Fritz Mauthner

 

 

Die Allerjüngsten und ihre Artistenlyrik.

 

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Texte zur Theorie und Rezeption des Symbolismus
Texte zur George-Rezeption

 

(Die graue Theorie.)

[Nr. 623, S.*1] Seit Monaten sorge ich mich um die undankbare Aufgabe, von der allerneuesten Entwicklung der deutschen Lyrik ein richtiges Bild zu gewinnen und den Eindruck ohne ein spöttisches und ohne ein rühmendes Wort des Vorurtheils wiederzugeben. Undankbar ist diese Aufgabe ganz besonders, weil die stillen Herren aus dem neuen lyrischen Bunde sich gewiß sagen werden: "Was stört er unseren Kreis, wenn er uns nicht bekämpfen oder auf den Schild erheben will? Warum will er Stellung zu uns nehmen, wenn er nicht heiß und nicht kalt ist, sondern lau gegenüber unseren unerhörten, unvergleichlichen und unsterblichen dichterischen Wunderwerken?" Nun, es muß nicht immer Lauheit sein, wenn ein Leser von einem Dichter sehr gemischte Gefühle erfährt, wenn ich mich zum Beispiel eine ganze Weile dem musikalischen Sprachzauber dieser Allerjüngsten gern träumerisch hingebe, die anmuthigen Bewegungen der Reime behaglich verfolge, zu den flotten Purzelbäumen der Verse beifällig lächle, bis dann plötzlich ein allzu kühner Purzelbaum mißlingt, der Bann gebrochen wird, und ich den Traum, höchste und reinste Poesie genossen zu haben, mit einem herzlichen Gelächter oder gar mit einem Fluche abschüttele. Diese starke Empfindung, zugleich ergriffen und gefoppt zu sein, ist eine Thatsache meines Bewußtseins, genau so, wie für die französischen und deutschen Pfleger der Artistenlyrik die wunderlichsten Stimmungen Thatsachen des Bewußtseins sind.

Zwischen den französischen und deutschen Dichtern bestehen einige Unterschiede. Auf französischem Boden ist die merkwürdige Pflanze fast natürlich erwachsen und hat schon vor etwa zehn Jahren ihre üppigsten Blüthen getrieben. Ein Franzose, der berüchtigte Verlaine, hat echte poetische Töne gefunden, die gelegentlich packen können wie die melancholischen unter den Gedichten Heines; ein Franzose, der verstiegene Mallarmé hat den Preis der unfreiwilligen Komik davongetragen; die Deutschen, welche nur zu ihrem eigenen Schaden das äußerliche Wesen dieser Pariser Clique nachzuahmen versucht haben, zählen unter sich einige zuverlässige Herren, die das weite Feld der unfreiwilligen Komik bebauen und dabei trotzdem von Zeit zu Zeit ein verblüffend feines Wort für ihre dichterische Stimmung finden, aber eine Persönlichkeit von der Kraft Verlaines besitzen sie nicht. Ihr gegenwärtig anerkanntes Haupt, Stefan George, ist ein Dichter, ein wirklicher; es ist ihm gegeben, in der Geheimsprache seiner Schule zu sagen, was er leidet; in unserer deutschen Muttersprache, mit welcher doch Goethe gar nicht so übel ausgekommen ist, seine Geheimnisse zu verrathen, ist ihm leider nicht gegeben. Es hängt das aufs Engste damit zusammen, daß diese ganze Dichterei vorerst nur für die Eingeweihten da sein, daß sie als Artistenlyrik leben oder sterben will. Ich muß diese Bezeichnung zunächst erklären.

