Otto Julius Bierbaum

 

 

Deutsche Lyrik von heute.

 

 

Vorbemerkung.

 

Das Folgende ist der wörtliche Abdruck des von mir am ersten öffentlichen Abend der "Gesellschaft für modernes Leben" gehaltenen Vortrags. Es ist nichts, als der in weiten Zügen gehaltene Grundriß zu einem näher eingehenden Versuch über moderne deutsche Lyrik, der nächstens in einer Zeitung erscheinen wird. Die Drucklegung dieses Grundrisses wurde nur zu dem Zwecke beschlossen, durch ruhige Kundmachung der thatsächlichen Wahrheit jene lügenhaften Falschberichte zu entkräften, in denen sich neben anderen infamen Unwahrheiten auch die Behauptung fand, in der ersten Versammlung der "Gesellschaft für modernes Leben" sei die gesammte Dichtung der Vergangenheit roh beschimpft, – Goethe selbst ein Schaf genannt worden.

Wir getrösten uns mit diesem Größten der Deutschen der Zuversicht seines Vierzeilers:

        Jeder solcher Lumpenhunde
        Wird vom zweiten abgethan;
        Sei nur brav zu jeder Stunde,
        Niemand hat dir etwas an.

Otto Julius Bierbaum.                

 

 

Nichts ist schon so oft tot gesagt worden, wie die deutsche Poesie. Zumal die deutschen Literaturhistoriker werden nicht müde, immer und immer wieder zu erklären und mit großem Aufwand von allerlei belehrsamen Citiermaterial zu erhärten: jetzt sei es nun aber endgültig vorbei und man möge sich endlich d'rein finden, wenn's gefällig ist, daß am 22. März 1832 die Muse der Dichtkunst Abschied genommen hat vom deutschen Boden.

Man darf nicht zu schlimm urteilen über diese Leichenbitterbemühungen. Sie sind nicht ganz grundlos. Die große literarische Agonie, welche wir unter dem Namen der Epigonenperiode greifen, sah wirklich dem Tode ähnlicher, als dem Leben, wenn wir sie mit jener Blütezeit vergleichen, die sich hauptsächlich in dem großen Namen Goethe zusammenfaßt. Diese Zeit der Nachgeborenen, die sich nur als Nachgeborene fühlten und nicht zu glauben wagten, daß auch sie Träger von Zukunftskeimen sein könnten, war krank, krank an der Vergangenheit. Der Verfasser des merkwürdigen, geistreichen und verdrehten Buches: "Rembrandt als Erzieher", der eben so stark ist in treffenden wie barokken Vergleichen, hat da ein gutes Bild gefunden: "Es geht ihnen wie Lots Frau; sie sehen rückwärts und werden darüber zur Salzsäule." Und ein junger Münchner Dichter, Albert Matthäi, den ich als den letzten Epigonen von Talent bezeichnen möchte, hat in einem Doppeldistichon das Epigonenlos treffend geschildert in seiner tristen Unfruchtbarkeit:

"Das ist der ewige Fluch im Leben der Spätergebornen:
Großes der früheren Zeiten hält uns wie magisch im Bann.
Vor uns sehen wir schon die Fülle des Schönsten gestaltet.
Sie bezwingt uns den Geist, schwächt uns die schaffende Krafft.

In dieser Selbsterkenntnis des begabten Poeten liegt eine furchtbare und tragische Resignation; es ist Selbstentmannung darin ausgesprochen, völlige Selbstaufgabe des Schöpferischen. Und doch ist nur das mannhaft Schöpferische [4] fähig zur echten Kunstthat. Was die Geistesgroßen aller Zeiten waren, das waren sie dadurch, daß sie mit Kühnheit und Leidenschaft sich selber fühlten und sich selber gaben aus tiefster Eigenheit. Anstacheln zu eigener That soll die Größe der Vorfahren, nicht niederdrücken zu einem faulen Enkeltum. Wenn wir der Adeligen lachen, die genug zu thun glauben, wenn sie ihre Ahnengallerie in Ordnung halten, so haben wir nicht minder Grund zum Lächeln über diejenigen Dichter, welche mit einem billigen Hochgefühle im Schatten der großen Vergangenheit wandeln und dazu das schöne Lied singen: non possumus.

