Vortragsreihe "China im Wandel"

2. Dezember 2016, 17.30 Uhr

Wie höflich ist die chinesische Höflichkeit?

Chinesische Umgangskultur und ihr Stellenwert im Gespräch der Kulturen

Referent: Prof. Dr. Yong Liang, seit 2002 Professor für Sinologie an der Universität Trier

China versteht sich seit jeher als ein „Land der Höflichkeit und Güte“. Nicht selten aber werden bei deutsch-chinesischen Begegnungen die Verhaltensweisen der Chinesen als rätselhaft, andersartig und schwer erklärbar empfunden. Irritationen über die chinesischen Umgangsformen fehlen in fast keinem China-Bericht. Ausgehend von der historischen Entwicklung der chinesischen Gesellschaft und Kultur analysiert der Sinologe kulturspezifische Umgangsformen und Verhaltensweisen im heutigen China. Es soll auch deutlich gemacht werden, warum interkulturelles Lernen und Handeln für eine produktive Gestaltung der Kommunikation und Kooperation zwischen China und Deutschland unabdingbar sind.

Veranstaltungsort: Mulvany Berufskolleg Herne, Westring 201, 44629 Herne

Ihre Anmeldung richten Sie bitte telefonisch oder per Email an das Institutssekretariat.

23. November 2016, 18.30 Uhr

Diskussionsrunde mit Prof. Dr. Thomas Heberer und Prof. Dr. Markus Taube zu aktuellen Entwicklungen in China

Die erste Amtszeit des chinesischen Staatspräsidenten und Parteivorsitzenden Xi Jinpings neigt sich dem Ende. Ein dominanterer Führungs- und Politikstil sowie ein forscheres Auftreten auf internationaler Bühne haben seine ersten vier Jahre als Staats- und Parteioberhaupt geprägt. Xis Anti-Korruptionskampagne zum Beispiel hat vielen Auswüchsen ein Ende bereitet, lähmt aber gleichzeitig wirtschaftliche Investitionen und hat parteiinterne Kritik stark eingeschränkt.

Mit Aussicht auf den 19. Parteikongress im Jahr 2017, bei dem die neue Führung um Xi Jinping ihr Programm für die folgenden fünf Jahre vorlegen wird, lädt das Konfuzius-Institut Metropole Ruhr zu einer Diskussionsrunde mit den beiden Institutsdirektoren Prof. Dr. Thomas Heberer und Prof. Dr. Markus Taube ein. Die beiden China-Experten analysieren dann aktuelle politische und wirtschaftliche Entwicklungen im Reich der Mitte. Sie werden ihre Einschätzung, in welche Richtung sich China bewegt, und eine Bestandsaufnahme der vergangenen vier Jahre mit Blick auf Wirtschaft, Politik und Gesellschaft diskutieren. Das Publikum ist eingeladen sich daran aktiv zu beteiligen.

Ort: Konfuzius-Institut Metropole Ruhr, Bismarckstr. 120 (Tectrum), 47057 Duisburg

Eintritt frei und ohne Voranmeldung

9. November 2016, 19.30 - 21.00 Uhr

Global denken, lokal wandeln. Die Entwicklung der chinesischen Stadt

Referentin: Katharina Borgmann, IN-EAST School of advanced Studies der UDE

Der rasante wirtschaftliche Aufstieg Chinas ist nicht spurlos an den Städten des Landes vorbeigegangen. Einzelne Gebäude, Stadtteile und ganze Städte wurden errichtet, wo zuvor teilweise Reisfelder und Fischerdörfer zu finden waren.  

In diesem Vortrag wird – aus der Sicht von Architekten und Stadtplanern – beleuchtet, wie China den Prozess hin zu ‚global cities’, wie Shanghai, Beijing und Guangzhou, vollzogen hat. Die Referentin Katharina Borgmann von der Universität Duisburg-Essen erklärt, welche Rolle internationale Architekten und Stadtplaner in dieser Entwicklung spielen und welche Probleme auftreten, in einer Welt, in der es scheint, als würden sich Metropolen immer weiter angleichen.