In Frankreich ist auch für das Drama und den Roman, vor etwa zwanzig Jahren das Schlagwort "l'art pour l'art" aufgekommen, "die Kunst um der Kunst willen." Wir haben das Schlagwort bis zur Sinnlosigkeit wiederholt, und es ist doch, mit Verlaub, von Hause aus ein Unsinn. Kunst wird niemals für die abstrakte Kunst geschaffen, sondern nur für Menschen, die sie aufnehmen können, für Menschen mit Augen und Ohren. Die überfeinerten oder nervenkranken Leute, welche das Schlagwort l'art pour l'art aufgebracht oder auf ihre Fahnen geschrieben haben, stellten sich natürlich auch nur lebendige Menschen als ihr Publikum vor, freilich auserlesene Menschen mit künstlerisch ausgebildeten Augen oder Ohren. Weil sie in sich nicht die Kraft fühlten, gemeinverständlich wie Homer und Shakespeare und Goethe dem ganzen Volke zu suggeriren, was sie Neues mizutheilen hatten, darum erfanden sie, durch Armuth stolz gemacht, die traurige Weisheit: es schreibe so ein neumodischer Dichter nicht für sein Volk, sondern nur für seine Gemeinde. Für Künstler, wie er selbst einer ist, für die Leute vom Bau, die die Schwierigkeiten des Versmaßes und des Reims zu würdigen wissen, für Artisten. So giebt es bei einem vornehmen Circus in jeder großen Vorstellung besondere Nummern der Pferdedressur und der Gymnastik, welche nur bei Fachmännern Beifall finden können. Der Vergleich wäre gewiß unwürdig der hohen Dichtkunst, wenn es sich bei dieser Artistenlyrik um die Seelenkünderin Poesie selbst handeln würde und nicht zunächst um Versdressur und Reimgymnastik. Dieser Auffassung scheint die Behauptung der jungen Dichter in Frankreich und in Deutschland gegenüber zu stehen, daß ihnen die Form Nebensache sei, daß die künstliche Form nur der funkelnagelneuen Aufgabe diene, Stimmungen auszudrücken, welche angeblich bisher nicht zu Worte gekommen sind. Was die Maler mit Recht für sich beanspruchen und die Musiker, aus den wenigen Farben ihrer Palette, aus den wenigen Tönen ihres Klaviers unbekannte Akkorde versuchsweise zu mischen, das verlangen die Dichter billig auch für sich. Als ob Lessing nie gelebt und nicht mit seiner glänzenden Klinge für immer eine Grenze gehauen hätte zwischen der Poesie und der Malerei (die Musik lag ihm ferner), so taumeln die großen und kleinen Talente der Artistenschule zwischen den Künsten umher. Ihr Ideal scheint ein Mischmasch zwischen Poesie, Malerei und Musik zu sein, während Manchem von uns schon die Modefarbe einer Saison, schon die Harmonien junger nachahmender Komponisten wie Mischmasch er[Nr. 623, S.*2]scheinen. Hier trennt ein Abgrund die deutsche Lyrik von der französischen.

Die französischen Dichter hatten alle Ursache zu dem Versuche, neue Darmsaiten auf ihre alte Lyra zu ziehen. Die französische Lyrik ist für unseren Geschmack, offenbar jetzt auch für den Geschmack der jungen Franzosen, zu nüchtern, zu regelrecht. Schon zu Anfang unseres Jahrhunderts trat der so geniale Alfred de Musset dem klassischen Schulmeister Frankreichs mit dem übermüthigen Verlangen entgegen, die Poesie müsse unvernünftig werden (déraisonner); es war der Kriegsruf einer Revolution gegen die langweilige Herrschaft der Regel und Konvention. Für unser Empfinden ist Musset der einzige große französische Lyriker geblieben. Verlaine hat in einem hübschen Gedichte, welches sich nur zu sehr auf die technische Poetik einläßt, vor etwa fünfzehn Jahren das Programm Mussets wieder aufgenommen. Dieses Programm ist für uns fast unübersetzbar, weil es die Gewohnheiten der französischen Dichtkunst zur Voraussetzung hat. Einige Forderungen müssen uns genügen: vor allem Musik; nichts sei kostbarer als die trunkene Dichtung, in welcher das Unbestimmte mit dem Klaren sich verbindet; keine Farbe, nur die Nüance, welche allein die Flöte dem Horn vermählt, den Traum dem Traume; und wieder und wieder Musik. Verlaine selbst hat zu diesem Programm (sicherlich nicht nach ihm) viele ganz entzückende Gedichte geschrieben. Eine kleine Auswahl ist vor kurzem in einer vorzüglichen deutschen Uebersetzung *) herausgekommen. Nebenbei sei bemerkt, daß der Uebersetzer die Lebensumstände Verlaines, die diesen bald ins Gefängniß, bald ins Hospital gebracht haben, in der Einleitung übergeht, ebenso in seiner Uebersetzung die frechsten Verse des Dichters. In ähnlcher Absicht hat schon Copée kurz nach dem Tode Verlaines (1896) eine Auswahl getroffen. Es ist, als ob man Heinrich Heine zu einem beschaulich weisen und christlichen Dichter stempeln wollte.

