Der Projektverlauf:

Im folgenden finden Sie eine Dokumentation der Veranstaltungen, die im Rahmen des Denkwerkprojektes "Leben in Trümmern" stattgefunden haben.


Ausstellungseröffnung in der Universitätsbibliothek Duisburg am 1. Juli 2012

Am 1. Juli 2012 wurde die Ausstellung des Schülerprojektes „Leben in den Trümmern“ im Audimax der Universität Duisburg-Essen feierlich eröffnet. Zu dem Festakt lud das Institut für niederrheinische Kulturgeschichte und Regionalentwicklung (InKuR) die Eltern der Denkwerker, die Projektpartner sowie die interessierte Öffentlichkeit ein.

Zu Beginn des Festaktes beleuchtete Ulrike Scholle von der Universitätsbibliothek Duisburg zunächst den Umfang der Ausstellung sowie die Bandbreite der Exponate, welche von Wärmflaschen aus Patronenhülsen über Fotografien bis zu Spielzeug aus der Nachkriegszeit reiche. Im Anschluss beschrieb Simone Frank die Entstehung des Projektes von der Themenfindung über die Planung sowie die Intentionen bis zur Zusage durch die Robert-Bosch-Stiftung. Die Tatsache, dass die Vorüberlegungen für das Projekt bereits 2010 begannen erstaunte die Anwesenden und zeigte, welcher Arbeitsaufwand für die Gestaltung des Projektes notwendig war. Hiernach fasste Matthias Gomoll den Projektverlauf für die Gäste zusammen und zeigte somit die Vielzahl der Veranstaltungen, welche von den Denkwerkern absolviert wurden und welch langer Weg zu dem Entstehen der nun eröffneten Ausstellung in der Duisburger Universitätsbibliothek zu gehen war.

Da die Hauptpersonen aber nicht die Projektkoordinatoren sondern die Schülerinnen und Schüler waren, präsentierten diese nun exemplarisch die Arbeit in ihren Gruppen. Dabei wurde deutlich, dass die teilnehmenden Denkwerker während des Projektes nicht nur viele Exponate sondern auch persönliche Lebensgeschichten der am Wiederaufbau beteiligten Personen sammeln konnten und somit nicht nur reine Fakten, sondern auch direkte Erfahrungen präsentieren können. Bei der anschließenden Zertifikatsverleihung überreichte Simone Frank den Schülerinnen und Schülern die Urkunden für ihre erfolgreiche Teilnahme am Projekt. Prof. Heinz Eickmans lobte im Anschluss die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem InKuR und den vier Schulen. Nach einem Sektempfang im Foyer des Audimax führten die Denkwerker die Besucher durch die Ausstellung in der angrenzenden Universitätsbibliothek (EG und 1. OG) wo ein reger Austausch über die Exponate und die Erfahrungen des vergangenen Jahres stattfand.


3. Studientag des Denkwerk-Projektes in Wesel am 19.4.2012

Der dritte Studientag, welcher vom Andreas-Vesalius-Gymnasium im Preussenmuseum in Wesel veranstaltet wurde, stand im Fokus der Ausstellungsgestaltung. In einem einführenden Theorievortrag stellte Matthias Gomoll zunächst die Schritte zur Konzeption einer Ausstellung vor und gab den teilnehmenden Denkwerkern Tipps zur Ideenfindung für ihr eigenes Konzept. Zudem stellte er die verschiedenen Möglichkeiten der Gestaltung von Ausstellungsräumen und Beschriftungen vor. Im Anschluss an den Theorievortrag gingen die Denkwerker mit zwei Mitarbeitern des Preussenmuseums in die Ausstellung um sich die Gestaltungsmöglichkeiten in der Praxis anzusehen. Hierzu zählte neben der richtigen Betonung von Exponaten durch ihre Anordnung und Beleuchtung auch der Aufbau der Ausstellungstexte. Nach dem Praxisteil setzten sich die Schülerinnen und Schüler in ihren Themengruppen zusammen und planten, begleitet von den Projektleitern, die weiteren Schritte. Hierbei konnten bereits viele Ausstellungstexte besprochen und die Präsentation der Exponate sowie ihre Anordnung in der Ausstellung diskutiert werden. Nach einer kurzen Mittagspause führten die Schülerinnen und Schüler des Andreas-Vesalius-Gymnasiums die Denkwerker durch die Weseler Innenstadt. Besonders interessant war hierbei der Wasserturm, welcher einen guten Überblick über die Nachkriegsbebauung lieferte. Im Verlauf der nächsten Wochen überarbeiten die Denkwerker ihre Texte und besprechen die Gestaltung der Ausstellung über Moodle und über die eigens eingerichtete Facebookseite (http://www.facebook.com/lebenindentruemmern).

