaftskraft. Die bedeutende europäische Nord-Süd-Achse verläuft durch die Niederlande, Deutschland, die Schweiz und Italien und verbindet den Nordseehafen Rotterdam mit dem Mittelmeerhafen Genua. In ihrem Einzugsgebiet leben rund 70 Millionen Menschen und es werden ca. 50% (700 Millionen Tonnen jährlich) des Nord-Süd-Güterverkehrs auf der Schiene abgewickelt. Nach wie vor begrenzen jedoch einige gravierende Engpässe und die unzureichende transregionale Koor¬dination das Potenzial der Achse und limitieren ihre wirtschaftliche und räumliche Entwicklung.
Ein Teilbereich des Projekts befasst sich mit der Entstehung von Logistik-Clustern und kann unter folgenden Leitfragen zusammen gefasst werden:

Was sind Elemente und Merkmale von Logistik-Clustern?

Wie können Ansätze von Logistik-Clustern identifiziert werden?

Wo gibt es Logistik-Cluster im Korridor 24?

Wie kann die Entwicklung von Logistik-Clustern initiiert und gefördert werden?

Namen der Beteiligten

Leadpartner:
Verband Region Rhein-Neckar

Prof. Dr. Rudolf Juchelka (Project Manager of Action 7)
Yvette Blume (Project Officer of Action 7)
Julian Brenienek (Project Officer of Action 7)

Beteiligung in Form einer eigenen Action:
Workpackage 3, Action 7: Creation, Development and Evaluation of the Impact of Logistics Clusters

Ebenfalls von der Universität Duisburg-Essen beteiligt:
Prof. Dr. Zelewski, PIM, Action 10: Online Rail Transport and Spot Exchange

Zeitraum

Projektlaufzeit: Januar 2010 bis Dezember 2014

Förderinstitution

EU INTERREG IV B NWE

Geplanter Output

Projektbericht

K

Sandarenu Kumarasamy, M.A.

Building a Resource Website on English in Sri Lanka

In this project the groundwork will be laid in creating an on-line resource website on English in Sri Lanka catering to the academic needs of the professional linguist, the linguistics student and even the language teacher, who are concerned with World Englishes.

Leiterin

Sandarenu Kumarasamy, M.A. - team-head and supervision

Zeitraum April – October 2014

Geplanter Output

Website

Project Manual

Sandarenu Kumarasamy, M.A.

Cultural Landscapes: Negotiating Cultural Encounters with the English-Speaking World

Cultural landscapes: Negotiating cultural encounters with the English-speaking world Erasmus Intensive Programme takes a close and critical look at the cultural differences and barriers encountered in interaction with English-speaking countries and the specificities of English-mediated intercultural communication. Cultural, i.e. socially constructed concepts are analysed not only as they relate to the pervasive British and American cultures, but also locally (e.g. Scotland, Wales, Ireland) and internationally (World Englishes, English as a lingua franca).

The project is targeted at undergraduate (and in exceptional cases graduate) students of English (also cultural studies, international relations, European studies, communication studies and related fields) whose studies and future careers include intercultural mediation with the English-speaking world. For a period of two weeks, the participants have the possibility of taking part in a number of intensive lectures, seminars, workshops and out-of-classroom activities exploring theoretical as well as practical dimensions of cultural awareness and intercultural dialogue both historically and in the context of the modern world. Before, during and after the IP, ICT-based activities are used. A special website is dedicated to the project and its results.

In short, this summer school is aimed at students who are interested in learning more about the cultural aspects of the English-speaking world and intercultural communication, going beyond what is typically included in their studies.

Namen der Beteiligten

University of Duisburg-Essen – Sandarenu Kumarasamy (sandarenu.kumarasamy@uni-due.de)

University of Limerick – Weronika Gasior (weronika.gasior@ul.ie)

University of Lisbon – Lili Cavalheiro (lilicavalheiro@campus.ul.pt)

University of Ljubljana – Monika Kavalir (monika.kavalir@ff.uni-lj.si)

University of Osijek – Alma Vančura (avancura@ffos.hr)

Zeitraum

August 2012 – August 2014 (three years)

Sandarenu Kumarasamy, M.A., will accompany 5 more students from the university of Essen to the Erasmus Summer school this year and will be holding two linguistic seminars related to Colonial Englishes in South Asia.

Förderinstitution

European Union - Lifelong Learning Programme.

Sandarenu Kumarasamy, M.A.

Evolution of Semantic Systems (EOSS)

A joint research initiative between the Evolutionary Processes in Language and Culture group and Categories across Language and Cognition project at the Max Planck Institute of Psycholinguistics (Nijmegen). The main aim of the EoSS project is to investigate how meanings vary over space and change over time. We focus on different kinds of categories: containers (kinds of objects), colour (attributes of objects), body parts (parts of objects), and spatial relations (how objects are related to one another). For more background information click here. This study aims to collect data from 20 participants in each of 50 languages from the Indo-European language family. The project is estimated to run for approximately three years; the data collection phase is planned to take two years starting January 2011.

Weblink

Leiterin

Sandarenu Kumarasamy, M.A. - research consortium member of an international team

Zeitraum

Februar 2012 bis August 2014

Förderinstitution

Max Planck Institute for Psycholinguistics (Nijmegen)

Prof. Dr. Thorsten Knauth

Einschließungen und Ausgrenzungen. Interdisziplinäre Perspektiven zur Rolle und Bedeutung von Geschlecht, Kultur und sozialem Status für religiöse Bildung

Im Zuge einer wachsenden Aufmerksamkeit für religiöse und kulturelle Heterogenität in Bildungsprozessen erscheint es als notwendig, den Zusammenhang und die Interdependenz zwischen geschlechtsbezogenen, kulturell-religiösen und sozialen Formen von Differenz zu reflektieren: Wie werden über Verknüpfungen von Geschlecht, Kultur und Klasse Etikettierungs- und Dramatisierungsprozesse initiiert? Welche spezifischen Verknüpfungen zwischen diesen Kategorien spielen für Inklusion und Exklusion in der Bildung eine Rolle? Solche Fragen in ihrer Bedeutung für religionspädagogische und praktisch-theologische Fragen religiöser Bildung nachzugehen, erfordern den Einbezug von theologischer, religionswissenschaftlicher sowie sozial- und erziehungswissenschaftlicher Perspektiven.
In Kooperation mit dem Essener Kolleg für Geschlechterforschung und dem Arbeitsbereich Religionspädagogik im Institut für Evangelische Theologie ist eine Veranstaltungsreihe geplant. Unter der Leitfrage der Bedeutung von Intersektionalität für eine geschlechtergerechte Bildung werden Vertreter und Vertreterinnen unterschiedlicher Fachrichtungen sowie theologischer Disziplinen Fragen des Verhältnisses von Religion, Geschlecht, Kultur und sozialer Position für religiöse Bildung reflektieren.

Namen der Beteiligten

Prof. Dr. Thorsten Knauth

Dr. Maren Jochimsen (EKfG)

PD Dr. Jutta Siemann (Religionspädagogik)

Kooperationspartner: Essener Kolleg für Geschlechterforschung (EKfG)

Geplanter Output

Band zum Thema der Vorlesungsreihe

L

Ina Lammers

Erzählen, Schreiben, Begleiten - Schreibwerkstätten im schulischen Ganztag

Im Projekt werden Schreibwerkstätten an Schulen eingerichtet, die im Rahmen des Ganztagsunterrichts angesiedelt sind. In der Schreibwerkstatt schreiben und veröffentlichen die zumeist mehrsprachigen Schülerinnen und Schüler(SuS) zu selbst gewählten Themen und kreativen Impulsen. Die SuS der Schuleingangsphase werden dabei von zu Schreibbegleitern ausgebildeten Mitschülern der 9. und 10. Jahrgangsstufe unterstützt. In der wissenschaftlichen Begleitung wird in regelmäßigen Abständen der Sprachstand erhoben und ausgewertet, zudem liegen Sprach- und Schreibbiographien der Schülerinnen und Schüler vor.

Leiter / Namen der Beteiligten

Prof. Dr. Heike Roll
Ina Lammers

Zeitraum

2012 - laufend

Förderinstitution

Universität Duisburg-Essen
Unternehmen Gelsenwasser „von klein auf“

Geplanter Output

Wissenschaftliche Beiträge

Weblink

Ina Lammers

Stadtteilschreiber – Biographische Schreibwerkstatt Gesamtschule Osterfeld

Das Projekt richtet sich an ca. 20 Schüler der 5. Klasse und ca. 5 Schüler der 9. Klasse - viele mit Deutsch als Zweitsprache - der Gesamtschule im benachteiligten Stadtteil Osterfeld. In Kooperation mit studentischen Tutoren der Universität entsteht im offenen Ganztag eine Schreibwerkstatt. In regelmäßigen Treffen setzten sich die Schüler schreibend mit ihrer Umgebung und der Entwicklung des Stadtteils auseinander. Sie führen Gespräche mit Anwohnern und Mitarbeitern bzw. Besuchern sozialer und kultureller Einrichtungen, besuchen beliebte Orte bzw. lernen neue Orte kennen und verarbeiten diese Erfahrungen gemeinsam mit ihrer eigenen familiären Geschichte sowie Alltagsrealität in einem Stadtteilbuch mit Kurzgeschichten und Gedichten. Die älteren Schüler, die von den Studierenden als Schülerschreibbegleiter qualifiziert werden, unterstützen die Jüngeren. Pro Schuljahr entsteht so ein Buch, das öffentlich präsentiert und im Buchhandel erhältlich sein wird. Zudem finden Autorenlesungen zum Thema Multikulturalität statt. Das Vorhaben fördert die Sprachkompetenz, das partizipatorische Arbeiten, die kreative Auseinandersetzung mit dem Lebensumfeld der Teilnehmer und unterstützt Zugänge zu neuen Orten und Begegnungen.

Leiter / Namen der Beteiligten

Prof. Dr. Heike Roll
Ina Lammers

Zeitraum

2014 - 2016

Förderinstitution

Werkstatt Vielfalt
Robert-Bosch-Stiftung

Geplanter Output

Wissenschaftliche Beiträge
zwei Buchpublikationen mit Beiträgen der Schüler/innen

Prof. Dr. Jens Loenhoff

Graduiertenkolleg „School of International and Intercultural Communication (SIIC)

Das Anfang 2014 eingerichtete Zentrum bündelt interkulturelle ausgerichtete Forschungsvorhaben, die Entwicklungen der politischen und/oder grenzüberschreitenden Kommunikation in gegenwärtigen Transformationsländern und Länder bzw. Regionen des globalen Südens behandeln.
Das Graduiertenkolleg bietet Promotionsstipendien für 10 Nachwuchsforscher und wird von MERCUR (Mercator Research Center Ruhr) gefördert.