Die Streber der Artistenschule, die Verlaines Talent nicht besaßen, haben sich strenger an sein Programm gehalten, als er selbst. Musik und Unbestimmtheit müssen für Poesie gelten. Und wenn es noch Musik wäre. Da giebt es einen Reimer, der uns in einem Sonette die Mysterien der fünf Vokale beibringen will, so zwar, daß dabei Vokale und Konsonanten einen wahnsinnigen Tanz ausführen. Die von Verlaine gewünschte Unbestimmtheit geht schon ins Aschgraue, die Trunkenheit bis zum Torkeln. Man könnte glauben, ein Deutscher verstehe die Feinheiten der französischen Sprache nicht genügend, um ein französisches Gedicht für unverständlich erklären zu dürfen. Da muß ich mich denn auf Jules Lemaître berufen, vielleicht den feinsten Pariser Kritiker, der sich einmal über den schon genannten Mallarmé in köstlicher Weise lustig gemacht hat. Anläßlich eines Gedichtes von Mallarmé, das ins Englische übersetzt worden war, sagt er ironisch: "Die Ausländer sind vielleicht fähiger als wir, diese Poesie zu verstehen; sie haben den französischen Sprachgebrauch nicht zu vergesssen, bevor sie lesen."

Die literarische Revolution gegen verknöcherte Regeln ist in Frankreich für den Lyriker eine Nothwendigkeit; seit hundert Jahren beinahe begann jedes starke Talent mit der Auflehnung gegen den klassischen Schulmeister. Die Jünger der deutschen Artistenlyrik hatten wahrhaftig nicht nöthig, das nachzumachen. Wonach die besten Franzosen sich sehnen, das besitzen wir in den Versen Goethes, Heines, Lenaus, um nur drei Namen zu nennen. Aber seltsam: die um Stefan George berufen sich nicht auf unsere großen Lyriker (den fast liturgischen Bückling vor der Gottheit Goethes abgerechnet), sondern auf Wagner, auf Nietzsche, auf Böcklin, auf Klinger. Sie meinen es gut; jedem Bereiche möchten sie das Werthvollste entnehmen, der Philosophie Gedanken, hoch bis zur Unsichtbarkeit, der Musik die Fähigkeit, Lieder ohne Worte zu dichten, der bildenden Kunst zugleich starre Statuenhaftigkeit und impressionistiche Farben. Daß sie es dabei leicht versehen und namentlich Philosophie mit der unklarsten Mystik verwechseln, daß sie Beschreibung von Bildern und geistlose Tonmalerei für farbenprächtige oder für wohllautende Poesie halten, das ist der Irrthum, in welchem gerade ihre Talente befangen sind. Einige haben es dem schrecklichen Mallarmé abgeguckt, keinen Punkt und kein Komma zu schreiben und so schon für das Auge die Sätze durch einander fließen zu lassen, zur Qual des Lesers; so machen sie auch kein Punkt und kein Komma zwischen den einzelnen Künsten. Sie glauben, Lessings Lehren überwunden zu haben, weil sie nicht im Stande sind, sie zu befolgen.

 

(Stefan George.)

