Georg Reinbeck

 

 

Die Poetik in ihrem Zusammenhange mit der Aesthetik

 

Lyrisches Gedicht
Gemischte lyrische Dichtung

Editionsbericht
Literatur

 

Lyrisches Gedicht.

 

§. 358.

Das lyrische Gedicht ist ein mit Absicht und Zweck zu einem Total-Eindruck verbundenes ästhetisches Ganzes, in welchem sich das ästhetische Ideal als ein Inneres, als Gefühl darstellt, und es theilt sich in Hymnus und geistliches Lied, Ode, Lied, Elegie, Sonett, Canzone, Madrigal, Rondeau, Triolet, Sestine, Stanze, Heroide, Epistel.

 

§. 359.

Es gelten dafür im Allgemeinen die Anforderungen, welche in Hinsicht des Stoffes (§. 199 u. f.), der Anordnung (§. 239 u. f.) und der Darstellung (§. 295 u. f.) sind aufgestellt worden.

 

[181] a) Hymnus – geistliches Lied.

 §. 360.

Der Hymnus ist lyrischer Ausbruch der durch die allgemeine und höchste Beziehung der Menschheit zum Uebersinnlichen entflammten Begeisterung. Diese Beziehung ist für die Menschheit die wichtigste und höchste, allein auch die für den endlichen Geist unergründlichste; der Endliche ringt hier mit dem Unendlichen, der Sinnliche mit dem Uebersinnlichen; er will es unter Form bringen. Dieses Ringen wird nothwendig die tiefsten Gefühle der Rührung, und zwar einer feierlichen, ernsten oder heitern aufregen, die sich in den kühnsten Bildern, in dem höchsten Schwunge der Sprache, und in einer angemessenen Sprachform (durch Metrum und Gleichklang) ausprägen wird.

 

§. 361.

Das ästhetische Gefühl, das durch den Hymnus bestimmt werden soll, kann nur das Gefühl des Erhabenen (§. 103 u. f.) seyn, und also werden auch nur das Erhabene, Majestätische, Herrlichgroße, Feierliche (§. 115 u. f.) als Motive gebraucht werden können, und allenfalls das Elegische (§. 78.) als Contrast.

 

§. 362.

Das Gefühl wird schon in voller Regung seyn müssen, bevor es ausströmt, daher der Hymnus mitten im Gefühle anhebt. In dieser höchsten Spannung kann das Gefühl, in diesem Ringen mit dem Unendlichen das ästhetische Vorstellungsvermögen nicht lange verharren, und also wird der Hymnus nicht von zu langer Dauer seyn können.

 

[182]  §. 363.

Dem Hymnus kann unmittelbar das Uebersinnliche selbst, oder ein sichtbares Bild desselben, wie z.B. die Natur (insofern das Göttliche in ihr ausgeprägt ist), zum Grunde liegen. Das höchste Aufjauchzen des Gefühls im letztern Falle hieß bei den Alten Dithyrambus, in welchem die größte Trunkenheit des durch das Göttliche in der Natur berauschten Gemüths sich darstellt.

Anmerkung 1. Diese Trunkenheit war den Alten, welche die Gottheit nur in der Natur erkannten, natürlicher als den Neuern, – wenigstens den Christen.

Anmerkung 2. Da die Alten das Uebersinnliche nur im Sinnlichen erkannten, so ergriffen sie dieses, das sich ihnen schon unter Gestalt darbot, und ihre Darstellung war daher mehr plastisch. Der Christ ergreift das Uebersinliche unmittelbar und das Sinnliche geistig, und daher wird in seiner Darstellung das Ringen, das Uebersinnliche unter Form zu bringen, mehr hervortreten, sein Hymnus wird durchaus lyrisch seyn und mystisch (§. 133. Anmerk. 2.).

 

§. 364.

Liegt das Uebersinnliche unmittelbar zum Grunde, so wird der Gang des Gedichtes feierlicher und majestätisch seyn: es werden also weniger lyrische Sprünge stattfinden und auch die äußere Sprachform wird gehaltener seyn; liegt aber ein Abbild zum Grunde, so wird sich das sinnlich-geistige Anschauungsvermögen, die Einbildungskraft, unmittelbarer und also auch stärker berührt fühlen, die geistige Sinnlichkeit wird stärker aufgeregt seyn und dieß wird sich auch im innern Gange darstellen durch kühne lyrische Sprünge, und in der äußern Sprachform durch größere Ungebundenheit.