Diese Art Dichtung, welche angefüllt ist mit dem nach und nach immer dünner und verblassener gewordenen Geiste verschwundener Größe mag formell Tüchtiges leisten, sie ist das, was man liebenswürdig nennt, sie amüsiert, regt leicht an und täuscht über die Zeit weg: Aber sie schafft keine neuen Werte, um mit Friedrich Nietzsche zu reden, diesem tiefsten und kühnsten Denker der heutigen Zeit. Diese heutige Zeit aber hat den Trieb nach neuen Werten, sie ist umwälzerisch und schöpferisch zugleich. Und darum verlangt sie neue Werte auch in der Kunst, richtiger gesagt: die junge Kunst von heute, nenne sie sich Malerei, Poesie oder wie immer, die junge Kunst selber fühlt in sich den Trieb zum Neuen, sie will mitarbeiten und mitkämpfen um diese neuen Werte. Das ist es, was unser Hermann Conradi, der viel zu früh gestorbene, ausdrückte in den Versen seines "Triumphgesanges der Lebendigen":

Ins Leben führte uns siegreich ein
Der moderne Kampfgedanke.

Die "junge Generation" und die "neue Aera": diese zwei tagesgebräuchlichsten Schlagworte von heute sind auf diesen modernen Kampfgedanken gemünzt.

Was er in Politik, Wissenschaft, sozialem Leben bedeutet, wird den Inhalt späterer Vorträge unserer Gesellschaft bilden, ich will ihn kurz entwickeln an der Hand einer [5] Wesensschilderung unserer heutigen deutschen Lyrik. Das, was ich über die deutsche Poesie im allgemeinen sagte, gilt von der Lyrik in besonders hohem Grade. Keine Gattung der deutschen Dichtung ist so ins Kunsthandwerk ausgeartet, wie die Lyrik, keine auch ist in der allgemeinen Achtung so gesunken. In ihr hat der Afteridealismus, den der schon genannte Philosoph der neuen Werte richtiger den "europäischen Femininismus" genannt hat, seine gräulichsten Verwüstungen angerichtet. Die Quantität ist ins unermeßliche gestiegen, die Qualität abgrundtief gesunken. Wie das Klavierspielen ist die Lyrik unter die Dilettanten gerathen und zu einer fast gemeingefährlichen Klimperkunst geworden. Sie, die eine Kunst der Herzenskündigung sein soll, also die Kunst kühnster Eigenoffenbarung, ist conventionell, also eigenartslos geworden; statt auf neuen Bahnen neuen Zielen entgegenzuschreiten, beliebt sie noch immer auf der berühmten Butterblumenwiese der deutschen Sinnig- und Minnigkeit zu bummeln, zwei weiße Schäfchen zur Seite als Sinnbilder ihrer unbefleckten Seele: rechts die Unschuld, links die Langeweile, beide Vergißmeinnicht fressend. Sie ist die ebenbürtige Schwester derjenigen Sorte von Genremalerei, welche man mit dem anmutigen Einsilber Kitsch sehr schön bezeichnet: leer und gefällig.

Das ernste Publikum, zumal die Männerwelt, hat sich längst von ihr abgewandt, niemand blieb ihr treu, außer der höheren Tochter. Das Publikum ging aber zu weit in dieser Abwendung: hervorragende Dichter wie Gottfried Keller und Theodor Fontane und noch ein paar mehr, die das wahrlich nicht verdienten, haben als Lyriker mit Unrecht leiden müssen unter dem an sich berechtigten Mißfallen des deutschen Volkes an der lyrischen Afterpoesie.

