Veranstaltungsdetails

Geschichte intersektional. Relevanz. Potenziale. Grenzen

Start: 10.07.2019 00:00:00

Ende: 12.07.2019 00:00:00

Beschreibung:
Intersektionalität ist ein interdisziplinäres Forschungskonzept zur Analyse gesellschaftlicher Ungleichheitsbeziehungen und Herrschaftsverhältnisse in ihren Verschränkungen. Soziale Ungleichheiten entlang der Differenzachsen race, class, gender oder auch dis/ability, body, Religion, Nationalität, Herkunft, Raum u.v.m. werden mit diesem Ansatz in ihren historisch und kontextuell spezifischen gesellschaftlichen Interdependenzen untersucht. Der Begriff Intersektionalität, 1989 von der amerikanischen Juristin und Mitbegründerin der Critical Race Theory Kimberlé Crenshaw geprägt, avancierte in den 1990er Jahren zum neuen buzzword der Geschlechterforschung und wird bereits seit etwa zehn Jahren auch in der „zumeist etwas ‚langsameren‘“ (Stieglitz) Geschichtswissenschaft diskutiert.
Auf der Tagung Geschichte intersektional möchten wir historische Forschungsarbeiten mit intersektionaler Perspektive diskutieren und danach fragen, 1. auf welche Weise bereits vor der Prägung des Begriffs intersektional geforscht wurde (Tradition/Innovation)
2. warum das Konzept der Intersektionalität im deutschen und internationalen Kontext heute so wichtig ist und wie es jeweils rezipiert wurde (Aktualität/Rezeption)
3. welche Potenziale das Konzept für historisch-empirische Forschungsarbeiten hat (Potenziale/Defizite)
4. wie die Konzepte in der praktischen Anwendung moduliert und weiterentwickelt werden (An-/Eignung)
5. inwiefern intersektionale Forschungsergebnisse tradierte Geschichtsbilder revidieren (Auswirkungen)
6. an welche neuen Grenzen intersektionale historische Studien stoßen und wie sie kritisch diskutiert werden (Kritik/Perspektiven)
7. ob intersektionale Studien neue Formen der Zusammenarbeit erfordern (Forschungspragmatik, interdisziplinär, international)

Internetseite:
http://www.hsozkult.de/event/id/termine-38862

Ort
Freiburg