Friedrich Gottlieb Klopstock

 

 

Die deutsche Gelehrtenrepublik

 

Zur Poetik.

 

Von der Handlung, der Leidenschaft, und der Darstellung. Je angenehmer Unterredungen von den Wissenschaften durch Lebhaftigkeit und Schnelligkeit, ja selbst durch Unordnung werden, desto schwerer ist es, wenn man sie hernach wieder überdenkt, dasjenige genau zu sagen, was darinn als festgesezt angenommen worden ist. Gleichwol getrauen wir uns das Hauptsächlichste von dem aufzuschreiben, worüber man heute in der Ulmengeselschaft überein zu kommen schien.

Ein Gedicht ohne Handlung und Leidenschaft ist ein Körper ohne Seele. Handlung besteht in der Anwendung der Willenskraft zu Erreichung eines Zweks. Es ist ein falscher Begrif, den man sich von ihr macht, wenn man sie vornämlich in der äusserlichen That sezt. Die Handlung fängt mit dem gefasten Entschlusse an, und geht (wenn sie nicht gehindert wird) in verschiednen Graden und Wendungen bis zu dem erreichten Zwecke fort. Mit der Leidenschaft ist wenigstens beginnende Handlung verbunden. Einige Handlungen geschehen ohne Leidenschaft; aber die, welche der Wahl des Dichters würdig seyn sollen, müssen mit Leidenschaft geschehen. Man sieht, wie beyde Hand in Hand mit einander fortgehn. In diesem Gedicht ist viel Handlung! rufen die Theoristen bisweilen aus; und doch enthält es nur Begebenheiten.

Zwischen der epischen, und der dramatischen Handlung ist kein wesentlicher Unterschied. Die lezte [321] wird nur dadurch eingeschränkt, daß sie vorstelbar seyn muß.

Dem lyrischen Gedichte, ob es gleich die Handlung nicht ausschliest, ist Leidenschaft zureichend. Aber es ist, in so fern es diese allein hat, dennoch nicht ganz ohne Handlung. Denn mit der Leidenschaft ist ja wenigstens beginnende Handlung verbunden.

Die Erdichtung ist keine wesentliche Eigenschaft eines Gedichts. Denn der Dichter kann wirklich geschehene Handlung, und sie unvermischt mit erdichteter, er kann seine eignen Empfindungen zu seinen Gegenständen wählen. Unterdeß, da unter jenen Handlungen so wenige für ihn brauchbar sind, so gehört die Erdichtung beynah zu den wesentlichen Eigenschaften eines Gedichts.

Wenn ein Gedicht Handlung und Leidenschaft nicht darstelt, das heist, wenn es ihnen nicht alle die Lebendigkeit giebt, deren sie, nach ihrer verschiednen Beschaffenheit fähig sind; so fehlt ihm eine Eigenschaft, die zwar bisher von den Theoristen nur in Vorbeygehn ist bemerkt worden, die aber etwas so Wesentliches ist, daß man ein Gedicht ohne Darstellung, mit Recht, als etwas seiner Art nicht angehöriges, ansehn kann. Es ist ein Tänzer, der geht. Vielleicht giebt es nur zwey Grade der Darstellung; und der geglaubte dritte gehört schon nicht mehr zur Darstellung.

Leblose Dinge sind nur dann der Darstellung fähig, wenn sie in Bewegung, oder als in Bewegung gezeigt werden. Doch kann die Darstellung der leblosen Dinge nie den ersten Grad erreichen. Sie bringt es nicht bis zur Täuschung. Wenn die leblosen Dinge nicht in Bewegung, oder als in Bewe[322]gung, gezeigt werden; so ist das, was alsdann von ihnen gesagt wird, bloß Beschreibung. Und durch diese darf der Dichter den Leser nur selten ausruhen lassen.

Die Malerey zeigt ihre Gegenstände auf Einmal; die Dichtkunst zeigt sie in einer gewissen Zeit. Die schnelle Vorstellung giebt jener so wenig einen Vorzug, daß diese vielmehr eben dadurch einen bekomt, daß man ihre Gegenstände nur nach und nach entdekt. Dort war der Eindruk zu schleunig entstanden, um genung zu wirken. Man nehme ein Stük eines Dichters, ein kleines Ganzes, so viel als etwa ein Gemälde in sich fasset. Hier entsteht erst die Begierde zu entdecken eben dadurch, daß nicht Alles gleich ganz da ist. Mit dieser Begierde, ist die Erwartung deß, was man entdecken werde (ich seze voraus, daß man höre, und nicht selbst lese, wenigstens nicht so, daß das Auge Sprünge voraus mache) sehr genau verbunden, ein doppelter Reiz, den das Gemälde nicht geben kann. Wenn nun, wie bey dieser Vergleichung angenommen werden muß, die Arbeit des Dichters in ihrer Art so schön ist, als die Arbeit des Malers in ihrer; so hat der Dichter so zu sagen zwey Kräfte mehr, es bey uns dahin zu bringen, wohin er es bringen will, nämlich, die Darstellung bis zur Täuschung lebhaft zu machen. Wer hat jemals bey einem Gemälde geweint?

Unsre Sprache ist einer Wortfolge fähig, welche die Erwartung sehr reizen, und einer Kürze, durch die der Dichter machen kann, daß die genung gereizte Erwartung nun auch früh genung zu ihrem Ziele komme. Durch Sprachkürze werden die wenigsten Worte zu einem gewissen Inhalte verstanden, dieser mag dann einfache, oder zusammengesezte Gedanken in sich begreifen.