[183] Anmerkung 1. Bestimmte Gränzen lassen sich hier nicht aufstellen, denn die mehr oder minder lebhafte Aufregung des Gemüths würde sie immer verrücken: doch ist z.B. die lyrische Unordnung in Klopstock's Frühlingsfeier aus dem Gesagten leicht erklärbar, denn hier ergreift er das Uebersinnliche, die Größe und Güte der Gottheit, in einem sichtbaren Abbilde, in der Erscheinung der Natur.

Anmerkung 2. Die Krieges- und Siegesgesänge der Alten, die auch in Heldenthaten das Göttliche erkannten, hießen Päane.

 

§. 365.

Die Alten gebrauchten zum Hymnus den Hexameter; unter den Neuern können nur die Deutschen ihn gebrauchen, und die übrigen lyrischen Silbenmaße der Alten; oder auch mit den Franzosen den Alexandriner; oder mit den Engländern und Italienern den Jambus und Trochäus in Strophen und Stanzen. Der Dithyrambus muß sich seiner Natur nach in einem freiern Rhythmus bewegen.

Geschichte und Literatur des Hymnus.

 

§. 366.

Das geistliche Lied gehört zur Gattung des Hymnus der erstern Art; nach seiner besondern Bestimmung aber, zu der Gottesverehrung einer sehr gemischten Menge, ist sein Schwung weniger erhaben, der Ausdruck nähert sich oft der Prosa, und viele Gesänge der Art gehören zur lyrisch-didactischen Gattung.

Geschichte und Literatur des geistlichen Liedes.

 

[184] b) Ode.

 §. 367.

Die Ode ist lyrischer Ausbruch der durch die allgemeine und höchste irdische Beziehung der Menschheit entflammten Begeisterung, und ihr Stoff sind die Gegenstände, welche die Menschheit im allgemeinen betreffen, also Aeußerungen, Offenbarungen der Menschheit in Thaten, Reflexionen u.s.w., wichtige Ereignisse u.s.w., die sich im Gefühl darstellen.

 

§. 368.

Nicht sowohl das Gefühl des Erhabenen, als das des Großen, wird hier bestimmt und also auch das Große, das Edle, das Prächtige als Motive gebraucht werden können; daher wird auch der Schwung der Ode, zwar nach dem Höchsten strebend, doch weniger kühn seyn als im Hymnus, indem wenigstens das Ringen, die Vorstellungen unter Form zu bringen, hier wegfällt.

 

§. 369.

Die Ode wird, je nachdem Thatsachen, oder Reflexionen, oder Erscheinungen der Menschheit die lyrische Begeisterung entflammten, sich auch eintheilen lassen in: heroische, didactische (philosophische), plastische (wie Ramler's Ode: An ein Geschütz) und dramatische, wo sie aus einer bestimmten dramatischen Situation (wie in Göthe's Prometheus) hervorgeht.

Anmerkung. Die didactische Ode ist keineswegs Lehrgedicht: der Dichter steht nicht auf dem Standpunkte der Reflexion, sondern des durch Reflexion entflammten Gefühls. – In der plastischen Ode wird die Darstellung dem Hymnus, dem ein Abbild des Uebersinnlichen zum Grunde liegt (§. 364.), dadurch ähnlicher, daß der Dichter mehr bei dem [185] Gegenstande verweilt und diesem die Seiten abzugewinnen sucht, die den beabsichteten Total-Eindruck am vorzüglichsten zu bestimmen vermögen.

 

§. 370.

Die Ode wird nicht bloß ernster, sondern auch heiterer Art seyn können, obgleich sie sich immmer mehr bei ihrer höchsten Beziehung zum Ernsten hinneigen wird. Eine gewisse Feierlichkeit ist ihr eigen. In ihr sind die mannigfaltigen lyrischen Versarten und Formen anwendbar, deren Charakter man aber genau untersuchen muß, um sie gehörig anzuwenden. Sie wird, wie der Hymnus, nicht von langer Dauer seyn dürfen und die Sprache wird den höchsten poetischen Charakter annehmen, jedoch mit kraftvoller Gedrängtheit.

Anmerkung. Nicht die äußere Form macht ein Gedicht zur Ode, daher z.B. viele Horazische sogenannte Oden mehr zum Liede oder zur Elegie gehören, weil sie nur die besondern heitern oder ernsten Beziehungen der Menschheit zum Inhalt haben: so auch: der Rheinwein von Klopstock.

Geschichte und Literatur der Ode.

 

c) Lied.

§. 371.

Das Lied ist lyrischer Ausbruch der durch die besondere heitere Beziehung der Menschheit zum Leben entflammten Begeisterung, und sein Stoff sind die Gegenstände, welche das heitere Leben betreffen, als: heiterer Lebensgenuß, Freundschaft, Liebe u. ähnl., die sich im Gefühle darstellen.

 

§. 372.

