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Fächergruppe Ingenieurwissenschaften

Die vier großen Studienbereiche

werden sowohl an Fachhochschulen als auch an Universitäten und vergleichbaren Hochschulen angeboten. Neue Entwicklungen im Berufsbild des Ingenieurs greift der Studiengang Mechatronik auf, ein interdisziplinärer Studiengang, der Elemente der traditionellen Studiengänge Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik kombiniert. Als weitere kleinere Studienbereiche der Ingenieurwissenschaften sind Vermessungswesen, Stadt-, Regional- und Raumplanung, Verkehrstechnik und Hüttenwesen zu nennen. Einen umfassenden ersten Einblick in die Struktur des Ingenieurwesens, zu inhaltlichen und zu arbeitsmarktrelevanten Fragen liefern das umfassende Angebot des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) und der Server Think-ing.de. Beide werden ständig aktualisiert. Einen sehr guten Überblick zur Struktur findet man auch bei Wikipedia.

Weiterführend im Hinblick auf den Entscheidungsprozeß für ein Studium der Ingenieurwissenschaften sind ebenfalls die konkreten Hinweise der Fakultätentage der Ingenieurwissenschaften und der Informatik an Universitäten e.V. (www.4ing.net ).

Weil die ingenieurwissenschaftlichen Studienbereiche sehr unterschiedliche Profile und Entwicklungen aufweisen und man nicht von dem Ingenieurarbeitsmarkt sprechen kann, haben Gesamtdarstellungen zur Fächergruppe nur einen sehr eingeschränkten Aussagewert. Für junge Menschen, die sich für den Ingenieurberuf interessieren, sind die Informationen aus der Tagespresse über Beschäftigungsaussichten und Arbeitsmarktperspektiven oftmals verwirrend und widersprüchlich.

In der Tat:: Der Arbeitsmarkt und die Nachfrage nach Studienplätzen ist in den einzelnen ingenieurwissenschaftlichen Studienbereichen höchst unterschiedlich und derzeit ständig in Bewegung. Dabei muss allerdings berücksichtigt werden, dass die einzelnen Disziplinen in ihren Teilbereichen mit anderen Fachgebieten aus den Naturwissenschaften, der Medizin oder Umweltwissenschaften zusammenwachsen. Diese interdisziplinäre Ausrichtung vollzieht sich verständlicherweise aufgrund der Komplexität technischer Systeme und der prozessorientierten Anforderungen des Arbeitsmarktes. Als richtungsweisendes Beispiel für eine entsprechende interdisziplinäre hochschulseitige Umsetzung auf organisatorischer Ebene lässt sich die Konzeption an der Universität Duisburg-Essen hervorheben.

Insbesondere für denjenigen, der eine Studienwahlentscheidung treffen will, ist zudem die gegenwärtige Arbeitsmarktlage ein sehr unsicherer Orientierungspunkt. Ein perspektivisches Bild gestatten hier eher Faktoren wie die aktuelle Situation der Studienplatznachfrage, die Entwicklung der Erwerbstätigenzahlen der letzten zehn Jahre und deren Altersstruktur (vgl. Kapitel Zielsetzungen). Wenngleich es auch dadurch niemals möglich ist, die Zukunft vorherzusagen.
Fragen haben sich bei den Studienberechtigten mit Blick auf den zukünftigen Stellenwert des Bachelors auf dem Arbeitsmarkt ergeben. 
Bemerkenswert ist auch, dass der TU 9 den Fortbestand des akademischen Grades "Dipl.-Ing." aufgrund der weltweit hohen Ankennung dieser Abschlüsse gefordert hat (TU9 ist der Verband der führenden Technischen Universitäten in Deutschland: RWTH Aachen, TU Berlin, TU Braunschweig, TU Darmstadt, TU Dresden, Leibniz Universität Hannover, Karlsruhe Institute of Technology, TU München, Universität Stuttgart)