Landesgeschichte studieren an der UDE

antisemitische Ausschreitung in Duisburg, März 1933. Foto: Stadtarchiv Duisburg, bearbeitet von G. Hülsmann / Foto: Stadtarchiv Duisburg, bearbeitet von G. Hülsmann

Geschichte des Nationalsozialismus in Duisburg Lehrangebot: Studentisches Forschungsseminar

In diesem Sommersemester findet im Mai und Juni an der Universität Duisburg-Essen und im Zentrum für Erinnerungskultur, Menschenrechte und Demokratie in Duisburg (kurz ZfE) ein mehrtätiges Blockseminar zur Geschichte des Nationalsozialismus in Duisburg statt. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Deutschen Reich begann auch in Duisburg die systematische Ausgrenzung und Verfolgung von Oppositionellen und ethnischen Minderheiten. Dennoch waren nur wenige Menschen zum aktiven Widerstand gegen die NS-Diktatur bereit. Ziel der Lehrveranstaltung ist es, die Bedingungen von Verfolgung und Widerstand in Duisburg zu rekonstruieren und bestehende Narrative zur Alltagsgeschichte der NS-Herrschaft auf den Prüfstand zu stellen. Anhand von ausgewählten Biographien von Verfolgten, Widerständlern und Tätern werden ca. 20 Studierende die individuellen Lebenswege wie auch Handlungsoptionen unter den Bedingungen der nationalsozialistischen Diktatur untersuchen. Die Arbeit im ZfE wird von einem Besuch im Stadtarchiv und einer Führung zu den NS-Gedenkorten in der Duisburger Innenstadt eingerahmt.

 

Weitere Informationen zur Arbeit des ZfE sind auf folgender Homepage zu finden:

https://www2.duisburg.de/micro2/zek/index.php

Exkursion des Proseminars „Duisburger Stadtgeschichte“ für Grundschullehramts-Studierende


Am 18. Januar 2014 um 10 Uhr trafen sich die 33 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Proseminars zur Duisburger Stadtgeschichte im Kultur- und Stadthistorischen Museum in Duisburg. Hier wurden die Seminarinhalte noch einmal wiederholt und vertieft. In fünf Gruppen haben sich die Studierenden im Wintersemester 2013/14 mit den Themenkomplexen Wohnen/Infrastruktur, Arbeit/Handwerk/Industrie, Ernährung/Wirtschaft, Rollenbilder/kulturelle Vielfalt und Schule/Bildung beschäftigt und einen Querschnitt von der Antike bis in die Zeitgeschichte erarbeitet.
Im Rahmen des Blocktermins erarbeiteten die Studierenden einen Zeitstrahl zur Dusiburger Stadtgeschichte und beschäftigten sich mit dem Corputiusplan von 1566 und den noch heute sichtbaren Spuren der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Stadt. Abgerundet wurde der Tag durch eine Führung durch die Stadtgeschichtliche Ausstellung des Museums (Werner Pöhling) und einen kurzen Rundgang durch die Stadt auf den Spuren der Geschichte.
Nach der Durchsicht der Lehrpläne für die Grundschule konnten zahlreiche Anknüpfungspunkte für den Schulunterricht gefunden werden. Auch musste die Methodik historischen Arbeitens eingeübt werden um den Studierenden in ihrem Beruf als Lehrerinnen und Lehrer später die eigenständige Recherche historischer Themen für den Unterricht zu ermöglichen. Das Beispiel der Duisburger Stadtgeschichte ermöglicht eine exemplarische Behandlung und die spätere Übertragung auf die jeweiligen Schulorte.