Das Gefühl des Schönen im engern Sinne mit seinen Modificationen (§. 43 u. f.) wird durch das [186] Lied bestimmt, und das Schöne mit seinen Modificationen, und das verwandte Scherzhafte, so wie das Edle und Naive werden als Motive gebraucht werden können.

 

§. 373.

Da hier die höhere Beziehung der Menschheit nicht stattfindet, so wird auch die Sprache nicht den höchsten poetischen Character annehmen, und auch im Versmaße wird sich dieß ausprägen: es wird weniger auffallende Abwechselung darin eintreten, sondern mehr Gleichförmigkeit stattfinden, es wird ein bestimmter Rhythmus herrschen, der eine immer wiederkehrende Melodie hervorbringt und in den accentuirenden Sprachen durch den Gleichklang noch mehr hervorgehoben wird. – Beim Liede treten die begeisternden Gegenstände fast gänzlich in den Hintergrund, es ist in seinem Character rein lyrisch.

Anmerkung 1. Daher wird sich auch das Lied mit der lyrischen Kunst, der Musik, verbinden: es wird zum Gesange: aber das Melodische muß im Gedichte selbst und nicht bloß in der Musik liegen.

Anmerkung 2. Oft wird sich das Lied im Schwunge und in der äußern Form der Ode nähern; immer wird es dann aber dem heitern Lebensgenusse eine höhere und allgemeinere Beziehung geben, wie in dem Liede: der Rheinwein von Klopstock, oder in Voß' Gedicht: An Brückner.

 

§. 374.

Es kann als Ausbruch eines Einzelnen, oder Mehrerer (als Rundgesang) erscheinen, ja selbst einen dramatischen Charakter annehmen, so daß das Gefühl unter mehrere Individuen verschiedenartig vertheilt ist. – Der Gesang bei Gelagen heißt Skolion; das Hochzeitlied Epithalamium; das Klagelied Nänie.

Geschichte und Literatur des Liedes.

 

[187] d) Elegie.

§. 375.

Die Elegie ist Ausbruch der durch die besondern ernsten Beziehungen der Menschheit zum Leben entflammten Begeisterung. Das ernste Gefühl neigt sich hier zur Wehmuth, zu einer süßen oder marternden Sehnsucht, welche vorzüglich durch die Vergänglichkeit alles Irdischen erweckt werden kann, so wie durch unerfüllte Wünsche des Herzens, durch vereiteltes Lebensglück u. dergl., und Wehmuth ist daher der Character der Elegie.

Anmerkung. Man muß das Elegische von der Elegieunterscheiden. Auch in der Ode kann das Elegische, als Motiv, gebraucht werden, ohne daß sie deswegen schon Elegie wird.

 

§. 376.

Das ästhetische Gefühl, das hier bestimmt wird, ist das Elegische (§. 78.), das selbst bis zum Tragischen (§. 79.) gesteigert werden kann; also werden auch die tragischen Motive, nur nicht die höchsten, hier eintreten. Die Sprache wird, wie im Liede, nicht den höchsten poetischen Character annehmen, sondern mehr in einem milden, gleichen Fluße fortwallen, so wie auch das Versmaß diesen Character behaupten wird. Die Alten wählten den abwechselnden Hexameter und Pentameter; die deutschen Dichter bilden dieß Silbenmaß nach, oder sie gebrauchen den gereimten vier- und fünffüßigen Jambus oder Trochäus in Strophen oder frei.

 

§. 377.

In der Elegie tritt die Individualität des Dichters vor allen hervor, und daher muß sein Gefühl immer ein rein-menschliches Interesse (§. 203.) haben; auch hat er bloß das Verhältniß des Gegenstandes zu sich im Auge und wird also bei dem Gegenstande selbst weniger ver[188]weilen, als der Odendichter. Doch wird der Dichter nicht immer sein eigenes Gefühl darstellen, sondern auch wohl eine lyrische Situation durchführen, wo er sich dann dem epischen Dichter nähert. – Bei der sanftern Strömung eines Gefühls, das sich so gern ergießen mag, wird die Elegie auch von größerm Umfange seyn können und mehrere Abschweifungen, insofern sie nur dem Hauptgefühle angemessen sind, verstatten. – Die Klippe für den elegischen Dichter sind unmännliche Klagen und geheuchelte Rührung. – Reflexionen sind der Elegie ganz fremd wie dem Liede.

Geschichte und Literatur der Elegie

 

e) Sonett. Canzone. Madrigal. Rondeau. Triolet. Sestine. Stanze.

§. 378.

