Arno Holz

 

 

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5   Noch sproßt der Bart mir nicht ums Kinn,
Auch weiß ich, hört mich, ihr Teutonen,
Daß unter allen Epigonen
Just ich der allerletzte bin!
 
Doch laßt's mich trotzdem euch gestehn:
10   Ihr jammert mich, ihr armen Dichter,
Ihr Groschen- und ihr Dreierlichter,
Von denen zwölf aufs Dutzend gehn.
 
Ihr stöhnt verzweifelt: Der Bien muß!
Und ampelt krampfhaft an der Leiter,
15   Doch ach, ihr kommt und kommt nicht weiter,
Wie weiland Fausti Famulus!
 
[6] Seht, das ist eure Quintessenz,
Ihr fliedersüßen Lenzrhapsoden:
Ihr macht mit Hymnen und mit Oden
20   Den Nachtigallen Concurrenz!
 
Ihr glaubt verblendet, Poesie
Sei Lenznacht nur und Blüthenschimmer,
Ihr glaubt's verblendet und singt immer
Ein und dieselbe Melodie!
25    
Ihr dichtet jeden dritten Tag
Ein hohes Lied auf eure Liebe,
Reimt selbstverständlich darauf "Triebe"
Und gebt's dann schleunigst in Verlag.
 
Zwar, seid ihr noch kein "großes Thier",
30   Müßt ihr auf alle Fälle "zahlen",
Doch dann wird's auch mit Initialen
Gedruckt auf fein Velinpapier.
 
Und wird's dann gratis noch versandt
An so und so viel Kritikaster,
35   Dann lobt man euern schlechten Knaster
Und schimpft den Kieselstein Demant.
 
[7] Und wenn ihr fleißig schmiert und salbt,
Sorgt auch die Clique für Verbreitung,
– Denn wozu hat man sonst die Zeitung? –
40   Herr X hat wieder mal gekalbt!
 
Ein Liederbuch ist's dieses Mal
in rothem Maroquin gebunden
Und überdies sehr warm empfunden
Und wunderbar original!
45    
Und kauft man sich dann das Idol,
Dann sind's die alten tauben Nüsse,
Die längst genossenen Genüsse,
Der aufgewärmte Sauerkohl:
 
Von Wein und Wandern, Stern und Mond,
50   Vom "Rauschebächlein", vom "Blauveilchen",
Von "Küßmichmal" und "Warteinweilchen",
Von "Liebe, die auf Wolken thront"!
 
Und will der Dichter hoch hinaus,
Dann streicht er die Rubrik: "Erotisch!"
55   Und hängt die Tafel: "Patriotisch!"
Als Firmenzeichen vor sein Haus.
 
[8] Doch Blech bleibt Blech, und ob es auch
Der Jude oft als Gold verschachert . . .
Der Ruhm, den ihr zusammenprachert,
60   Ist eitel Moder, Dunst und Rauch!
 
Denn kräht auch dreist zu eurem Wisch
Die heutige Kritik ihr Amen,
Und legt man ihn auch jungen Damen
Alljährlich auf den Weihnachtstisch:
65    
Und labt sich auch aus euerm Quell
Der Leutnant und der Ladenschwengel,
Und nippt aus ihm auch jeder Engel,
Die Gräfin und die Nähmamsell:
 
Laßt über euch und euer Wort
70   Ein einzig Menschenalter rollen,
Und was ihr singt ist längst verschollen,
Und was ihr pflanzt ist längst verdorrt!
 
Das aber macht, ihr habt noch nie
Das Sphinxbild eurer Zeit entschleiert,
75   Drum gähnt in allem, was ihr leiert,
Derselbe horror vacui.
 
[9] Ich aber mag nicht, laß wie ihr,
Das Pfund, das Gott mir gab, verwalten,
Ich will hoch über mir entfalten
80   Der Neuzeit junges Lenzpanier.
 
Ich lache, wollt ihr blöden Blicks
Verjährten Tand modern staffiren
Und himmelbläulich phantasiren
Vom Waldgnom und vom Wassernix.
85    
Ich lache, zählt ihr eins, zwei, drei
Die Kugeln, die ihr nie verschossen,
Die Thränen, die ihr nie vergossen,
Ein jeder Zoll ein Papagei.
 
