Theodor Storm (Hrsg.):
Hausbuch aus deutschen Dichtern seit Claudius.
Eine kritische Anthologie

 

 

Theodor Storm

 

Vorwort.

 

Das vorliegende Buch ist eine Recapitulation aus einer mehr als dreißigjährigen Lebenserfahrung; zunächst dem Wunsche entsprungen, für mich und die Meinigen aus den neueren deutschen Dichtungen geringeren Umfangs das zusammenzustellen, was daraus während jenes langen Zeitraumes meine besondere Theilnahme erregt hat und derart in mir haften geblieben ist, daß ich jezuweilen dahin zurückgekehrt bin.

Es ist dies nicht immer das Schöne, sondern ebenso sehr das Charakteristische; das Häßliche nicht ausgeschlossen, wo es sich, wie z.B. in Hebbels, übrigens auch durch eine mächtige Naturstimmung getragenen, "Haideknaben" durch lebendige Gestaltung ein Recht zur Existenz erworben hat; es ist zwischenein auch wohl das Hausbackene, sofern darin ein warmes Stück Menschenleben und dann gelegentlich und wie von selbst auch ein Stück Poesie zum Vorschein kommt, wie das in einzelnen Idyllen von Voß und in den Gedichten des alten Pastors von Werneuchen der Fall ist, für welchen Letzteren ich eine gewisse heimliche Liebe nicht sowohl trotz, sondern vielmehr urkundlich jener anmuthigen [VI] Parodie *) mit unserm Altmeister Göthe zu theilen glaube; – es ist ferner, wenn auch vorzugsweise, so doch nicht allein das in der Ausführung Makellose, sondern auch das, wo die zwingende Gewalt des Ganzen die einzelnen Mängel derselben vergessen läßt; endlich sind es nicht grade die Behandlungen großer Stoffe, zumal nicht jene aus mythologischen, historischen oder ethnographischen Studien zusammengearbeiteten Dichtungen, in denen wir zwar die Größe des Wollens – auch wohl des Anspruchs – nicht verkennen können, die aber wegen der unzulänglichen Zeugungskraft ihrer Verfasser dennoch todtgeborene Dinge bleiben; sondern es sind lieber solche, in denen der wenn auch weniger große Stoff "mit urkräftigem Behagen" zur Erscheinung kommt. – Da das Buch einen rein kritischen Standpunkt einnimmt, so waren von vorn herein alle Gedichte ausgeschlossen, welche die Bedeutung, die ihnen etwa zuzugestehen ist, nicht in, sondern neben sich haben; somit alle, welche nur in Bezug auf die Entwicklung unserer Literatur oder als Illustrationen, sei es zur allgemeinen Geschichte oder zu der Biographie ihrer Verfasser, eine solche in Anspruch nehmen können.

Die Phrase wird hoffentlich in diesem Buche keine Stätte gefunden haben; mindestens im Wesentlichen nicht, wie ich Vorsichtshalber hinzusetzen möchte; denn was wäre durchweg frei von dieser weltbeherrschenden Krankheit!

Fragt man nun aber, woher bei der Fluth von Anthologieen auch noch diese sich das Recht nimmt, in die Welt zu treten, so erwidere ich Folgendes:

Obgleich sich Niemand davon frei sprechen dürfte, daß er [VII] nicht einmal vorübergehend oder im Einzelnen auch dem Unberechtigten einen Platz eingeräumt hätte, so scheint mir doch in fast allen Anthologieen, so weit sie mir vor Augen gekommen sind, die Mittelmäßigkeit einen unverhältnißmäßigen Raum einzunehmen. Zwar ist in der Poesie – vielleicht in jeder Kunst – die Fähigkeit des Urtheilens kaum weniger selten, als die des Schaffens; allein auch wo die Auswahl voraussetzlich von nicht unbefugter Hand herrührt, pflegt es damit nicht besser zu stehen. – Die Ursache hiervon dürfte, abgesehen von einem Streben nach äußerer Vollständigkeit, zum Theil in der Macht des Erfolges zu suchen sein.

Jede Literatur-Epoche wird bekanntlich von einer Schaar von Anempfindern und Nachahmern begleitet, welche, so lange dieselbe dauert, gleich den Grillen im Sommer nach Kräften in dem großen Concerte mitsingen, um dann mit ihrem Ende spurlos zu verschwinden. Ebenso ist es aber eine gleicherweise alte und neue Erfahrung, daß manche dieser Mitsänger, während ihr Sommer dauert, ein Publikum, ja oft ein größeres als die echten Sangesmeister finden und so ihre vorübergehende Existenz durch eine Reihe von Auflagen zu documentiren vermögen. – Von diesem Punkte scheint mir der mechanische Druck auszugehen, durch welchen, zum nicht geringen Verderb, grade die am meisten in den Familien eingebürgerten Sammlungen *) mit jenen farblosen Versificationen angefüllt sind, von denen aus jedem mäßigen Gefühl ein Dutzend gemünzt werden könnte, gegen die sich aber freilich nichts einwenden läßt, als daß sie eben nichts bedeuten. – Dem entgegen zu treten, soll dieses Buch einen Versuch machen.

