Hermann Lingg

 

 

Ueber moderne Lyrik.

 

Ueber moderne Lyrik schreiben, heißt geradezu über moderne Dichtung überhaupt schreiben. Mehr als je ist die Lyrik die Kundgebung der Zeitstimmung geworden; in ihr offenbart sich das Gemüth des Volkes, das Ringen der Geister vor allen andern Dichtungsarten. Ihre Mittel sind die einfachsten, ihr Weg zum Verständniß ist der geradeste. Schafft nämlich jede Kunst nicht allein schon durch sich selbst als schöne Form das Erhabene in den Seelen, so bedarf sie doch vorzugsweise jener Ideen, welche die Menschen veredeln, und diese sprechen sich am unmittelbarsten durch die Lyrik aus. Aber auch in der That hat sie sich von allen anderen Dichtungsgattungen am reinsten und mächtigsten erhalten. Während die Poesie vom Drama auf der Bühne so gut wie ausgeschlossen ist, und nur hie und da noch als seltenes Schaustück staunender Zuhörerschaft vorgeführt wird, während das Epos, wie man uns sagt, im Roman aufgegangen ist, hat die Lyrik nicht nur sich erhalten, sondern ihr Gebiet in der Richtung verwandter Künste, der Plastik, Malerei und Musik erweitert. Sie, das erstgeborene und zugleich jüngste Kind der Poesie, ist doch immer wieder gesucht. Wenn auch jährlich die Schaar Unseliger, die sich an ihr versündigen, ein kritischer Charon mit unerbittlichem Ruder in die Nacht der Vergessenheit hinabpeitscht, sie selbst findet immer noch einen Winkel, der ihr willig eingeräumt wird, den ihr gottbegnadetes Leuchten durchschimmert. Ja, es giebt noch großmüthige Verleger, die einen Band Gedichte herauszugeben wagen, noch giebt es Zeitschriften, die ein bescheidenes Plätzchen für ein schüchternes Gedicht übrig haben; und stolz und ungedemüthigt wandelt die lyrische Muse durch die Zeitgenossen, ihr Auge leuchtet noch in ungebrochenem Muthe und die Röthe ihrer Wangen ist noch keine krankhafte Fiebergluth, es ist noch das Roth der Jugend und Gesundheit. Der Zweck des Liedes ist die Liebe, singt ein orientalischer Dichter, und ich denke, er hat Recht. Die Liebe zur Menschheit, zum Vaterlande, die Liebe zur Freiheit, zur Natur, zum Weibe, zu jeder Erscheinung des Lebens ist diejenige Macht, welche das Lied hervorruft. Das echte Lied muß eine in uns schlummernde Empfindung, ein Ungeahntes, Neues offenbaren, ein Mysterium des Herzens enthüllen, sonst ist es ohne Reiz, mag die Form noch so correct und bestechend sein. Von der Form selbst ist zu verlangen, daß sich Bild und Gedanke vollständig decken. Da darf nichts abfallen, nichts craß erscheinen; ein urtheilendes Gehör wird denjenigen Ton treffen, der dem Inhalte des ganzen Gedichtes entspricht. Es ist oben gesagt worden, daß die lyrische Dichtung ihr Gebiet nach der Richtung der Plastik, Malerei und Musik erweitert habe. Das führt uns auf diejenigen Dichter, von welchen die moderne Poesie eigentlich ausgeht. Wenn Platen und nach ihm Herwegh das plastische Vorwiegen bedeuten, so haben Freiligrath, Anastasius Grün, Karl Beck, Strachwitz die malerische Seite, Uhland, Heine, Mörike die musikalische hinzugefügt. Rückert dürfte mit diesen Dichtern zugleich die Virtuosität repräsentiren, – und nachdem sich gerade in Beziehung auf letztere zwischen Musik und Dichtung eine Art Widerspänstigkeit geltend gemacht hatte, so hat man neuerdings angefangen, auch inhaltvollere Lieder zur <Composition> zu wählen, und es gewagt, die farben- und gedankenreichen Worte wetteifernd zu begleiten, wie denn auch die Illustrationen zu Dichtwerken von Jahr zu Jahr reichhaltiger erscheinen, – ein Beweis daß das Evangelium der weltlichen Schönheit trotz aller Gegenströmungen doch unaufhaltsam neue Jünger wirbt und daß die moderne Weltanschauung in ihr Recht tritt.

Entspricht nun die moderne Lyrik den Anforderungen, welche die Höhe der Gegenwart an sie stellen kann? Ich glaube, ja! – Sie hat volksthümlichen Klang, unsere Literatur einigt sich wieder mit dem Volksbewußtsein durch das Bindemittel der allseitig zunehmenden Volksbildung; und diese Vermittelung zu fördern, wäre vorzüglich die Aufgabe der Kritik.