Und es leiden darunter auch die neuen Lyriker, welche mit der geschilderten Unlyrik durchaus nichts zu schaffen haben. Das deutsche Volk hält es offenbar gar nicht mehr für möglich, daß nach der Sintflut von lyrischem Lavendelwasser kräftiger, fruchtbarer Boden zum Vorschein kommen könne, [6] voller Blüten. Und doch ist es geschehen! Im Lenzdrange der Moderne ist die deutsche Lyrik frisch in die Halme geschossen, und ganz in einem andern Sinne, als die Erfinder meinten, ist der Name wahr geworden, den man für das sogenannte "jüngste Deutschland" witzbeflissen geprägt hat: Gründeutschland. Wir nehmen ihn auf: grün ist die Farbe des Frühlings und der Hoffnung.

Die Moderne, – ich habe das Bannerwort genannt, unter dem wir fechten. Das Wort ist an sich nicht besonders glücklich, aber es ist doch gut, daß wir es haben, denn es hat die begriffsengen Worte Realismus und Naturalismus verdrängt, die durchaus nicht voll deckend sind für unsere Bestrebungen.

Besonders unpassend waren sie für Kennzeichnung der neuen Lyrik, für welche es nur ein Schlagwort giebt, und dies ist das Grundwort der Moderne: Individualismus. Schrankenlose Freiheit und kühnste Wahrhaftigkeit der künstlerischen Persönlichkeit: das ist es. In ihr lebt sich die moderne Lyrik aus. Der engherzige Handgreiflichkeitsrealismus liegt ihr durchaus fern, sie hat nichts zu thun mit den lächerlichen Bemühungen, der Kunst Grenzpfähle nach irgend einer Richtung zu stecken. Sie sagt: Die ganze Welt ist mein, denn mein ist das ganze Menschenherz, dieser Mikrokosmos, der weiter, viel weiter ist, als das menschliche Auge reicht. Das Reich der Phantasie ist ihr nicht verschlossen, nur soll die Phantasie wahrhaft herzenskünftig sein, blutwarm und anschaulich. Wie die moderne Malerei von Uhde zu Böcklin reicht, von der Armeleutmalerei bis zur malerischen Fabulierkunst, die ins blauphantastische schweift, so umfaßt die moderne Lyrik das unendliche Gebiet, welches zwischen der Sozialschilderung und dem Symbolismus liegt, der bis zu den Sternen greift. Die wenigen Beispiele, welche Ihnen erste Kräfte unseres Hofschauspiels mit der Kunst dramatischen Vortrags vorführen werden, sollen die Wahrheit dieser Behauptungen besser erhärten, als ich es kann. Ein Vollbild [7] von der Weite und Kraft der neuen deutschen lyrischen Dichtung werden Sie freilich doch nicht bekommen können. Ersichtlich aber wird Ihnen sicher sein, daß die Meinungen derjenigen falsch sind, welche behaupten, unter der Herrschaft des Naturalismus sei wirkliche Lyrik überhaupt nicht mehr möglich. Es hat im Gegenteil das Maß von Naturalismus, welches zum Glück in der Moderne liegt, befruchtend gewirkt auf die lyrische Dichtung. Es hat einerseits den Blick in Stoffgebiete gewandt, welche dieser Dichtungsgattung früher ferne lagen, es hat diesen Blick zugleich scharf gemacht für das künstlerisch-wesentliche in diesen Gebieten, es hat also zu einer Anschaulichkeit und Bildkraft verholfen, welche der deutschen Lyrik seit den Tagen der großen Annette Droste-Hülshoff schier abhanden gekommen war, es hat aber auch diese Wirkung für diejenigen Stoffgebiete gehabt, welche von jeher der lyrischen Dichtung die liebsten waren, es hat die Erotik ehrlicher und kühner gemacht, die Stimmungsschilderung voller und unmittelbarer, und das Phantasiestück hat an Ueberzeugungskraft gewonnen, seitdem es wirklich aus innerlichem Schauen hervorgeht und nicht mehr das Resultat leerer Construktionen ist. Man hat sich freilich gegen die Armeleutdichtung ebenso ablehnend verhalten, wie gegen die Armeleutmalerei, und man hat es zum Teil mit Recht gethan, soweit die Kunst der Elendschilderung ins unnötig brutale ausartete, aber die Zeiten dieser unkünstlerischen Einseitigkeit sind vorüber und wir besitzen in den sozialen Gedichten von Karl Henckell, Otto Erich, Arno Holz, J. H. Mackay, Georg Schaumberg und anderen Werke, welche eine wirkliche Bereicherung unserer Literatur bedeuten, weil sie thatsächlich neue Werte schufen, Werte einer neuen Schönheit, welche aus der Wahrheit und dem Mitleiden erblüht. Der Trieb nach Wahrheit und die Gewalt des Mitleidens, das nach Besserung ruft, ist es, welche diese Dichter drängt, hinabzusteigen in die lichtlosen Quartiere der harten Not, und es ist die dumpfe Stimme der Zeit, [8] welche sie bewegt, das zu künden, was sie unten sahen. Die Zeiten sind nicht mehr da es nur galt: "zu singen von Lenz und Liebe, von seliger, goldener Zeit." Andere Zeiten andere Lieder! In einem Gedichte an "Mutter und Schwester" hat es Karl Henckell mit rührender Schlichtheit ausgedrückt, was ihn treibt, von anderen Dingen zu singen, als der Uhland'sche Sänger der Romantik. Nur drei Strophen daraus will ich lesen:

