DFG-Projekt „Neurale Korrelate von Craving bei Personen mit pathologischem Kaufen“

PD Dr. Katrin Starcke und Prof. Dr. Matthias Brand wurde von der DFG eine Sachbeihilfe für das Forschungsprojekt „Neurale Korrelate von Craving bei Personen mit pathologischem Kaufen“ (DFG: STA 1196/2-3) bewilligt.

Das Projekt wird in Kooperation mit Prof. Dr. Anya Pedersen (Klinische Psychologie und Psychotherapie, Universität Kiel) durchgeführt.

Zusammenfassung

Unter pathologischem Kaufen werden wiederholt auftretende, sinnlose Kaufakte verstanden, welche zu erheblichen sozialen, finanziellen und psychischen Problemen führen. Konsumgüter werden nicht erworben, um benutzt zu werden, sondern weil der Akt des Kaufens als angenehm empfunden wird; wohingegen das Unterlassen mit negativen Empfindungen assoziiert ist.

Zur Erklärung der Entstehung und Aufrechterhaltung solcher pathologisch exzessiv ausgeführten Verhaltensweisen werden gegenwärtig unter anderem Cravingreaktionen herangezogen. Mit Craving wird das dringende Verlangen eine Substanz zu konsumieren oder ein Verhalten auszuführen bezeichnet. Craving ist ein etabliertes Konzept in der Suchtforschung, welches nun auch verstärkt im Verhaltenssuchtbereich untersucht wird. In einem Vorgängerprojekt konnte bei der Betrachtung von kaufassoziierten Abbildungen Cravingreaktionen auf behavioraler und peripherphysiologischer Ebene bei pathologischen Käufern im Vergleich zu Kontrollprobanden nachgewiesen werden (Trotzke, P., Starcke, K., Pedersen, A., & Brand, M. (2014). Cue-induced craving in pathological buying: empirical evidence and clinical implications. Psychosomatic Medicine, 76, 694-700). Im aktuellen Projekt sollen neurale Korrelate von Craving mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) bei Personen mit pathologischem Kaufen untersucht werden, um zu einem besseren Verständnis der Entstehungs- und Aufrechterhaltungsmechanismen der Erkrankung beizutragen.


 

Projektleiterin

PD Dr. Katrin Starcke

 

Projektmitarbeiter

Dipl.-Psych. Patrick Trotzke