Wir gehen den entgegengesetzten Weg der Literaturen des Alterthums und des Mittelalters, die, vom Volk ausgehend, dort im Gelehrtenthum, dort in den Klöstern und an den Höfen ihrem Ursprung entfremdet, erstarrten. Die neue Dichtung hat alles blos Lehrhafte, Langweilige, blos Beschreibende, alles Süßlichschäferliche von sich gewiesen. Die Folge hievon ist jene schöne Harmonie, welche die Fülle und Lust des Lebens erfaßt, aber auch den Abgrund erhellt, die tiefe Nacht der Leiden, welche das irdische Dasein umgiebt. Der Charakter dieser Poesie ist die volle Freiheit des subjectiven Geistes, das denkende Gefühl, das fühlende Denken. Man wird nicht im Zweifel darüber sein, daß es eines hohen Grades innerster Erregung bedarf, einer intensiven Empfindung, bis der Schmerz melodisch wird, bis das wogende Blut im Gehirn jenen Niederschlag von Gedanken, Bildern und Tönen erweckt, welche das Gedicht ausmachen. So wird die stolze Ruhe des Classicismus mit warmem Herzensblut durchdrungen, die Romantik aus ihrem betäubenden Traum- und Blumenleben erlöst, die wirkliche Welt mit deren Zauber mehr geschmückt, als gefangen. Wir sind mit dem wunderbaren Wesen der gläubigen Jahrhunderte vertrauter geworden, und unter dem stolzen Marmor der antiken Dichtung haben wir ein verwandtes Fibriren des Herzens gefunden. Die Naturdichtung ist nicht eine blos descriptive mehr, die Stimmung der Menschen findet Abbild und Wiederhall in der umgebenden Natur und diese zeigt Leidenschaft, ruheloses Sehnen und dämonische Zerstörungslust wie in einem magischen Spiegel dem Innern beseelter Organismen.

So sind wir einer Art schwebender, freigewordener Mythenbildung wieder näher gerückt; es hat sich eine Art allgemeinen poetischen Uebereinkommens gebildet, die ihre Wurzel allein in der dichterischen Anschauung unserer Zeit hat. Wer verstände sonst die ganze Schönheit des Heine'schen: "Ein Fichtenbaum steht einsam" oder wüßte aus Göthes Ballade vom Fischer noch mehr als den himmlischen Wohlklang herauszufühlen? War es doch der modernen Poesie gegönnt und vorbehalten, das geistige Streben der vergangenen Jahrhunderte, den Gehalt geschichtlicher Epochen, wie in ihr eigenes Bewußtsein zu nehmen und bald chorartig die Wandlungen der Menschheit zu begleiten, bald in einzelnen Thaten und Helden zur Anschauung zu bringen. Dazu hatten wir die Vorbereitung in unserer Philosophie, in dem Verständniß der Literatur aller Völker, in der Kraft und Biegsamkeit unserer eigenen Sprache. Im Lied sind wir die Ersten; kein Volk hat so innige Lieder, wie das deutsche. Für die Naivetät des alten Volkstones entschädigt uns Neuere die [58] Tiefe der Leidenschaft, die Errungenschaft der Bildung, so daß wir sagen können, jene frische Waldquelle sprudelt darum nicht weniger weil sie in krystallenen Schalen aufgefaßt wird. Diese wohlthuende Naturfrische des Gemüths weht uns ganz besonders aus den Liedern von Theodor Storm entgegen. Ich nenne nur die schönen Gedichte – "Hyazinthe", "Frauenhand", "Die Zeit ist hin", – "Wohl rief ich sanft dich an mein Herz" – u.a.m. Fremdartigeren Horizontes, gleich ansprechend blicken die Gedichte von Schack uns an mit ihrem melancholischen weltweisen Ernst: "Aus Sicilien", "An den Abendstern", "Die Lieder der Trauer" zeugen dafür. Anreihend möchte ich an mehrere Lieder von Karl Beck, Alfred Meißner erinnern, an die schönen Strophen von Julius Große "Die Nächte stürmen, doch die Seele singt", an Paul Heyses "Lied von Sorrent" im ersten Theil seiner Werke, die so viel Vollendetes enthalten. In der vor einigen Jahren unter dem Titel "Münchener Dichterbuch" erschienenen Sammlung erregten die Beiträge von Hans Hopfen besonderes Aufsehen; Vieles, was seither von ihm erschienen, bestätigte das feinfühlende und reiche Talent. In gleicher Richtung Anmuthiges mit dem Kraftvollen vereinend, von reiner Form und bedeutendem Gehalte bieten "Sinnen und Minnen" von Hamerling und die Gedichte von J. Rodenberg, Hermann Oelschläger, Leuthold, Wilhelm Hertz, Oscar Horn.