Ich lache, doch mein Zorn hält Wacht,
90   Denn der St. Veitstanz wird zur Mode;
Ich weiß, ihr tanzt nur aus Methode,
Weil ein Narr viele Narren macht.
 
Doch tollt nur euern tollen Schwank,
Nur zu, je toller, desto besser:
95   Ich biet euch Kampf, Kampf bis aufs Messer,
Und gehe meinen eignen Gang!
 
[10] Den Gang, den lichtumstrahlt die Kunst
Sieghaft zu wandeln mir geboten;
Und Herz an Herz mit ihren Todten,
100   Veracht ich euch und eure Gunst!
 
Denn mir schlägt nicht das Wort den Takt
Zum Reigen selbstischer Gedanken,
Ein Löwe, hat es seine Pranken
Tief in mein Herzfleisch eingehackt.
105    
Nur, daß es mich nicht jäh zerfleischt,
Such ich's mit Liedern zu beschwören,
Doch nicht beim Rauschen alter Föhren,
Die Nachts ein schwarzer Aar umkreischt.
 
Auch nicht ins Grab der Lorelei
110   Verirrt sich mehr mein schwankes Steuer;
Die Zeit verliebter Abenteuer,
Für mich ist sie schon längst vorbei.
 
Nein, mitten nur im Volksgewühl,
Beim Ausblick auf die großen Städte,
115   Beim Klang der Telegraphendrähte
Ergießt ins Wort sich mein Gefühl.
 
[11] Dann glaubt mein Ohr, es hört den Tritt
Von vorwärts rückenden Kolonnen,
Und eine Schlacht seh ich gewonnen,
120   Wie sie kein Feldherr noch erstritt.
 
Doch gilt sie keiner Dynastie,
Auch kämpft sie nicht mit Schwert und Keule –
Galvanis Draht und Voltas Säule
Lenkt funkensprühend das Genie.
125    
Und um sich sammelt es ein Heer
Von himmelstürmenden Ideen,
Gedanken blitzen und verwehen
Unzählig, wie der Sand am Meer.
 
Doch mehr als einer wird zur That
130   Und lenkt <das Schicksal> der Geschlechter,
Und als des Ideals Verfechter
Streut er der Zukunft goldne Saat.
 
Und auf flammt dann ein neues Licht,
Ein neuer Welttag für die Erde,
135   Denn auch die Menschheit hat ihr "Werde!"
Und sinnlos ist kein Traumgesicht.
 
[12] Der ewge Friede baut sein Zelt
Und ob die Zeit sie auch verdamme,
Der Freiheit goldne Oriflamme
140   Weht leuchtend über alle Welt.
 
Und wenn dann Lied auf Lied sich ringt
In immer höhere Regionen
Und alle Völker, alle Zonen
Ein einzig großer Bund umschlingt:
145    
Dann ist's mir oft, als ob die Zeit,
Verlästert viel und viel bewundert,
Als ob das kommende Jahrhundert
Zu seinem Täufer mich geweiht.
 
Als müßt ich stoßen in die Brust,
150   Ein Winkelried, mir eure Speere:
Hie Wahrheit, Freiheit und hie Ehre! –
O Kampf der Liebe, Kampf der Lust!! –
 
Drum dir, die schmerzvoll mich gebar,
Dir, junge Zeit aus Blut und Eisen,
155   Leg ich mein Herz und seine Weisen
Nun stumm auf deinen Hochaltar!
 
[13] Schaust du doch auch in's Morgenroth
Und träumst von unentdeckten Welten;
Wirst du die Liebe mir vergelten,
160   Die tief für dich mein Herz durchloht?
 
Doch ob auch Dampf und Kohlendunst
Die Züge dieser Schrift verwaschen;
Kein flüchtig Glück will ich erhaschen,
Ich liebe dich, nicht deine Gunst!
165    
Mir schwillt die Brust, mir schlägt das Herz
Und mir ins Auge schießt der Tropfen,
Hör ich dein Hämmern und dein Klopfen
Auf Stahl und Eisen, Stein und Erz.
 