Das Sonett führt ein einzelnes Gefühl, durch Empfindung, Thatsache oder Reflexion entflammt, gleichsam in einem einzelnen Anklange in der Form aus, daß das Ganze aus vierzehn Zeilen besteht, welche sich zu vier Strophen bilden, von denen die beiden ersten (Quartetten) aus vier, und die beiden letzten (Terzetten) aus drei Zeilen bestehen; in den beiden letzten zwei oder auch drei Reime, durchaus männliche oder weibliche, oder männliche und weibliche abwechselnd. Jede Strophe soll einen vollständigen Sinn einschließen. Das Versmaß ist der vier- oder fünffüßige Jambus oder Trochäus. Das Zarte und Sinnige stellt sich in dieser Form am günstigsten dar, und der Character wird sich oft zum Elegischen hinneigen. Die bestimmte, leicht auffaßbare Form macht die höchste Eleganz des Ausdrucks bei Gedrängtheit, Natürlichkeit und Geschmeidigkeit, Correctheit des Reims und [189] melodischen Rhythmus, kurz lyrische Vollendung zur unnachlässigen Bedingung.

Geschichte und Literatur des Sonetts.

 

§. 379.

Die Canzone ist ein romantisches Empfindungsgemählde, in dessen Ausmahlung sich Gefühl und Einbildungskraft gefallen, daher sie aber auch leicht geschwätzig wird. Sie stellt sich, diesem Inhalte angemessen, in langen, aus kunstreich und gefällig in einander verflochtenen gereimten Zeilen gebildeten, Strophen dar: das Versmaß ist der verschiedenfüßige Jambus oder Trochäus.

Geschichte und Literatur der Canzone.

 

§. 380.

Das Madrigal ist ein zarter Aushauch der Lebenslust in sechs, bis eilf und dreizehn Zeilen von drei- oder vierfüßigen Jamben oder Trochäen, gereimt oder zum Theil auch nicht, und die Mischung ohne weitere Regel.

Geschichte und Literatur des Madrigals.

 

§. 381.

Das Rondeau, meist munter und scherzhaft, hat mit dem Sonett den Inhalt gemein, drückt aber auch oft wie dieses das Gefühl der Sehnsucht aus. Es besteht in strenger Form aus drei Strophen, von denen die erste und letzte ganz gleich gebaute aus fünf, die mittelste aus drei Zeilen bestehen, in denen eigentlich nur zwei Reime, der eine achtmal, der andere fünfmal wiederkehren; die Anfangsworte werden als Refrain am Ende jeder Zeile wiederholt. Das Versmaß ist der drei- oder vierfüßige Jambus oder Trochäus.

[190] Anmerkung. In der Nachahmung hat man sich mehrere Freiheiten erlaubt.

Geschichte und Literatur des Rondeau.

 

§. 382.

Das Triolet führt einen Hauptgedanken lyrisch durch, dessen Wiederholung sinnreich und überraschend seyn muß, und neigt sich zum Elegischen. Es stellt sich dar in 8, 9 bis 12 Zeilen, worin die erste Zeile dreimal vorkommt, am Anfange, in der Mitte und am Ende. Es erfordert, wie alle diese Spiele, Natürlichkeit, Leichtigkeit, Lieblichkeit des Ausdrucks und des Reims und melodischen Rhythmus.

Geschichte und Literatur des Triolet.

 

§. 383.

Die Sestinen bestehen aus sechs sechszeiligen fünffüßigen wirklich gereimten Jamben, in welchen die sechs Endwörter der ersten Strophe zu Ende der Verse der andern Strophen in bestimmter Folge wiederkehren müssen, so daß das letzte Wort der ersten Strophe das Endwort der ersten Zeile der folgenden Strophe wird, wodurch denn alle sechs Wörter zu Ende der ersten Zeile einer Strophe zu stehen kommen. Das Ganze schließt eine dreizeilige Strophe, worin drei jener sechs Wörter am Ende und drei in der Mitte der drei Verse sich befinden. Wenn nicht das Gefühl diese Wörter wählt und ordnet, so wird das Ganze eine mühsame und kalte Spielerei.

Geschichte und Literatur der Sestine.

 

§. 384.

Die Stanze hat mit dem Sonett den gleichen, am vorzüglichsten einen sanften, Inhalt, den sie aber in etwas größerer Ausdehnung darstellt, und zwar in acht[191]zeiligen fünffüßigen jambischen oder trochäischen Strophen, dessen sechs erste Zeilen mit zwei Reimen wechseln, und die beiden letzten, welche zur Ründung des Ganzen am besten einen Hauptgedanken enthalten, dann sich reimen, wodurch das Ganze sich auch für das Ohr vollendet.

Anmerkung. Die Stanze ist als Ottava Rima das heroische Silbenmaß der Italiener, Spanier und Portugiesen.

 

f) Heroide.