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2. Studientag des Denkwerk-Projektes
am Lise-Meitner-Gymnasium in Geldern am 26.3.2012

Der Schwerpunkt des zweiten Studientages, zu dem Gerd Halmans die Denkwerker in das Lise-Meitner-Gymnasium in Geldern eingeladen hatte, lag auf der Gestaltung der Ausstellung, welche in der Universitätsbibliothek in Duisburg und in den vier Schulorten gezeigt wird. Aus diesem Anlass lud das Denkwerk-Team Dr. Britta Bley vom Ruhrmuseum auf der Zeche Zollverein ein. In einem rund eineinhalbstündigen Workshop befragte sie die Schülerinnen und Schüler zunächst nach ihren eigenen Erwartungen an ein gutes Museum um im Anschluss verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten zu präsentieren. Hierbei konnten die teilnehmenden Denkwerker viele neue Impulse mitnehmen und neue Ideen, wie zum Beispiel die Einbeziehung der Besucher durch zeitgemäße Spiele oder das Ansprechen der Sinne durch Lebertran, entwickeln. Im weiteren Verlauf des Workshops konnten die Schülerinnen und Schüler eigene Ideen für die Ausstellung skizzieren und sich bei auftretenden Fragen von Frau Dr. Bley beraten lassen. Als weiterer Referent war an diesem Tag Heinz Bosch vom Historischen Verein für Geldern und Umgegend eingeladen um anhand eines Diavortrags den Anwesenden die Situation in Geldern nach Kriegsende zu schildern. Nach einem kurzen Mittagessen führten die Gelderner Schülerinnen und Schüler die Denkwerker auf den Mühlenturm und durch die Kasematten. Der Gelderner Mühlenturm bot neben seiner Geschichte zudem einen guten Ausblick auf die Stadt mit ihrer Bebauung aus den 1950er Jahren, sodass die Schülerinnen und Schüler einen anschaulichen Überblick über die städtebaulichen Folgen des Wiederaufbaus bekamen. Im Anschluss hatten die Denkwerker die Möglichkeit, sich in einer Schreibkonferenz über den aktuellen Stand ihrer Arbeit auszutauschen und das weitere Vorgehen zu planen. Insbesondere wurde beschlossen, dass die Gruppen eine Liste ihrer Exponate in Moodle hochladen und mit der Entwicklung eines Konzeptes für den Ausstellungsraum beginnen.

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1. Studientag des Denkwerk-Projektes
am Erzbischöflichen Suitbertus-Gymnasium
in Kaiserswerth

Am 8. Februar 2012 lud das Erzbischöfliche Suitbertus-Gymnasium unter Anleitung des hiesigen Projektkoordinators Markus Veh die teilnehmenden Schulen zum ersten Studientag in Kaiserswerth ein.

Nach einer kurzen Begrüßung begann Christian Bunnenberg, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Geschichtsdidaktik an der Universität Duisburg-Essen, mit einem Workshop zum Thema Zeitzeugeninterviews. Zunächst befragte er die teilnehmenden Denkwerker nach ihren Erwartungen an den Workshop um auf die Fragen entsprechend eingehen zu können. Als Beispiel für ein Zeitzeugeninterview zeigte er einen Ausschnitt aus dem Film „Der Untergang“, in welchem Traudl Junge von ihren Erlebnissen berichtet und besprach diesen mit den Denkwerkern. Im Anschluss bearbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Gruppenarbeit die Vorbereitung der Zeitzeugenbefragung, die Vor- und Nachteile eines geplanten Gesprächsablaufes, die Auswertung einer Zeitzeugenbefragung sowie die Erwartungen und Befürchtungen, welche seitens des Fragenden und des Zeitzeugen auftauchen können. Im Anschluss präsentierten die Gruppen ihre Ergebnisse im Plenum.

