Nanna Lüth, Prof. Dr., Künstlerin, Kulturwissenschaftlerin und Kunstvermittlerin, arbeitet und forscht in den Bereichen Kunstpädagogik, Kunstvermittlung und Medienbildung und engagiert sich für eine dekonstruktive und inklusive pädagogische Praxis.

Sprechstundenplaner unter: https://etherpad.uni-due.de/p/lueth


Kurzbiografie

Nach dem Studium der Fotografie an der Fachhochschule Bielefeld und postgradualen Studium Art in Context an der Universität der Künste Berlin promovierte Nanna Lüth berufsbegleitend am Kolleg für Kulturwissenschaftliche Geschlechterstudien der Universität Oldenburg. Ab 1999 realisierte sie Programme der Kunstvermittlung u.a. für die Neue Gesellschaft für Bildende Kunst Berlin (1999-2001 als Mitglied der Gruppe Kunstcoop©) und das Edith-Russ-Haus für Medienkunst Oldenburg (2008-12) sowie für den Kunstverein Langenhagen (2008-09). Von 2001-07 war sie künstlerische Mitarbeiterin des gendernet an der Universität der Künste Berlin. Zusammen mit Carmen Mörsch forschte sie außerdem von 2003-05 in dem Modellprojekt des Ministeriums für Bildung und Forschung „Kinder machen Kunst mit Medien“ an Berliner Grund- und Förderschulen. Neben Lehraufträgen an verschiedenen Hochschulen war sie 2011-13 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschungskooperation „Kunstvermittlung zeigen. Repräsentationen pädagogischer Museumsarbeit im Feld der Gegenwartskunst“ am Institute for Cultural Studies in the Arts, Zürcher Hochschule der Künste. Seit 2013 lehrt und forscht sie als Juniorprofessorin für Kunstdidaktik und Geschlechterforschung an der Universität der Künste Berlin. Seit Mai 2018 ist sie beurlaubt für die Vertretung der Professur für Kunstpädagogik/Didaktik der Kunst, Universität Duisburg-Essen. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind: künstlerische Kunstvermittlung und -pädagogik, queer-feministische und antidiskriminierende Perspektiven im kulturellen Feld, Visuelle Studien und Repräsentationskritik.

 

Publikationen

Herausgaben:

Nanna Lüth (Hg.): Kunst | Rassismuskritik | Vermittlung. Über Fragilität und Widerständigkeit. Art Education Research #14/2018, https://blog.zhdk.ch/iaejournal/

Nanna Lüth (Hg.): vorausgesetzt. Kunst/Pädagogik und ihre Bedingungen, Berlin 2017

Fachartikel:

Nanna Lüth: Ein rassismuskritischer Blick auf Kunstpädagogik (Arbeitstitel), in: Karim Fereidooni, Nina Simon (Hg.): Rassismuskritische Fachdidaktiken. Theoretische Reflexionen und fachdidaktische Entwürfe rassismuskritischer Unterrichtsplanung, Wiesbaden (in Arbeit)

Katja Böhme, Nanna Lüth: Audiovisuell Skulpturen verschieben, oder: Die (Un)Zugänglichkeit der Skulptur Projekte 17 als Anlass ihrer Vermittlung, in: Birgit Engel, Ingrid Fisch (Hg.): Ver_handeln. Begegnungen im öffentlichen Raum der Kunst. Oberhausen (im Erscheinen)

Nanna Lüth: For Beginners: Bausteine einer differenzreflexiven Kunstpädagogik, in: Stefanie Marr, Magdalena Eckes, Katja Hoffmann (Hg.): Was geht? Was bleibt? Kunstpädagogische  Debatten: Retrospektiven und Gegenwartsanalysen. Oberhausen 2018

Nanna Lüth: Dokumentieren lernen. Über die Entwicklung repräsentationskritischer Perspektiven in der Arbeit mit Portfolios und darüber hinaus, in: Carmen Mörsch, Sigrid Schade, Sophie Vögele (Hg.): Kunstvermittlung zeigen. Über die Repräsentation pädagogischer Arbeit im Kunstfeld. Wien 2017

Reparaturmaßnahmen, um nicht dermaßen regiert zu werden. Looks der Vermittlung, Gender Performance und sexuelle Arbeit in der Kunstvermittlung, in: Mörsch, Schade, Vögele 2017 (s.o.)

Investigations into Body Language. How to Advance Queer Intersectional Learning within Art Education, in: Anja Kraus (Hg.): Education is Relation not Output? Scenes of Knowledge and Knowledge Acquisition at Universities in Change. Münster 2017

Kunstvermittlung als Bewegung, in: Marc Fritzsche, Ansgar Schnurr (Hg.): Fokussierte Komplexität – Ebenen von Kunst und Bildung; Festschrift für Carl-Peter. Buschkühle. Oberhausen 2017