[VIII] Die Sammlung beginnt mit Claudius, der in einer Zeit, wo sowohl die poetische, als die musikalische Lyrik in Deutschland sich in conventionelle Thee- und Kaffeeliedchen verloren hatte, zuerst den unmittelbaren Ausdruck der Empfindung, namentlich, und bis jetzt kaum übertroffen, der Natur-Empfindung wiederfand; der, bevor ein solcher Ton von Göthe laut geworden, sein Neujahrslied anhub:

"Es war noch frühe Dämmerung
Mit leisem Tagverkünden,
Und nur noch eben hell genung,
Sich durch den Wald zu finden;
Der Morgenstern stand linker Hand,
Ich aber ging und dachte
Im Eichthal an mein Vaterland,
Dem er ein Neujahr brachte."

und sein von Naturgefühl getränktes keusches "Wiegenlied beim Mondschein" gedichtet hatte, das dieses Buch der Vergessenheit zu entreißen sucht *)

Zur näheren Verdeutlichung des Gesichtspunktes, von welchem aus die vorliegende Sammlung entstanden ist, sei es mir verstattet, noch einige Bemerkungen vorauszuschicken.

Wie ich in der Musik hören und empfinden, in den bildenden Künsten schauen und empfinden will, so will ich in der Poesie, wo möglich, alles Drei zugleich.

Von einem Kunstwerk will ich, wie vom Leben, unmittelbar und nicht erst durch die Vermittlung des Denkens berührt [IX] werden; am vollendetsten erscheint mir daher das Gedicht, dessen Wirkung zunächst eine sinnliche ist, aus der sich dann die geistige von selbst ergiebt, wie aus der Blüthe die Frucht. – Der bedeutendste Gedankengehalt aber, und sei er in den wohlgebautesten Versen eingeschlossen, hat in der Poesie keine Berechtigung und wird als todter Schatz am Wege liegen bleiben, wenn er nicht zuvor durch das Gemüth und die Phantasie des Dichters seinen Weg genommen und dort Wärme und Farbe und wo möglich körperliche Gestalt gewonnen hat. – An solchen todten Schätzen sind wir überreich.

Die Lyrik insbesondere anlangend, so ist nach meiner Kenntniß unserer Literatur, die Kunst "zu sagen, was ich leide", nur Wenigen, und selbst den Meistern nur in seltenen Augenblicken gegeben. Der Grund ist leicht erkennbar.

Nicht allein, daß die Forderung, den Gehalt in knappe und zutreffende Worte auszuprägen, hier besonders scharf hervortritt, da bei dem geringen Umfange schon ein falscher oder pulsloser Ausdruck die Wirkung des Ganzen zerstören kann; diese Worte müssen auch durch die <rhythmische> Bewegung und die Klangfarbe des Verses gleichsam in Musik gesetzt und solcherweise wieder in die Empfindung aufgelöst sein, aus der sie entsprungen sind; in seiner Wirkung soll das lyrische Gedicht dem Leser – man gestatte den Ausdruck – zugleich eine Offenbarung und Erlösung, oder mindestens eine Genugthuung gewähren, die er sich selbst nicht hätte geben können, sei es nun, daß es unsere Anschauung und Empfindung in ungeahnter Weise erweitert und in die Tiefe führt, oder, was halb bewußt in Duft und Dämmer in uns lag, in überraschender Klarheit erscheinen läßt.

Am ärmsten scheint mir unsre patriotische und sogen. [X] politische Lyrik. So unzweifelhaft es ist, daß das Leben in Staat und Gemeinde ein ebenso berechtigter Gegenstand für die menschliche Empfindung und daher für die Lyrik ist, als das Einzel- oder Familienleben, so ist es hier, wie in der Natur dieser poesis militans liegt, doch weit seltener gelungen, den Stoff von dem Boden der bloßen Wirklichkeit abzulösen und andrerseits sich nicht an rhetorischer Phrase und Bildermacherei genügen zu lassen. So kommt, um Beispiele anzuführen, Uhland's "Wenn jetzt ein Geist herniederstiege" – abgesehen von dem selten schönen Anfang und Ende – kaum über eine poetisch gefärbte Kammerrede hinaus; so ist neuerdings von den vielen Gedichten für meine Heimath Schleswig-Holstein auch nicht eins zu einer irgend in Betracht kommenden Innerlichkeit gelangt.

