Vortragsreihe "China im Wandel"

7. Juni 2017, 19.00 Uhr

Nachbarschaft und Nachbarschaftsviertel: Wie China seine Städte und seine Bewohner verwaltet

Vortrag von Prof. Dr. Thomas Heberer, Universität Duisburg-Essen, Konfuzius-Institut Metropole Ruhr

Veranstaltung in Kooperation mit dem LVR Industriemuseum Oberhausen

Mit der Auflösung bzw. Privatisierung vieler Staatsbetriebe und der Privatisierung des Wohnraumes bedurfte es neuer Strukturen zur Verwaltung der städtischen Nachbarschaften. Soziale Probleme, wachsende Arbeitslosigkeit und Verlust sozialer Sicherungssysteme schufen neue Herausforderungen, die innovativer Lösungen bedurften. Ende der 1990er Jahre wurden sog. "Nachbarschaftsviertel" (shequ) eingerichtet. Für deren Verwaltung sind "Einwohnerkomitees" zuständig, die sich um die sozialen Belange der Bewohner zu kümmern haben. Neben eher traditionelle Wohnviertel traten zugleich hochwertige und abgeschlossene Wohnviertel der neuen Mittelschichten. Der Vortrag, der auf Forschung in Nachbarschaftsvierteln verschiedener Städte beruht, befasst sich mit der Reorganisierung der Wohnviertel und dem Auftreten und der Lösung sozialer Probleme.

Der Vortrag findet im Rahmen der Ausstellung „TONGYUANJU - Leben und Arbeiten in einer Arbeitersiedlung in Chongqing, China“ des Fotografen Bernard Langerock statt.

Veranstaltungsort:
St.-Anthony-Hütte, LVR Industriemuseum Oberhausen, Antoniestraße 32-34, 46119 Oberhausen

neuer Termin: 17. Mai 2017, 18.30 Uhr

Ein großer sozialpolitischer Sprung nach vorn? Die Entstehung eines chinesischen Wohlfahrtsstaates in der Ära Xi Jinping

Prof. LIU Tao, Institut für Ostasienwissenschaft, Universität Duisburg-Essen

In den chinesischen sozialen Sicherungssystemen hat sich in den letzten 15 Jahren ein sprunghafter sozialpolitischer Wandel vollzogen, neue und innovative Grundrentensysteme und Gesundheitssysteme werden etabliert, die nahezu auf die Gesamtbevölkerung ausgedehnt werden. Die signifikant steigende Inklusivität und die rasche Ausdehnung der chinesischen sozialen Sicherungssysteme führen faktisch zur Entstehung eines neuen chinesischen Wohlfahrtsstaates mit chinesischer Prägung, der gleichzeitig westliche sozialpolitische Konzepte und chinesische politisch-administrative Tradition miteinander verknüpft. Die öffentliche Wahrnehmung, dass China ein sozialpolitischer Nachzügler-Staat ist und auf dem Status quo eines Manchesterkapitalismus verharrt, soll angesichts neuer sozialpolitischer Lage grundlegend korrigiert werden.

Veranstaltungsort: Konfuzius-Institut Metropole Ruhr, Bismarckstraße 120, 47057 Duisburg

25. April 2017, 18.30 Uhr

Wie modern ist China heute?

Referent: Prof. Dr. QIN Mingrui

Informationen zum Thema folgen!

Veranstaltungsort: Konferenzraum 3, Konfuzius-Institut
 

15. März 2017, 12.00 Uhr

Werden wir chinesisch? Einblicke in ein deutsches Traditionsunternehmen mit chinesischem Investor

Business Lunch Talk mit Dr. Constanze Wang

Ein deutscher Zementanlagenhersteller wird von einem chinesischen Staatskonzern übernommen. Auf dem Papier ist die Übernahme abgewickelt. Und jetzt? Wie funktioniert das Unternehmen mit dem neuen chinesischen Investor und Partner? Der Vortrag nimmt die Zuhörer mit in die tägliche Praxis mit allen ihren strategischen, operativen und kommunikativen Herausforderungen.

