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Biologie

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Die Biologie als Wissenschaft der belebten Natur wird – klassisch – in die Gebiete Botanik, Zoologie, Mikrobiologie und Anthropologie unterteilt. Diese Einteilung richtet sich nach der Natur der Organismen. Von größerer Bedeutung ist mittlerweile die Unterscheidung nach dem jeweiligen Aspekt, unter dem Lebewesen untersucht werden. Diese Einteilung führt zu Teildisziplinen wie z.B. Tier- und Pflanzenphysiologie, Zellbiologie, Molekularbiologie, Genetik, Entwicklungsbiologie, Verhaltensbiologie und Ökologie. Manche dieser Teildisziplinen haben in den letzten Jahrzehnten geradezu rasante Entwicklungen durchgemacht, so dass die Biologie heute eine außerordentlich expansive Wissenschaft ist. Im Zuge dieser Entwicklung kam es auf zahlreichen Gebieten zu immer größeren Überschneidungen mit anderen Wissenschaftsdisziplinen. Hier sind die Übergänge teilweise fließend geworden, was auch mit Blick auf den Arbeitsmarkt von Bedeutung ist. Zu nennen sind zum einen natürlich die "Basiswissenschaften" Physik und vor allem Chemie, die dementsprechend im Rahmen des Biologiestudiums einen beachtlichen Raum einnehmen. Zum anderen ergeben sich aber auch Berührungspunkte mit den Studienbereichen Pharmazie und Medizin (auf Gebieten wie Immunologie, Gentechnik), mit der Informatik (Biokybernetik, Neurobiologie) sowie mit Psychologie und Soziologie (Verhaltensbiologie). Wegen der großen Bandbreite der Biologie wird eine Spezialisierung bereits während des Studiums unumgänglich sein. Aufgrund unterschiedlich guter Aussichten am Arbeitsmarkt sollte die Wahl der Spezialdisziplin mit Blick auf die zukunftsweisenden Felder Molekularbiologie, Biochemie, Mikrobiologie, und Genetik genau überlegt werden.An Fachhochschulen werden verstärkt Bachelorstudiengänge mit der Ausrichtung Bioinformatik und Biotechnologie angeboten. Auch an Universitäten ist die Einführung der gestuften Studiengänge fast vollständig umgesetzt worden.



Absolventen:   Studiendauer und Alter   -   Bachelor insgesamt
Abschluss: Bachelor
Regelstudienzeit: 6-8 Semester
Tatsächliche Studiendauer: 6,5 Fachsemester (2017)
Alter bei Abschluss: 22,4 Jahre (2017)

Quelle: Statistisches Bundesamt 
Hinweis zur Studiendauer Bachelor

Wegen der anhaltend hohen Nachfrage unterliegen die Studiengänge des Studienfaches Biotechnologie an Universitäten und Fachhochschulen nicht selten einem Orts-NC oder ggf. einem Auswahlverfahren. Aktuelle Informationen über das zum jeweiligen Semester gültige Verfahren, über Bewerbungstermine und -unterlagen erhält man auf dem Server der HRK oder bei den jeweiligen Hochschulen. 

Biologie Studienanfängerstatistik

Biologie Studierendenstatistik

Trotz der angesprochenen bestehenden Zulassungsbeschränkungen an verschiedenen Hochschulen eilt die Studienanfängerentwicklung  in den letzten Jahren  von einem Rekordhoch zum nächsten. Der Run auf die Studienplätze in Biologie bringt seit 1997 gleichfalls steigende bzw. hohe Studierendenzahlen mit sich. Bis 2009 sind über 45.000 Studierende im Studienbereich Biologie eingeschrieben gewesen. Mit Blick auf den Zeithorizont 2017 ist es zu einem leichten Rückgang auf ca. 42.000 gekommen. An den Fachhochschulen hat sich dabei die Nachfrage in den letzten Jahren aber spürbar erhöht und macht bereits über 15 % der Gesamtnachfrage des Studienbereiches Biologie aus. 

Biologie Absolventenstatistik

Im Jahr 2017 haben ddeutlich weniger als 6.000 Absolventen (Uni/FH) ihren ersten Hochschulabschluss in Biologie bestanden. Inwieweit für den aktuellen Rückgang die Entwicklung bei den Bachelorstudiengängen nachhaltig eine Rolle spielen wird, bleibt  abzuwarten. Setzt man die Absolventenzahlen der letzten Jahre in Beziehung mit den zeitversetzt zurückliegenden entsprechenden Anfängerzahlen, so dürften sich kalkulatorisch die grundständigen Absolventenzahlen in den kommenden Jahren in einer Größenordnung von 6.000   bewegen. 

Über 4.000 Biologen bestanden die Masterprüfung im Jahr 2017. Bei den Promotionen ist  im Jahr 2017 kein neuer Höchststand mehr erreicht worden.

Biologie Master

Biologie Promoventenstatistik

Wie im Studiengang Chemie findet ein Teil der Biologen ein Arbeitsfeld in der Grundlagenforschung (Hochschulen und staatliche oder gemeinnützige Forschungsinstitute, aber auch in Bereichen der chemischen, pharmazeutischen oder Agrar-Industrie). Ohne Promotion sind derartige Tätigkeiten kaum möglich. Studienmöglichkeiten zum Bachelor können gezielt über die ständig aktualisierte Datenbank Hochschulkompass (unter Studium /grundständiges Studium) der Hochschulrektorenkonferenz abgefragt werden. Einen Gesamtüberblick über Studienmöglichkeiten und -profile des Faches Biologie bietet der Studien- und Berufswahlführer. Zu empfehlen ist auch das Internetangebot des Verbandes Deutscher Biologen (vdbiol), u.a. mit einem online-Studienführer Biowissenschaften.


 


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