Namen der Beteiligten

Prof. Dr. Jens Loenhoff, Essen
Prof. Dr. Susanne Fengler, Dortmund
Prof. Dr. Barbara Thomaß, Bochum

Zeitraum

2014 bis 2016

Output

Dissertationen

M

Prof. Dr. Christoph Marx

Deutsche evangelische Kirche im kolonialen südlichen Afrika

Interdisziplinäre (Geschichte, Theologie, Kirchengeschichte) und länderübergreifende (Deutschland, Namibia, Südafrika) Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit der lutherischen Kirchen und ihrer Missionswerke. Die zweite Phase bezieht auch die reformierten Kirchen ein und wird die Zeit von den späten 1920er bis in die 1980er Jahre, d.h. die Zeit des Nationalsozialismus und die Apartheid, umfassen. Die Forschung wird sowohl die Kooperation der Kirche mit dem Apartheidstaat, die Haltung der Siedlerkirchen und Missionsgesellschaften zum Nationalsozialismus,  die Beteiligung von Vertretern der evangelischen Kirchen am Widerstand gegen die Apartheidpolitik und die vielfachen Verflechtungen der afrikanischen Kirchen mit den evangelischen Kirchen in Deutschland behandeln. Über eine reine Institutionengeschichte hinaus sollen auch Formen wechselseitiger Wahrnehmung, Vorurteilsstrukturen und kulturelle Wertmuster untersucht werden.

Namen der Beteiligten

Evangelische Kirche Deutschlands (EKD) und ihre Mitgliedskirchen sowie die evangelischen Missionswerke und die evangelischen Partnerkirchen in Südafrika und Namibia.

Im Wissenschaftlichen Beirat sind u.a. beteiligt: Prof. Dr. Jürgen Kampmann (Theologe, Tübingen), Prof. Dr. Klaus Koschorke (Außereuropäische Christentumsgeschichte, München), Prof. Dr. Christine Lienemann (Theologin, Basel)

Prof. Dr. Christoph Marx, bislang Mitglied des Wissenschaftlichen Beitrags in der ersten, bereits abgeschlossenen Projektphase; in der gerade begonnenen zweiten Phase Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats und Autor zweier Beiträge

Zeitraum

seit 2007

Förderinstitution

DFG (Finanzielle Förderung eines Workshops in Pretoria, Okt. 2008)

Geplanter Output

Sammelband (ca. 750 Seiten), der voraussichtlich 2015 erscheinen wird.
Ein erster Band ist bereits erschienen: Hanns Lessing, Julia Besten, Tilman Dedering, Christian Hohmann und Lize Kriel (Hg.): Deutsche evangelische Kirche im kolonialen südlichen Afrika. Die Rolle der Auslandsarbeit von den Anfängen bis in die 1920er Jahre, Wiesbaden 2011.

Gülsah Mavruk, Siham Lakehal

Förderunterricht für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund

Das Projekt ,,Förderunterricht“ geht auf ein DFG-Projekt der Universität Essen zur Zweitsprachigkeit griechischer, türkischer und jugoslawischer Schüler zurück und wird bereits seit 1974 an der Fakultät Geisteswissenschaften durchgeführt. Diese Fördermaßnahmen wurden kontinuierlich weiterentwickelt und ausgebaut, so dass im Jahr 2014 über 1.000 Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund aus den Sekundarstufen I und II an der Hochschule gefördert werden. Sie kommen aus fast 50 Herkunftsländern und werden in allen Fächern nach Leistungsstand, Sprachkenntnissen, Klasse, Schulform und Schulfach in möglichst homogenen Kleingruppen von ca. 3-5 Schülern unterrichtet. Etwa 120 Studierende aus 15 Herkunftsländern unterrichten die Schülerinnen und Schüler als Förderlehrer. Sie studieren unterschiedliche Fachrichtungen und Studiengänge aller Fachbereiche, erhalten Supervision, werden wissenschaftlich begleitet und nehmen an spezifischen Fortbildungen teil. Pro Semester absolvieren etwa 70 – 80 Studierende das Berufsfeldpraktikum (BA Lehramt) im Förderunterricht. Der Förderunterricht findet nachmittags in den Räumlichkeiten der Hochschule statt. Die Schülerinnen und Schüler erhalten schulbegleitende sprachliche und fachliche Förderung in allen Schulfächern sowie punktuelle Deutschförderung. Sie werden bezüglich der Schullaufbahn beraten und pädagogisch betreut, z.B. bei der Schullaufbahn, der Suche nach Praktika bzw. Ausbildungsplätzen oder der Orientierung auf ein Studium. Ziele des Förderunterrichts sind die Förderung der Chancengleichheit auf dem Bildungssektor und die Entfaltung der Begabungsreserven der Schülerinnen und Schüler. Das Projekt dient der Qualifizierung der Studierenden für die Vermittlung von Sprach- und Sachwissen und der Verbesserung der Aus- und Fortbildung von Lehrerinnen und Lehrer. Der Essener Förderunterricht bildet das Modell für einen Transfer auf 29 Orte der Bundesrepublik durch die Stiftung Mercator und wurde mehrfach ausgezeichnet.

Leiter / Namen der Beteiligten

Dr. Claudia Benholz
Gülsah Mavruk
Siham Lakehal

Zeitraum

1974 - laufend

Förderinstitution

Jobcenter
Rheinisch-Westfälische Verlagsgesellschaft
Stiftung Mercator
Sparkasse
Heinrich-Spindelmann-Stiftung
Frau-Otto-Knaudt-Stiftung

Weblink

Dr. Anastasia Moraitis

Projekt Lampenfieber

Lampenfieber (wissenschaftliche Begleitung: Prof. Roll, Dr. Moraitis) Das Modellprojekt (Laufzeit 2012-2014) wird im Offenen Ganztag an vier Grundschulen durchgeführt. Ziel ist es, durch den Einsatz von theater- und dramapädagogischen Konzepten handlungsorientierte, kontextgebundene Sprachförderung zu initiieren. Darüber hinaus werden unter Einsatz dramapädagogischer Konzepte Schülerinnen und Schüler darin unterstützt, selbstbewusster zu handeln. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Caritasverband der Diözese Münster und der Universität Duisburg-Essen von 2012-2014 durchgeführt (gefördert von der Stiftung Wohlfahrtspflege), und fließt in die Lehre des Instituts ein. Entsprechend fanden begleitende Blockseminare statt.

Das Modellprojekt besteht auf zwei Bausteinen:

Baustein A

Intensive Förderung („Impulsförderung“) als Angebot für zwei Wochen in den Sommerferien in der Form des offenen Ganztags. Ziel ist es, die Kreativität durch den Einsatz von theater- und dramapädagogischen Konzepten anzuregen und mit einer handlungsorientierten Sprachförderung zu verknüpfen. Die Kinder erarbeiten sprachliche Formen, die sie beim Theaterspielen und beim Erstellen der Requisiten einsetzen und üben können. Weiterhin erstellen sie ein Programmheft, in dem sie zu Inhalten des Stücks eigene Texte schreiben. Am Ende steht eine öffentlich Aufführung, in deren Vorbereitung die Eltern und Familienangehörigen eingebunden werden.

Baustein B

Durch Fortführung der theaterpädagogischen Elemente oder sportliche und freizeit- sowie erlebnispädagogische Aktivitäten während des Schuljahres wird die Nachhaltigkeit gefördert.

Namen der Beteiligten

Prof. Dr. Heike Roll
Dr. Anastasia Moraitis

Zeitraum

2012-2014

Förderinstitution

Caritasverband der Diözese Münster

Geplanter Output

Weblink

Prof. Dr. Ralf Miggelbrink

Religionsunterricht als Ort der Theologie

Das Projekt soll den Religionsunterricht als genuinen Ort der Rezeption und der Produktion von Theologie aus verschiedener theologischer Perspektive untersuchen.

Namen der Beteiligten

Prof. Dr. Ralf Miggelbrink

Prof. Dr. Thomas Söding (Ruhr-Universität Bochum)

Zeitraum

2009 bis 2016

Förderinstitution

Antrag bei der DFG

Prof. Dr. Ralf Miggelbrink

Editionsprojekt Dogma und dramatische Geschichte

In Kooperation mit der Universität Innsbruck wird ein Fragment aus dem Nachlass Raymund Schwagers ergänzt, editiert und kritisch kommentiert.

Namen der Beteiligten

Prof. Dr. Ralf Miggelbrink

Prof. Dr. Wolfgang Palaver

Zeitraum

2012 bis 2014

Geplanter Output

Edition eines Fragmentes aus dem Nachlass.

N

Prof. Dr. Marcel Nieden

Ökumenische Kommentierung der 95 Ablassthesen Martin Luthers

Konzeption des Projekts:
1. Verwirklicht werden soll ein ökumenischer Kommentar, an dem evangelische und katholische Theologen beteiligt sind.
2. Es werden Arbeitsgruppen gebildet, die die Kommentierung gemeinsam verantworten. Vorgegangen wird aber arbeitsteilig. Jedes Mitglied einer Arbeitsgruppe nimmt sich einen Abschnitt der Thesenreihe zur Interpretation vor, die das andere Mitglied gegenliest.
3. Es soll eine akademisch-wissenschaftliche Arbeit sein, die nach entsprechenden Methoden verfährt. Das historische Forschungsinteresse steht im Vordergrund; es soll aber kein ausschließlich historischer Kommentar erarbeitet werden.
4. Es soll ausdrücklich kein Konsenstext erstellt werden.
5. Die Thesen sollen nach Wortlaut und historischem Kontext interpretiert werden und zwar im Zusammenhang der spätmittelalterlichen Philosophie und Theologie und der Rezeption in der Neuzeit. Ebenso muss die Wirkungsgeschichte der Thesen untersucht werden. Auch die Gegenwartsbedeutung soll abschließend untersucht werden.

Vgl. auch die Pressemeldung im epd-Wochenspiegel 41/2008, S. 10.

Namen der Beteiligten

Prof. Dr. Marcel Nieden
- Kommentar zu Thesen 26-40 (in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Alfons Knoll, Regensburg)
- Die Ablasstheologie Kardinal Cajetans und seine Antwort auf Luthers Ablasskritik (Forschungsbeitrag)

Prof. Dr. Theodor Dieter, Institute for Ecumenical Research, Strasbourg

Prof. Dr. Wolfgang Thönissen, Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik, Paderborn

Zeitraum

2008 bis 2015

Förderinstitution

Winfriedbund, Paderborn

Geplanter Output

Mehrbändiges Kommentarwerk, das im Herder-Verlag, Freiburg, erscheinen wird.

O

Dorota Okonska

Sprache durch Kunst

Sprache durch Kunst ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Museum Folkwang (Abteilung Bildung und Vermittlung) und dem Institut Deutsch als Zweit- und Fremdsprache (DaZ/DaF) der Universität Duisburg-Essen, das seit 2011 von der Stiftung Mercator gefördert wird. Das Projekt verfolgt seit das Ziel, Kinder und Jugendliche aus weiterführenden Schulen in Essen und Umgebung durch ein interdisziplinäres Bildungsangebot an kulturelle Bildung heranzuführen, das schulisches und außerschulisches Lernen gleichermaßen miteinander verbindet. Im Fokus steht somit eine ganzheitliche Förderung und Erweiterung der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit über eine künstlerisch-ästhetische Auseinandersetzung im Museum und eine intensive sprachdidaktische Vor- und Nachbereitung in den Schulen. Berücksichtigt werden sowohl kommunikative und soziale Kompetenzen, als auch die gesamte Persönlichkeitsentwicklung der Kinder und Jugendlichen sowie ihre unterschiedlichen Herkunftssprachen und -kulturen.

