Johannes Schlaf

 

 

Detlev von Liliencron.

Ein litterarisches Bild.

 

Motto.

Ich grüß' dich, Detlev Liliencron,
Den Adjutanten Reiter
Ich grüß' dich in der Sommerschlacht
Als einen tapfern Streiter.

Ich grüß dich, wo es immer gilt
Mit Mannesmut zu fechten
Und will dir um des Helden Schwert
Des Dichters Lorbeer flechten.

Heinrich von Reder.


Es wäre vermessen, sagen wir's frei heraus, wollten wir ein Werk unserer neuesten deutschen Litteratur den Meisterwerken des französischen, nordischen oder russischen Naturalismus als völlig ebenbürtig zur Seite stellen. Zwar "Naturalismus", "Realismus", "Idealismus"! Was will das alles? Schubfächer für Litteraturprofessoren! Wenn aber ein Kunstwerk im besten Sinne aus dem intensiven Bestreben einer bedeutsamen Persönlichkeit hervorgeht, Natur und Menschenleben ohne die mindeste Rücksicht auf irgend eine Schablone nach ihr immanenten, mit ihr und durch sie gewordenen Gesetzen aufzufassen und nachzugestalten: dann müssen wir gestehen, daß kein Werk unserer neuesten Litteratur an absolutem Werte dem eines Zola, Daudet, Ibsen, Turgenjeff u.s.w. gleichkommt. Das muß zugestanden werden. – Aber ein höchst erfreuliches Zeichen ist da: Die Individualität polemisiert gegen die Schablone, die Afterkunst und sucht sich um jeden Preis von ihr zu befreien. Freilich, der einseitige Gefühlspessimismus, der sich oft so nervös-ungesund bemerklich macht, das zuweilen so krankhafte Auftrumpfen gegenüber der alten Litteraturrichtung, die nervöse Polemik, die meist einen mehr journalistischen Charakter selbst in Kunstwerken aufweist, beweisen, daß wir noch nicht über alle Berge hinaus sind. – Der Kunstwerke, welche dem Herzen der Zeit und des Volkes verständlich sind, harren wir noch.

Eine derartige Persönlichkeit ist zweifellos Liliencron. Er hat ein Stück vom Künstler, im allerbesten Sinne des Wortes, d.h. er hat fünf [227] gesunde Sinne, ein intensives, ursprüngliches Empfindungsvermögen, einen klaren Verstand, den kein litterarisches Stichwort, keine philosophische Spintisiererei verwirrt und mit solchen Fähigkeiten lebt er und gestaltet Erlebtes. Er hat den gesunden unverwüstlichen Wirklichkeitssinn – sens du réel, nennt ihn Zola – des echten Künstlers, des echten Menschen. So bildet sein Schaffen mit dem einiger ihm ähnlichen Talente den gesunden Grundstock, den Krystallisationspunkt in dem bunten Durcheinander unserer neueren Litteratur, um den sich hoffentlich Gebilde gestalten werden, die zum Herzen des Volkes reden und dem Ausland Respekt abnötigen. Er ist einer unserer gesundesten Naturalisten, denn er ist Naturalist im besten Sinne, in einem Sinne, in dem man diese Eigenschaft als die des Künstlers schlechthin hinstellen könnte.

Bei solchen Eigenschaften bemächtigt sich seine Gestaltungskraft zunächst eines ganz bestimmten, engumzirkten Kreises von Zuständen: er ist zunächst der Dichter seiner engeren Heimat. Er ringt nicht "titanisch" mit allerlei "Zeitproblemen", wie man oft gewisse Abstraktionen und spekulative Windmühlenflügel zu nennen beliebt, die so wohlfeil sind wie die allbekannten Brombeeren: nein, er ist ein Kind seiner Zeit wie jeder gesunde, lebensfähige Mensch, der lebt und sich auslebt. – Bei seinem fest auf das Wirkliche und Konkret-Zuständliche gerichteten Sinne nimmt es uns nicht Wunder, wenn er seine engere Umgebung darstellt. Sein starkes, natürliches Heimatsgefühl, das nicht angekränkelt ist von blassen, kosmopolitischen Windbeuteleien, die einer gesunden, natürlichen Entwickelung so gefährlich werden können, kommt ihm hierbei zu statten und so vermag er es wie nur einer seiner Landsleute das meerumschlungene Schleswig-Holstein und seine Bewohner uns nahe zu bringen und vertraut zu machen. Aber in diesem engen Kreise fühlt er den Pulsschlag der Menschheit, in starken und schwachen Schlägen.