Die neuesten, wenn auch unter sich durchaus verschiedenen Erscheinungen schließen sich diesen an, ein Bändchen "Romanzen und Balladen" von Ferdinand Meyer und das "Lied vom neuen Tannhäuser". Während in jenem eine gehaltene Stimmung, eine reife Weltanschauung sich kund giebt, quillt im "Tannhäuser" die üppigste Lebenslust und sprudelnde Formenfülle. Hier sei auch noch der Gedichte von Martin Greif erwähnt, die von einem rastlosen Talent zeugend, Einzelnes mit viel Glück und in sinniger Weise Gelungenes bringen. Um die Ereignisse der Zeit wissen Ritterhaus und Albert Träger, stets gerüstet, bald streitbare Klänge zu härten, bald festliche, bald Trauerkränze zu winden.

Eine gewaltige Unterbrechung erfuhr die bisherige Strömung durch die Kriegsereignisse; die Sänger bildeten eine Phalanx unter dem Banner der "Lieder zu Schutz und Trutz". Ein ganzes Heer schlachtmuthiger, zornsprühender Gesänge trat klirrend unter Waffen. Am berühmtesten sind davon Geibels "Heroldsrufe" und das Lied "Von dem neuen deutschen Reich" von Oscar v. Redwitz geworden. Hervorzuheben sind besonders Freiligraths kraftvolles: "Hurrah Germania!" und sein "An Wolfgang im Felde", woraus die echte Dichterseele spricht; ferner ein Lied von Rudolf Gottschall, in welchem die aufopfernde Thätigkeit der unter dem rothen Kreuz Hülfreichen gefeiert wird. In Geibels "Heroldsrufen" hat, wie der Dichter selbst seine stets reichhaltiger und tiefer sich entfaltende Lyrik damit krönte, auch die patriotische ihren mächtigsten, vollsten Ton gefunden. Wir dürfen aber auch aus jenen Heldentagen erwarten, daß Lieder vom Volke selbst ausgehen und gesungen werden. Damals als das römische Weltreich in Trümmer ging, brach das religiöse Lied aus dem Granite der lateinischen Sprache wie eine wunderbare Blume hervor, und es zitterten darin die weltüberwindenden Laute todesmuthiger Herzen, die erschütternden Weheklagen über den Fall der Dinge "Dies irae, dies illa . . .

Jahrhunderte darnach drang mit gleicher Gewalt und Tiefe das "Ein feste Burg ist unser Gott" aus dem Dunkel der Kirche auf das Schlachtfeld der Reformation und hallte glaubensmächtig in den treuen Schwertern wieder, welche sich für die Befreiung des Gedankens erhoben hatten. Wird ein drittes Mal eine ähnliche Gewalt der Lieder aus den Seelen hervorbrechen und von Volk zu Volk in gleicher Begeisterung das Ideal großer, noch größerer, alle Verhältnisse der Gesellschaft ändernden Umwälzungen feiern? Was aber auch immer die Zukunft bringe, Eines können wir nicht verleugnen: daß wir Epigonen sind. Die Mittel, durch welche wir das Schönste, Großartigste hervorbringen, wir verdanken sie Vorbildern, denjenigen uns vorangegangenen Größen, welche die Sprache zu der Vollkommenheit hoben, auf welcher wir sie vorfinden, wie sie sich uns darbeut, worüber wir nicht hinauskommen. Das jedoch dürfen wir uns mit redlichem Muthe eingestehen: daß wir das ererbte Gut nicht brach ließen, daß wir die Schätze vermehrten, die auf uns kamen, und in Form sowohl, als auch dem Inhalte nach den Kreis der realistischen, an's Leben sich haltenden Dichtung weiter gebracht haben, als dieser vor zwei oder vier Jahrzehnten stand.

 

 

 

 

Erstdruck und Druckvorlage

Die Gegenwart. Wochenschrift für Literatur, Kunst und öffentliches Leben.
Bd. 1, 1872, Nr. 4, 17. Februar, S. 57-58. [PDF]

Gezeichnet: Hermann Lingg.

Die Textwiedergabe erfolgt nach dem ersten Druck (Editionsrichtlinien). Ein Druckfehler wurde korrigiert (S. 57).

 

 

Zeitschriften-Repertorien

 

 

Literatur

Berbig, Roland: Paul Lindau – eine Literatenkarriere. In: Literarisches Leben in Berlin 1871 – 1933. Studien. Hrsg. von Peter Wruck. Bd 1. Berlin 1987, S. 88-125.

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URL: http://reader.digitale-sammlungen.de/resolve/display/bsb10108563.html
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URL: http://archive.org/details/gedichte00linggoog

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Edition
Lyriktheorie » R. Brandmeyer