Sprache wird hierbei nicht nur auf ihre Teilfertigkeiten Hören, Sprechen, Lesen, Schreiben, Grammatik und Wortschatz reduziert, sondern vielmehr unter einem weit gefassten Verständnis um körpersprachliche, ästhetische und künstlerische Ausdrucksweisen sowie nonverbale, emotionale und soziale Aspekte erweitert. Durch die gezielte Verbindung von Kunstvermittlung und sprachdidaktischer Arbeit sollen den Kindern und Jugendlichen neue thematische und situative Zugänge zur Sprache jenseits ihres alltäglichen und schulischen Gebrauchs eröffnet werden. Um dabei ein Ineinandergreifen handlungsorientierter und interaktiver Methoden der Sprachdidaktik und Kunstvermittlung zu gewährleisten, stützt sich das Projekt auf insgesamt drei Säulen.

Leiter / Namen der Beteiligten

Prof. Dr. Heike Roll
Dr. Andrea Schäfer
Prof. Dr. Dr. h.c. Rupprecht S. Baur
Dr. Karin Mohr, Museum Folkwang Essen

Zeitraum

2010-2015

Förderinstitution

Stiftung Mercator

Geplanter Output

Materialienbox zur Sprachbildung in Hochschule, Schule und Museum Hochschulisches Seminarkonzept „Sprache durch Kunst“

Weblink

Helena Olfert

Mehrsprachigkeit bei italienisch-deutschen Jugendlichen

Es wurde eine Pilotstudie mit italienischstämmigen Jugendlichen durchgeführt, bei der neben der Durchführung eines Grammatikalitätstests Sprachdaten auf Deutsch und Italienisch und ein ausführlicher Fragebogen zu sprachbiografischen Daten erhoben wurden.

Leiter / Namen der Beteiligten

Prof. Dr. Katja F. Cantone
Katrin Bieck
Helena Olfert

Zeitraum

seit 2011

Geplanter Output

Publikation der Ergebnisse sowie Hauptstudie

Prof. Dr. Dietmar Osthus

Applied Folk Linguistics: AILA Research Network

This research network comprises applied linguists who address various aspects of folk beliefs or lay theories as applied linguistic issues in their research. In general, the focus lies on beliefs on language and language learning and their relevance for decisions in people’s everyday and working lives, in particular in a language teaching context.

Namen der Beteiligten

Prof. Dr. Dietmar Osthus

Prof. Dr. Martin Stegu (WU-Wien)

Dr. Antje Wilton-Franklin (Siegen)

Zeitraum

seit 2008

Förderinstitution

AILA (Association Internationale de Linguistique Appliquée)

Geplanter Output

AILA Review (erschienen Ende 2011) zum Thema (eigener thematischer Beitrag)

Bereits publiziert:

McKenzie, Robert / Osthus, Dietmar (2011): "That which We Call a Rose by any Other Name Would Sound as Sweet. Folk perceptions, status and language variation". In: AILA Review 24 (Applied Folk Linguistics; Wilton, Antje/Stegu, Martin (edd.)), 100-115.).

Weblink

P

Verbundprojekt / Germanistik

Prof. Dr. Rolf Parr, Prof. Dr. Werner Jung

Geschichte der Ruhrgebietsliteratur seit 1960

Auf der Rückseite der Beschäftigung mit Phänomenen der Globalisierung sind in den letzten Jahren auch Regionen und ihre Literaturen wieder verstärkt zum Gegenstand literatur- und kulturwissenschaftlicher Forschung geworden. Dabei stellt sowohl der Blick in Richtung ›Regionalität‹ als auch der in Richtung ›Globalität‹ die Grenzen des für die traditionelle Lite-raturgeschichtsschreibung so wichtigen Bezugsrahmens nationaler Literaturen und Philologien infrage. Nötig sind solche Über- bzw. Unterschreitungen des nationalen Rahmens, weil Kon-zepte von Regionalität und damit auch jede regionale Literaturgeschichtsschreibung heute nicht mehr ohne Bezug auf Prozesse der Globalisierung entwickelt werden können. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn man es mit regionalen Ballungsräumen zu tun hat, die kon-stitutive Merkmale von Globalisierung in der Regionalität aufweisen. Für das Projekt einer Literaturgeschichte des Ruhrgebiets der Zeit von 1960 bis heute be-deutet dies, ein theoretisches Konzept regionaler Literaturgeschichts¬schreibung jenseits der eingefahrenen Binarismen ›Globalität vs. Lokalität‹ und ›Zentrum vs. Peripherie‹ entwickeln zu müssen, das geeignet ist, die Ereignisse, Umbrüche, Weichenstellungen, Entwicklungslinien, Kontinuitäten und Diskontinuitäten in der Geschichte der Ruhrgebietsliteratur seit 1960 zu erforschen und die Ergebnisse in einer die theoretischen Vorüberlegungen berücksichtigenden Form zu präsentieren. Ein solches theoretisch-methodi¬sches Konzept soll im Projekt – ausgehen von einer nach ›Knotenpunkten‹ organisierten Form von Literatur- und Kulturge-schichtsschreibung, diese aber zugleich auf den Spezialfall regionaler Literatur und ihrer Ge-schichte hin spezifizierend – erarbeitet und am Gegenstand der Ruhrgebietsliteratur erprobt werden. Die ›Knotenpunkte‹ stellen dabei insofern flexible Ausgangspunkte der einzelnen Abschnitte der geplanten Literaturgeschichte des Ruhrgebiets dar, als sie für ganz verschiede-ne Nutzerperspektiven immer wieder neue Fragen und Vernetzungen ermöglichen und über den je konkret dargestellten Anlass hinaus einen übergreifenden Problemzusammenhang er-schließen. Auf diese Weise wird es möglich, solche wichtigen global bedingten Transformati-onen wie die Arbeitsmigration, die zu Neuakzentuierungen der Ruhrgebietsliteratur, aber auch des literarischen Feldes ›Ruhrgebiet‹ insgesamt geführt haben, in ihrer Dynamik zu berück-sichtigen. Ziel des Projekts ist es damit, nicht nur eine nach dem entwickelten Ansatz konzipierte Li-teraturgeschichte des Ruhrgebiets für die Zeit nach 1960 vorzulegen, sondern zugleich auch ein auf andere Regionen übertragbares theoretisches Modell regionaler Literaturgeschichts-schreibung unter den Bedingungen von Globalisierung.

Leiter

Prof. Dr. Rolf Parr,
Prof. Dr. Werner Jung

Zeitraum

Februar 2015 bis Dezember 2018

Förderinstitution

DFG

Geplanter Output

Publikation einer ›Literaturgeschichte des Ruhrgebiets seit 1960‹

Prof. Dr. Rolf Parr, Dr. Thomas Ernst

The Construction of Identity in Multilingual Literature: A Comparison of Belgium, Germany, Luxembourg and the Netherlands

The language situations in the member states of the European Union vary – from monolingual nation-states like Germany and controversial multilingual ensembles like Belgium to a well-functioning multilingual Luxembourg. Conflicting ideas about languages cause many difficulties in inner- and intercultural communication processes. A more fundamental question raised by the different European concepts of language is the connection between language and the construction of identities. In the differentiated societies of our day literature represents a space of complex meanings and esthetic meta-languages. Contemporary literary texts which use multilinguality as an esthetic principle – such as the literature of multilingual nation states like Luxembourg or texts written by authors with a migrant background or with intercultural interests – create advanced insights into new forms of identity. Therefore, it is important as well as worthwhile to analyze the relationship between identity and multilinguality in literary texts. In order to do so, one should understand literature as an interdiscourse, and use a comparative approach to analyze different neighboring cultures: Belgium, Germany, Luxembourg and the Netherlands. To manage this comparative approach and the complexity of these topics, it is indispensable that the research project use a plurality of cultural and literary theories and methods and that it remain open to conducting interdisciplinary research. Also, it must understand itself as a part of an international network, with partners from the above mentioned nations. The analysis of the literary-esthetic discourses will help us to understand how different concepts of language(s) shape social life and identities in Luxembourg and, more generally, Europe in the present and – taking literary texts seriously as a medium of advanced reflections – how things could develop in the future.

Namen der Beteiligten

Universität Duisburg-Essen:
a) Prof. Dr. Rolf Parr; b) Dr. Thomas Ernst
Funktion: International Co-funding Partner
b) Umfang der Beteiligung: Ausrichtung einer der großen Konferenzen des Forschungsverbundes 2013 in Essen

Universität Luxemburg:
a) Prof. Dr. Georg Mein; b) Dr. Till Dembeck
Funktion: Principal Investigator and Coordinating Institution

Katholieke Universiteit Leuven/Belgien:
a) Prof. Dr. Anke Gilleir; b) Dr. Sarah De Mul
Funktion: International Co-funding Partner

Leiden University/Niederlande:
a) Dr. Liesbeth Minnaard
Funktion: International Co-funding Partner
Centre National de Littérature Mersch / Luxemburg

a) Germaine Goetzunger; b) Dr. Claude D. Conter
Funktion: Non-contracting Partner

Förderinstitution

Fonds Nationale de la Recherche, Luxembourg

Output

Gemeinsam mit allen Projektpartnern: Herausgabe eines Handbuchs Mehrsprachigkeit.

Weblink

Anna Pineker

Aufgabenorientiertes Peer-Tutorium zum DaZ Modul im Lehramtsstudium

Für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund stellt die Aneignung von Bildungs- und Schulsprache eine besondere Hürde dar. Um allen Schülerinnen und Schülern Chancengerechtigkeit und Teilhabe am Bildungssystem zu ermöglichen, müssen Lehrerinnen und Lehrer in der Lage sein, ihren Unterricht sprachsensibel zu gestalten.

Die verpflichtende Einführung des Moduls „Deutsch für Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte für alle Lehrämter“ (DaZ-Modul) im neuen Lehrerausbildungsgesetz NRW zielt auf eine Qualifizierung aller angehenden Lehrkräfte ab. Doch wie können Lehramtsstudierende hochschuldidaktisch effektiv auf den Unterricht in mehrsprachigen Klassen vorbereitet werden?

Dieser Frage geht das Projekt „Aufgabenorientierte Peer-Tutorium zum DaZ Modul“ nach, das im Oktober 2013 am Institut für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache gestartet ist. Das vom Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache bis Ende 2015 mit insgesamt 90.000 Euro geförderte Projekt unterstützt Lehramtsstudierende dabei, Mehrsprachigkeit als Potential und nicht als Problemfall wahrzunehmen und für die Umsetzung eines sprachsensiblen Unterrichts zu nutzen.

„Die Lernvoraussetzungen und Interessen der Studierenden werden als Zugang zu Sprachlernprozessen der Schülerinnen und Schüler im Fachunterricht genutzt. So sollen im Sinne forschenden Lernens Lerngelegenheiten angeboten werden, die einerseits durch Schreibaufgaben eine konstruktive Wissensverarbeitung anregen und andererseits durch Peer-Beratung Unterstützung auf Augenhöhe bieten“, sagt Prof. Dr. Heike Roll.

Organisiert wird diese Form des Lernens in studentischen Tutorien. Die Tutorien werden in Teilen online absolviert. Sie verstehen sich als Plattform der Reflexion des Grundlagenwissens im DaZ-Modul und des diskursiven Peer-Lernens.