in Kooperation mit der VHS Essen

Veranstaltungsort und Anmeldung: VHS Essen

28. September 2016, 12.00 Uhr

Globalisierungsstrategien chinesischer Unternehmen

Business Lunch Talk mit Prof. Dr. Christoph Lattemann, Jacobs Universitiy Bremen

Im Zuge seiner wirtschaftlichen Liberalisierung ist China im Begriff, von einer Werkbank der Welt zum weltweiten Innovationstreiber zu werden. Laut Prognosen werden sich Chinas globale Vermögenswerte bis 2020 fast verdreifachen. Dies wird massive Auswirkungen auf die Zielländer der Auslandsinvestitionen und die globalen Märkte haben, insbesondere auf Europa und hier Deutschland.
Die neue Position Chinas erfordert, dass die wirtschaftlichen Beziehungen zu China auf politischer und auf Unternehmensebene neu überdacht werden. Denn chinesische Investitionen können in Zukunft den Standort Deutschland stärken oder gegebenenfalls auch schwächen. Dazu müssen die Vorteile der globalen Integration Chinas aufgegriffen und Risiken minimiert werden.

In dem Vortrag werden aktuelle Entwicklungen chinesischer Direktinvestitionen nach Deutschland und Europa beschrieben und Chancen und Risiken dargestellt.

Ort: Konfuzius-Institut Metropole Ruhr, Konferenzraum 3, Bismarckstraße 120, 47057 Duisburg

Um Anmeldung wird gebeten!

31. August 2016, 18.00 Uhr

New Structural Economics:
The Third Wave of Development Thinking

Understanding the China Miracle

Prof. Justin Yifu Lin, Beijing University / Senior Vice President of the World Bank (2008-2012)

Justin Yifu Lin reviews the evolution of development thinking and the development performance in developing countries, especially in China, since the end of World War II and proposes the new structural economics (NSE) to replace structuralism and neoliberalism as the third edition of development economics. The NSE highlights that economic development is a process of technological innovation and industrial upgrading, which increases labor productivity, and of improvement and adaption in hard and soft infrastructure, which reduces transaction costs. The NSE argues for a developing country to have an efficient market and an enabling state to facilitate industrial upgrading and structural transformation according to a country’s comparative advantages and to tap into the potential of advantage of backwardness to achieve inclusive and dynamic growth and transformation.     

Ort: Lehmbruck Museum, Friedrich-Wilhelm-Straße 40, 47051 Duisburg

Wir bitten um Ihre Anmeldung:
Telefon: 0203 - 3063131

6. Juli 2016, 18.30 Uhr

50. Jahrestag der Kulturrevolution:
Maoismus und die globale Revolte

Referent: Prof. Dr. Felix Wemheuer, Universität Köln

In der globalen Revolte um 1968 spielte die Perzeption der chinesischen Kulturrevolution eine zentrale Rolle. Ob die schwarze Bürgerrechtsbewegung in den USA, studentische Protestbewegungen in Westeuropa oder Guerillabewegungen in Lateinamerika und Afrika, Maos China diente als Bezugspunkt und das „kleine rote Buch“ (die sogenannte Mao-Bibel) war überall präsent. Die Einen sahen Mao Zedong als Führer der „farbigen Völker“ im Kampf gegen den Imperialismus, die Anderen als Freund der rebellischen Jugend gegen das Establishment. Warum funktionierte China für die unterschiedlichsten Akteure als Projektionsfläche für die eigenen politischen Versionen einer alternativen Gesellschaft? Wie funktionierte die „Übersetzung“ und Aneignung der Theorien aus dem fernen China? Die Vorlesung analysiert den Maoismus als globales Phänomen und den damit verbundenen Transfer von Ideen anhand von Filmdokumenten, Zeitschriften sowie Erinnerungen von Zeitzeugen. 

Felix Wemheuer ist Professor für Moderne China-Studien an der Universität zu Köln. Er habilitierte 2013 an der Universität Wien und seine Habilitationsschrift „Famine Politics in Maoist China and the Soviet Union“ erschien bei Yale University Press (2014).

Veranstaltungsort: Konfuzius-Institut, Konferenzraum 3, Bismarckstraße 120, 47057 Duisburg

15. Juni 2016, 18.40-20.10 Uhr

Wirtschaftskraft und Konsumentenmacht der chinesischen Mittelschicht

Martin Heinberg, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Lehrstuhls für Ostasienwirtschaft/China an der Universität Duisburg-Essen

In Zusammenarbeit mit der VHS Essen

China befindet sich in einem fundamentalen Wandel. Neben der Normalisierung der Wachstumsraten findet eine Veränderung vom export- und investitionsbasierten zu einem konsumgetriebenen Wachstum statt. Gleichzeitig ist die Mittelschicht längst in der Lage, westliche Produkte zu kaufen. Und diese Gesellschaftsgruppe ist größer als die Gesamtbevölkerung von Deutschland und Frankreich. Höchste Zeit also, sie ein wenig näher zu betrachten und mit westlichen Konsumenten zu vergleichen: Welche Bedeutung haben Marken im jeweiligen Land? Welche Motive prägen alltägliche Kaufentscheidungen? Welche kulturellen Unterschiede oder Ähnlichkeiten gibt es?