§. 385.

Die Heroide ist schriftlicher Ausbruch der durch die allgemeinen und höchsten Beziehungen der Menschheit entflammten Begeisterung (§. 329.). Das Gefühl, welches durch die höchsten Beziehungen der Menschheit entflammt ist, wird ein überschwänkliches und von mehr ernstem Character seyn. Es kann ihm das Uebersinliche zum Grunde liegen und die Heroide nähert sich dann dem Hymnus, oder das irdische Rein-Menschliche, das sie mit der Ode gemein hat; dagegen sie dadurch, daß der Darsteller bloß das Verhältniß des anregenden Gegenstandes zu seinem und dem Gefühle des Abwesenden, für welchen er darstellt, im Auge hat, der Elegie sich mehr nähert, von welcher sie sich aber dann wieder dadurch wesentlich unterscheidet, daß sie das Gefühl des Erhabenen und Großen zu bestimmen strebt und darnach die Motive wählt, besonders die Tragischen und das Edle. – Die Heroide ist mehr Ausbruch eines sich über seine Leiden erhebenden oder mit seinem Gefühle ringenden, als eines in seinen Gefühlen wollüstig schwärmenden Gemüths. Das Starke und Heftige muß vorherrschen.

[192] Anmerkung. Mit Unrecht hat man die Heroide ganz zur Elegie ziehen wollen: der zu elegische Ton ist fehlerhaft, wie bei Wieland, Schiebeler und Eschenburg.

 

§. 386.

Da sich hier die Individualität des (angenommenen) Darstellers vorzüglich ausspricht, so muß diese Individualität schon an sich Interesse erregen, und daher werden Personen, welche durch ihre, die Menschheit in ihren höhern Beziehungen interessirenden Schicksale ausgezeichnet sind, am angemessensten in der Heroide ihre Gefühle ausströmen: Helden (Heroen, Heroinen, woher der Namen), Herrscher, oder andere durch furchtbare Schicksale oder durch menschliche Leidenschaften berühmte Personen; und ihre Schicksale und Leidenschaften werden der schickliche anregende Stoff seyn. – Der Dichter tritt aber hier ganz zurück und läßt eine fremde Individualität im Gefühle sich aussprechen, deren Character er also auch ganz getreu bleiben muß, wodurch die Heroide etwas dramatisches erhält. – Monolog kann man sie aber nicht nennen.

Anmerkung. Der Dichter wird wohl thun, seine Personen aus der Geschichte zu wählen, die Berühmtheit aber der Personen kann nicht als unterscheidender Character der Heroide aufgestellt werden: sie ist nur Folge nicht Grund.

 

§. 387.

Bei aller Stärke des Gefühls setzt doch die schriftliche Ergießung eine gewisse Besonnenheit voraus, die sich in der äußern Form ausprägen wird: es wird darin mehr Haltung eintreten, und daher ein bestimmteres Silbenmaß, wie der Hexameter oder auch abwechselnd der Hexameter und Pentameter bei den Alten, und der sechsfüßige gereimte Jambus mit der bestimm[193]ten Cäsur in der Mitte, der Alexandriner bei den Neuern.

Geschichte und Literatur der Heroide.

 

g) Epistel.

§. 388.

Die Epistel ist schriftlicher Ausbruch der durch die besondern ernsten oder heitern Beziehungen der Menschheit zum Leben (Cultur- oder Naturleben) entflammten Begeisterung (§. 329.). Das Gefühl, welches durch das Leben angeregt wird, kann nicht überschwänklich seyn, und das Schöne, Edle, Scherzhafte, Naive werden vorzüglich die ästhetischen Motive seyn, um den Total-Eindruck zu bewirken; dann aber kann auch das Komische und das Satyrische hinzutreten.

 

§. 389.

Die Sprache wird nicht den höchsten poetischen Character haben, und auch im Versmaße wird, als schriftliche Darstellung, mehr Haltung stattfinden, also nicht die ungestüme Abwechselung der Ode, nicht das Feierliche der Heroide. Im Deutschen wird der vier-, fünf- und sechsfüßige Jambus, mit Anapästen und Spondeen vermischt, oder auch der Trochäus, abwechselnd gebraucht, gereimt oder reimlos (doch in der lyrischen Epistel im engern Sinne wohl besser gereimt), am anwendbarsten seyn. Natürlichkeit und Grazie, Eleganz (ohne Flachheit) sind Haupterfordernisse der Darstellung im Innern und Aeußern, so wie in Hinsicht des Stoffes, daß die dem Gefühle zum Grunde liegenden Gegenstände von allgemein-menschlichem Interesse sind, und daß sich ein Hauptgedanke oder vielmehr Hauptgefühl durch's Ganze ausspreche.