Nach Projektende kann die Aufgabensammlung, die Plattform mit Hinweistexten, Aufgabenstellungen und Analyserastern und das Konzept zur Tutoren-Schulung anderen Hochschulen zur Verfügung gestellt werden.

Leiter /Namen der Beteiligten

Prof. Dr Katja F. Cantone-Altıntaș
Prof. Dr. Heike Roll
Anna Pineker

Zeitraum

01.10.2013 - 31.12.2015

Förderinstitution

Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache

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Anna Pineker, Sabine Stephany

Kooperationsprojekt mit dem Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache an der Universität zu Köln: Sprachsensibler Mathematikunterricht

Im Rahmen des Kooperationsprojekts der Universität Duisburg-Essen mit dem Mercator Institut der Universität zu Köln werden der Forschungsstand zu Schreibaufgaben im Mathematikunterricht systematisch aufbereitet und Kriterien für „gute” Schreibarrangements formuliert. Anschließend werden Schreibaufgaben zur Diskursfunktion Begründen mit unterschiedlichen Formen von Unterstützungsmaßnahmen nach den Prinzipien des „Scaffolding“ entwickelt. Die Wirkung dieser Unterstützungsmaßnahmen auf die Qualität der Schülertexte im Mathematikunterricht wird in einer Kontroll- und Interventionsgruppe untersucht.

Leiter / Namen der Beteiligten

Prof. Dr. Heike Roll
Anna Pineker, Sabine Stephany

Zeitraum

Oktober 2013 – September 2016

Förderinstitution

Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache

Geplanter Output

Erstellung einer Expertise zum Schreiben im Fachunterricht Entwicklung, Durchführung und Evaluation einer empirischen Studie zur Wirkung von Schreibarrangements auf Schülertexte

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Prof. Dr. Patricia Plummer

Diversityforschung an der Universität Duisburg-Essen

In unserer durch Migration, Globalisierung und virtuelle Vernetzungen geprägten Welt geraten Differenzen – z.B. im Hinblick auf Ethnizität, Religion, Geschlecht, soziale Herkunft, Bildung, sexuelle Orientierung, Alter und Gesundheit – zunehmend in den Blickpunkt.
Diversityforschung untersucht Vielfalt in unterschiedlichen sozialen, kulturellen, geographischen und historischen Zusammenhängen. Sie zeigt bestehende Ungleichheiten auf und begreift die Verhandlung und Anerkennung von Differenzen als Chance für gesellschaftlichen Wandel.
Erstmals fand an der Universität Duisburg-Essen eine interdisziplinäre Ringvorlesung zu Diversityforschung statt. Professorinnen und Professoren der Fakultäten Bildungs-, Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften stellten im Laufe des Sommersemesters 2012 aktuelle Forschungsergebnisse aus den Fächern Amerikanistik, Deutsch als Zweitsprache/Deutsch als Fremdsprache, Interkulturelle Pädagogik, Kunstwissenschaft, Postcolonial Studies, Soziologie, Turkistik und Wirtschaftsinformatik zur Diskussion. Darüber hinaus berichtet das Essener Kolleg für Geschlechterforschung über seine Erhebung zu Diversityforschung an der UDE. 

Namen der Beteiligten

Leiterin: Prof. Dr. Patricia Plummer

Kopperationspartnerinnen:
1. Prorektorat Diversity Management (Univ.-Prof. Dr. Ute Klammer)
2. Essener Kolleg für Geschlechterforschung (Dr. Maren Jochimsen)

Zeitraum

2011 bis 2013

Geplanter Output

1. Durchführung einer Ringvorlesung (SoSe 2012)
2. Herausgabe eines Bandes mit den Beiträgen (in Vorbereitung, 2013)
3. Erarbeitung eines Konzeptes für einen Forschungsschwerpunkt "Diversityforschung"
4. Durchführung einer universitätsweiten Erhebung zu Diversityforschung (in Kooperation mit EKfG und Prorektorat)

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Prof. Dr. Patricia Plummer

Mainzer Beiträge zur Genderforschung 2000-2010

 

Namen der Beteiligten

Prof. Dr. Patricia Plummer

Prof. Dr. Dr. h.c. Renate v. Bardeleben (Universität Mainz)

PD Dr. Dr. h.c. Sabina Matter-Seibel (Universität Mainz)

Zeitraum

2012

Förderinstitution

Finanzierung durch Universität Mainz

Geplanter Output

Herausgabe eines Bandes mit interdisziplinären Beiträgen auf dem Gebiet der Genderforschung.

Prof. Dr. Patricia Plummer

Japan im Westen: Literatur ─ Kultur ─ Spiritualität

Überschattet von Erdbeben, Tsunami und Reaktorkatastrophe wurde 2011 das 150-jährige Jubiläum der deutsch-japanischen Freundschaft gefeiert. Diese Zäsur war Ausgangspunkt eines interdisziplinären Symposiums, das vom 27.-29. April 2012 im Weltkloster Radolfzell stattfand.
Auch wenn Japan einer der Hauptakteure der Globalisierung ist, so wird es aus westlicher Sicht häufig unter dem Vorzeichen des Zen-Buddhismus wahrgenommen, der spirituelle Traditionen wie Za-Zen (Stilles Sitzen), Ikebana, Teezeremonie, Steingärten und die Musik der japanischen Bambusflöte hervorgebracht hat. Diese neo-orientalistischen Vorstellungen blenden die Realität des modernen Japans ebenso aus wie die kulturellen und religiösen Transformationsprozesse, die durch den westlichen Japandiskurs v.a. der vergangenen 150 Jahre entstanden sind.
Im Weltkloster diskutierten darüber internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Fächer Amerikanistik, Anglistik, Geschichte, Japanologie, Kunstwissenschaft, Philosophie, Soziologie und Theologie. Dabei fand nicht nur ein interdisziplinärer Dialog, sondern auch ein intensiver Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis statt, denn es waren auch Experten für Zen-Meditation sowie für die meditative Musik der japanischen Zenflöte beteiligt.

Leiterin

Prof. Dr. Patricia Plummer

Zeitraum

2011 bis 2013

Geplanter Output

- Durchführung eines interdisz. Symposiums 27.-29.4.2012 (abgeschlossen)
- Herausgabe eines Tagungsbandes (in Vorbereitung, 2013)
- Forschungskooperation mit beteiligten KollegInnen für ein Anschlussprojekt zu Kulturaustausch zwischen Japan und der anglophonen Welt

Q

R

Prof. Dr. Josef Raab

Promotionskolleg „Spaces, Communities, Representations: Urban Transformations in the United States“

Das Projekt untersucht urbane Transformationen in der Gestaltung und Nutzung von Räumen, in der Zusammensetzung und Interaktion von Gemeinschaften sowie in kulturellen Repräsentationen in den Vereinigten Staaten von Amerika. Die Begriffstrias „spaces – communities – representations“ bezeichnet dabei einerseits die Spannweite des Untersuchungsfeldes und stellt andererseits durch die Fokussierung der Teilprojekte auf die Wechselwirkungen zwischen Räumen, Akteursgruppen und Imaginarien die Kohärenz der Projekte sicher.
Die USA sind für die Erforschung städtischer Räume besonders interessant, da sich dort die beiden zentralen urbanen Entwicklungen der Gegenwart – Wachstum vs. Schrumpfung – parallel untersuchen lassen. Im Fokus der auch vergleichend und historisch angelegten, spezifisch amerikanistischen Untersuchung stehen dabei Prozesse des ökonomischen und sozialen Wandels, der Inwertsetzung bzw. „Gentrifizierung“ ehemals vernachlässigter Stadtteile sowie die (sich ebenfalls wandelnde) symbolische Bedeutung und Repräsentation urbaner Räume und ihrer architektonischen und infrastrukturellen „Wahrzeichen“, die auch mit Entwicklungen im Ruhrgebiet in Bezug gesetzt werden können und sollen.

Namen der Beteiligten

Prof. Dr. Josef Raab als Betreuer des von Fr. Insa Neumann bearbeiteten Teilprojekts Between Nativism and Assimilation: New York City Germans from the 1890s to the 1960s

Prof. Dr. Walter Grünzweig (Dortmund)

Prof. Dr. Randi Gunzenhäuser (Dortmund)

Prof. Dr. Kornelia Freitag (Bochum)

Prof. Dr. Michael Wala (Bochum)

Prof. Dr. Jens Gurr (Duisburg-Essen)

Zeitraum

April 2012 bis März 2015

Förderinstitution

MERCATOR-Stiftung

Geplanter Output

Dissertation

Prof. Dr. Jo Reichertz

Affective computing und Weiterentwicklung von Gruppenemotionserkennung aus Sicht der Polizei

Grundlagentheoretische Forschung zur automatischen Erkennung von Emotionsprozessen in Großgruppen wird angestellt. Ziel ist die Erforschung der Möglichkeit einer Erstellung von Software im Bereich des AC, welche Indikatoren auswertet und eine automatische Erkennung von Emotionen in Gruppen mit Entwicklungsprognose bietet. Die Forschung versucht die Verbindung von Personen- und Emotionserkennung (mittels Gesichts-, Gesten-, Ton- und Wärmebilddaten). Als Forschungsfeld wird das polizeiliche Gegenüber bei Großveranstaltungen gewählt.

Leiter

Prof. Dr. Jo Reichertz

Namen der Beteiligten

Prof. Dr. Jo Reichertz

Prof. Dr. Schöner, Informatik RUB Bochum

Zeitraum

07.2014 – 07.2017

Förderinstitution

im November 2013 bei der DFG eingereicht

Prof. Dr. Jo Reichertz

Ethnographie der Sequenzanalyse

Das beantragte Forschungsprojekt untersucht, wie in sog. Interpretationsgruppen die kommunikative Generierung sozialwissenschaftlichen Wissens über die soziale Welt stattfindet. Interpretationsgruppen sind Kleingruppen, die in der qualitativen Sozialforschung seit den 1970er Jahren flächendeckend eingesetzt werden, um Dokumente beliebiger Art (z.B. Interviews oder Gruppendiskussionen) so zu nutzen, dass sie zu der Beantwortung einer Forschungsfrage beitragen. Erstaunlich ist, dass trotz des disziplin- und methodenübergreifenden Einsatzes weitgehend unbekannt ist, nach welchen expliziten und impliziten Regeln der soziale Prozess des Interpretierens in Gruppen im Einzelnen vor sich geht. Über die Vollzugswirklichkeit des gemeinsamen Interpretierens ist fast nichts bekannt. Das Projekt strebt daher eine wissenssoziologische Aufklärung der Grundlagen einer verbreiteten Methode qualitativer Sozialforschung an und will damit das Reflexionswissen über Möglichkeitsbedingungen qualitativer Forschung vermehren. Hierfür soll die Verstehens- und Interpretationspraxis von neun deutschsprachigen Interpretationsgruppen teilnehmend beobachtet, aufgezeichnet und mit Mitgliedern der Gruppen Interviews geführt werden. Die Analyse des Datenmaterials nimmt drei inhaltliche Faktoren in den Blick, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Generierung und Validierung von Interpretationen in sozialwissenschaftlichen Interpretationsgruppen haben: Kommunikationsmacht, Sozioemotionalität und kultureller Denkstil. Bei der miteinander verzahnten Auswertung werden (zugeschnitten auf die jeweiligen Fragestellungen) die Hermeneutische Wissenssoziologie, die Tiefenhermeneutik und die Dokumentarische Methode eingesetzt.