Eine Anmeldung bei der VHS Essen ist erforderlich.

Veranstaltungsort: VHS Essen, Burgplatz 1, 45127 Essen, Raum E.11 (Kleiner Saal)

Die Veranstaltung ist kostenfrei.

30. Mai 2016, 18.30 Uhr - VORTRAG FÄLLT AUS!

Internet in China

IT-Autarkie und Informationskontrolle

Vortrag und Gespräch mit Hauke Gierow, IT-Journalist

Chinas Ansatz zur Internetregulierung unterscheidet sich grundsätzlich von dem, was wir in Deutschland kennen. Peking betreibt eine aktive Industriepolitik im IT-Bereich und setzt auf einheimische Software-Alternativen. Die Digitalisierung ist zentraler Bestandteil der Modernisierung von Wirtschaft und Gesellschaft. In seinem Vortrag erklärt Hauke Gierow die chinesische IT-Strategie und diskutiert, dass es nicht nur um Zensur, sondern um eine gesteuerte Form der Informatisierung des Landes geht. Westliche Ansichten verstehen diese Besonderheiten oft nicht

Veranstaltungsort: Universität Duisburg-Essen, Glaspavillon, Universitätsstr. 12, 45141 Essen

12. Mai 2016, 18.30-20.30 Uhr

Fokus China: Chinas Weg - Von wirtschaftlichen Interessen zur geopolitischen Strategie

Diskussionsrunde in Kooperation mit der Katholischen Akademie Die Wolfsburg

Der chinesische Weg zu einer Großmacht war und ist ein anderer Weg als der, den andere Großmächte beschritten haben. Statt in Einflusszonen oder Kooperationen, denkt China eher in Investitionen. Welche Gefahren birgt aber dieser Weg? Welche Interessen stehen dahinter? Welche Verantwortungen bringt dieser Weg mit sich? Ist sich China dessen bewusst? Und: Wie reagiert die Weltgemeinschaft?

mit: Dr. Dirk Schmidt, Lehrstuhl Regierungslehre für Außenpolitik und Wirtschaft Chinas der Universität Trier, Zhang Danhong, Redaktion Wirtschaft der Deutschen Welle; Tobias Henrix, Akademiedozent Die Wolfsburg und Susanne Löhr, Geschäftsführerin des Konfuzius-Instituts Metropole Ruhr

Ihre Anmeldung unter der Tagungsnummer A16197 richten Sie bitte direkt an:

Katholische Akademie Die Wolfsburg
Falkenweg 6, 45478 Mülheim an der Ruhr
0208-99919-981

6. April 2016, 12.00 Uhr

China total normal

Zwischen Krise, Reform und Turbulenz

Vortrag von Christian Sommer, German Centre Shanghai

Nach dem rasanten Aufholwachstum der vergangenen zwei Jahrzehnte scheint Chinas Wirtschaft in einer Phase der Anpassung angelangt zu sein. Die chinesische Führung setzt neben großangelegten Förderprogrammen für moderne Industrien und Forschung, mit ihrer Initiative einen eurasischen Wirtschaftsgürtel („One Belt, One Road“) zu formen, vor allem auf den Ausbau von Handelswegen und auf Auslandsinvestitionen.

Welche Chancen und Konsequenzen das konkret für deutsche Unternehmen in China und für die deutsche Wirtschaft zuhause hat möchten wir gerne diskutieren.

Dazu ist am Konfuzius-Institut Metropole Ruhr Herr Christian Sommer, CEO & Chairman des German Centre for Industry and Trade Shanghai mit seinem Vortrag „China total normal“ zu Gast.

Diese Veranstaltung richtet sich an UnternehmerInnen und Wirtschaftsinteressierte. Um Anmeldung per E-Mail an konfuzius-institut@uni-due.de oder telefonisch 0203-3063131 wird gebeten.

Veranstaltungsort: Konfuzius-Institut, Konferenzraum 3, Bismarckstraße 120, 47057 Duisburg