Denn süß klingt mir die Melodie
170   Aus diesen zukunftsschwangern Tönen;
Die Hämmer senken sich und dröhnen:
Schau her, auch dies ist Poesie!
 
Sie kehrt nicht nur auf ihrem Gang
In Wälder ein und Wirthshausstuben,
175   Sie steigt auch in die Kohlengruben
Und setzt sich auf die Hobelbank.
 
[14] Auch harft sie nicht als Abendwind
Nur in zerbröckelten Ruinen,
Sie treibt auch singend die Maschinen
180   Und pocht und hämmert, näht und spinnt.
 
Sie schaukelt sich als schwanker Kahn
Im blauen schilfumkränzten Weiher,
Sie schlingt den Dampf ums Haupt als Schleier
Und saust dahin als Eisenbahn.
185    
Von nie geahnter Kraft geschwellt,
Verwarf sie ihre alten Krücken,
Sie mauert Tunnel, zimmert Brücken
Und pfeift als Dampfschiff um die Welt.
 
Ja, Wunder thut sie sonder Zahl,
190   Sie lindert jegliches Verhängniß,
Sie setzt den Fuß selbst ins Gefängniß
Und speist die Armuth im Spital.
 
Wohl war's der Himmel, der sie schuf,
Doch heimisch ward sie längst auf Erden;
195   Drauf immer heimischer zu werden,
Ist ihr ureigenster Beruf
!
 
[15] So klingt das Lied, das hohe Lied,
Das dumpfauf mir die Hämmer dröhnen;
Euch aber, euch, die es verhöhnen,
200   Euch fordr' ich kühn in Reih und Glied!
 
Rückt an; mit offenem Visir
Und harter Faust will ich euch weisen:
Ich und mein Lied, wir sind von Eisen –
Ihr oder ich, ich oder ihr!
205    
Denn nicht soll einst in später Zeit
Mit selbstgefälligem Behagen
Ein später Enkel von uns sagen,
Was roth wie Blut zum Himmel schreit:
 
"Poeten ohne Poesie,
210   Und keiner rief das Wörtchen: "Rette!"
Sie blökten allsammt um die Wette,
Wie eine Heerde Hammelvieh!"
 
Nein, nein und nein und aber nein!
Ein Schuft sein will ich, wenn's so endet!
215   Das Blatt hat endlich sich gewendet!
Dies Buch soll deß ein Zeichen sein!
 
[16] Soll sagen, was ihr nie gewollt:
Der Singsang hat sich ausgetutet –
Auch durch das junge Lied noch fluthet
220   Das alte Nibelungengold!
 
Drum ihr, ihr Männer, die ihr's seid,
Zertrümmert euere Trugidole
Und gebt sie weiter, die Parole:
"Glückauf, glückauf, du junge Zeit!"

 

 

 

 

Erstdruck und Druckvorlage

Arno Holz: Das Buch der Zeit. Lieder eines Modernen. Zürich: Verlags-Magazin (J. Schabelitz) 1886 [recte 1885] [PDF].

Hier: S. 5-16. [PDF]

Die Textwiedergabe erfolgt nach dem ersten Druck (Editionsrichtlinien). Ein Druckfehler (V. 126) wurde nach der Vorgabe des Druckfehlerverzeichnisses (S. X) korrigiert.

 

 

"Das Buch der Zeit" erschien im Sommer 1885; vgl. Scheuer 1971, S. 56. Die ersten Rezensionen finden sich in

 

 

Literatur

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[anonym; in der Rubrik: Litterarische Revue] Lyrik. In: Deutsche Revue über das gesamte nationale Leben der Gegenwart. Jg. 11, 1886, Bd. 1, März, S. 371-376. [PDF]

Austermühl, Elke: Lyrik der Jahrhundertwende. In: Naturalismus, Fin de siècle, Expressionismus: 1890 – 1918. Hrsg. von York-Gothart Mix. München u.a. 2000 (= Hansers Sozialgeschichte der deutschen Literatur vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart, 7), S. 350-366.

