BAUPHYSIK-INTERAKTIV
   
 
 
 
 
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Feuchtebilanz für einen Raum
   

Die in einem Raum unter stationären Bedingungen sich einstellende relative Luftfeuchte stellt einen
Gleichgewichtszustand dar, welcher in einer Bilanzbetrachtung ermittelt werden kann. Dabei erfolgt eine
Gegenüberstellung der im Raum produzierten bzw. durch Außenluft zugeführten Wasserdampfmenge,
zur Wasserdampfmenge die mit der entweichenden Raumluft abtransportiert wird.
Die Bilanzbetrachtung wird für einen bestimmten Zeitabschnitt, in der Regel für eine Stunde, durchgeführt.
Dabei wird die Wasserdampfmenge, die durch Wände, Decken, usw. diffundiert, vernachlässigt.
Dadurch wird deutlich gemacht, dass durch Luftwechsel, in Form von beabsichtigter Lüftung, eine viel
größere Menge an Wasserdampf abgeführt werden kann, als durch das Diffundieren von Wasserdampf
durch Bauteile hindurch.
Wie oft die Raumluft durch Außenluft je Stunde ersetzt wird, gibt die Luftwechselrate n an. Sie ist abhängig
von der Fensterstellung bzw. Raumnutzung und muss für die Bilanzerstellung näherungsweise gewählt
werden.
Anhaltswerte für die Luftwechselrate n bei verschiedenen Fensterstellungen bzw. Raumarten werden in den
folgenden Tabellen dargestellt. Dabei handelt es sich bei der Tabelle links um tatsächlich erreichbare Werte,
wobei die rechte Tabelle empfohlene Richtwerte angibt.

 
           
Fensterstellung n [ h-1 ]
 Fenster zu, Türen zu
0 bis 0,5
 Fenster in Kippstellung, Rollladen zu
0,3 bis 1,5
 Fenster in Kippstellung, Rollladen auf
0,8 bis 4,0
 Fenster halb geöffnet
5 bis 10
 Fenster ganz geöffnet
8 bis 15
 Fenster und Türen ganz geöffnet (gegenüberliegend)
> 20
 
Raumart n [ h-1 ]
 Baderäume
4 bis 6
 Hörsäle
8 bis 10
 Schulen
4 bis 5
 Konferenzräume
6 bis 8
 Büroräume
3 bis 6
 Versammlungsräume
5 bis 10