Am besten ist ihm das in seinem vollendetsten Werke, in seinen "Adjutantenritten" gelungen. Hier tritt uns Liliencrons Können und Persönlichkeit am <charakteristischsten>, am reinsten, liebenswürdigsten entgegen. Man ist sich hierin einig. Alte und Junge haben es freudig anerkannt. Diese Sammlung verdiente in den weitesten Kreisen gelesen zu werden. Hier finden wir eine Fähigkeit des Dichters sich mit der Natur eins zu fühlen, ein so intimes Naturgefühl, wie es eben nur ein Deutscher haben kann. Liliencron versteht es hier oft in geradezu erstaunlicher Weise charakteristische Momente aufzufassen, sie aneinanderzureihen, zusammenzufassen kurz und prägnant, so daß die schönste, wohlthuendste Plastik erreicht wird, der wir uns auf Gnade und Ungnade [228] ergeben müssen. Oft genug tritt uns hierbei die Knappheit und doch durchaus vollendete Anschaulichkeit des Volksliedes entgegen. Weniger glücklich und originell ist er in seinen historischen Balladen. In den Motiven wie in der Durchführung bringt er hier durchaus nichts Neues. – Wo er trübere Töne anschlägt, da spürt man nichts von zeitgemäßem Pessimismus, dem man oft das Retortentum schon von weitem anmerkt, sondern es ist ihm schlecht und recht etwas in die Quere gekommen, mit dem er sich in gesunder, natürlicher Weise abfindet, ohne mit einem Aufwande von buntem theatralischen Pomp eine absolute Unglückseligkeit der Welt ad aures et oculos zu demonstrieren. – Aber sein Humor, oder sagen <wir> kennzeichnender seine frische Lebensfreudigkeit läßt derartige Anwandlungen nicht allzuhäufig emporkommen. Wir finden hier oft eine Lebenskunst, wie sie nur mit der Goethes zu vergleichen ist. Man lese nur z.B. auf S. 63 das herrliche Gedicht: "Kurz ist der Frühling", um sich davon zu überzeugen, oder die Ballade von dem braven Regnar Lodbrog (S. 19).

Bei dieser Art des Schaffens, die ein reiner, ungetrübter Widerhall erlebter Dinge ist, ist es kein Wunder, wenn wir nirgends auf eins der Schablonenworte der Dilettantenpoesie treffen. Das wirkliche Leben ventiliert hier einmal gründlich den poetischen Urväterhausrat, mit seinen klaren Wellen atmet es köstliche Frische und schafft gesunde Luft da, wo einem vor Phrasendunst und exotischen Parfüms der Atem versetzt wurde. – Jedes Ding ist nach dem Zolaistischen, herrlichen Motto: la vie seule est belle bei seinem guten, ehrlichen Namen genannt und so wirkt es an seinem Ort, ohne eines Gewandes zu bedürfen, das ihm mit der philosophischen oder sonst einer Scheere auf den Leib geschnitten zu werden pflegt. –