Nach der Mittagspause führten Schülerinnen und Schüler aus Kaiserswerth die Denkwerk-Gruppe durch die Basilika sowie durch die Stiftskirche und zeigten die am Rhein gelegene Kaiserpfalz. Am frühen Nachmittag begann der erste, größere, Austausch in den Themengruppen, in welchem sich die verschiedenen Gruppen zusammen setzten und ihre bisherigen Ergebnisse präsentierten. So konnten erste Vergleiche gezogen und weitere Schritte geplant werden. Während der kommenden Studientage werden die thematischen Vergleiche in den Gruppen abgeschlossen und der Fokus wird auf die Gestaltung der Ausstellung gelegt werden.

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4. Workshop


Zweite Schulung der Filmgruppe:
Schneiden und Bearbeiten

Wie erstelle ich aus dem bisherigen Rohmaterial einen fertigen Film? Mit dieser Frage hat sich die Filmgruppe beim zweiten Workshop der Filmgruppe am 2.2.2012 am Essener Campus beschäftigt. Unter Anleitung von Jochen Ehlert vom Zentrum für Informations- und Mediendienste gewannen die Schülerinnen und Schüler zunächst einen Einblick in den Umgang mit dem „Media Composer“, welcher nicht nur die Möglichkeit zum Schneiden des Rohmaterials, sondern auch vielfältige Optionen bei der Bearbeitung der Audiospuren bietet.

Nach einem kurzen Einblick in das Programm konnten die Schülerinnen und Schüler an zwei Schnittplätzen parallel ihr Material bearbeiten. Herr Ehlert stand ihnen dabei beratend zur Seite und stellte nach dem Prinzip „learning by doing“ weitere Möglichkeiten, wie das Einfügen von Texten, Bauchbinden und Musiksequenzen, vor. In den kommenden Wochen wird die Filmgruppe eigenständig an den Schnittplätzen ihr Material bearbeiten und anschließend zu einem Film zusammenfügen, welcher im Rahmen der Ausstellung gezeigt wird.


3. Workshop


Schulung der Filmgruppe durch das Zentrum für Informations- und Mediendienste

Bei der Filmschulung, welche von Herrn Ehlert vom Zentrum für Informations- und Mediendienste am 19.12.2011 geleitet wurde, erlernten die teilnehmenden Denkwerker das notwendige Know-how für die Realisierung ihres Filmprojekts. Für dieses Vorhaben, das unter anderem Zeitzeugeninterviews und bauliche Veränderungen in den Städten dokumentiert, hatte jede Schule zwei Teilnehmer an die Universität Duisburg-Essen entsandt.

Beim anfänglichen Theorieteil standen zunächst die rechtlichen Aspekte im Vordergrund, welche insbesondere im Bezug auf die Persönlichkeitsrechte und die Drehorte von Bedeutung sind. Die nachfolgende technisch-orientierte Workshopeinheit führte die Teilnehmer in die Handhabung der Kameras, der Mikrofone und des Stativs ein. Nach einer kurzen Powerpoint-Präsentation, welche auch die notwendige Bildkomposition und den Umgang mit Nebengeräuschen beinhaltete, konnten die Schülerinnen und Schüler das neu erworbene Wissen in die Praxis umsetzen und mit Kameras und Mikrofonen kleine Interviews drehen und die Technik ausprobieren.


6. Denkwerk-Symposium der Robert-Bosch-Stiftung in Bonn vom 2.-3. Dezember

Vom 2. bis zum 3. Dezember besuchten Simone Frank, Markus Veh und Matthias Gomoll das Denkwerk-Symposium der Robert-Bosch-Stiftung in Bonn. Bei der jährlich in wechselnden Städten stattfindenden Veranstaltung werden aktuell geförderte Projekte vorgestellt und diskutiert. Hierbei beeindruckte die Teilnehmer besonders eine Gruppe von Schülern aus Augsburg, welche sich das bisher unerforschte Gebiet der jüdischen Lokalgeschichte vom Wiener Kongress bis 1933 ausgesucht hatte. Weitere Beiträge waren die Ausbildung von Museumsscouts sowie eine Neuauflage einer Kinderoperette. Abends bot die Robert-Bosch-Stiftung den Teilnehmern eine exklusive Führung durch das Haus der Geschichte mit anschließendem Abendessen und nächtlicher Stadtführung.