[194] Anmerkung. Die epistolarische Form wird auch wohl bei epischen und didactischen (Horaz: Brief an die Pisonen) gebraucht: allein dieß berechtigt nicht, die Epistel als Gedichtart, wie dieß häufig geschieht, zur didactischen Gattung zu rechnen. Jeder gewöhnliche Brief, wenn er nicht unmittelbar Geschäfte betrifft, ist in sich lyrisch.

Geschichte und Literatur der Epistel.

 

 

 

 

 

Gemischte lyrische Dichtung.

§. 517.

In der gemischten lyrischen Dichtung ist das Gefühl bildend und vorherrschend; es kann also nicht von bedeutendem Umfange und verwickelten Verhältnissen seyn, und wird daher nur eine einzelne Situation [248] lyrisch durchführen, welches ein unterscheidender Character dieser Dichtung ist, die sich eintheilt in lyrisch-episches, lyrisch-didactisches und in lyrisch-dramatisches Gedicht (§. 336.).

 

1. Lyrisch-episches Gedicht.

§. 518.

Das lyrisch-epische Gedicht stellt die Idee der Menschheit in deren mannigfaltigen Beziehungen als eine in der Vergangenheit vollendete ideale Thatsache lyrisch dar, und dieß kann geschehen in den allgemeinen und höchsten Beziehungen, welche Gedichtart keinen besondern Namen hat, sondern mit der reinen Lyrik zusammenschmilzt (und wohin sehr viele Hymnen und Oden gehören, denen Thatsachen zum Grunde liegen (z.B. Ramler's Ode auf ein Geschütz); oder in den besondern ernsten oder heitern Beziehungen zum Leben, und das Gedicht theilt sich nach seinem Character in: Ossianische Dichtung und Romanze.

 

aa.  Ossiansche Dichtung.

§. 519.

Die Ossiansche Dichtung (nach dem alten Barden der Hebriden Ossian genannt) ist elegisch-episch. Sie erzählt die Thatsachen mit dem Gefühl der Wehmuth, der Sehnsucht, und ihr Inhalt ist der Untergang des Großen und Edeln und Schönen. Das Elegische ist beabsichtigter Total-Eindruck, nur mehr im Character der Heroide, mit der die Ossiansche Dichtung auch Stoff und Personen (beide vorzüglich aus dem Heldenthum) theilt. Das Düsterherrliche (§. 114.) ist hier vorherrschendes Motiv. – Diese Dichtung ist ganz romantisch.

 

[249] §. 520.

Die Sprachdarstellung wird den epischen Character zwar nicht ganz verleugnen, allein doch mehr lyrisch seyn: nur im Metrum wird sich der gehaltnere epische Character ausprägen. Im Deutschen möchte der Hexameter dieser Dichtung am angemessensten seyn; die romantische Prosa, in welcher wir sie zuerst kennen lernten, weit weniger. Die lyrische Ausmahlung wird ihr vorzüglich eigen seyn, denn die Wehmuth und Sehnsucht verweilt gern bei dem sie anregenden Gegenstand.

Geschichte und Literatur der Ossian'schen Dichtung.

 

bb.  Romanze.

§. 521.

Die Romanze ist das epische Lied der Form nach: ihr Inhalt ist eine lyrisch durchgeführte Situation des Lebens, und diese kann ernst bis zum Tragischen oder heiter bis zum Komischen seyn, daher alle ästhetische Motive, je nach dem beabsichtigten Total-Eindruck, darin anwendbar sind. – Einzelne gemüthvolle Situationen des Heldenlebens, besonders des christlichen oder romantisch nordischen, werden für das ernste, einzelne heitere Situationen des Lebens überhaupt für das heitere Stoff seyn.

Anmerkung 1. Giebt auch das griechische und römische Heldenleben dergleichen Situationen, so ist doch die lyrisch-epische Darstellung dem Character des Antiken fremd.

Anmerkung 2. Die Situation ist der Romanze wesentlich, denn nicht im bloßen Tone kann der Character einer Dichtart liegen. Nennt man einen lyrischen Ausbruch des Gefühls Romanze, so muß diesem doch eine Situation zum Grunde liegen, wo die Romanze dann gleichsam ein Monolog ist.

 

[250] §. 522.

Der Character der Sprachdarstellung wird naïv seyn, oder was man wohl Volkston nennt, und verträgt nicht den hohen lyrischen Schwung, denn die Situation muß an sich höchst interessant, aber auch höchst einfach seyn und immer dem Leben unmittelbar angehören. – Die lyrischen Formen der Strophen und Stanzen mit dem Gleichklang werden hier ihre Anwendung finden. Die Romanze ist ganz romantisch.

