Korea kommt!

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Korea kommt!

In den vergangenen 20 Jahren hat sich Südkorea zu einem wichtigen Pfeiler im weltwirtschaftlichen und weltpolitischen Gefüge entwickelt. Das Institut für Ostasienwissenschaften (IN-EAST) der Universität Duisburg-Essen hat entsprechend den Schwerpunkt Korea auf Basis seiner im deutschen Sprachraum einzigartigen Kompetenz in der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Behandlung Ostasiens zu einem vollwertigen dritten Pfeiler seiner Regionalkompetenz neben Japan und China ausgebaut.

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Warum sollte man sich mit Korea befassen?

Offenkundig spielt die Region Ostasien eine immer größere Rolle. Von daher ist es eine gute Idee, sich mit der Region auseinanderzusetzen, wenn man Spaß und Interesse an anderen Kulturen und fremden Sprachen hat. China und Japan werden seit langem als Boomländer wahrgenommen, auch in der akademischen Ausbildung. Viele AbsolventInnen mit diesen Länderschwerpunkten nehmen bereits wichtige und angesehene Aufgaben in Wirtschaft, Politik oder Journalismus wahr. Mit dem Fokus Korea liegt man noch etwas vor der großen Welle und partizipiert voll vom Bedeutungsaufschwung.

Aus Sicht der deutschen Exporte hat Südkorea inzwischen mit Japan gleichgezogen und liefert sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen: es ist zweit- (2015) oder drittwichtigster (2016) Exportpartner in der immer bedeutenderen Wirtschaftsregion Pazifisch-Asien. Südkoreanische Firmen sind Innovationsführer und ihre Produkte überall zu finden. Samsung ist heute (2016, Interbrand-Daten) die siebtwertvollste Marke des Globus. Auch in politischer Hinsicht nimmt die koreanische Halbinsel inzwischen eine zentrale Rolle ein. Sie besitzt eine Schlüsselstellung in sicherheitspolitischen Fragen. Kulturell gehen viele spannende Trends von Südkorea aus. K-Pop und die „Korean Wave“ erobern die Welt, und koreanisches Essen wird immer häufiger angeboten. In den Ostasienstudien ist Korea wahrscheinlich „the next big thing“.

Hafen

Was ist am Korea-Studienangebot in Duisburg besonders?

Viele Studiengänge zu Korea sind primär kulturwissenschaftlich orientiert. Das ist großartig, wenn man sich für die reiche kulturelle Tradition des Landes oder für die so einflussreichen Trends der südkoreanischen Populärkultur begeistern kann. Für Wirtschaft, Politik oder Zivilgesellschaft sind naturgemäß fundierte Ausbildungen mit wirtschafts- und sozialwissenschaftlichem Fokus bedeutend wichtiger. Diese sind in Bezug auf Koreastudien jetzt im Entstehen und man kann Teil dieses Aufbruchs werden!

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… und warum am IN-EAST?

Die Universität Duisburg-Essen ist eine der dynamischsten jungen Universitäten, auf Rang 13 in der Welt (2017) bei den Universitäten unter 50 Jahren laut Times Higher Education World University Ranking. Das Institut für Ostasienwissenschaften (IN-EAST), Anfang der 1990er Jahre gegründet, ist in Deutschland Vorreiter und heute sogar im europäischen Kontext einer der „Marktführer“ für einen wirtschafts- und sozialwissenschaftlich fundierten Zugang zur Region Ostasien, verbunden mit einer soliden Ausbildung in den Gegenwartssprachen der Region. Die Bachelor- und Masterprogramme bis hin zu den Promotionsprogrammen in den Ostasienwissenschaften liefern eine gründliche disziplinäre Ausbildung, eingebettet in interdisziplinäre Zusammenhänge, verbunden mit einer der Sprachen der Region. Die gut 10 Professuren sind an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät bzw. an der Mercator School of Management verankert. Die wissenschaftlichen Beiträge des Instituts sind vor allem institutionentheoretisch fundiert: Es geht um die Spezifika der jeweiligen Akteure wie Firmen, Staaten oder Familien und ihre besonderen „Spielregeln“. Dieser innovative Ansatz wurde durch Großprojekte namhafter Förderer unterstützt, etwa durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und das Bundesministerium für Bildung und Forschung, so dass gegenwärtig etwa 70 Wissenschaftler am IN-EAST arbeiten. Duisburg ist das Kompetenzzentrum für einen wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Zugang zum gegenwärtigen Ostasien!

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Was macht IN-EAST in Bezug auf Korea?

Das Duisburger Institut hat seit 2016/17 seine Studienprogramme auf eine vollwertige Einbindung Koreas und der koreanischen Sprache erweitert. Dazu wurde eine hauptamtliche Lektorenstelle geschaffen und besetzt, und eine Professur für sozialwissenschaftliche Koreastudien ist gerade im Besetzungsverfahren. Eine weitere Gastprofessur soll den Studienzweig 2017/18 zusätzlich stärken. Das Duisburger Know-how kann so nahtlos auf den neuen Schwerpunkt angewendet werden. Hilfreich ist es dabei zudem, dass die Nachbaruniversität Bochum mit ihrem ausgebauten kulturwissenschaftlichen Koreaschwerpunkt zusätzliche Anknüpfungspunkte im Rahmen der bilateralen Ostasien-Allianz AREA Ruhr bietet.

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Worauf bauen die Koreastudien am IN-EAST auf?

Auch wenn sich das Institut zunächst auf Japan fokussiert und diesen Ansatz später sehr erfolgreich auf China ausgeweitet hat, betritt das IN-EAST mit dem Thema Korea doch kein Neuland. Bereits in den späten 1990er Jahren hat das Institut, insbesondere der Lehrstuhl für Ostasienwirtschaft/Japan und Korea, einen Studienkurs Korea etabliert, viele Jahre von der Haniel-Stiftung unterstützt. Mittlerweile hat sich dieses Programm zu einem vollwertigen Modul in den Masterprogrammen entwickelt. Viele Gastprofessoren und Referenten aus der Praxis haben über die Jahre diese Aktivitäten unterstützt, u.a. gefördert vom Deutschen Akademischen Austauschdienst. Erste Partnerbeziehungen zu koreanischen Hochschulen reichen von daher auch schon viele Jahre zurück. Prof. Dr. Werner Pascha ist Mitglied des Deutsch-Koreanischen Forums, das die Regierungen beider Länder berät, und ehemalige Doktoranden mit Koreathemen sind inzwischen selber Professoren in Wien und in Groningen. Das IN-EAST hat also schon länger Anlauf genommen und startet jetzt mit großem Schwung in ein ausgebautes Korea-Programm. Die Chancen sind groß!

Nordkorea

Welche Studienprogramme werden mit Korea-Fokus angeboten?

Alle drei ostasienwissenschaftliche Studienprogramme des IN-EAST, das deutschsprachige Bachelor-Programm BA Moderne Ostasienstudien: Gesellschaft – Wirtschaft – Politik und die beiden englischsprachigen Master-Programme MA Contemporary East Asian Studies und Modern East Asian Studies lassen sich mit Korea-Fokus studieren. Details finden sich unter folgenden Links

Ba Moas Signet    Ma Ceas Signet    Ma Meas Signet