[323] Auch in der Musik entdekt man nach und nach. Wenn sie ohne Worte reden will; so ist ihr Ausdruk sehr unvollkommen, und das nicht allein deswegen, weil er allgemein ist, und keine einzelne Gegenstände bezeichnet, sondern auch, weil er noch dazu nur wenig Allgemeinheiten hat.

Die Musik, welche Worte ausdrükt, oder die eigentliche Musik ist Declamation. Denn hört sie etwa dadurch auf dieses zu seyn, weil sie die schönste Declamation ist, die man sich nur denken kann? Sie hat eben so Unrecht, wenn sie sich über das Gedicht, das sie declamirt, erhebt, als wenn sie unter demselben ist. Denn dieß Gedicht, und kein anderes, völlig angemessen auszudrücken, davon war ja hier die Rede; und ganz und gar nicht davon, überhaupt zu zeigen, wie gut man declamiren könne.

Aber so wäre ja die Musik unter der Dichtkunst! Haben sich denn die Grazien jemals geschämt, der Venus den Gürtel anzulegen?

Vorschlag zu einer Poetik, deren Regeln sich auf die Erfahrung gründen. Wir werden die Natur unsrer Seele nie so tief ergründen, um mit Gewisheit sagen zu können, diese oder jene poetische Schönheit muß diese oder eine andre Wirkung (Wirkung wird hier in ihrem ganzen Umfange, und mit allen ihren Bestimmungen genommen) notwendig hervorbringen. Gleichwol sind die meisten Regeln in fast allen Theorien der Dichtkunst so beschaffen, daß sie, ohne Voraussezung jener notwendigen Wirkung, unverweislich bleiben. Ich halte mich nicht dabey auf, was dieses Gemisch unerwiesener, theils falscher, und theils zufällig, und wie im Blinden ertapter halbwahrer Regeln auf Dichter, und Leser für schlimme Einflüsse gehabt habe. Meine Frage [324] ist nur: Was muß der Theorist thun, der wahre Regeln festsezen will?

Ich denke, er muß zwey Sachen beynah zu gleicher Zeit thun, die erste: Er bemerkt die Eindrücke, welche Gedichte von allen Arten auf ihn, und auf andre machen, das heist: er erfährt und sammelt die Erfahrung Andrer; die zweyte: Er sondert die Beschaffenheiten der verschiednen Gedichte mit genauen Bestimmungen von einander ab, oder er zergliedert das in Dichtarten, was Wirkung hervorgebracht hat. (Anzeige schwächerer oder stärkerer Wirkung würde dabey nicht überfliessig seyn.) Wie sehr man sich hier irren könne, beweist unter andern, daß man die poetischen Briefe zu einer Dichtart hat machen wollen. Wenn nun vollends das Lehrgedicht kein eigentliches Gedicht wäre, und also auch keine Dichtart ausmachen könte? (Hiermit wird nicht gesagt, daß ein Lehrdichter nicht viel poetischen Geist haben, und theils zeigen könne.) Bey der anzustellenden Erfahrung möchten drey Classen Zuhörer wol genung seyn. Es giebt eine gewisse unterste, mit der keine Erfahrung zu machen ist. Man ist nicht sicher, völlig richtige Erfahrungen zu machen, wenn man den Dichter nur zum Lesen hingiebt, und sich hierauf die Eindrücke sagen läst. Man muß ihn vorlesen, und die Eindrücke sehen. Man würde dann auf seinem Wege unter andern auch dahin kommen, daß man sagen müste: Diese oder jene poetische Schönheit macht auf alle drey Classen gewisse Wirkungen, eine andre nur auf zwey, wieder eine andre nur auf Eine.

Die Werke der Alten haben die Erfahrungen von Jahrhunderten für sich; aber bey der Untersuchung müste man doch das, was wirkliche Erfahrung des[325]jenigen, der von diesen Werken spricht, und was nur Nachgesagtes ist, genau von einander absondern; und dann auch hier alles weglassen, was, nur unter der Voraussezung einer notwendigen Wirkung, als gegründet, kann angenommen werden.

Da besonders, wo es der Dichter so recht warm aus der Natur schiene herausgenommen zu haben, müste man ihm in der Natur selbst nacherfahren. Träfe man hier die Eindrücke wieder an, die man vorher durch ihn bekommen hätte; so könte man sich von diesen Puncten des Festzusezenden desto gewisser überzeugen.

Ich möchte wol eine Poetik lesen, welche diesen Plan, die Wagschale beständig in der Hand, ausgeführt hätte, nicht eben wenn ich Dichter wäre; denn alsdann hofte ich doch noch mehr zu wissen, als selbst der Theorist, der diese Poetik geschrieben hätte.

 

 

 

 

Erstdruck und Druckvorlage

Die deutsche Gelehrtenrepublik. Ihre Einrichtung. Ihre Geseze. Geschichte des lezten Landtags. Auf Befehl der Aldermänner durch Salogast und Wlemar. Herausgegeben von Klopstock. Erster Theil. Hamburg: Bode 1774, S. 320-325. [PDF]

Die Textwiedergabe erfolgt nach dem ersten Druck (Editionsrichtlinien).

 

 

Kritische Ausgabe

 

 

Literatur

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Edition
Lyriktheorie » R. Brandmeyer