Vortragsreihe "China im Wandel" 2019

24.06.2019 | 19:00 Uhr

Englischsprachiger Vortrag von WANG Jianbao

Der konfuzianische Unternehmer

Bereits in der konfuzianischen Philosophie wurde ein Konzept des idealen Unternehmers geprägt, das sogenannte Rushang. Dieses Ideal könnte zukünftig für ein neues, effizienteres und ethischeres Unternehmertum eine wichtige Rolle spielen, in dem Rationalität, Gewissen und ökologisches Bewusstsein gleichermaßen einen Platz finden und das über Homo Economicus-Modelle hinausgeht. 

Über den Referenten

WANG Jianbao (王建宝) ist Direktor des Center for the Humanities and Business Ethics an der Cheung Kong Graduate School of Business und Professor an der Akademie für Humanwissenschaften an der Beijing-Universität.

Veranstaltungsort

Konfuzius-Institut Metropole Ruhr  |  Konferenzraum 3
Tec-Center  |  Bismarckstraße 120  |  47057 Duisburg

Anmeldung

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter konfuzius-institut@uni-due.de wird gebeten.

22.05.2019 | 18:30 Uhr

Diskussionsveranstaltung Prof. Dr. Thomas Heberer & Prof. Dr. Markus Taube

China – Partner oder systemischer Rivale?

China ist aus vielen Debatten nicht mehr wegzudenken. Aus dem Ruhrgebiet führen Güterzugverbindungen direkt nach China, international hält der Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und der Volksrepublik seit Monaten die Welt in Atem und europäische Regierungen und die EU erarbeiten gerade Positionen, wie die zukünftige Zusammenarbeit mit dem Reich der Mitte aussehen soll. Werden die Beziehungen von systemischer Rivalität oder Partnerschaft geprägt sein? Dazu gibt es durchaus unterschiedliche Meinungen. Eines wird jedoch deutlich, die Welt ohne China zu denken, ist keine Option mehr.

Dieser Erkenntnis zum Trotz, wissen wir nicht viel über chinesische Sichtweisen und die wirtschaftlichen wie politischen Ziele der chinesischen Führung. Welche Strategien stecken hinter Chinas internationalem Auftreten? Sind wir schon mitten in einem Systemwettbewerb? Und was bedeuten diese Entwicklungen für uns in Europa?

Dazu diskutieren die China-Experten

Prof. Dr. Thomas Heberer
Seniorprofessor für Politik und Gesellschaft Chinas der Universität Duisburg-Essen und Kodirektor des Konfuzius-Instituts Metropole Ruhr

Prof. Dr. Markus Taube
Professor für Ostasienwirtschaft/China der Universität Duisburg-Essen und Kodirektor des Konfuzius-Instituts Metropole Ruhr

Durch das Gespräch führt Susanne Löhr.
 

Veranstaltungsort

Konfuzius-Institut Metropole Ruhr  |  Konferenzraum 3
Tec-Center  |  Bismarckstraße 120  |  47057 Duisburg

Anmeldung

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter konfuzius-institut@uni-due.de wird gebeten.

11. April 2019 | 20:00 Uhr

Buchvorstellung:
Auslandskorrespondent Frank Sieren kommt in die Zentralbibliothek Duisburg

Zukunft? China!

Wie die neue Supermacht unser Leben, unsere Politik, unsere Wirtschaft verändert

In Kooperation mit der Duisburger Stadtbibliothek und dem Verein für Literatur Duisburg

Frank Sieren lebt seit einem Vierteljahrhundert in China – länger als jeder andere westliche Wirtschaftsjournalist. Mit „Zukunft? China!“ legt der China-Experte das erste Buch vor, das umfassend den Einfluss der neuen Supermacht auf alle Kontinente und Lebensbereiche beleuchtet. Sein Fazit: Die Zeiten, in denen der Westen die Standards setzt, sind vorbei.

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Weiterführende Informationen

Erstmals seit Jahrhunderten wird ein asiatisches Land Weltmacht. Unsere Werte, die wir für universell halten, stellen die Chinesen bereits in Frage. Wer ist mächtiger als die deutsche Autoindustrie? Wer hat den längeren Atem gegenüber den Zumutungen von Donald Trump? Wer ist erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg in der Lage, ohne den Westen neue globale Institutionen durchzusetzen? Wer ist der größte Gläubiger der Amerikaner? Wer ist die Fabrik der Welt und Exportweltmeister? Die Antwort lautet immer: China.