Ich muß durch Gassen gehen,
Die euer Fuß nicht kennt,
Und Dinge muß ich sehen,
Die ihr nicht wißt, noch nennt.

Und alles muß ich sagen,
Was Sinn und Seele schaut,
Nach Sitte einzig fragen,
Die Wahrheit, meine Braut.

Die hat ein Auge, das leuchtet
Quellhell in heiliger Qual –
Wenn ihr es säht, ihr beugtet
Euch seinem reinen Strahl.

Aber es würde eine übertriebene Reaktion gegen die übertriebene Schönheitsverehrung früherer Zeiten sein, wollte die heutige Dichtung über dem Schatten des Lichtes ganz vergessen. Der Liebe zumal hat man ihr Recht auf Lyrik durchaus nicht geraubt. Nur sind die Töne voller und ehrlicher, und man liebt natürliche und schöne Nacktheit mehr, als die bekannte schlaue Verschleierung, welche weitmaschig verdeckt, um leise durchscheinen zu lassen. Der Ruf nach Natur, hier klingt er am vernehmlichsten, und nur Heuchlerohren klingt er schlimm. Es darf kühn gesagt werden, daß wir in dieser Hinsicht bis auf den großen Wolfgang zurück gehen müssen, um diese Töne so zu vernehmen, wie sie jetzt wieder erklingen in sieghafter Leidenschaftsherrlichkeit. Das sind wahrhaftige Jungsiegfriedslieder voll echter, heldenhafter und herzhafter Mannhaftigkeit. Das schönste wohl hat Conradi gesungen in seiner "Frühlingssehnsucht":

[9] Da nun die Nächte kamen,
Die Nächte wundersüß,
Wo letzter Nachtigallenschlag
Die Stunden feiert früh vor Tag
Und erstes Rosendüften:
Sehnt sich mein Herz nach Liebe,
Nach Glück
Nach dem verlorenen Paradies zurück u.s.w.

Die kräftigsten aber entstammen dem Herzen des holsteinischen Dichters Detlev von Liliencron, der jetzt unter uns weilt. Seine Gedichtebücher, Sammelschreine eines reichen und gütigen Herzens, sind zugleich der beste Thatsachenbeweis dafür, daß die Moderne nicht unvereinbar ist mit kühnster Phantasie, denn wie er zuweilen anmutet, wie ein Uhde in Versen, so erhebt er sich auch nicht selten zu Phantasiestücken, die an Böcklin oder Max Klinger gemahnen. Ich will zum Beweis dessen die Schlußverse der "Sündenburg" vorlesen:

Schon rötet sich das Himmelszelt,
Als ständ in Brand die ganze Welt.
Und prasselnd kracht Gebälk und Wand
Im Niedersturz auf Sand und Land.
Ich hör Geschrei, wahnsinnig Singen
Furchtbar zu mir herüber dringen.
Ein wüstes Stimmenchaos brüllt,
Ein Käfig tiger-angefüllt.
Nun steht, ein glühend Ungeheuer,
Die große Sündenburg in Feuer.
Langsam steigt aus der Lohe Weben
Ein mächtig Kreuz: Ich hab vergeben,
Und zwischendurch wie Harfenklang,
Wie Orgelton und Chorgesang.
Ein letzter Rest, ein letzter Riß
Und Schutt und Qualm und Finsternis
Und kurzer Aschenregenfall –
Und eine Ruhe überall.
[10] Nur böse durch die Nacht glänzt fern
Ein großer, grüner Funkelstern.

Es erübrigte nur noch, zum Schluß ein paar Worte über die Veränderungen zu sagen, welche teilweise die lyrische Form erfahren hat. Ich weise in dieser Hinsicht nur auf das Eine hin, auf die ausgedehnte Verwendung der freien Rhythmik, welche, kurz gesagt, das Bestreben hat, als einziges Gesetz der Form den Inhalt anzuerkennen, so zwar, daß der Fluß der Verse sich lediglich nach dem Wesen der ausgedrückten Gefühle richtet. Auch hierin drückt sich die Abwendung vom rein äußerlichen und der Trieb nach anschaulicher Charakteristik aus. Die Verse Conradi's, welche ich am Ende meiner Bemerkungen vorlesen will, sind in dieser willkürlichen Betonung geschrieben. Was die moderne Dichtung will und was sie zukunftssicher glaubt, ist darin ausgesprochen:

Des Weltalls Weiten
Durchfühlen in kühnen
Gedankenfahrten
Wir glückliche Wanderer!
Und furchtbar schreiten
Wir durch der Zeiten
Rätselumgürtetes
Riesenthor –
Nur höher und höher
Zu dir, oh leuchtende
Sonne empor!
Wir sind die Sieger!

 

 

 

 

Erstdruck und Druckvorlage

Deutsche Lyrik von heute. Vortrag, gehalten am ersten öffentlichen Abend der Gesellschaft für modernes Leben von Otto Julius Bierbaum. Mit einem Anhang: Über die von der Gesellschaft für modernes Leben geplanten Sonderausstellungen von Werken der bildenden Kunst. München: Verlag der Münchner Handelsdruckerei & Verlagsanstalt M. Poeßl 1891 (= Münchener Flugschriften, II), S. 3-10. [PDF]

Die Textwiedergabe erfolgt nach dem ersten Druck (Editionsrichtlinien).

 

 

Literatur

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Bierbaum, Otto J.: En plein air. In: Neue Freie Presse. Morgenblatt. 1889, Nr. 8815, 9. März, S. 1-2. [ANNO - AustriaN Newspapers Online]

Bierbaum, Otto J.: Bemerkungen zu Conrad Albertis "Zwölf Artikeln des Realismus". In: Die Gesellschaft. Monatsschrift für Litteratur und Kunst. 1889, Mai, S. 670-673. [PDF]

Bierbaum, Otto J.: Lyrikerchens Traum. In: Die Gesellschaft. Monatsschrift für Litteratur und Kunst. 1889, September, S. 1294-1297. [PDF]
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Bierbaum, Otto J.: [Rezension zu:] "Moderne Dichtung." Monatsschrift für Litteratur und Kritik. Herausgeber E. M. Kafka, Redakteur Michel Constantin. Verlag von Rudolf M. Rohrer in Brünn. In: Die Gesellschaft. Monatsschrift für Litteratur und Kunst. 1890, Februar, S. 305-310. [PDF]

Bierbaum, Otto J.: "Die neue Literatur". In: Moderne Dichtung. Monatsschrift für Literatur und Kritik. Jg. 1, 1890, Bd. 1, Februar, S. 78-86. [PDF]