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Holz, Arno: Ein offener Brief an Herrn Richard Fellner [Die Dichtkunst der Jetztzeit]. In: Kyffhäuser-Zeitung (Organ der Deutschen Studentenschaft.) Wochenschrift für alle Universitäts-Angehörige deutschen Stammes und deutscher Zunge.
Jg. 3, 1883:
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Nr. 5, 29. Oktober, S. 48-50
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Holz, Arno: Motto. In: Kyffhäuser-Zeitung. Wochenschrift für alle Hochschulen-Angehörige deutschen Stammes und deutscher Zunge. Jg. 4, 1885, Nr. 36, 8. Juni, S. 295. [PDF]

Holz, Arno: Das Buch der Zeit. Lieder eines Modernen. Zürich: Verlags-Magazin (J. Schabelitz) 1886 [recte 1885].
S. 5-16: Zum Eingang. [PDF]
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Nr. 45, 2. November, S 716-717
Nr. 49, 30. November, S. 780-782. [PDF]

Holz, Arno: Zola als Theoretiker. In: Freie Bühne für modernes Leben. Jg. 1, 1890, Heft 4, 26. Februar, S. 101-104. [PDF]

Holz, Arno: Die neue Kunst und die neue Regierung. In: Freie Bühne für modernes Leben. Jg. 1, 1890, Heft 6, 12. März, S. 165-168. [PDF]

Holz, Arno: Die "dunkle Materie" im Abgeordnetenhaus. In: Freie Bühne für modernes Leben. Jg. 1, 1890, Heft 12, 23. April, S. 344-347. [PDF]

Holz, Arno: Die Kunst. Ihr Wesen und ihre Gesetze. Berlin: Issleib (Gustav Schuhr) 1891.
URL: https://archive.org/details/diekunstihrwese02holzgoog

Holz, Arno: Die Kunst. Ihr Wesen und ihre Gesetze. Neue Folge. Berlin: Issleib (Gustav Schuhr) 1892.
URL: https://archive.org/details/diekunstihrwese00holzgoog

Holz, Arno: Das Buch der Zeit. Lieder eines Modernen. Zweite, vermehrte Aufl. Berlin: Fontane & Co. 1892.
URL: https://archive.org/details/buchderzeitlie1892holzuoft

Holz, Arno: Ein neuer Lyriker (Otto Julius Bierbaum). In: Das Magazin für Litteratur. Jg. 61, 1892, Nr. 23, 4. Juni, S. 375-376. [PDF]

Holz, Arno: Ein neuer Heilsroman. (Mackay's "Anarchisten."). In: Die Gegenwart. Wochenschrift für Literatur, Kunst und öffentliches Leben. Bd. 41, 1892, Nr. 26, 25. Juni, S. 410-411. [PDF]

Holz, Arno: Phantasus. Erstes Heft. Berlin: Sassenbach 1898.
URL: http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0008/bsb00087384/images/
URL: http://www.deutschestextarchiv.de/book/show/holz_phantasus01_1898

Holz, Arno: Phantasus. Zweites Heft. Berlin: Sassenbach 1899.
URL: http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0008/bsb00087385/images/
URL: http://www.deutschestextarchiv.de/book/show/holz_phantasus02_1899

Holz, Arno: [Selbstanzeige:] Phantasus. Berlin. Johann Sassenbach. In: Die Zukunft. Bd. 23, 1898, 30. April, S. 210-219. [PDF]

Holz, Arno: Revolution der Lyrik. Berlin: Sassenbach 1899.
URL: https://archive.org/details/revolutionderl00holz
Rezensionen:
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Die Gegenwart. Wochenschrift für Literatur, Kunst und öffentliches Leben. Bd. 57, 1900, Nr. 7, 17. Februar, S. 102-105 (Hans Leuß). [PDF]

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URL: http://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht/?PPN=PPN756740533

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Holz, Arno: Phantasus. Traduit de l'allemand et présenté par Huguette et René Radrizzani. Chambéry: Éd. Comp'act 2001 (= Collection Morari).   –   Erste französische Übersetzung des "Phantasus" von 1898/99.

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Schutte, Jürgen: "Modern sei der Poet" – Zur Lyrik des Naturalismus. In: Der Deutschunterricht 40 (1988, H. 2), S. 37-50.