Leiter

Prof. Dr. Jo Reichertz

Namen der Beteiligten

Prof. Dr. Jo Reichertz

Prof. Dr. Rolf Haubl – Universität Frankfurt/Main

Katharina Liebsch – Universität Hamburg

Zeitraum

10/2014 - 10/2017

Förderinstitution

im Oktober 2013 bei der DFG eingereicht

Prof. Dr. Jo Reichertz

Mediatisierung der Sicherheitspolitik. Governing Through Media Crime? – SPP 1505 Mediatisierung

Post-industrielle Gesellschaften sind durch Mediatisierung gekennzeichnet. Dazu gehört ganz wesentlich, dass die Medien (und hier v.a. das Fernsehen) nicht mehr nur vermitteln, informieren und irritieren, sondern dass sie sich aus ökonomischen Interessen als eigenständige Akteure mit eigener Perspektive an dem gesellschaftlichen Diskurs beteiligen und diesen oft auch mit gestalten. Das hier beantragte Projekt möchte den gesellschaftlichen Diskurs über die Innere Sicherheit und hier speziell den Diskurs über die technische Intelligenz polizeilicher Aufklärungsarbeit untersuchen und dessen Folgen. Am Beispiel forensischer Medienformate (z.B. CSI – Den Tätern auf der Spur, Ermittlungsakte etc.) soll die aktuelle Mediatisierung des Sicherheitsdiskurses in Deutschland erfasst, vermessen und verstanden werden, um dann Hypothesen zu den Auswirkungen dieses Handelns der Medien entwickeln zu können. In den Blick genommen wird also die mediatisierte Welt der Kriminalität und der Kriminalitätsbekämpfung, die durch das Handeln der Akteure: ‚Bürger’ (als Rezipient, als aktiver Helfer und potentieller Täter), ‚Medien’ (hier v.a. das Fernsehen), ‚Institutionen der Strafverfolgung’ (Polizei, Gericht) und die Politik maßgeblich gekennzeichnet ist.

Leiter

Prof. Dr. Jo Reichertz

Zeitraum

Oktober 2012 bis September 2014

Förderinstitution

DFG

Prof. Dr. Jo Reichertz

Verbundantrag: Sichere Ruhr. Badegewässer und Trinkwasser für das Ruhrgebiet Risikokommunikation und Partizipation

Allgemein geht es um die Entwicklung eines dialogisch angelegten Kommunikations- und Partizipationskonzeptes für die ‚Sichere Ruhr’, das den Stakeholdern (Schwerpunkt: Raum Essen und Anrainer) vermittelt, dass die Ruhr in der Regel ein sicheres Bade- und Trinkgewässer ist, und verlässlich darüber informiert, wann die Ruhr aus welchen Gründen nur eingeschränkt als Badegewässer und Trinkwasser zu nutzen ist, das proaktiv eine gesellschaftlichen Diskurs über mögliche Risiken der Nutzer der Ruhr als Trink- und Badegewässer initiiert und moderiert, das es ermöglicht, auch bei allen Projektbeteiligten eine geteiltes Verständnis von Risiko und dessen Bewertung zu erarbeiten, das in einem internetgestützten Netzwerk (social community) alle relevanten Stakeholder (Experten, Wassernutzer, beteiligte Institutionen, NGOs etc.) miteinander verbindet und in einem fairen Kommunikationsprozess Interessensdifferenzen der Stakeholder erkundet, Handlungsspielräume auslotet und Lösungen erarbeitet, die von möglichst vielen Teilnehmer akzeptiert und mitgetragen werden, das alle Bürger für die Bedeutung anthropogener Spurenstoffe sensibilisiert und Akteure, die (bewusst oder unbewusst) für diffuse Einleitungen (Medikamente, Chemikalien, Gülle etc.) in die Ruhr verantwortlich sind, motiviert, ihre Werte und Handlungen zu überdenken und auch zu verändern, also weniger anthropogene Spurenstoffe in den Wasserkreislauf einzubringen, das auch in akuten Krisen begleitend einsetzbar ist, und das auch mit anderen regionalen Umweltinformationssystemen (Schwerpunkt: Nachhaltigkeit) verbindbar ist und das auch auf andere Risikolagen prinzipiell übertragbar ist.

Leiter

Prof. Dr. Jo Reichertz

Beteiligte

IWW Zentrum Wasser

Ruhrverband

Zeitraum

März 2012 bis Februar 2015

Prof. Dr. Jo Reichertz

Faszinierungsprozesse – Die Attraktivität islamischer Predigten für Jugendliche

Ziel der geplanten Vorstudie ist (unter Einbeziehung des DJI) die Ausarbeitung und theoretische, methodische wie praktische Vorbereitung eines interdisziplinären Verbundprojektes zum Thema ‚Radikale Prediger – ihre Auftritte, ihre Programme und die Wirkungen auf Jugendliche’. Der Fokus des Hauptprojekts soll dabei auf Jugendlichen liegen, die von den Ansprachen islamischer und islamistischer Prediger (d.h. nicht allein salafistischen Predigern) und ihrem Umfeld fasziniert und auch bereit sind oder waren, ihr Handeln ganz oder zeitweise danach auszurichten.
Die beteiligten Partner des Verbundprojekts werden (nach Schaffung der notwendigen Rahmenbedingungen für eine fruchtbare Kooperation) in der Vorstudie die gemeinsam verwendeten Konzepte (Islamismus, Radikalisierung) aufeinander abstimmen, eine gemeinsame konkretisierte Fragestellung und Projektperspektive entwickeln und ein Forschungsdesign entwickeln und erproben, das (a) den Besonderheiten des Feldes (erschwerter Feldzugang) gerecht wird und (b) in der Lage ist, tragfähige Ergebnisse zu erlangen. Der hier vorgelegte Vorantrag zielt also – obwohl erste Einsichten zum Thema zu erwarten sind – nicht vorrangig auf die Klärung der Frage nach der Radikalisierung von Jugendlichen, sondern auf die vorgelagerte Klärung der Frage, wie solche Radikalisierungsprozesse angemessen sozialwissenschaftlich zu erfassen sind.

Namen der Beteiligten

Prof. Dr. Jo Reichertz

Prof. Dr. Schirin Amir-Moazami (FU Berlin)

Zeitraum

März 2012 bis August 2014

Förderinstitution

Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

PD Dr. Antje Roggenkamp

Ethik in der BRD

Darstellung der Diskurse um den Kirchenbau in der frühen Bundesrepublik: Wiederaufbau und Neubau; dabei werden auch Essener Kirchen herangezogen.

Namen der Beteiligten

PD Dr. Antje Roggenkamp

Prof. Dr. Christian Albrecht, LMU München

PD Dr. Claudia Lepp, LMU München

Prof. Dr. Reiner Anselm,Universität Göttingen

Prof. Dr. Martin Laube, Universität Göttingen

Zeitraum

Januar 2012 bis ca. Januar 2015

Sarah Romano-Bottke

Mehrsprachigkeit Kinderleicht

Das Projekt führt die wissenschaftliche Begleitung eines deutsch-spanischen bilingualen Modellversuchs im Kindergarten durch.

Leiter / Namen der Beteiligten

Prof. Dr. Katja F. Cantone-Altıntaș
Sarah Romano-Bottke

Zeitraum

August 2012 - laufend

Geplanter Output

Beratende Tätigkeit, Evaluation des Modellversuchs

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Prof. Dr. Neil Roughley

Anthropologische Grundlagen der Moral

Ziel des Projekts ist es, die für die moralische Unparteilichkeit zentrale Kategorie eines transsubjektiven Grundes ausgehend von basalen anthropologischen Dispositionen bzw. Fähigkeiten zu rekonstruieren. Die zwei dabei einschlägigen Fähigkeiten sind die der Empathie und der kollektiven Intentionalität, die auf unterschiedliche Weisen über das Eigeninteresse des Akteurs als Quelle intrinsischer Handlungsgründe hinausweisen. Das Projekt fragt, wie die zwei Fähigkeiten zu verstehen sind, wie sie sich zueinander verhalten und welche Rolle sie bei der Konstitution der Moral spielen. Bei der Beantwortung der ersten zwei Fragen sollen empirische Ergebnisse unterschiedlicher Forschungsrichtungen aus der Psychologie und der vergleichenden Anthropologie herangezogen werden.

 

Tagung 1:

Michael Slote, Moral Sentimentalism: Author Meets Critics

Organisiert mit Prof. Dr. Thomas Schramme (Universität Hamburg)

Universität Duisburg-Essen, 14.3.2013

 

Tagung 2:

Forms of Fellow Feeling. Empathy, Sympathy, Concern and Virtue

Universität Duisburg-Essen, 15.-17.3.2013

Organisiert mit Prof. Dr. Thomas Schramme (Universität Hamburg)

Many contemporary philosophers are convinced that there is some close connection between morality and the emotions. What since Peter Strawson have been called the “reactive atti-tudes” – the negative emotions guilt, resentment, indignation and positive variants such as pride and gratitude – seem intimately related to the answerability to moral norms. And moral realists have taken emotions to provide a form of direct access to values that has a comparable epistemic function to the perception of physical objects or properties. This conference focuses on a third way in which emotions may be central to our ethical life, a way which may make emotional processes not only necessary features of the capacity for normative action control or of access to the ethically valuable, but constitutive of moral agency itself. The basic idea, which goes back to Hume and Adam Smith, is that ethical norms are the results of intersub-jective emotional processes and that virtue is at core a matter of being disposed to “feel with” others in certain ways. Whereas intersubjective versions of a Kantian constructivism of – irreducibly conceived – reasons have been developed at length by authors such as Scanlon, Darwall and Habermas, the potential of a comparable Smithian intersubjective constructivism has yet to be explored in detail. That is the aim of this conference.

Weblink

 

Tagung 3:

Delmenhorster Symposion zu Anthropologie und Normativität IV

Organisiert mit Prof. Dr. Kurt Bayertz (Universität Münster)

Hanse-Wissenschaftskolleg, 8.-10.11.2012

Prof. Dr. Bernd Rüschoff

INTENT - Integrating Telecollaborative Networks into University Foreign Language Education

Taking into account the current state of affairs in the area of digital media in language learning, the INTENT consortium has established the two key aims of the project:
 a) To raise greater awareness among students, educators and decision makers of telecollaboration as a tool for virtual mobility in FL education at the HE level.
b) To achieve more effective integration of telecollaboration in HEIs.