Bierbaum, Otto J.: Liliencrons Gedichte [Rezension]. In: Die Gesellschaft. Monatsschrift für Litteratur und Kunst. 1890, April, S. 576-582. [PDF]

Bierbaum, Otto J.: Deutsche Lyrik von heute. Vortrag, gehalten am ersten öffentlichen Abend der Gesellschaft für modernes Leben. Mit einem Anhang: Über die von der Gesellschaft für modernes Leben geplanten Sonderausstellungen von Werken der bildenden Kunst. München: Verlag der Münchner Handelsdruckerei & Verlagsanstalt M. Poeßl 1891 (= Münchener Flugschriften, II), S. 3-10. [PDF]

Bierbaum, Otto J.: Die Gesellschaft für modernes Leben. In: Das Magazin für Litteratur. Jg. 60, 1891, 3. Januar, Nr. 1, S. 12-13. [PDF]

Bierbaum, Otto J.: Die Moderne in München. In: Monatsblätter. Organ des Vereins "Breslauer Dichterschule". Jg. 17, 1891, Nr. 2, Februar, S. 31-32. [PDF]

Bierbaum, Otto J.: Die Bestrebungen der Moderne in München. In: Das Magazin für Litteratur. Jg. 60, 1891, 7. März, Nr. 10, S. 153-154. [PDF]

Bierbaum, Otto J.: Die "Modernen" in München. In: Das Magazin für Litteratur. Jg. 60, 1891, 4. Juli, Nr. 27, S. 431-432. [PDF]

Bierbaum, Otto J.: Liliencrons neue Lyrik [Rezension]. In: Das Magazin für Litteratur. Jg. 60, 1891, 18. Juli, Nr. 29, S. 453-455. [PDF]

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Bierbaum, Otto J.: Zur Einführung. In: Moderner Musen-Almanach auf das Jahr 1893. Ein Sammelbuch deutscher Kunst. Herausgegeben von Otto Julius Bierbaum. München: Albert & Co. o.J. [1893], [S. III-IV]. [PDF]

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Bierbaum, Otto J.: Ein Privatissimum vom Dichten. In: Die Zeit. Bd 9, 1896, Nr. 109, 31. Oktober, S. 77-79. [PDF]

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Bierbaum, Otto J.: Der Bunte Vogel von 1897. Ein Kalenderbuch. Berlin: Schuster und Loeffler 1896.
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S. 148-170: Fritz von Uhde. [PDF]
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Bierbaum, Otto J.: Der Bunte Vogel von 1899. Ein Kalenderbuch. Berlin und Leipzig: Schuster & Loeffler 1898.
URL: https://archive.org/details/derbuntevogelvon00bier

Möbius, Martin [= Otto J. Bierbaum]: Steckbriefe erlassen hinter dreißig literarischen Uebelthätern gemeingefährlicher Natur. Berlin u. Leipzig 1900.
S. 53-56: Stefan George.
URL: https://archive.org/details/steckbriefeerla00bonsgoog

Bierbaum, Otto J.: Einige Bemerkungen zur neuesten deutschen Lyrik. In: Die Insel. Jg. 1, 1899/1900, 3. Quartal, Nr. 9, Juni 1900, S. 378-386. [PDF]

Bierbaum, Otto J.: Ein Brief an eine Dame anstatt einer Vorrede. In: Deutsche Chansons (Brettl-Lieder) von Bierbaum, Dehmel, Falke, Finckh, Heymel, Holz, Liliencron, Schröder, Wedekind, Wolzogen. Mit den Porträts der Dichter und einer Einleitung von O. J. Bierbaum. Erstes bis drittes Tausend. Berlin u. Leipzig: Schuster & Löffler, Weihnachten 1900, S. V-XVI. [PDF]
URL: https://archive.org/details/deutschechanson00bier [Siebentes bis zehntes Tausend]

Bierbaum, Otto J.: Wo stehen wir? In: Das litterarische Echo. Jg. 4, 1901/02, Heft 1, Oktober 1901, Sp. 1-7. [PDF]

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Edition
Lyriktheorie » R. Brandmeyer