Was sollten Sie bei einem Sprachtandem beachten?

Prinzipien:

Es gibt zwei wichtige Prinzipien, deren Einhaltung Ihnen die Sprachlernpartnerschaft erleichtert. Das Gegenseitigkeitsprinzip (Prinzip partnerschaftlichen Lernens) besagt, dass beide Sprachpartner gleichberechtigt von der Zusammenarbeit profitieren. Beide bringen Fähigkeiten mit ein, die der andere erwerben will, und beide Sprachpartner unterstützen sich wechselseitig beim Lernen. Das Autonomieprinzip (Prinzip des selbst bestimmten Lernens) besagt, dass jeder für sein Lernen selbst verantwortlich ist. Jeder bestimmt also in seinem Teil der Tandemarbeit selbst über Lernziele und Methoden, was wie und wann gelernt werden soll, und welche Hilfestellung man vom Sprachpartner bekommen möchte.

Achtung!

Um Enttäuschungen zu vermeiden und um sich nicht gegenseitig zu überfordern, sollten Sie sich stets bewusst sein, dass Sie es bei Ihrem Sprachpartner zwar mit einem Muttersprachler, jedoch in der Regel nicht mit einem ausgebildeten Sprachlehrer zu tun haben. So kann Ihnen ein Muttersprachler sicherlich in den meisten Fällen bestätigen, ob Sie eine Wendung sprachlich korrekt anwenden - eventuell aber ohne die dazugehörige Regel genau erklären zu können. Daher sollten die Grundvoraussetzungen für Sie und Ihren Sprachpartner gleichermaßen Geduld und gegenseitiges Verständnis sein.

Zeitaufteilung:

Um kein Gefühl einer Benachteiligung aufkommen zu lassen, achten Sie möglichst genau auf eine gleichberechtigte Aufteilung der Zeit.

Zeitregelung:

Erfahrungen aus vielen anderen Tandem-Projekten zeigen, dass es für ein erfolgreiches Sprachtandem hilfreich ist, Folgendes zu berücksichtigen: Ein Sprachtandem sollte ebenso verbindlich sein wie jedes andere Seminar. Es ist also meist von Vorteil, feste Zeiten zu vereinbaren – einen bestimmten Wochentag und eine bestimmte Uhrzeit, die Sie als feststehenden Termin dauerhaft einplanen können.