Wenn wir auch, was Dingelstedt in Bezug auf die Zeit nach Uhland, Rückert und Heine in seiner Gedichtsammlung von 1858 ausgesprochen,

"Die Lyrik, unser alter Stolz und Halt,
Wird nicht mehr jung, die jüngste niemals alt."

nicht mögen gelten lassen, sondern sogar durch diese Sammlung zu widerlegen hoffen, so ist doch nichts unrichtiger, als die von A. Meißner aufgestellte Parallele:

"Im Gartenteich wird nie ein Schiffer scheitern,
Im kleinen Liede kein Poet erliegen."

Denn gilt es dabei auch nicht einen Berg zu versetzen, so gilt es doch eine Perle zu finden, und nur wenige Muscheln haben Perlen.

[XI] Heine sagt sehr richtig: "Ein Lied ist das Kriterium der Ursprünglichkeit." Die meisten unserer sogenannten Dichter aber sind ihrem eigentlichen Wesen nach Rhetoriker mit mehr oder minder poetischem Anstrich und der lyrischen Kunst so gut wie ganz unmächtig. –

Die Auswahl selbst anlangend, so ist sie bei den älteren Dichtern, deren Werke jetzt in Aller Händen sind, eine verhältnißmäßig beschränktere; bei einigen wenig bekannten dagegen, auf welche dieses Buch aufmerksam zu machen wünscht, eine verhältnißmäßig weitere. Wo die Fassung von den bisherigen Drucken abweicht, beruht dieß auf handschriftlicher Aenderung der Verfasser. Was ich von Eigenem beifügen zu müssen gemeint habe, möge seinen Platz zwischen dem Uebrigen selbst zu behaupten suchen.

Bei der Revision der Sammlung sind an literärhistorischen Werken von mir benutzt: Deutsches Lesebuch von W. Wackernagel, Thl. 2; Elf Bücher deutscher Dichtung von Karl Gödeke; Deutschlands Dichter von 1813 bis 1843 von demselben; poetischer Hausschatz des deutschen Volkes von O. L. B. Wolff; die Deutschen Dichter der Neuzeit von Ignaz Hub; deutsche Lyriker seit 1850 von E. Kneschke; Geschichte der deutschen Literatur von Heinrich Kurz; von den vorhandenen Anthologieen insbesondre: Deutscher Dichterwald von Georg Scherer, welche in Betreff der lebenden Dichter auch als Selbstanthologie der Verfasser ein besonderes Interesse beanspruchen kann.


Möge nun dies Buch dazu helfen, eines Theils auch dem größeren Publicum einen Maaßstab für poetische Leistungen [XII] in die Hand zu geben; andern Theils diejenigen mit unserer Lyrik wieder zu befreunden, welche der ungeheuere Wust des Nichtigen von dieser Dichtungsart zurück geschreckt hat; und möge endlich nicht verkannt werden, daß wie die Arbeit, so auch das Verdienst dieses Buches, insoweit es ein solches beanspruchen kann, zum großen Theil in dem zu suchen ist, was dasselbe nicht enthält.

Husum, 7. Juni 1870.

Th. St.      

 

 

[Die Anmerkungen stehen als Fußnoten auf den in eckigen Klammern bezeichneten Seiten]

[VI] *) Das Gedicht: "Musen und Grazien der Mark".   zurück

[VII] *) Ich spreche nicht von denen, die literärhistorische Zwecke verfolgen oder von den zum Schulgebrauch bestimmten Sammlungen.   zurück

[VIII] *) Die Scala reicht freilich noch tiefer "Füllest wieder Busch und Thal" (Göthe), "Der Mond ist aufgegangen" (Claudius), "Nun ruhen alle Wälder" (Paul Gerhard).   zurück

 

 

 

 

Erstdruck und Druckvorlage

Hausbuch aus deutschen Dichtern seit Claudius. Eine kritische Anthologie von Theodor Storm. Hamburg: Wilhelm Mauke 1870, S. V-XII. [PDF]

Die Textwiedergabe erfolgt nach dem ersten Druck (Editionsrichtlinien). Ein Druckfehler wurde korrigiert (S. IX).

 

 

Bibliographie der deutschsprachigen Lyrikanthologien 1840 – 1914

 

Kommentierte Ausgaben

 

 

Literatur

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URL: http://reader.digitale-sammlungen.de/resolve/display/bsb10857700.html

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URL: http://www.deutschestextarchiv.de/book/show/16356

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URL: http://reader.digitale-sammlungen.de/resolve/display/bsb10120883.html

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URL: http://catalog.hathitrust.org/Record/011558504
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Storm, Theodor / Brinkmann, Hartmuth und Laura. Briefwechsel. Kritische Ausgabe. Hrsg. von August Stahl. Berlin: Schmidt 1986.

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Wünsch, Marianne: Realismus (1850 – 1890). Zugänge zu einer literarischen Epoche. Kiel 2007 (= Limes – Literatur- und Medienwissenschaftliche Studien – Kiel, 7).

 

 

Edition
Lyriktheorie » R. Brandmeyer