Neu beim diesjährigen Symposium waren die "science-slams", kurze Auftritte, bei denen Wissenschaftler ihre aktuellen Projekte auf unterhaltsame Weise präsentieren. Die Bandbreite der Themen reichte hierbei von Serialverbkonstruktionen über Teamwork in Partnerschaften bis zum Internetnutzer, welcher sich immer mehr vom Konsumenten zum Produzenten weiterentwickelt. Im Anschluss an den science-slam fanden Workshops über die Evaluation der Projekte, die Vermarktung von Geisteswissenschaften und Methoden zur wissenschaftlichen Präsentation für Schüler statt. Hierbei konnten wir unser Projekt mit den anderen Teilnehmern diskutieren und so weitere Anregungen mit nach Hause nehmen.

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2. Workshop


Thema: Moodle-Schulung und erste Auseinandersetzung mit den Themen

Datum: Montag, 17.10.2011
Ort: Universität Duisburg-Essen, Campus Essen

Pogramm

14.00 - 16.00 Uhr
Moodle-Schulung

In der heutigen Moodle-Schulung referierten Dr. Anke Petschenka und Steffi Engert von der E-Competence Agentur über die Möglichkeiten von Moodle für das Projekt. Dabei wurden zunächst alle Projektteilnehmer in dem virtuellen Kursbereich angemeldet und die Erstellung eines persönlichen Profils erläutert. Innerhalb des Kursraums wurden das Hochladen von Dateien und das Vornehmen von Forenbeiträgen anhand einiger Beispiele eingeübt. Ebenso wurden weitere Lernaktivitäten, wie zum Beispiel das Schreiben von Tests oder die Möglichkeit der Evaluation, vorgestellt.

16.00 - 17.00 Uhr
Erste Auseinandersetzung mit den Themen in den Projektgruppen

Im Anschluss an die Moodle-Schulung erarbeiteten die Projektgruppen zu ihren Themenblöcken (Kinder und Jugendliche, Entscheidungsträger, Wohnen, Ernährung, Alltagsleben und Film) durch ein Brainstorming erste Fragestellungen und Aspekte, welche sie untersuchen wollen. Nach Abschluss des Brainstormings erhielten alle Teilnehmer die Möglichkeit, sich die Ergebnisse der anderen Gruppen anzusehen und diese gegebenenfalls zu ergänzen. Die Resultate werden ebenfalls in einer Datenbank in Moodle hochgeladen und dienen den Projektteilnehmern als Ideenvorlage für ihr Forschungsvorhaben.


1. Workshop


Thema: Quellenarbeit

Datum: Montag, 19.09.2011
Ort: Universität Duisburg-Essen, Campus Duisburg

Gruppenfoto vom 1. Workshop

Pogramm

10.00 - 10.15 Uhr
Begrüßung

Prof. Dr. Jörg Engelbrecht (Direktor des InKuR)

10.15 - 11.00 Uhr
Vortrag: "Der Zweite Weltkrieg am Niederhein"

Prof. Dr. Irmgard Hantsche

11.00 - 11.30 Uhr
Plenum: Einführung in die Quellen

Simone Frank M.A./Dr. Christian Krumm

11.30 - 12.30 Uhr*
Workshop 1: Oral History/Zeitzeugen

Dr. Christian Krumm

12.30 - 13.30 Uhr
Mittagspause

13.30 - 14.30 Uhr*
Workshop 2: Schriftquellen

Simone Frank M.A.

14.30 - 15.30 Uhr*
Workshop 3: Bildquellen

Matthias Gomoll

15.30 - 16.00
Pause

16.00 - 16.30
Plenum: Arbeitsergebnisse aus den Workshops

Simone Frank M.A./Matthias Gomoll/Dr. Christian Krumm

16.30 - 17.15 Uhr
Plenum: Datenbanken - Recherchemöglichkeiten

Simone Frank M.A./Dr. Christian Krumm

* Die Workshops fanden jeweilws zu allen drei Zeiten parallel statt, die Schülerinnen und Schüler wurden in drei Gruppen geteilt und haben jeweils an allen drei Workshops in unterschiedlicher Reihenfolge teilgenommen.


Diese Übersicht wird im Laufe des Projektes stetig erweitert.