Informationen zur Inklusionsstelle

Die Beratungsstelle zur Inklusion bei Behinderung und chronischer Erkrankung

Die Einrichtung „Beratungsstelle zur Inklusion bei Behinderung und chronischer Erkrankung" ist seit 2010 durch das Prorektorat Diversity-Management eingerichtet und mittelbar über das Akademische Beratungs-Zentrum (ABZ) dem Prorektorat Lehre und Studium zugeordnet.

Die Beauftragte für Behinderung im Studium ist seit Februar 2011 in der Beratungsstelle zur Inklusion bei Behinderung und chronischer Erkrankung hauptamtlich bei 50% der wöchentlichen Arbeitszeit tätig.

Die Beauftragte übernimmt eine Querschnittsaufgabe im Akademischen Beratungs-Zentrum; die Mitarbeiter/-innen dieser zentralen Einrichtung unterstützen sie bei der Erfüllung ihrer Aufgaben. Die Beauftragte und die Mitarbeiter/-innen des akademischen Beratungs-Zentrums (ABZ) orientieren sich bei ihrer Arbeit am Konzept des ABZ.

Die Arbeit der Beauftragten orientiert sich an den geltenden Rechtsnormen, wie z.B. dem Behindertengleichstellungsgesetz, BGG, dem Sozialgesetz, insbesondere dem Sozialgesetzbuch zur Teilhabe und Rehabilitation (SGB IX), Hochschulrecht (HZG NRW) und der UN-Behindertenrechtskonvention.

Nach der HRK-Empfehlung (PDF) „Eine Hochschule für Alle" hat sich die Universität Duisburg-Essen verpflichtet, die Belange von chronisch kranken und behinderten Studierenden zu berücksichtigen, die es gilt, orts- und hochschulspezifisch umzusetzen.

Die Beauftragte für Behinderung im Studium hat die Aufgabe, darauf hinzuwirken, dass die Umsetzung der HRK-Empfehlung an der Universität Duisburg-Essen unter Berücksichtigung der Chancengleichheit und Teilhabe im Studium geleistet wird, um signifikant zur Verbesserung der Studiensituation von behinderten und chronischen kranken Studierenden beizutragen.

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Beratung

Die Beratung ist offen für alle Personen, die zu behinderungs- und krankheitsspezifischen Fragestellungen im Bereich Studium Unterstützung benötigen.

Im Wesentlichen nehmen Studieninteressierte und Studierende, die sich selbst als behindert und/oder chronisch erkrankt empfinden, die Beratung in Anspruch. Verschiedene nicht-sichtbare Behinderungen/chronische Erkrankungen können, wie z.B. Aids, Depressionen, Diabetes, Multiple Sklerose, Legasthenie bis hin zur Zöliakie, ähnliche Auswirkungen auf das Studium haben wie eine Mobilitäts- oder Sinnesbehinderung.

Auch ganz persönliche Themen wie die Fragen: "Bin ich überhaupt behindert oder chronisch krank? Wo finde ich Gleichbetroffene?" oder die Vor- und Nachteile eines Schwerbehindertenausweises sind häufig Inhalte der Beratung.

Die Beratung zu behinderungs- und krankheitsspezifischen Fragestellungen ist ein Zusatz innerhalb eines Gesamtberatungsangebots des Akademischen Beratungs-Zentrums Studium und Beruf (ABZ). Es ist daher ratsam, sich vorab über die allgemeinen Bedingungen des jeweiligen Studiengangs bzw. -fachs zu informieren.

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Aspekte der Beratung

Der zentrale Ansatz der Beratung ist, dass die Person im Vordergrund steht und die Behinderung einen zu beachten Zusatz darstellt. Wenn wir gegenseitig aufeinander zugehen, können Fähigkeiten und Einschränkungen zur Sprache gebracht werden.

