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Elektrotechnik

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Einige  Fächer des elektrotechnischen Grundlagenstudiums sind mit denen des Maschinenbaus identisch (Mechanik, Wärmelehre, Werkstoffkunde u.a.). Weitere wichtige Grundlagenfächer dieses Studienbereichs sind Mathematik und Physik. Aufgrund der rasanten Entwicklung beispielsweise im Bereich integrierter Schaltungen und der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Mikroelektronik bzw. digitalen Anwendungsfeldern in fast allen Lebensbereichen ist es sowohl an den Universitäten als auch an vielen Fachhochschulen zu immer stärker spezialisierten Studienangeboten gekommen. Die teilweise sehr jungen Studiengänge reichen vom Ton- und Bildingenieur über die Prozessautomatisierung bis hin zur Mikrosystemtechnik.



Absolventen:   Studiendauer und Alter   -   (Bachelor insgesamt)
Abschluss: Bachelor
Regelstudienzeit: 6-8 Semester
Tatsächliche Studiendauer: 7,5 Fachsemester (2017)
Alter bei Abschluss: 23,8 Jahre (2017)

Quelle: Statistisches Bundesamt 
Hinweis zur Studiendauer Bachelor

Der frühere gravierende Rückgang zwischen 1993 und 1997 deutet nur die eine Hälfte der vorausgegangenen Talfahrt an. Bezogen auf die alten Bundesländer hatte der Höchstwert allein an den Fachhochschulen im Jahr 1990 bereits bei 12.000 Studienanfängern gelegen. Seit 1998 hat die Zahl der Studienanfänger sowohl an Universitäten als auch an Fachhochschulen in der Elektrotechnik bis zum Jahr 2003 weitgehend kontinuierlich zugenommen. Dann folgt in der Entwicklung 2009 eine leichte Stagnation. Im Studienjahr 2011/12 ist der absolute  Höchststand an Universitäten und Fachhochschulen im Betrachtungszeitraum erreicht worden. Aber auch im Jahr 2017/18 bleiben die Anfängerzahlen mit fast 20.000 auf hohem Niveau.

Elektrotechnik Studienanfängerstatistik


Den bis zur Mitte der neunziger Jahre sinkenden Anfängerzahlen entspricht der deutliche Rückgang bei den Studierendenzahlen. Seit dem Jahr 2001 kommt es hier wieder dem Nachfragetrend folgend zu leichten Zuwächsen, die aber seit 2004 in Folge der kürzeren Bachelorstudiendauern bis zum Jahr 2016 stagnieren .

Elektrotechnik Studierendenstatistik

Elektrotechnik Absolventenstatistik

Der in der ersten Hälfte der neunziger Jahre zu verzeichnende gravierende Nachfrageeinbruch nach Studienplätzen hatte sich seit 1997 auch bei den Absolventenzahlen deutlich bemerkbar gemacht. Vom Tiefpunkt im Jahr 2002 haben sich die grundständigen  Absoventenzahlen sowohl an den Fachhochschulen als auch an den Universitäten wieder weg bewegt. In den nächsten Jahren ist mit keinem gravierenden Anstieg der grundständigen Absolventenzahlen  zu rechnen. 
Setzt man die Absolventenzahlen der letzten Jahre in Beziehung mit den zeitversetzt zurückliegenden entsprechenden Anfängerzahlen, so dürften sich kalkulatorisch die grundständigen Absolventenzahlen in den kommenden Jahren in einer Bandbreite von 8.500 bis 9.000  bewegen. 

Über 6.000 Elektroingenieure bestanden die Masterprüfung im Jahr 2017.  Die Promotionen  haben sich erst seit 2015  ergöht. Inwieweit sich dieser Trend stabilisiert , bleibt offen.

Elektrotechnik Master

Elektrotechnik Promotionsstatistik

Einen aktuellen Einblick zur Struktur des Gesamtbereichs Elektrotechnik geben die Informationen der großen Berufsverbände "Verein Deutscher Ingenieure"  (VDI) und "Verband Deutscher Elektroingenieure" (VDE) - hier besonders die Seiten Studium / Beruf - sowie des Zentralverbandes Elektrotechnik und Elektroindustrie (ZVEI). Mit Blick auf die Studienmöglichkeiten und Studiengänge empfiehlt sich der Studien- und Berufswahlführer. Studienmöglichkeiten zum Bachelorstudium können gezielt über die ständig aktualisierte Datenbank Hochschulkompass (unter Studium / grundständiges Studium) der Hochschulrektorenkonferenz abgefragt werden. 

Wer einen inhaltlichen Einblick in das Studium an einer Fachhochschule erhalten will, sei auf das Angebot der FH Regensburg verwiesen. Von den Universitäten bzw. Technischen Hochschulen sei die RWTH Aachen und die Uni Duisburg-Essen angeführt. 





 


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