Dem Werte nach schließen sich an diese Gedichte die unter dem etwas eigentümlich gewählten Titel "Eine Sommerschlacht" vereinten Skizzen an. Dieselben Vorzüge wie dort, sind auch hier zu rühmen; in derselben Knappheit und Anschaulichkeit gibt er hier Land und Leute Holsteins in Gegenwart und Vergangenheit. Freilich begegnen wir hier einem Fehler Liliencrons: er versteht es nicht, eine Handlung zu konzentrieren, um sie zu lebendig-bewegter, dramatischer Wirkung kommen zu lassen. Man vergleiche hierzu die Skizze: Der Dichter (S. 145). Auch in den sonst so köstlichen Jagd- und Naturbildern spielen die Menschen, in so trefflichen, charakteristischen Augenblicken Liliencron sie auch zu belauschen versteht, eine untergeordnete Rolle, sind sie oft nicht mehr als ein Stück Natur, das für den Verfasser von derselben Wichtigkeit ist wie [229] z.B. eine Schlüsselblume. Er löst ein Stück Natur aus seinem Rahmen, gibt es mit allen seinen Details; aber oft fehlte es an Einheit und Abrundung. Die letzte Skizze, "Eine Sommerschlacht", erzielt durch die objektive Art, mit der die einzelnen Thatsachen konstatiert werden, eine eigentümliche bedeutsame Wirkung. Ja, diese Wirkung ist stellenweise geradezu großartig bei der Art, wie die naturalistische Weise des Verfassers Situationen, die mit echt modernem Cynismus aufgefaßt sind, mit dem tieftragischen Zuge, der durch dies treffliche Schlachtenbild geht, in einen wirksamen Kontrast bringt. Man denke an den kleinen "preuß'schen" Reitergeneral oder an den Kameraden mit seinen Bürsten, Bürstchen und Bürstelchen.

Jener Fehler wird aber evident in den Dramen Liliencrons. Er versteht es durchaus nicht, tief einschneidende, tragische Konflikte aufzugreifen und zum Lebensnerv einer lebhaft bewegten, präzis und konsequent sich entwickelnden Handlung zu machen. Er hat vier dramatische Arbeiten geschrieben; aber von seinem "Knut der Herr" bis zu dem kleinen Genrebild "Arbeit adelt" hat sich sein mangelhaftes dramatisches Talent immer deutlicher gezeigt. Diese Dramen sind meist von geringem Umfange, und doch zu weitläufig, durchaus nicht knapp und konzentriert weder in der Motivierung, noch in der Zeichnung der Charaktere. Um das bestätigt zu finden, sehe man sich "Der Trifels und Palermo" an; man findet hier auch nicht eine Spur mehr von Sinn für dramatische Ökonomie. Selbst in der Sprache, die Liliencron in seinen Gedichten so meisterhaft handhabt, ist er hier unbeholfen und oft unnatürlich. Man hat alle Mühe über diese Jamben ohne einen Genickbruch hinwegzukommen. "Arbeit adelt" ist schon insofern verfehlt, als der seelische Konflikt, auf den man sich nach dem Titel gefaßt macht, auf eine zwar schneidige und dem ehemaligen Husarenoffizier Degen ganz angemessene aber doch für den ernsten Charakter eines derartigen Konfliktes ein wenig – zu leichtfertige Weise gelöst wird. Dies Werkchen gewinnt dadurch den Anstrich einer pikanten, in einen Dialog gebrachten Anekdote, wie man sie sich wohl im Kreise von Kameraden gern erzählt, die doch aber keinen Anspruch darauf erheben kann "Menschengeschick zu bewältigen".

Nicht minder macht sich dieser Mangel in dem eben erschienenen ersten Roman Liliencrons "Breide Hummelsbüttel" bemerkbar. Wie schön auch hier und da die oben gekennzeichneten Vorzüge seines Talentes zu Tage kommen: wir haben es hier, wir merken das mit Bedauern, mit den disjecti membra poetae zu thun. – Fäden, die angeknüpft sind, werden nicht wieder aufgenommen und stetig weitergeführt. Alles, namentlich die [230] Personen, hat etwas Unfertiges, Skizzenhaftes. Die Lösung ist durchaus unbefriedigend, weil unvermittelt, nicht durch den Organismus des Ganzen bedingt. Die prächtige Plastik in den "Adjutantenritten" und in der "Sommerschlacht" vermissen wir hier so sehr, daß oft viele Anstrengung nötig ist, sich das Gelesene wieder zu vergegenwärtigen. Jene Ventilation der Sprache, die wir andeuteten, ist hier oft mißraten; sie wird bisweilen gesucht und verleitet den Verfasser oft zu geschmacklosen Wortbildungen, zu unnatürlichen Bildern. Oft sind gewisse Stilwendungen durchaus ungeschickt, und lassen vermuten, daß es der Verfasser mit dem Feilen nicht gerade sehr gewissenhaft genommen hat. So wohlthuend hin und wieder auch Liliencrons Eigenart in seinen Dramen und selbst in diesem Roman zu Tage tritt, so wenig sie sich ganz verleugnen kann: für die besonderen Wirkungen dieser Gattungen reicht sie nicht hin; dafür fehlt es dem lebensfreudigen Dichter wenn nicht an Verständnis für tragische Konflikte, so doch an der Fähigkeit sie innerlich auszuleben und auszugestalten. – Wir haben aber in Liliencron einen Lyriker allerersten Ranges; wir gewahren in ihm einen echten Dichter und Künstler, eine durchaus gesunde, bestimmt umgrenzte Persönlichkeit und können nur wünschen, daß sie uns noch mehr so erquickende und gesunde Früchte spende wie die "Adjutantenritte"; wir haben alle Ursache heute dafür dankbar zu sein.