Schon heute trägt die neue Supermacht weit über 30 Prozent zum Wachstum der Weltwirtschaft bei. Die USA schafft nicht einmal die Hälfte. Und Schlusslicht Europa bringt es nur noch auf gut sieben Prozent. Der renommierte Wirtschaftsjournalist Sieren weiß: China steht erst am Anfang seines Aufstiegs. In seinem neuen Buch erläutert er, wie das Reich der Mitte inzwischen auf allen Kontinenten seinen Einfluss ausbaut, viele unserer Lebensbereiche entscheidend beeinflusst und den Westen herausfordert: ob in der Autoindustrie – dem Aushängeschild Deutschlands –, die China dank E-Mobilität und Autonomen Fahrens revolutioniert; im Bereich Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, wo China gleichauf mit den USA steht; ob in Afrika, wo China längst in Bodenschätze, Infrastruktur, aber inzwischen auch Milliarden in die Leichtindustrie investiert, zigtausend Afrikanern Arbeitsplätze schafft, während Europa weiterhin über Flüchtlinge streitet; oder im Rahmen des 1000-Milliarden-Dollar-Projekts der Neuen Seidenstraße, das bis nach Duisburg reicht und für das China zahlreiche osteuropäische Staaten gewonnen hat. Brüssel träumt hingegen noch davon, die Spielregeln für das größte Infrastrukturprojekt der Weltgeschichte mitbestimmen zu können, bevor es investiert. Das lässt China sich nicht mehr bieten.

Frank Sierens „Zukunft? China!“ ist ein sehr persönliches Buch aus dem Reich der Mitte und zugleich ein Weckruf an die Europäer, die Chancen und die Gefahren, die von der neuen Supermacht ausgehen, endlich zu erkennen.

Über den Autor

Frank Sieren ist einer der führenden China-Experten Deutschlands. Der Journalist, Buchautor und Dokumentarfilmer lebt seit 1994 in Beijing und berichtet aus erster Hand über die Entwicklungen in der neuen Weltmacht. Lange schrieb er für die »Wirtschaftswoche« und die »Zeit«, heute ist er der Chinaspezialist des »Handelsblatts«.

Einige seiner Bücher über China haben es in die Spiegel-Sachbuch-Bestsellerliste geschafft und standen monatelang auf Platz 1 der Bestsellerliste der Wirtschaftsbücher. Sie wurden in mehrere Sprachen übersetzt, darunter ins Chinesische. Auch in seinen China-Dokumentarfilmen beschäftigt sich Sieren mit den dramatischen globalen Veränderungen, sie wurden in der ARD und beim ZDF ausgestrahlt.

Veranstaltungsort

Zentralbibliothek Duisburg  |  Steinsche Gasse 26  |  47051 Duisburg
Weiter zur Webseite der Stadtbibliothek

Eintritt

5 Euro an der Abendkasse und 4 Euro im VVK

Kontakt und Vorverkauf

Zentralbibliothek Duisburg
Infotheke Stadtfenster (zu den Öffnungszeiten der Bibliothek)
Steinsche Gasse 26
47051 Duisburg
Tel. 0203-283 4218

geschützte E-Mail-Adresse als Grafik
Weiter zur Webseite der Stadtbibliothek

21. März 2019 | 18:30 Uhr

Vortrag: Deutsch-chinesisches Buchprojekt

Die Vogelschaupläne von Tsingtau

Zwei Welten stießen aufeinander, als das Deutsche Kaiserreich sich den Traum von einem Handelsstützpunkt in China erfüllte: 1898 wurde ein Pachtvertrag für das chinesische Gebiet um Tsingtau durchgesetzt. Die 4.000-jährige chinesische Tradition sah sich mit der auftrumpfenden Stadtgründungspolitik des erst 26 Jahre alten Deutschen Kaiserreiches konfrontiert. Bis 1914 war die heutige Neun-Millionen-Stadt Qingdao danach in deutschem Besitz. So schildert der Historiker Ingo Sommer in einer Buchbeschreibung den historischen Rahmen, in dem die Vogelschaupläne von Tsingtau entstanden sind.

Mit kunstvoll gezeichneten Vogelschauplänen haben chinesische Künstler damals das Stadtbild festgehalten und deutsche Marineangehörige haben die Zeichnungen als Erinnerungsstücke aufbewahrt. Dr. Gert Kaster hat diese Dokumente zusammengetragen, studiert und für seine Leser in ihren zeitlichen Kontext eingebettet. So ist es ihm gelungen, ein umfassendes Bild von dem Entstehungsprozess einer deutschen Marinestadt im Reich der Mitte zu zeichnen.