These aims reflect the main issues confronting this area of virtual mobility – first, the lack of awareness among educators about this activity and how it can be organised and second, the need to provide practitioners with the tools, training and support necessary to make the activity as effective as possible. These aims can be broken down into the following objectives:
1. Establish a clear overview of the levels of use of telecollaboration, explore attitudes to the activity among key stake holders across European HEI’s, and identify practical barriers to the take-up of telecollaboration.
2. Develop a set of tools, telecollaborative models and partner networks to overcome barriers and facilitate telecollaboration practice.
3. Develop a set of workable solutions to address the lack of academic recognition which telecollaboration receives.
4. Publish an online training manual with models of telecollaborative exchange which enable a closer integration of virtual and physical mobility.
5. Hold training workshops to train and inform the FL learning and teaching community and related stakeholders and decision makers. Publish documents and make presentations to inform the academic community.
6. Engage decision makers at institutional, regional and national levels in a collaborative dialogue as to how telecollaboration can be effectively employed as a tool for the achievement of the Bologna process. Publish a document based on this process of consultation and dialogue.

Namen der Beteiligten

Prof. Dr. Bernd Rüschoff

Universidad de León - Dr O'Dowd (Projektleitung)
University of Grenoble 3
Pädagogische Hochschule Heidelberg
Wyzsza Szkola Lingwistyczna, Poland
Università degli Studi di Padova, Italy
University of Groningen / Rijksuniversiteit Groningen (RUG)
Universitat Autònoma de Barcelona, Spain
Open University, UK

Zeitraum

2011 bis 2014

Output

In addition to surveys and reports, the project will develop a hub/platform for telecollaboration which will include for educators:
- a partner-search tool which will be exclusively for FL educators in HEIs.
- a databank of practitioner reports.
- a databank of tasks.
- guidelines for using Web 2.0 tools in online exchanges.
For students, the hub will provide:
- an e-portfolio for assessment purposes.
- guidelines for participating and learning from exchanges.

Prof. Dr. Bernd Rüschoff

DAF-SUEDOST

Ziel des "DaF-Südost"-Netzwerks, das von der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms COMENIUS 3 gefördert wird, ist die Vernetzung verschiedener Akteure im Bereich Deutsch als Fremdsprache (DaF), indem es Gelegenheit zur Zusammenarbeit bietet und den Austausch von Ideen und Beispielen guter Praxis ermöglicht. So soll eine gemeinsame europäische Identität geschaffen und pädagogisch-methodische Innovation in die Schulen gebracht werden.

Das Netzwerk bringt Wissenschaftler, Aus- und Fortbilder, Hersteller von Lehrmaterialien und DaF-Lehrende zusammen und fördert so Informationsfluss, Interaktion und berufliche Weiterentwicklung. Wir erforschen Themen des projekt-bezogenen Deutschlernens und -Lehrens und bieten entsprechende Lern- und Lehrmaterialien zusammen mit pädagogischer und technischer Unterstützung. Die Arbeits- und Kommunikationssprache im Netzwerk ist Deutsch, und damit ist es eines der wenigen nicht-englischsprachigen Netzwerke in Europa.

Das wichtigste Thema des Netzwerks ist Innovation und europäisches Bewusstsein in Methodik und Praxis des DaF-Unterrichts; verschiedene Subthemen, wie z. B. "Neue Lern- und Lehrszenarien", "Interkulturelles Lernen" oder "Ressourcen für DaF" haben zur Bildung von Arbeitsgruppen geführt, die ihre Ergebnisse auf der Webseite, in Workshops und auf Konferenzen vorstellen werden.Internet und moderne Kommunikationstechnologie spielen eine tragende Rolle beim Aufbau und Erhalt eines sowohl "virtuellen" als auch realen europäischen Netzwerks. Das Web-Portal soll dabei als Forum des Austauschs und als Börse für Materialien, Informationen und gegenseitige Hilfe dienen.

Leiter

Prof. Dr. Bernd Rüschoff

Projektleitung "Ellinogermaniki Agogi" (Athen) - Abteilung "Research and Development"

Zeitraum

2004 bis 2007

Output

Die wichtigsten Ergebnisse und Endprodukte sind:
das Webportal; Dokumentation von Beispielen guter Praxis im Bereich DaF aus COMENIUS und anderen Projekten; Workshops und Konferenzen und deren Dokumentation; jährliche Berichte zu neuen Entwicklungen im Bereich DaF sowie regelmäßige Infobriefe.

Weblink

S

Prof. Dr. Aaron Schart

MERCUR-Projekt (dazu: Veröffentlichung des Tagungsbandes zur Stadt im Zwölfprophetenbuch, zusammen mit Prof. Dr. Jutta Krispenz)

Der Pentateuch ist in komplexen literarischen Traditions- und Redaktionsprozessen entstanden. Die diesbezügliche Forschungslage ist ausgesprochen disparat. Umstritten sind der Umfang eines nicht-priesterlichen Erzählfadens und dessen Datierung, Art und Umfang der priesterlichen Überlieferung sowie die Redaktionsprozesse, die zur Anerkennung des Pentateuchs als Tora und zur Profilierung des Kanonteils Prophetie geführt haben. Fragen der Endredaktion und literarischen Komposition, der literatursoziologischen Verortung und die Verbindung mit der nachexilischen Geschichte des sich formierenden Judentums sind nicht ausreichend geklärt.

Namen der Beteiligten

Prof. Dr. Aaron Schart

Prof. Dr. Christian Frevel

Prof. Dr. Jutta Krispenz

Prof. Dr. Thomas Pola

Zeitraum

Mercator Research Center Ruhr - Projekt PR: 2010 bis 2015

Die Stadt im Zwölfprophetenbuch: Vom 23.-25. September 2010

Förderinstitution

MERCUR Projekt: durch die UAMR-Allianz seit dem 1.1.2011 gefördert.

Geplanter Output

Von einer umfassenden Untersuchung des Buches Numeri sind neue Impulse zu erwarten:
- für das Verständnis der vorpriesterlichen Überlieferung und ihrer Einbindung in den Pentateuch,
- für die Konsistenz des priesterlichen Erzählfadens,
- für das Verständnis der Prozesse, die zur Konstitution der Tora in frühnachexilischer Zeit geführt haben.

Weblinks

Mercur-Projekt

Tagungsband

Dr. Andrea Schäfer

Sprachförderung durch Märchen

Das Projektziel ist, ein wissenschaftlich fundiertes und praktikables Vorgehen für den Elementar- und Primarbereich in der Region zu entwickeln und mit ausgewählten Grundschulen und Kitas nachhaltig umzusetzen, damit möglichst viele Kinder durch regelmäßige Märchenstunden nachhaltig in ihrer sprachlichen und kulturellen Entwicklung gefördert werden.

Leiter / Namen der Beteiligten

Dr. Andrea Schäfer
Ilse Brall

Zeitraum

laufend

Förderinstitution

Universität Duisburg-Essen

Geplanter Output

Ab dem Wintersemester 14/15 wird die Schulbeteiligung mithilfe von Frau PD Dr. Kerstin Hamacher-Lubitz (Dekanat Geisteswissenschaften – Schulkooperationen) auf weitere Schulen ausgeweitet. Die bisher beteiligten Schulen werden weiter beteiligt. Die inhaltliche Ausrichtung wird auf einen künstlerisch-praktischen Teil hin ausgeweitet. Verstärkt untersucht werden die Möglichkeiten einer sinnvollen Sprachbildung durch geeignete Interventionsmaßnahmen in den Klassen 1 und ¾.

Weblink

Eva Schmidt

ProSALAMANDER-Sprachliche Nachqualifizierung; Teilprojekt des Projekts ProSALAMANDER (Projektleitung: Dr. Anna Katharina Jacob, Zentrum für Hochschul- und Qualitätsentwicklung)

ProSALAMANDER unterstützt zugewanderte Akademikerinnen und Akademiker dabei, ihren im Ausland erworbenen Hochschulabschluss in Deutschland anerkennen zu lassen und auf Basis ihrer individuellen Qualifikationen einen gleichwertigen deutschen Abschluss zu erlangen. Ziel dieses Projekts ist es, der Zielgruppe der Zugang zu Tätigkeiten, die Ihrer Qualifikation entsprechen, zu erleichtern und ihre Chancen auf dem deutschen akademischen Arbeitsmarkt zu verbessern. In ca. drei Semestern werden die Teilnehmenden am Projekt ProSALAMANDER zu einem deutschen Hochschulabschluss (Bachelor/Master) geführt, während gleichzeitig handhabbare Wege für die Anerkennungspraxis ausländischer Studienabschlüsse sowie Möglichkeiten zur Studienfinanzierung für diese und ähnliche Zielgruppen gesucht werden sollen. Das Teilprojekt ProSALAMANDER-Sprachliche Nachqualifizierung ist im Bereich Deutsch als Zweit- und Fremdsprache angesiedelt und begleitet die ProSALAMANDER-Studierenden v. a. durch sprachliche und studienbegleitende Unterstützung. So werden in der sprachlichen Nachqualifizierung fachspezifische DaZ- und DaF-Kurse, Bewerbungstrainings, Coachings und Fachvorträge sowie Beratung zu schriftlichen Arbeiten und Präsentationen angeboten.

Leiter / Namen der Beteiligten

Dr. Constanze Niederhaus
Eva Schmidt

Zeitraum

1/2012-12/2015

Förderinstitution

Stiftung Mercator

Geplanter Output

  • Handbuch/Leitfaden (best practice)
  • Weiterführung des Projektes ohne Finanzierung durch die Stiftung Mercator
  • Übergang in ein Folgeprojekt Weblink https://www.uni-due.de/prosalamander/
Weblink

 

Prof. Dr. Ulrich Schmitz

Aufbau einer Virtuellen Fachbibliothek für die Allgemeine und Vergleichende Sprachwissenschaft / Allgemeine Linguistik im Rahmen des DFG-Sondersammelgebiets 7.11

Mit der Virtuellen Fachbibliothek ViFa Linguistik soll ein internet-basiertes Fachportal für die Allgemeine und Vergleichende Sprachwissenschaft sowie Allgemeine Linguistik geschaffen werden. Zielgruppen sind Wissenschaftler und Studierende der Allgemeinen Sprachwissenschaft/Linguistik und der einzelphilologischen Sprachwissenschaften. Das Fachportal soll sowohl Orientierung im Internet geben als auch einen integrierten Zugriff auf konventionelle und digitale Informationsressourcen anbieten. Zu diesem Zweck sollen vorhandene Angebote der Projektpartner sowie neu zu schaffende Bausteine miteinander verwoben werden – dazu zählen u. a. ein Fachinformationsführer für Internetquellen, ein Dokumentenserver für die Archivierung von wissenschaftlichen Veröffentlichungen, ein Online-Contents-Dienst zur Erschließung von Zeitschriftenliteratur und Module zur aktiven Benutzerinformation in Verbindung mit Personalisierungsservices. Die übergreifende Klammer bildet eine Metasuche, die nach formalen und sachlichen Kriterien eine gezielte Recherche über mehrere Komponenten erlaubt und in die sowohl die Bestände der Sondersammelgebietsbibliothek und anderer fachlich relevanter Einrichtungen als auch die vorhandenen Nationallizenzen und weitere kostenfreie oder kostenpflichtige Online-Ressourcen (Fachdatenbanken, elektronische Zeitschriften und Monographien) eingebunden werden. Abgerundet wird das Angebot durch die Einbindung in Dokumentlieferdienste wie Subito und Online-Fernleihe.