 

 

 

 

Erstdruck und Druckvorlage

Die Gesellschaft. Monatsschrift für Litteratur und Kunst.
1887, März, S. 226-230. [PDF]

Die Textwiedergabe erfolgt nach dem ersten Druck (Editionsrichtlinien). Zwei Druckfehler wurden korrigiert (S. 227, 228).

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Frau Hildegard Bäte, Osnabrück.

 

 

Zeitschriften-Repertorien

 

 

Literatur

Austermühl, Elke: Lyrik der Jahrhundertwende. In: Naturalismus, Fin de siècle, Expressionismus: 1890 – 1918. Hrsg. von York-Gothart Mix. München u.a. 2000 (= Hansers Sozialgeschichte der deutschen Literatur vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart, 7), S. 350-366.

Bierbaum, Otto J.: Freiherr Detlev von Liliencron. Leipzig o. J. [1892] (= Die moderne Litteratur in biographischen Einzeldarstellungen, 5). [PDF]

Bierbaum, Otto J.: Liliencron. München u.a. 1910. [PDF]   –   Sammlung von Bierbaums Schriften zu Liliencron; mit bibliographischen Angaben zur jeweiligen Erstpublikation.

Böckel, Fritz: Detlev von Liliencron. Erinnerungen und Urteile. Zweite vermehrte Auflage von "Liliencron im Urteil zeitgenössischer Dichter". Leipzig 1912.

Brands, Heinz-Georg: Theorie und Stil des sogenannten "konsequenten Naturalismus" von Arno Holz und Johannes Schlaf. Kritische Analyse der Forschungsergebnisse und Versuch einer Neubestimmung. Bonn 1978 (= Abhandlungen zur Kunst-, Musik- und Literaturwissenschaft, 277).

Brauneck, Manfred u.a. (Hrsg.): Naturalismus. Manifeste und Dokumente zur deutschen Literatur 1880 – 1900. Stuttgart 1987.

Bulle, Oskar: Die Dichtung der Zukunft. In: Die Gegenwart. Wochenschrift für Literatur, Kunst und öffentliches Leben. Bd. 31, 1887, Nr. 13, 26. März, S. 203-204. [PDF]

Bunzel, Wolfgang: Einführung in die Literatur des Naturalismus. 2. Aufl. Darmstadt 2011 (= Einführungen Germanistik).

Butzer, Günter / Günter, Manuela: Literaturzeitschriften der Jahrhundertwende. In: Naturalismus, Fin de siècle, Expressionismus: 1890 – 1918. Hrsg. von York-Gothart Mix. München u.a. 2000 (= Hansers Sozialgeschichte der deutschen Literatur vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart, 7), S. 116-136.

Dimpfl, Monika: Die Zeitschriften "Der Kunstwart", "Freie Bühne / Neue deutsche Rundschau" und "Blätter für die Kunst": Organisation literarischer Öffentlichkeit um 1900. In: Zur Sozialgeschichte der deutschen Literatur im 19. Jahrhundert. Hrsg. im Auftrag der Münchener Forschergruppe "Sozialgeschichte der deutschen Literatur 1770 – 1900" von Monika Dimpfl und Georg Jäger. Teil II. Tübingen 1990 (= Studien und Texte zur Sozialgeschichte der Literatur, 28), S. 116-197.

