Ethik der Immigration - Why People Migrate

Ruhr-Universität Bochum, Donnerstag, 18. – Samstag, 20. Februar 2016 International Conference: Why People Migrate. Multiple Causes, Complex Reasons and Their Normative Assessment

Die Ursachen und Gründe für Migration sind offensichtlich relevant für die normative Bewertung und die Rechtfertigung von Ansprüchen, die Migranten erheben, wenn es um den Kontext ihrer Herkunft und Ziele geht. Einige Gründe erzeugen strikte Verpflichtungen, während andere zu überhaupt keinen Ansprüchen führen. Und manche Gründe,  die auch durch die Aufnahmestaaten selbst erschaffen wurden, können Ausgleichsforderungen hervorbringen. Gleichzeitig können Gründe, die unabhängig von den Aufnahmestaaten sind, zu vollkommen anderen Ansprüchen und Verpflichtungen führen.
Diese internationale Konferenz hat das Ziel, Juristen und Sozialwissenschaftler, die sich mit (erzwungener) Migration befassen, mit politischen Philosophen zusammenzubringen, die sich für die Ethik sowie die politischen Implikationen der Migration interessieren. Die Tagung konzentriert sich dabei auf fünf Schwerpunktthemen:
 

  • Was sind die Ursachen und Gründe für Migration in all den Formen, in denen sie heute in Erscheinung tritt?
  • Was sind plausible Kategorien für die Ursachen/Gründe und/oder Komplexe, die zur Debatte stehen?
  • Sind Ursachen/Gründe relevant im Hinblick auf die Verpflichtungen gegenüber Migranten?
  • Wie lässt sich die Beziehung zwischen der deskriptiven/erklärenden Adäquatheit der Gründe/Ursachen/Komplexe und ihrer normativen Rolle fassen?
  • Wenn es eine Beziehung zwischen der deskriptiven/erklärenden Adäquatheit der Gründe/Ursachen/Komplexe und ihren möglichen normativen Implikationen gibt, sollte die normative Bewertung eher auf die Verpflichtung ausgerichtet sein, Ursachen zu bekämpfen oder darauf, Migranten aufzunehmen und zu unterstützen?


Die Konferenz ist Teil des MERCUR Forschungsprojekts „Ethik der Immigration“, welches von Philosophen und Politikwissenschaftlern der Universität Duisburg-Essen, der Ruhr-Universität Bochum und der TU Dortmund sowie dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) und der Universitätsallianz Ruhr (UAR) auf den Weg gebracht wurde. Das Projekt soll die normative Diskussion von migrationsbezogenen Themen fördern, indem rechtliche und sozialwissenschaftliche Perspektiven auf Migration, die Aufnahmefähigkeit von Staaten sowie die Auswirkungen auf das soziale und kulturelle Leben in die philosophische Debatte eingebracht werden.


Wissenschaftliche Leitung:
Prof. Dr. Corinna Mieth  (Ruhr-Universität Bochum)
Prof. Dr. Andreas Niederberger (Universität Duisburg-Essen)
Prof. Dr. Volker Heins (Kulturwissenschaftliches Institut Essen)
JunProf. Dr. Christian Neuhäuser (Technische Universität Dortmund)

in Kooperation mit Prof. Dr. Galya Ruffer (Center for Forced Migration Studies, Northwestern University, Illinois, USA)

ReferentInnen:

Paula Banerjee (Calcutta Research Group), Tendayi Bloom (Yale University), Jan Brezger (Freie Universität Berlin), Nergis Canefe (York Univesity Toronto), Andreas Cassee (Freie Universität Berlin), Frank Dietrich (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf), Johanna Gördemann (Universität Duisburg-Essen), Anna Goppel (Universität Bern), Henning Hahn (Universität Kassel / Freie Universität Berlin), Peter Higgins (Eastern Michigan University), Jennifer Hyndman (York University Toronto), Matthias Kettner (Universität  Witten-Herdecke), Olaf Kleist (Oxford/Universität Osnabrück), Zachary Lomo (York University Toronto), Andreas Niederberger (Universität Duisburg-Essen), Galya Ruffer (Northwestern University), Dallal Stevens (University of Warwick), Shelley Wilcox (San Francisco State University)

Teilnahme nach Anmeldung bis zum 15. Februar 2016 bei Martina Tomczak (RUB), martina.tomczak@rub.de.

Die Veranstaltungssprache ist Englisch.

Ethik der Immigration

Unter welchen Umständen kann Immigration erfolgen und wann müssen Menschen abgewiesen werden? Diese Frage steht im Zentrum aktueller politischer und gesellschaftlicher Kontroversen - aber auch langfristig in philosophischen Debatten. Um diese Frage zu beantworten, soll  geklärt werden, ob die Stärke bzw. die Grenzen dieses Rechts von Gründen für Migration oder von Realisierungsbedingungen abhängen und was daraus für die Methode und normative Perspektive einer Ethik der Immigration folgt.

Projektverantwortliche
Prof. Dr. Andreas Niederberger (Institut für Philosophie, UDE) >mehr
Prof. Dr. Volker Michael Heins (Kulturwissenschaftliches Institut, UDE) >mehr
Prof. Dr. Corinna Mieth (Institut für Philosophie, RUB)
Jun.-Prof. Dr. Christian Neuhäuser (Institut für Philosophie und Politikwissenschaft, TU Dortmund)

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