Am Konfuzius-Institut Metropole Ruhr erzählt Dr. Gert Kaster von dem langjährigen deutsch-chinesischen Buchprojekt, das in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Qingdao realisiert worden ist.

Über den Referenten

Der deutsche Architekt und Stadtbauhistoriker Dr. Gert Kaster verfügt über eine beeindruckende Biographie. Von der Architektur und Stadtplanung kam er über die Denkmalpflege in Schleswig-Holstein zur Erforschung fernöstlicher Baukunst:

Dr. Gert Kaster, Jahrgang 1938, Architektur- und Städtebau-Studium in München und Wien, 1967 Diplom in Berlin, Ausgrabungen mit dem Deutschen Archäologischen Institut in Athen und auf der Insel Samos, Stipendiaten-Reise um das Mittelmeer zu antiken Stadtanlagen, Forschungen an der Bibliotheca Hertziana, dem Kunsthistorischen Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Rom, Ausgrabungen von römischen Bauten unter der Bibliotheca Hertziana, Bearbeitung einer Dissertation zu den Resten der Villa des Lucullus auf dem Pincio in Rom, Tätigkeit für den Berliner Bausenator in den Sanierungsgebieten Kreuzberg und Wedding, 30-jährige Tätigkeit als städtebaulicher Denkmalpfleger in Schleswig-Holstein, Aufenthalte in China und Japan für Beratungstätigkeiten und zum Kulturaustausch. Heute Beratungstätigkeit zur früheren deutschen Marinestadt Tsingtau.

Veranstaltungsort

Konfuzius-Institut Metropole Ruhr  | 
Tec-Center  |  Bismarckstraße 120  |  47057 Duisburg

Anmeldung

Eintritt frei  |  Anmeldung erforderlich. Wir laden Sie im Anschluss zu einem kleinen Umtrunk ein.

Ihre Anmeldung nehmen wir unter konfuzius-institut(at)uni-due.de oder telefonisch unter 0203-306-3131 entgegen.

14. Januar 2019 | 18:00 bis 20:00 Uhr

Diskussionsveranstaltung an der FOM Hochschule in Essen

Kommunikation von Politik in China und Deutschland

Politiken und Maßnahmen der Regierung eines Landes können letztlich in keinem Regime unabhängig von der Bevölkerung entwickelt und umgesetzt werden. Der Kommunikation von Maßnahmen zur Bevölkerung kommt dabei eine besondere Rolle zu. Dies gilt sowohl für Demokratien wie Deutschland, andere Staaten der EU oder den USA, deren Parteien um die Gunst der Wähler ringen als auch für Einparteiensysteme wie die VR China. Für den aktuellen Beobachter stellen sich in diesem Zusammenhang unterschiedliche Fragen. Wie hat sich die Kommunikation von Politik und die strategische Zielverfolgung von Kommunikationsmaßnahmen verändert, etwa in den USA durch die Twitter-Statements des amerikanischen Präsidenten? Warum wirkt die Politikkommunikation in Deutschland so wenig unternehmerisch? Wie funktioniert Politikkommunikation in China?

Über diese Entwicklungen und die Auswirkungen auf die Kommunikation von Politik werden wir in einer gemeinsamen Veranstaltung des Konfuzius-Instituts Metropole Ruhr, der FOM Hochschule und des RWI – Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung mit renommierten Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Forschung diskutieren. Hierzu laden wir Sie herzlich ein.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.

Das Programm im Überblick

Begrüßung
Prof. Dr. Burghardt Hermeier | Rektor der FOM Hochschule

Impulsvortrag
Dr. Norbert Walter-Borjans | Minister der Finanzen des Landes NRW a.D.
Prof. Dr. Markus Taube | Direktor des Konfuzius-Instituts Metropole Ruhr

Podium
»Kommunikation von Politik in China und Deutschland«

Dr. Norbert Walter-Borjans | Minister der Finanzen des Landes NRW a.D.
Prof. Dr. Markus Taube | Direktor des Konfuzius-Instituts Metropole Ruhr
Moderation: Prof. Andreas Oberheitmann | Wissenschaftlicher Gesamtleiter des KCBT der FOM Hochschule
Diskussion

Veranstaltungsort: FOM Hochschule
FOM Hochschulzentrum |  Herkulesstraße 32  |  45127 Essen

Anmeldung

Die Anmeldung erfolgt über die Zentrale Studienberatung der FOM Hochschule:
Telefonisch unter 0800 195 95 95 oder per E-Mail (studienberatung@fom.de)

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