Fokke, Arnold: Die realistische Strömung in unserer Literatur. In: Die Gegenwart. Wochenschrift für Literatur, Kunst und öffentliches Leben. Bd. 32, 1887: Nr. 31, 30. Juli, S. 69-71; Nr. 32, 6. August, S. 89-92. [PDF]

Fohrmann, Jürgen: Lyrik. In: Bürgerlicher Realismus und Gründerzeit 1848 – 1890. Hrsg. von Edward McInnes u.a. München u.a. 1996 (= Hansers Sozialgeschichte der deutschen Literatur vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart, Bd. 6), S. 394-461.

Gelzer, Florian: "Ein einziges grosses Experiment". Zu Arno Holz' und Johannes Schlafs "Neue Gleise" (1892). In: Sprachkunst 39,1 (2008), S. 37-57.

Gsteiger, Manfred: Französische Symbolisten in der deutschen Literatur der Jahrhundertwende (1869 – 1914). Bern u.a. 1971.

Gsteiger, Manfred: La fortune littéraire de quelques symbolistes belges dans les pays de langue allemande. In: Revue de l'Université de Bruxelles 1974, S. 252-263.

Höllerer, Walter (Hrsg.): Theorie der modernen Lyrik. Neu herausgegeben von Norbert Miller und Harald Hartung. 2 Bde. Darmstadt 2003.

Kafitz, Dieter: Naturalismus als Weltanschauung. Zur Kunstauffassung von Johannes Schlaf. In: Deutsche Dichtung um 1900. Beiträge zu einer Literatur im Umbruch. Hrsg. von Robert Leroy u.a. Bern u.a. 1991, S. 75-93.

Kafitz, Dieter: Johannes Schlaf – weltanschauliche Totalität und Wirklichkeitsblindheit. Ein Beitrag zur Neubestimmung des Naturalismus-Begriffs und zur Herleitung totalitärer Denkformen. Tübingen 1992 (= Studien zur deutschen Literatur, 120).

Lamping, Dieter: Moderne Lyrik. Göttingen 2008.

Marhold, Hartmut: Impressionismus in der deutschen Dichtung. Frankfurt a.M. u.a. 1985 (= Europäische Hochschulschriften; Reihe 1, 870).

Meyer, Theo (Hrsg.): Theorie des Naturalismus. Bibliogr. erg. Ausgabe Stuttgart 1997 (= Universal-Bibliothek, 9475).

Meyer, Theo: Naturalistische Literaturtheorien. In: Naturalismus, Fin de siècle, Expressionismus: 1890 – 1918. Hrsg. von York-Gothart Mix. München u.a. 2000 (= Hansers Sozialgeschichte der deutschen Literatur vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart, 7), S. 28-43.

Riedel, Wolfgang: "Homo natura". Literarische Anthropologie um 1900. Berlin u.a. 1996 (= Quellen und Forschungen zur Literatur- und Kulturgeschichte, 7).

Rose, Dirk: Detlev von Liliencron und die "Moderne Lyrik". In: Detlev von Liliencron (1844 – 1909). Facetten eines bewegten Dichterlebens. Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek, Kiel. Ausstellung 21. Juni – 28. August 2009. Kiel 2009, S. 77-93.

Royer, Jean: Liliencrons Lyrik und ihre Rezeption in neuerer Zeit. In: Detlev von Liliencron (1844 – 1909). Ausstellung und Nachlaß. Kiel 1984 (= Berichte und Beiträge der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek), S. 28-44.

Scherer, Stefan: Anti-Romantik (Tieck, Storm, Liliencron). In: Lyrik im 19. Jahrhundert. Gattungspoetik als Reflexionsmedium der Kultur. Hrsg. von Steffen Martus u.a. Bern u.a. 2005 (= Publikationen zur Zeitschrift für Germanistik, 11), S. 205-236.