Häufig müssen weitere Aspekte bei der Studienplanung berücksichtigt werden, z.B. erhöhte Ausfallzeiten in Krankheitsphasen. Zusätzliche Formalitäten nehmen viel Zeit und Energie in Anspruch, die jedoch in die Studienorganisation eingeplant werden sollten, z.B. engmaschige Arztbesuche oder Kontrolluntersuchungen, regelmäßige Therapien, Dialysen etc.

Insbesondere in den Übergängen von Schule zum Studium und vom Studium in den Beruf, einschließlich akademischer Laufbahn, können Weichen für einen komplikationsloseren Übergang geschaffen werden. Das bedeutet jedoch für die Betroffenen, sich frühzeitig über ihre Belange zu informieren und ggfs. beraten zu lassen. So können Sie selbst einen Beitrag dazu leisten, dass Sie möglichen Nachteilen frühzeitig entgegenwirken.

Gemeinsam kann man mögliche Lösungen oder Vorgehensweisen erarbeiten. Bei behinderungs- und krankheitsspezifischen Fragen im Studium können Sie die persönlichen Beratungszeiten nutzen. Eine Anmeldung ist bei der ersten Kontaktaufnahme per E-Mail erwünscht, geben Sie hierzu bitte neben Ihren Anliegen auch den jeweiligen Campus, an der die Beratung stattfinden soll an. Falls wir nicht die richtige Anlaufstelle sein sollten, sind wir bemüht, sie an die jeweilige Einrichtung bzw. Ansprechperson weiterzuleiten.

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Beratungsthemen

Schwerpunkte der Beratung sind in der Regel Nachteilsausgleiche im Studium, wie im Bereich der Studien- und Prüfungsmodifikation, der Hochschulzulassung sowie bei Härtefallregelungen. Nähere Informationen zu Härtefallregelungen sind der Homepage des Einschreibungswesens der UDE zu entnehmen.

Sozialberatungsthemen, wie BAföG- Sonderregelungen, Eingliederungshilfen zum Besuch einer Hochschule, wie z.B. die Beantragung und Bedarfsplanung von Studien- und Pflegeassistenz, einschl. technischer Hilfsmittel, können nicht von der Beratungsstelle zur Inklusion bei Behinderung und chronischer Erkrankung abgedeckt werden. Jedoch sind wir bemüht, Ihnen entsprechende Ansprechpersonen über das Beratungsnetzwerk Duisburg - Essen zu nennen.

In der Beratung werden lösungsorientierte Handlungsoptionen gemeinsam entwickelt. Es kann jedoch passieren, dass im Einzelfall aufkommende Fragen nicht beantwortet werden können, so dass auf weitere Ansprechpersonen bzw. Institutionen verwiesen werden muss.

Selbstverständlich unterliegen die Gespräche der Schweigepflicht. Die Beratung kann auch anonym erfolgen und ist für den Ratsuchenden kostenfrei. Die Beratung ist ergebnisoffen. Die Entscheidung obliegt dem Ermessen des Ratsuchenden. Die Beratung ist keine Rechtsberatung!

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Grenzen der Beratung

Die Beauftragte führt keine Rechtsberatung durch.

Sie darf nicht in schwebende Gerichts- oder Verwaltungsverfahren eingreifen und hat keine Weisungsbefugnis gegenüber der Universität. Sie kann daher nicht anweisen, bestimmte Entscheidungen abzuändern oder zu treffen, kann aber im Einzelfall, soweit vom Betroffenen schriftlich erwünscht, um erneute Prüfung des Sachverhalts bitten.

Darüber hinaus verfügt die Beratungsstelle zur Inklusion bei Behinderung und chronischer Erkrankung selbst nicht über Fördermittel, mit denen Projekte oder Einzelpersonen unterstützt werden können. Sie kann aber ggf. bei der Suche nach geeigneten Unterstützungsmöglichkeiten an der Universität Duisburg Essen behilflich sein.

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