BAUPHYSIK-INTERAKTIV
   
 
 
 
 
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Wasseraufnahmekoeffizient

Der Wasseraufnahmekoeffizient w (=Wassersaugfähigkeit) dient zur Beurteilung der Regen-
schutzwirkung einer Oberflächenschicht (z.B. Außenputz, Beschichtung) während der Bauphase
und gibt an, wie viel Liter Wasser durch 1 m² Saugfläche hindurch in einer Stunde eingesaugt werden.
Die Prüfung erfolgt nach dem in DIN 52617 enthaltenen Verfahren, wobei der Wasseraufnahmekoeffizient
mittels Probekörper bestimmt wird. Dabei werden diese 2 bis 10 mm tief in ein Wasserbad eingetaucht,
und nach einer genau definierten Zeit wieder entnommen. Die aufgenommene Wassermenge ist ein Maß
für die Wasseraufnahme. Die ermittelten Kennwerte sollen dazu beitragen, das Vermögen von Baustoffen,
Wasser kapillar transportieren zu können, zu charakterisieren.
Die kapillar aufgenommene Wassermenge w wird somit als Funktion der Zeit t folgendermaßen dargestellt:


   

W

Wasseraufnahme je Flächeneinheit

kg/m²

w

Wasseraufnahmekoeffizient

kg/(m²h0,5 )

t

Zeit

h



 
Abbildung1: Wasseraufnahme infolge der Zeit t   Abbildung2: Wasseraufnahme infolge der Wurzelzeit √t

Trägt man die Wasseraufnahmemenge in eine Grafik ein, wobei statt der Zeit die Wurzelzeit in der
x-Achse angegeben wird, so erhält man relativ präzise Geraden. Die Steigung dieser Geraden ist der
so genannte „Wasseraufnahmekoeffizient”. Der Wasseraufnahmekoeffizient dient dabei zum Vergleich
der Saugfähigkeit unterschiedlicher bzw. ähnlicher Baustoffe (Abbildung2).