Schlaf, Johannes: Detlev von Liliencron. Ein litterarisches Bild. In: Die Gesellschaft. Monatsschrift für Litteratur und Kunst. 1887, März, S. 226-230. [PDF]

Schlaf, Johannes: Moral, Kritik und Kunst. In: Die Gesellschaft. Monatsschrift für Litteratur, Kunst und Sozialpolitik. 1891, September, S. 1168-1172. [PDF]

Schlaf, Johannes: Neue französische Lyrik. In: Freie Bühne für den Entwickelungskampf der Zeit. 1892, Februar, S. 186-197. [PDF]

Schlaf, Johannes: Neue deutsche Lyrik. In: Freie Bühne für den Entwickelungskampf der Zeit. 1892, August, S. 853-862. [PDF]

Schlaf, Johannes: Walt Whitman. In: Freie Bühne für den Entwickelungskampf der Zeit. 1892, September, S. 977-988. [PDF]

Schlaf, Johannes: Walt Whitman. In: Neuland. Monatsschrift für Politik, Wissenschaft, Litteratur u. Kunst. Jg. 1, 1896/97, Bd. 1, Heft 1, Oktober 1896, S. 7-13. [PDF]

Schlaf, Johannes: Walt Whitman, Lyrik des Chat Noir, Paul Verlaine. Leipzig: Verlag Kreisende Ringe 1897 [auf dem Umschlag: 1898]. [PDF]

Schlaf, Johannes: Neue Lyrik. In: Die Zeit. Wiener Wochenschrift für Politik, Volkswirtschaft, Wissenschaft und Kunst. Bd. 15, 1898, Nr. 193, 11. Juni, S. 167-169. [PDF]

Schlaf, Johannes: Helldunkel.Gedichte. Minden in Westf.: Bruns o.J. [1899].
URL: https://archive.org/details/3506854

Schlaf, Johannes: Deutsche Literatur. In: Die Zukunft. Bd. 26, 1899, 4. März, S. 374-378. [PDF]

Schlaf, Johannes: Zur Entwicklung der lyrischen Technik. In: Wiener Rundschau. Jg. 3, 1898/99, Nr. 12, 1. Mai 1899, S. 277-278. [PDF]

Schlaf, Johannes: [Rezension zu:] Walt Whitman, der Dichter der Demokratie. Von Karl Knortz. 2. Aufl. Leipzig 1899. In: Das litterarische Echo. Halbmonatsschrift für Litteraturfreunde. Jg. 2, 1899/1900, Heft 1, 1. Oktober 1899, Sp. 65-66. [PDF]

Schlaf, Johannes: [Rezension zu:] Dir. Gedichte von Heinrich Vogeler-Worpswede. Berlin 1899. In: Das litterarische Echo. Halbmonatsschrift für Litteraturfreunde. Jg. 2, 1899/1900, Heft 13, 1. April 1900, Sp. 943-944. [PDF]

Schlaf, Johannes: [Rezension zu:] Das Haus des Lebens. Eine Sonettenfolge von Dante Gabriel Rossetti. Aus dem Englischen von Otto Hauser. Leipzig 1900. In: Das litterarische Echo. Halbmonatsschrift für Litteraturfreunde. Jg. 2, 1899/1900, Heft 23, 1. September 1900, Sp. 1660-1661. [PDF]

Schlaf, Johannes: Walt Whitman. In: Stimmen der Gegenwart. Monatsschrift für moderne Litteratur und Kritik. 1901, August, S. 219-222. [PDF]

Schlaf, Johannes: Walt Whitman. Berlin u. Leipzig: Schuster & Loeffler o.J. [1904] (Dichtung. Eine Sammlung von Monographieen, 18).

Schlaf, Johannes: Die Bilanz der Moderne. In: Das neue Magazin für Literatur, Kunst und soziales Leben. Jg. 73, 1904, Heft 2, 9. Juli, S. 59-63. [PDF]

Schlaf, Johannes: Emile Verhaeren. Berlin u. Leipzig: Schuster & Loeffler o.J. [1905] (Dichtung. Eine Sammlung von Monographieen, 38). [PDF]

Whitman, Walt: Grashalme. In Auswahl übertragen von Johannes Schlaf. Leipzig: Reclam o.J. [1907] (Reclams Universal-Bibliothek, 4891-4892a).