Leiter

Prof. Dr. Ulrich Schmitz (zusammen mit UB Frankfurt/M. und IDS Mannheim)

Zeitraum

Mai 2012 bis Juli 2014

Förderinstitution

DFG (Fortsetzungsantrag gestellt)

Output

Virtuelle Fachbibliothek Linguistik

http://www.linguistik.de/

Prof. Dr. Ute Schneider

Urbanität. Formen der Inszenierung in Texten, Karten, Bildern

Urbanität wird in ganz unterschiedlichen Formen der Manifestation von Wissen vergegenwärtigt. Als Chiffre für eine besondere Lebensform ist sie Gegenstand einer Vielzahl von Textsorten; sie wird bildlich und kartographisch veranschaulicht wie auch akustisch kommentiert. Wie Artefakte die Eigenart des Städtischen herausstellen, war Gegenstand des 42. Frühjahrskolloquiums des Instituts für vergleichende Städtegeschichte Münster und des Kuratoriums für vergleichende Städtegeschichte e.V. Es ging dabei weniger darum, Darstellungen der Stadt im Verlaufe der Geschichte zu erläutern und Veränderungen in der Wahrnehmung festzustellen. Vielmehr wurden ausgehend von einem kulturgeschichtlich geprägten Begriff von Medien und Medialität Momente und Mechanismen von Sinnstiftung, mithin die Bedingungen der Möglichkeit in den Blick genommen, Aussagen zu generieren. Der Tagungsband zur Konferenz erscheint im Laufe des Jahres 2014 im Böhlau Verlag.

Namen der Beteiligten

Prof. Dr. Ute Schneider

Prof. Dr. Martina Stercken, Universität Zürich

Prof. Dr. Werner Freitag, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Zeitraum

2012 bis 2014

Förderinstitution

Institut für Vergleichende Städtegeschichte, Münster

Geplanter Output

Tagungsband

Weblink

Prof. Dr. Ute Schneider

Handbuch Moderne

Angesichts dieses aktuellen Forschungsumfeldes soll mit dem geplanten Handbuch eine neue Forschungsperspektive eröffnet werden, indem es das Thema wissenschaftsgeschichtlich und an Disziplinen orientiert angeht. Gefragt wird also nicht: "Was ist die Moderne?", sondern im Mittelpunkt steht die Frage, wie zentrale Disziplinen im universitären Fächerkanon "die Moderne" bislang aufgegriffen haben bzw. gegenwärtig zum Thema machen. Angestrebt werden dabei disziplinäre Bestandsaufnahmen im Sinne detaillierter Forschungsüberblicke, die dem Ziel dienen, den 'state of the art' der Moderne-Debatte in einem breiten Spektrum kultur- und sozialwissenschaftlicher Disziplinen sichtbar werden zu lassen. Ein solcher disziplinenübergreifender Blick auf die Moderne-Debatte steht bislang aus und verspricht interessantere und ertragreichere Einsichten als jene letztlich als essentialistisch zu bezeichnenden Definitions- und Periodisierungsversuche der Moderne als Epoche. Dies ist deshalb der Fall, weil schon ein oberflächlicher Blick auf einzelne Disziplinen genügt, um zu erkennen, mit welchen unterschiedlichen Argumenten und Begriffen dort jeweils über die Moderne gesprochen wird oder wie sehr beispielsweise auch Argumentationsmuster aus benachbarten Fächern die Modernediskussion im jeweils eigenen Fach prägen.

Namen der Beteiligten

Prof. Dr. Ute Schneider

Prof. Dr. Friedrich Jäger (KWI Essen)

Prof. Dr. Wolfgang Knöbl (Göttingen)

Zeitraum

2012 bis 2014

Förderinstitution

Henkel Stiftung (Tagungsförderung)

Geplanter Output

Handbuch (J. B. Metzler, Stuttgart)

Prof. Dr. Ute Schneider

Mercator: Wissenschaft und Wissenstransfer

Philosoph, Mathematiker und weltbekannter Kartograph: Wie kaum ein anderer Denker aus dem Ruhrgebiet hat Gerhard Mercator die Entwicklung und Bewahrung von Wissen vorangetrieben. 2012 ist Duisburgs bekannter Bürger 500 Jahre alt geworden. Doch welche Bedeutung hat das Werk Mercators heute, ein halbes Jahrtausend später, noch für uns? „Gerhard Mercator: Wissenschaft und Wissenstransfer“ lautete der Titel der Fachtagung, die unter anderem auch dieser Frage auf den Grund ging. Sie fand am 1. und 2. März 2012 in der Stiftung Mercator statt. Nationale wie internationale Experten präsentierten und diskutierten den aktuellen Forschungsstand in den Bereichen Kartographie, Geschichtsschreibung sowie Wissensvermittlung.

Namen der Beteiligten

Prof. Dr. Ute Schneider

Prof. Dr. Stefan Brakensiek

Timo Celebi

Zeitraum

2011 bis 2014

Förderinstitution

Mercator Stiftung

Geplanter Output

Tagungsband

Weblink

Prof. Dr. Bernhard Schröder

NAPROCHE

The Naproche project (Natural language Proof Checking) studies the semi-formal language of mathematics from a linguistic, philosophical and mathematical perspective. A central goal of Naproche is to develop a controlled natural language (CNL) for mathematical texts and adapted proof checking software which checks texts written in the CNL for syntactical and mathematical correctness.

The Naproche system is an implementation of the ideas developed by the Naproche project. It accepts a controlled but rich subset of ordinary mathematical language including TeX-style typeset formulas and transforms them into formal statements. Linguistic techniques are adapted to allow for common grammatical constructs and to extract mathematically relevant implicit information about hypotheses and conclusions. Finally, automated theorem provers are used to prove the correctness of the input text.

Namen der Beteiligten

Prof. Dr. Bernhard Schröder, UDE

Prof. Dr. Peter Koepke, Uni Bonn

Prof. Dr. Gregor Buechel, FH Köln

Marcos Cramer, MMathPhil, Uni Bonn

Merlin Carl, Uni Konstanz

Dr. Bernhard Fisseni, UDE, linguistische Unterstützung

Zeitraum

seit 2003

Geplanter Output

Programm, wissenschaftliche Veröffentlichungen

Weblink

T

Tagungstriologie / katholische Theologie

Prof. Dr. Markus Tiwald

Jüdisch-christlicher Dialog: Die "Logienquelle" als "missing link" zwischen Judentum und Christentum.


Tagung 1: Kein Jota wird vergehen

Jüdisch-christlicher Dialog anhand des ältesten Dokumentes zum historischen Jesus, der sogenannten Logienquelle. In diesem Dokument sind Frühjudentum und Frühchristentum noch nicht getrennt. Die Logienquelle belegt die enge Verwandtschaft zwischen und die gemeinsamen Quellen von Judentum und Christentum und mag vor einer einseitigen und falschen antijüdischen Bibelauslegung zu bewahren.

Tagungsband:

Tiwald, Markus (Hrsg.) (2012): Kein Jota wird vergehen. Das Gesetzesverständnis der Logienquelle vor dem Hintergrund frühjüdischer Theologie. Kohlhammer, Stuttgart.

Tagung 2: Die Scheidung zwischen Gerechten und Ungerechten in Israel

17. – 19. Februar 2014 / Essen

Tagungsplan

Tagung 3: Der soziologische Hintergrund der Logienquelle Q

15. – 17. September 2014 / Essen

Tagungsplan

 

Namen der Beteiligten

Leiter:

Prof. Dr. Markus Tiwald

Kooperation:

Prof. Christoph Heil (Graz)

Prof. Günter Stemberger (Judaistik/Wien)

Prof. Jos Verheyden (Leuven).

Zeitraum

2012 bis 2014

Förderinstitution

DFG

Output

Veranstaltung der Tagung
Publikation von Tagungsbänden

Weblink

U

V

W

Ingrid Weis, Claudia Handt

BISS-Projekt: Koordiniertes fachliches und sprachliches Lernen im Unterricht in allen Fächern – ein forschungsbasiertes Entwicklungsprojekt – Verbund Jahrgangsstufen 3 und 4

Der Verbund „Koordiniertes fachliches und sprachliches Lernen im Unterricht in allen Fächern“ entwickelt und erprobt fachspezifische Ansätze zur alltagsintegrierten Sprachbildung in allen Fächern der Grundschule (Deutsch, Mathematik und Sachunterricht) und im Rahmen außerschulischer Angebote. Er ist Teil der Bund- und Länderinitiative BISS (Bildung durch Sprache und Schrift). Den Arbeitsschwerpunkt bildet das Lesen und Schreiben von Fachtexten, daneben werden die Bereiche Hören und Sprechen berücksichtigt. Mit Unterstützung der Universität Duisburg-Essen werden in den Verbundschulen Unterrichtseinheiten und -reihen konzipiert und erprobt. Die beteiligten Lehrkräfte werden über den Projektzeitraum zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ausgebildet. Der Verbund arbeitet eng mit dem Verbund „Durchgängige Sprachbildung in der Sekundarstufe I“ zusammen. So werden die Grundlagen für die fachlichen und sprachlichen Anforderungen, die in der Sekundarstufe an Schülerinnen und Schüler gestellt werden, durch die Konzeptentwicklung für die Klassen 3 und 4 geschaffen.

Leiter / Namen der Beteiligten

Prof. Dr. Katja F. Cantone-Altıntaș
Ingrid Weis
Claudia Handt

Zeitraum

September 2013 - laufend

Förderinstitution

Bundesministerium für Bildung und Forschung
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Geplanter Output

Professionalisierung von Lehrkräften; Entwicklung, Erprobung und Evaluation sprachsensibler Unterrichtseinheiten mit dem Fokus Schreiben von Texten in den Klassen 3 und 4

Weblink

Prof. Dr. Jörg Wesche

Paul Fleming: Lateinische Gedichte. Zweisprachige, kommentierte Studienausgabe

Die Edition macht eine Auswahl der lateinischen Lyrik des Barockdichters Paul Fleming erstmals in deutscher Übersetzung zugänglich. Das Projekt entsteht in interdisziplinärer und universitätsübergreifender Zusammenarbeit mit den Universitäten Kiel und Würzburg.

Namen der Beteiligten

Prof. Dr. Jörg Wesche (Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Univ. Duisburg-Essen)

Prof. Dr. Thorsten Burkard (Latinistik, Univ. Kiel)

Prof. Dr. Joachim Hamm (Mediävistik, Univ. Würzburg)

Zeitraum

seit 2011

Geplanter Output

Einbändige Auswahledition

Prof. Dr. Jörg Wesche

Metzler Handbuch Frühe Neuzeit/Barock. Epoche – Kontexte – Literatur

Ziel des Buchprojekts ist die Synthetisierung und Vermittlung des gegenwärtigen Forschungsstands innerhalb eines Epochenhandbuchs, das gegenüber herkömmlichen Literaturgeschichten dezidiert kulturwissenschaftlich geöffnet ist und die Vielfalt kultureller Orientierungsmuster in der Literatur der Frühen Neuzeit deutlich macht. Das Projekt entsteht als universitätsübergreifende internationale Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Maximilian Bergengruen (Universität Genf) und Prof. Dr. Dieter Martin (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg) und Prof. Dr. Jörg Wesche (Universität Duisburg-Essen).