Sengle, Friedrich: Moderne deutsche Lyrik. Von Nietzsche bis Enzensberger (1875 – 1975). Mit einem Nachwort von Manfred Windfuhr. Hrsg. von Gabriele Schneider. Heidelberg 2001 (= Beiträge zur neueren Literaturgeschichte, 179).

Sprengel, Peter: Weckrufe an die Nation. Zu einem Topos der patriotischen Lyrik im Frühnaturalismus. In: Ders., Literatur im Kaiserreich. Studien zur Moderne. Berlin 1993 (= Philologische Studien und Quellen, 125), S. 79-90.

Sprengel, Peter: Geschichte der deutschsprachigen Literatur 1870 – 1900. Von der Reichsgründung bis zur Jahrhundertwende. München 1998 (= Geschichte der deutschen Literatur von den Anfängen bis zur Gegenwart, IX.1).   –   S. 53-59: Was heißt Moderne?

Sprengel, Peter: Geschichte der deutschsprachigen Literatur 1870 – 1900. Von der Reichsgründung bis zur Jahrhundertwende. München 1998 (= Geschichte der deutschen Literatur von den Anfängen bis zur Gegenwart, IX.1).   –   S. 626-634: Holz und Holz-Schule.

Sprengel, Peter: Hartlebens Duelle. "Größenwahn" und Modell-Realismus bei Bleibtreu und Conradi. Mit unbekannten Dokumenten. In: Jahrbuch der Deutschen Schillergesellschaft 53 (2009), S. 19-47.

Stöckmann, Ingo: Der Wille zum Willen. Der Naturalismus und die Gründung der literarischen Moderne 1880 – 1900. Berlin u.a. 2009 (= Quellen und Forschungen zur Literatur- und Kulturgeschichte; 52).

Stöckmann, Ingo: Naturalismus. Stuttgart u.a. 2011 (= Lehrbuch Germanistik).

Strohschneider-Kohrs, Ingrid: Sprache und Wirklichkeit bei Arno Holz. In: Dies., Poesie und Reflexion. Aufsätze zur Literatur. Tübingen 1999, S. 305-333.

Thomé, Horst: Modernität und Bewußtseinswandel in der Zeit des Naturalismus und des Fin de siècle. In: Naturalismus, Fin de siècle, Expressionismus: 1890 – 1918. Hrsg. von York-Gothart Mix. München u.a. 2000 (= Hansers Sozialgeschichte der deutschen Literatur vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart, 7), S. 15-27.

Thum, Reinhard H.: The City. Baudelaire, Rimbaud, Verhaeren. New York u.a. 1994 (= Studies on Themes and Motifs in Literature, 1).

Völker, Ludwig: "Alle Erneuerung geht von irgendeiner 'Prosa' aus". Die lyrische Moderne und der Naturalismus. In: Deutsche Dichtung um 1890. Beiträge zu einer Literatur im Umbruch. Hrsg. von Robert Leroy u.a. Bern u.a. 1991, S. 203-235.

Weller, David: Arno Holz. Anfänge eines Dichterlebens. Würzburg 2013 (= Epistemata; Reihe Literaturwissenschaft, 777).

Wende, Waltraud: Modern sei der Poet, modern vom Scheitel bis zur Sohle ... Zum Verhältnis von Kunsttheorie und literarischer Praxis bei Arno Holz. In: Text und Kritik. Heft 121: Arno Holz. München 1994, S. 43-52.

Winko, Simone: Kodierte Gefühle. Zu einer Poetik der Emotionen in lyrischen und poetologischen Texten um 1900. Berlin 2003 (= Allgemeine Literaturwissenschaft. Wuppertaler Schriften, 7).   –   Vgl. S. 384-395.

Wollerner, S.: Die Verflachung der modernen Lyrik. In: Das Magazin für die Litteratur des In- und Auslandes. Jg. 55, 1886: Nr. 10, 6. März, S. 145-149; Nr. 11, 13. März, S. 166-169. [PDF]

 

 

Edition
Lyriktheorie » R. Brandmeyer
Für Beratung und Hinweise danke ich Helmut Scheuer.