Ueber den Namen s. §. 91. Anmerk. 2.

Anmerkung. Man hat den Unterschied gemacht, daß man die heitern Inhalts Romanze und die ernsten oder tragischen Inhalts Ballade genannt hat; allein vielleicht behält man besser den Namen Ballade dem phantastisch-lyrisch-epischen Gedichte bevor.

Geschichte und Literatur der Romanze.

 

2. Lyrisch-didactisches Gedicht.

§. 523.

Das lyrisch-didactische Gedicht stellt Gedanken, Reflexionen lyrisch dar, aber nicht wie die Ode, in welcher sich mehr das durch Gedanken und Reflexionen entflammte Gemüth unmittelbar darstellt, als daß die Gedanken, Reflexionen selbst dargestellt werden. Im lyrisch-didactischen Gedicht tritt die Reflexion als solche unverholen hervor, nur daß sie, durch das Gefühl gebildet, in der Darstellung überwiegend das Gemüth in Anspruch nimmt (wie in Schiller's Glocke, in welcher sich eine Menge unmittelbar das Gemüth ergreifender Reflexionen an die Vorbereitung und Ausführung des Gußes einer Glocke reihen).

 

[251] §. 524.

Die Sprachdarstellung wird aller Modificationen fähig seyn, selbst des höchsten Schwunges, wo sich dann das Gedicht ganz der Ode nähert (wie Schiller's: die Größe der Welt). Das Metrum ist hier unentberlich, und auch der Gleichklang wird günstig seyn. Diese Gedichtart ist ganz romantisch.

Geschichte und Literatur der lyrischen Didactik.

 

3. Lyrisch-dramatisches Gedicht.

§. 525.

Das lyrisch-dramatische Gedicht führt eine einzelne in der Gegenwart sich bildende und vollendende Situation lyrisch durch, und heißt dann Melodrama (Monodrama – Duodrama u.s.w.). Diese Situation muß unmittelbar dem Gefühle entspringen, und also wird das Innere in einer ununterbrochenen heftigen Regung seyn müssen, daher das Ganze nicht von großem Umfange und großer Verwicklung seyn kann, obgleich es, wie jedes pragmatische Ganze, Anfang, Verwicklung und Entwicklung haben wird. – Es hat übrigens mit dem dramatischen Gedicht Form und Regeln gemein.

 

§. 526.

Da hier das Gemüth in steter heftiger Regung erscheint, so wird der Inhalt wo nicht tragisch, so doch ernst seyn und der beabsichtigte Total-Eindruck das Erhabene. Daher darf das Gefühl nicht (wie in Ariadne von Brandes) unbefriedigt und unversöhnt bleiben. – Am günstigsten wird der Stoff aus der alten Mythenzeit hergenommen, so daß auch das Wunderbare hier freien Spielraum hat; jedoch wird eine jede einzelne [252] Situation, in welcher das Tragische vorherrschend ist, Stoff seyn können.

 

§. 527.

Die Sprachdarstellung wird aller dramatischen Modificationen fähig seyn und also auch eines abwechselnden Metrum, welchem jedoch Jambus und Trochäus zum Grunde liegen wird. Das lyrische Element, der Gleichklang, wird hier mit Vortheil hervortreten.

Bedeutung des Namens Melodrame in der französischen Literatur.

Geschichte und Literatur des Melodrama.

 

§. 528.

Bei der gemischten lyrischen Dichtung kann aber auch das lyrische Element, der Ton, besonders hervortreten als Musik, so daß sich die Poesie unmittelbar mit ihr (jedoch nicht nothwendig) verbindet, wo sie denn aber mehr erhöhte Declamation seyn wird; oder daß die Musik sie nur begleitet, und gleichsam den Inhalt darstellt, indem sie die Worte umschwebt, oder auch das Gefühl selbst fortführt und den Uebergang von einer Stimmung zur andern vermittelt. Poesie und Musik können sich unmittelbar verbinden in der Romanze, begleitend wird die Musik bloß bei der Ossianschen, bei der lyrisch-didactischen Dichtung, und besonders bei dem Melodrama seyn (das daher auch seinen Namen entlehnt hat).

 

 

 

 

Erstdruck und Druckvorlage

Georg Reinbeck: Die Poetik in ihrem Zusammenhange mit der Aesthetik. Zum Gebrauche für die obern Klassen der Gymnasien und Lyceen. Essen u. Duisburg: Bädeker 1817 (= Handbuch der Sprachwissenschaft, mit besonderer Hinsicht auf die deutsche Sprache. Zum Gebrauche für die obern Klassen der Gymnasien und Lyceen. Zweiten Bandes zweite Abtheilung), S. 180-194 u. 247-252. [PDF]

Die Textwiedergabe erfolgt nach dem ersten Druck (Editionsrichtlinien).