Dr. Constanze Wang studierte Wirtschaftssinologie und Regionalwissenschaften China in Bremen, Köln und Beijing. Im Rahmen des BMBF-geförderten Forschungsprojekts „Intellectual Property in Sino-German Cooperation“ an der Hochschule Bremen promovierte sie über den Umgang mit wertvollem Wissen in deutschen Unternehmen in China. Seit Anfang 2015 ist sie für die kulturelle Integration eines deutschen Zementanlagenherstellers mit seiner chinesischen Muttergesellschaft zuständig.

Veranstaltungsort:
Konfuzius-Institut Metropole Ruhr, Konferenzraum 3, Bismarckstraße 120, 47057 Duisburg

Um Anmeldung wird gebeten!

16. Januar 2017, 17.00 Uhr

Lokalisierung und Globalisierung, Megaentwicklung und Stagnation- China im Umbruch der Weltpolitik

Podium
Prof. Dr. Thomas Herberer I Direktor des Konfuzius-Instituts Metropole Ruhr
Prof. Dr. Jörn-Carsten Gottwald I Professor für Politik Ostasiens an der Ruhruniversität Bochum
Moderation: Prof. Andreas Oberheitmann, FOM Hochschule, Forschungskoordinator der German-Sino School of Business & Technology

Begrüßung
Prof. Dr. Hans-Joachim Flocke I Wissenschaftlicher Direktor der German-Sino School of Business & Technology

China – Quo vadis? Nach mehreren Jahrzehnten wirtschaftlichen Wachstums und politischer Öffnung steht China vor der Herausforderung einer Neuausrichtung seines Wachstumsmodells, was weitreichende politische und gesellschaftliche Folgen haben wird. Eine wichtige Ressource für die Stabilität des politischen Systems war und ist die positive ökonomische Entwicklung. Diese ist jedoch nicht alleinige Grundlage der Anpassungsfähigkeit und relativen Stabilität des Einparteienstaates. Die Entwicklung Chinas und ihre Folgen für die europäische Wirtschaft stehen im Fokus der Veranstaltung „Lokalisierung und Globalisierung, Megaentwicklung und Stagnation – China im Umbruch der Weltpolitik“.

Veranstaltungsort: FOM Hochschulzentrum, Herkulesstraße 32, 45127 Essen

Anmeldung

16. Januar 2017, 13.00 Uhr

Kulturelle Konzepte in "Die Reise nach Westen"
„Chinese Culture as Reflected in the „Journey to the West“

Vortrag von Prof. Dr. ZHU Binzhong, Universität Wuhan

„Die Reise nach dem Westen“ gehört zu einem der vier klassischen Romane Chinas. Die Hauptfigur ist der Affenkönig Sun Wukong, der heute Held vieler Zeichentrickfilme, Computerspiele und auch Vorbild für japanische Mangas wie Dragon Ball und Saiyuki ist.

Der Roman aus dem 16. Jahrhundert erzählt, wie der gewitzte Affenkönig die Obrigkeit im Himmel herausfordert. Sun Wukong besitzt übernatürliche Kräfte, die ihm erlauben sich zu verwandeln. Er begleitet einen Mönch auf seiner Reise nach Indien, um buddhistische Suren nach China zu bringen. Auf ihrer Reise nach dem Westen bestehen die beiden unzählige Abenteuer und es gelingt dem cleveren Sun Wukong ein aufs andere Mal die beiden zu retten.

Obwohl eine fantastische Geschichte, thematisiert der Roman viele Wertvorstellungen und Traditionen der chinesischen Kultur, wie z.B. die Lehrer-Schüler-Beziehung oder die hohe Stellung von Herrscher/Regierung und dem allgemeinen Respekt für die Obrigkeit. Zum Ausklang des Jahr des Affen nach dem chinesischen Mondkalender Ende Januar, erläutert Prof. ZHU Binzhong in seinem Vortrag einige dieser Wertvorstellungen anhand des Romans „Die Reise nach dem Westen“.

Der Vortrag findet in englischer Sprache statt.
Veranstaltungsort: Konfuzius-Institut Metropole Ruhr, Bismarckstr. 120, 47057 Duisburg

Anmeldung bitte unter sandra.urban@uni-due.de; der Eintritt ist frei.