Schlaf, Johannes: Emile Verhaeren. In: Westermanns Monatshefte. Illustrierte deutsche Zeitschrift für das geistige Leben der Gegenwart. Bd. 107, Teil I, 1909, Heft 638, November, S. 255-266. [PDF]

Schlaf, Johannes: Walt Whitman in Frankreich. In: Das Neue Elsass. Eine Wochenschrift. Jg. 1, 1911, Nr. 15, 7. April, S. 231-233. [PDF]

Whitman, Walt: Grashalme. In Auswahl übertragen von Johannes Schlaf. Stuttgart: Reclam 2013 (= Universal-Bibliothek, 4891).

Kafitz, Dieter: Johannes Schlaf – weltanschauliche Totalität und Wirklichkeitsblindheit. Ein Beitrag zur Neubestimmung des Naturalismus-Begriffs und zur Herleitung totalitärer Denkformen. Tübingen: Niemeyer 1992 (= Studien zur deutschen Literatur, 120).   –   S. 267-280: Schriftenverzeichnis J. Schlaf.





Schneider, Lothar L.: Realistische Literaturpolitik und naturalistische Kritik. Über die Situierung der Literatur in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und die Vorgeschichte der Moderne. Tübingen 2005 (= Studien zur deutschen Literatur, 178).

Schneider, Lothar L.: Art. Naturalismus, Literaturtheorien des. In: Metzler Lexikon Literatur- und Kulturtheorie. Ansätze – Personen – Grundbegriffe. 4. Aufl. Stuttgart u.a. 2008, S. 530-531.

Schuhmann, Klaus: Lyrik des 20. Jahrhunderts. Materialien zu einer Poetik. Reinbek bei Hamburg 1995 (= rowohlts enzyklopädie, 550).

Schutte, Jürgen u.a. (Hrsg.): Die Berliner Moderne 1885 – 1914. Stuttgart 1987 (= Universal-Bibliothek, 8359).

Sengle, Friedrich: Moderne deutsche Lyrik. Von Nietzsche bis Enzensberger (1875 – 1975). Mit einem Nachwort von Manfred Windfuhr. Hrsg. von Gabriele Schneider. Heidelberg 2001 (= Beiträge zur neueren Literaturgeschichte, 179).

Stewart, Mary E.: Art. Johannes Schlaf. In: Killy Literaturlexikon. Autoren und Werke des deutschsprachigen Kulturraumes. Hrsg. von Wilhelm Kühlmann. Bd. 10. Berlin u.a. 2011, S. 379-380.

Stöckmann, Ingo: Der Wille zum Willen. Der Naturalismus und die Gründung der literarischen Moderne 1880 – 1900. Berlin u.a. 2009 (= Quellen und Forschungen zur Literatur- und Kulturgeschichte; 52).

Stöckmann, Ingo: Naturalismus. Stuttgart u.a. 2011 (= Lehrbuch Germanistik).

Strieder, Agnes: "Die Gesellschaft" – Eine kritische Auseinandersetzung mit der Zeitschrift der frühen Naturalisten. Frankfurt a.M. u.a. 1985 (= Europäische Hochschulschriften; Reihe 1, 884).

Völker, Ludwig: "Alle Erneuerung geht von irgendeiner 'Prosa' aus". Die lyrische Moderne und der Naturalismus. In: Deutsche Dichtung um 1890. Beiträge zu einer Literatur im Umbruch. Hrsg. von Robert Leroy u.a. Bern u.a. 1991, S. 203-235.

Voswinkel, Gerd: Der literarische Naturalismus in Deutschland. Eine Betrachtung der theoretischen Auseinandersetzungen unter besonderer Berücksichtigung der zeitgenössischen Zeitschriften. Diss. Berlin 1970.

Zolling, Theophil: Deutsche Naturalisten. In: Die Gegenwart. Wochenschrift für Literatur, Kunst und öffentliches Leben. Bd. 32, 1887, Nr. 47, 19. November, S. 324-327. [PDF]

 

 

Edition
Lyriktheorie » R. Brandmeyer