Reinbecks "Handbuch" umfasst die folgenden Bände

 

 

Literatur

Bigler, Ingrid: Art. Reinbeck, Georg. In: Wilhelm Kosch: Deutsches Literatur-Lexikon. 3. Aufl. Bd. 12. Bern u.a. 1990, Sp. 857-858.

Buchenau, Stefanie: Die Einbindung von Poetik und Ästhetik in die Logik der Aufklärung. In: Kunst und Wissen. Beziehungen zwischen Ästhetik und Erkenntnistheorie im 18. und 19. Jahrhundert. Hrsg. von Astrid Bauereisen u.a. Würzburg 2009, S. 71-84.

Eke, Norbert: Art. Reinbeck. In: Killy Literaturlexikon. Autoren und Werke des deutschsprachigen Kulturraumes. Hrsg. von Wilhelm Kühlmann. Bd. 9. Berlin u.a. 2010, S. 511-512.

Fischer, Hermann: Art. Reinbeck. In: Allgemeine Deutsche Biographie. Bd. 28. Leipzig 1889, S. 1-2.
URL: https://archive.org/details/allgemeinedeutsc28lili

Frank, Horst J.: Geschichte des Deutschunterrichts von den Anfängen bis 1945. München 1973.

Gerlach, Bernhard: Die literarische Bedeutung des Hartmann-Reinbeckschen Hauses in Stuttgart, 1779 – 1849. Diss. Münster 1910.

Goedeke, Karl: Grundriss zur Geschichte der deutschen Dichtung aus den Quellen. 2. Aufl. Bd. 6. Leipzig u.a. 1898, S. 445-448: Reinbeck.
URL: https://archive.org/details/grundriszzurges03goog
Nachträge: Bd. 11. Düsseldorf 1951, S. 224.

Jäger, Georg: Das Gattungsproblem in der Ästhetik und Poetik von 1780 bis 1850. In: Zur Literatur der Restaurationsepoche 1815 – 1848. Forschungsreferate und Aufsätze. Hrsg. von Jost Hermand u.a. Stuttgart 1970, S. 371-404.

Jäger, Georg: Der Deutschunterricht auf Gymnasien 1780 bis 1850. In: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte 47 (1973), S. 120-147.

Jäger, Georg: Schule und literarische Kultur. Bd. 1: Sozialgeschichte des deutschen Unterrichts an höheren Schulen von der Spätaufklärung bis zum Vormärz. Stuttgart 1981.

Jung, Werner: Poetik. Eine Einführung. 2. Aufl. Duisburg 2014.

Korte, Hermann u.a. (Hrsg.): Literaturvermittlung im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Vorträge des 1. Siegener Symposions zur Literaturdidaktischen Forschung. Frankfurt a.M. 2005 (= Siegener Schriften zur Kanonforschung, 2).

Pott, Sandra: Poetologische Reflexion. Lyrik als Gattung in poetologischer Lyrik, Poetik und Ästhetik des 19. Jahrhunderts. In: Lyrik im 19. Jahrhundert. Gattungspoetik als Reflexionsmedium der Kultur. Hrsg. von Steffen Martus u.a. Bern u.a. 2005 (= Publikationen zur Zeitschrift für Germanistik, 11), S. 31-59.

Richter, Sandra: A History of Poetics. German Scholarly Aesthetics and Poetics in International Context, 1770 – 1960. With Bibliographies by Anja Zenk, Jasmin Azazmah, Eva Jost, Sandra Richter. Berlin u.a. 2010.

Ruprecht, Dorothea: Untersuchungen zum Lyrikverständnis in Kunsttheorie, Literarhistorie und Literaturkritik zwischen 1830 und 1860. Göttingen 1987 (= Palaestra, 281).

Sengle, Friedrich: Biedermeierzeit. Deutsche Literatur im Spannungsfeld zwischen Restauration und Revolution 1815 – 1848. 3 Bde. Stuttgart 1971/80.

Strack, Friedrich (Hrsg.): 200 Jahre Heidelberger Romantik. Berlin u.a. 2008 (= Heidelberger Jahrbücher, 51)

Till, Dietmar u.a.: Art. Poetik. In: Historisches Wörterbuch der Rhetorik. Bd. 6. Tübingen 2003, Sp. 1304-1393.

Todorow, Almut: Gedankenlyrik. Die Entstehung eines Gattungsbegriffs im 19. Jahrhundert. Stuttgart 1980 (= Germanistische Abhandlungen, 50).

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Lyriktheorie » R. Brandmeyer