Namen der Beteiligten

Prof. Dr. Maximilian Bergengruen (Universität Genf)

Prof. Dr. Dieter Martin (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)

Prof. Dr. Jörg Wesche (Universität Duisburg-Essen)

Zeitraum

2011 bis 2014

Geplanter Output

Einbändiges Handbuch

Prof. Dr. Jörg Wesche

Wissenschaftliches Netzwerk: Humanistische Antikenübersetzung und frühneuzeitliche Poetik in Deutschland (1450-1620)

In der beginnenden Frühen Neuzeit zeichnet sich unter dem Einfluss der humanistischen Bildungsbewegung im Verhältnis zur antiken Literatur ein grundlegender Umbruch im Vergleich zur mittelalterlichen Antikenrezeption ab: Die Schriften der Autoren des klassischen Altertums werden zum Teil wiederentdeckt, ediert und kommentiert; seit etwa 1450 werden im deutschen Sprachraum zahlreiche Übersetzungen angefertigt. In der intensiven Auseinandersetzung mit dem inhaltlichen und stilistischen Vorbild der antiken Werke ergeben sich in der Volkssprache vielfältige Veränderungen in der Literatur und im Selbstverständnis der Autoren und Übersetzer. Auf diese Weise wird der programmatisch an die Antike anknüpfende Neuansatz der frühneuzeitlichen Poetik durch Martin Opitz und Nachfolger in einigen Punkten vorbereitet, von diesen aber – anders als die französischen und niederländischen Vorbilder – nicht gewürdigt. Das Netzwerk möchte die sprachlichen, narratologischen und gattungsspezifischen Akzentuierungen der volkssprachlichen Übertragungen des 15. und 16. Jahrhunderts, deren literaturgeschichtliche Bedeutung in der Forschung bisher unterschätzt wurde, untersuchen und dabei besonders den Zusammenhang zwischen den Antikenübersetzungen und der frühneuzeitlichen Poetik herausarbeiten. Ziel ist es, den Beitrag der Übersetzungen für die Ausdifferenzierung der deutschen Literatursprache und Literatur in der Frühen Neuzeit zu bestimmen. 

Namen der Beteiligten

Organisation:

Dr. Johannes Klaus Kipf, München

PD Dr. Regina Toepfer, Frankfurt

 

Mitglieder:

Jun.-Prof. Dr. Marion Gindhart, Mainz

Prof. Dr. Joachim Hamm, Würzburg

Prof. Dr. Ralph Häfner, Freiburg

Prof. Dr. Manfred Kern, Salzburg

Dr. Seraina Plotke, Basel

Prof. Dr. Jörg Robert, Tübingen

Dr. des. Tina Terrahe, Marburg

Prof. Dr. Dietmar Till, Tübingen

Dr. des. Lydia Wegener, Berlin

Prof. Dr. Jörg Wesche, Duisburg-Essen

Zeitraum

2013 bis 2015

Förderinstitution

DFG

Geplanter Output

Sammelband

X

Marie Wiethoff

Projekt Rappen mit Fachtexten

Projekte, in denen vor allem lyrische Texte in Zusammenhang mit Rhythmen des Hip - Hop thematisiert und erprobt sowie eigene Kreationen entwickelt werden, erfreuen sich seit einigen Jahren großer Beliebtheit.

Daran knüpfen das Projekt ProDaz: Deutsch als Zweitsprache in allen Fächern an der Universität Duisburg- Essen, und Frau Dr. Krämer, Mitarbeiterin der Landeskoordinierungsstelle der Kommunalen Integrationszentren NRW, an. Sie wollen die Möglichkeiten des Raps im Fachunterricht nutzen. So soll gezielt fachliche und sprachliche Förderung miteinander verbunden werden.

In dem Projekt entwickeln Mitarbeiter von ProDaZ mit Kooperationsschulen sprachsensible Unterrichtseinheiten zu typischen Textsorten in unterschiedlichen Fächern, wie z.B. Wegbeschreibung in dem Fach Gesellschaftslehre oder Steckbriefe und Eigenschaftsbeschreibung in Biologie. Im Unterricht werden die inhaltlichen, strukturellen und sprachlichen Besonderheiten der Textsorte erarbeitet. Die wichtigsten Punkte werden dann in ein Lernplakat gefasst, das als dauerhafte Merkhilfe dienen soll. Anschließend rundet ein zum Lernplakat passender Rap-Song die Unterrichtseinheit ab, der die erarbeiteten Strukturen kognitiv festigen soll.

Der Rap-Song wird in der Klasse unter Mitwirkung von den beteiligten Lehrkräften und MitarbeiterInnen von ProDaZ mit den SchülerInnen einstudiert und anschließend präsentiert.

Es wurden bereits erste Unterrichtsreihen für naturwissenschaftliche und gesellschaftliche Fächer konzipiert und erfolgreich durchgeführt.

Leiter / Namen der Beteiligten

Dr. Silke Krämer
Marie Wiethoff

Zeitraum

September 2013 - laufend

Förderinstitution

Stiftung Mercator

Geplanter Output

Kollektion von möglichen Unterrichtsreihen sowie einer CD mit dazugehörigen Rap-Stücken

Weblink

Y

Z

Kooperationsprojekt Universität Duisburg-Essen und Ruhr-Universität Bochum

Metropolenzeichen: Visuelle Mehrsprachigkeit in der Metropole Ruhr

Das Projekt „Metropolenzeichen“ greift einen innovativen Zugang zum Thema „Mehrsprachigkeit“ auf und behandelt die Präsenz sichtbarer (= visueller) Mehrsprachigkeit im öffentlichen Raum der Metropole Ruhr als bundesweit wichtigster Metropole für Arbeitsmigration.

Visuelle Mehrsprachigkeit zeigt sich auf Informations-, Hinweis-, Geschäfts- und Straßenschildern. Sie steht in engem Zusammenhang mit Migration, Kultur- und Konsumtourismus sowie auch mit Regionalisierungstendenzen, d.h. der Inanspruchnahme kleinräumigerer kultureller Identifikationssymbole wie etwa regionalen Varietäten. In einem interdisziplinären und multiperspektivischen Zugriff werden stadtsoziologische, sprachwissenschaftliche und integrationstheoretische Aspekte behandelt, d.h. die städteräumliche Verteilung, formale Ausgestaltung, funktionale Bedeutung und gesellschaftliche Bewertung visueller Mehrsprachigkeit untersucht.

Ziel des Projektes ist es, die zunehmende Plurilingualisierung der Metropole Ruhr als Profilmerkmal quantitativ und qualitativ zu bestimmen und zu untersuchen, inwieweit visuelle Mehrsprachigkeit Akte der Identität, Alterität und Multikulturalität, Zugehörigkeit und Beheimatung sowie gesellschaftlichen Anerkennung zu erkennen gibt, um Potenziale und Bedarfe zu ermitteln. Die Untersuchung ist als Querschnittstudie für die Städte Duisburg, Essen, Bochum und Dortmund geplant.

Hauptantragstellerin:

Prof. Dr. Evelyn Ziegler / UDE

Mitantragsteller:

Prof. Dr. Heinz Eickmans / UDE
Prof. Dr. Ulrich Schmitz / UDE
Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan / UDE
Prof. Dr. Klaus Peter Strohmeier / RUB

Zeitraum

2013 bis 2016

Förderinstitution

Stiftung Mercator

Geplanter Output

Ein kommentierter Sprachenatlas für die Metropole Ruhr soll die Forschungsergebnisse zusammenfassen.

- Datenbank

- Atlas zur Mehrsprachigkeit in der Metropole Ruhr

- Wissenschaftliche Veröffentlichungen

Weblink

Internationales Kooperationsprojekt

SDiv: Standardization in Diversity. The Case of German in Luxembourg (1795-1920)

Das Projekt berührt die Schnittstelle von Sprachgeschichte und Soziolinguistik und behandelt den Standardisierungsprozess des Deutschen in Luxemburg. Luxemburg ist durch eine weit zurück reichende Mehrsprachigkeit gekennzeichnet und bildet ein Paradebeispiel, um Sprachstandardisierung unter Mehrsprachigkeitsbedingungen zu untersuchen.
Sprachstandardisierung, verstanden als Selektion, Kodifikation, Implementierung und Ausbau von Normen, wurde bisher weitgehend unter nationalsprachlichen oder komparativen Gesichtspunkten betrachtet. Aspekte wie Mehrsprachigkeit und Sprachkontakt wurden in der empirischen Beschreibung und Theoriebildung vernachlässigt. Um diese Forschungslücke zu füllen, setzt das beantragte Projekt den Faktor Sprachkontakt zentral und untersucht den Kontakt zwischen den germanischen Varietäten, d.h. Moselfränkisch/emergierendes Luxemburgisch, kolloquialem Deutsch, ebenso wie den Kontakt zwischen dem Deutschen und Französischen. Ausgehend von der aktuellen Theoriediskussion über Sprachstandardisierung, Sprachkontakt, Mehrsprachigkeit und Textlinguistik, wird ein empirischer Zugang gewählt und ein umfangreiches Korpus von historischen zweisprachigen öffentlichen Bekanntmachungen der Stadt Luxemburg, die in einer Datenbank verfügbar sind, ausgewertet.
Das Projekt widmet sich dem so genannten langen 19. Jahrhundert, d.h. der Zeit von der Französischen Revolution bis zum 1. Weltkrieg, und fokussiert auf ein Sprachkontaktszenario, das durch mehrfach wechselnde politische Konstellationen gerahmt ist: Annexion durch Frankreich, nationale Emanzipation und gesellschaftliche Modernisierung, wie sie sich im Ausbau von Verwaltungsstrukturen und der Entwicklung städtischer Räume als öffentliche Kommunikationsräume zeigt. Vor diesem Hintergrund wird ein Sprachenmanagement-Ansatz gewählt, um den Standardisierungsprozess und die Auswirkungen von und Wechselwirkungen zwischen sprachlichen und gesellschaftspolitischen Faktoren zu untersuchen. Ein hervorragendes Untersuchungsfeld für diese Forschungsinteressen bietet der Kommunikationsbereich Verwaltung, insofern er durch gesellschaftlich relevantes Sprachhandeln gekennzeichnet ist. Im Zentrum steht die top-down Kommunikation der Verwaltung der Stadt Luxemburg.

Die Analyse berücksichtigt systemische und funktionale Aspekte. Die Rekonstruktion der Standardisierung des Deutschen wird strukturelle Prozesse wie die Variation und Replikation sprachlicher Merkmale sowie relevante Sprachenmanagement-Aktivitäten, metasprachliche Kommentare in den Bekanntmachungen und Spracheinstellungsäußerungen in Zeitungen untersuchen. Damit wird das Projekt ein detailliertes Bild der Status- und Korpusstandardisierung und des funktionalen Ausbaus des Deutschen zeichnen. In der Gesamtschau wird der Zusammenhang zwischen Sprache und Gesellschaft erarbeitet und eine Standardisierungstheorie formuliert, die dem Faktor Mehrsprachigkeit Rechnung trägt.

Antragsteller

Prof. Dr. Peter Gilles / Universität Luxemburg

Prof. Dr. Evelyn Ziegler / Universität Duisburg-Essen

Zeitraum

2013-2016

Förderinstitutionen

FNR Luxemburg (lead agency)

DFG

Geplanter Output

- Datenbank

- Wissenschaftliche Veröffentlichungen