[Nr. 636, S.*1] In dem ersten Aufsatze ist der Ausdruck "Artistenlyrik" erklärt worden. Weil die neumodischen Dichter nicht die Kraft fühlten, gemeinverständlich wie Homer und Shakespeare und Goethe ihrem Volke zu suggeriren, was sie etwa Neues mitzutheilen hatten, darum erfanden sie bettelstolz die traurige Weisheit: es schreibe ein Jeder von ihnen nicht für sein Volk, sondern nur für seine Gemeinde.

Um so eine Gemeinde eines Dichters ist es eine schöne Sache, wenn sie natürlich entsteht, wenn an hundert Orten zugleich empfängliche Menschen, die weder einander noch den Dichter kennen, seine Werke liebgewonnen haben, wenn sie einander gelegentlich an dieser Liebe wie an einem Freimaurerzeichen erkennen, wenn sie dann eines Tages froh erfahren, daß ihr Liebling allgemein, das heißt von ein paar Tausend Landsleuten, bewundert wird. In dieser Weise entstand vor Jahren eine Keller-Gemeinde, ähnlich, wenn auch unter Führung leidenschaftlicherer Anhänger, eine Wagner-Gemeinde, eine Nietzsche-Gemeinde. Unsere lyrischen Artisten versuchen, an die Stelle dieser natürlichen Entwickelung eine künstliche Gemeindebildung zu setzen. Die unerfreuliche Seite der einstigen Agitation für Richard Wagner dient ihnen als Muster; sie vergessen leicht, daß nur die außerordentliche künstlerische Macht von Wagners ganzer Persönlichkeit jene Ausschreitungen entschuldigte oder berechtigte. Die Herren wollen ihre Gemeinde bilden ohne das genügende Kapital von Schaffenskraft. Bleibt darum die Gemeinde nur klein, beschränkt sie sich auf fünfzig oder fünf Seelen, so möchte sie dennoch von sich reden machen. Und ist am Ende nur eine einzige Seele da, nämlich der Dichter selbst, so ernennt er sich zu seiner Gemeinde, ist Vorstand, Schreiber und Volk in einer Person; er ist der Einzige und die Welt sein Eigenthum. Der Individualismus, der gegenwärtig in der Philosophie einen Sieg erfochten zu haben scheint, verlangt sein Recht auch in der Poesie, und man müßte sich ihm beugen, wenn nur die Individualitäten der Herren Dichter groß genug wären. Liest man die Gemeindeblätter der Lyriker, so erfährt man, daß die neue Dichtung aristokratisch geworden sei, was wohl so viel heißen soll wie: nur für Standesgenossen verständlich. Wäre mit dem Wort Aristokratie nur gemeint, daß zu den Aristokratien des Geistes, der Geburt und des Geldes noch eine neue Aristokratie des Gefühls zu treten habe, so ließe sich dagegen nicht viel einwenden, höchstens die sprachliche Bemerkung, daß Aristokratie immer eine Herrschaft oder ein Streben nach Herrschaft mit bedeutet, und daß die Hyperästhesie unfähig ist, zu herrschen, daß der künstlerische wie der politische Individualismus gar nicht herrschen will. Nach seiner Theorie wenigstens nicht. Ich will aber gerecht sein und zugeben, daß denen um Stefan George, daß besonders ihm selbst mitunter Verse gelingen, deren Stimmung nur von feinfühligen Lesern aufgenommen werden kann. Solche Stellen beweisen gewiß, daß die jungen Verfasser Talent besitzen, beweisen sogar, daß dieses Talent den Weg vorausahnt, auf welchem vielleicht der nächste große Lyriker schreiten wird. Lohnt es aber, den ganzen Wust von Geziertheit und Undeutlichkeit zu durchforschen, um einige wenige hübsche Verse zu finden? Wer diese Frage verneint, der muß offenbar auf die Ehre verzichten, ein Aristokrat zu heißen.

Es ist kein Zufall daß dieser vermeintlich aristokratische Zug der lyrischen Garde auch in Aeußerlichkeiten zum Vorschein kommt. Mir würde übrigens das ehrlich hochmüthige Bestreben, schlichte Leute vom Lesen dieser Bücher durch absonderliche Ausstattung abzuschrecken, sogar gefallen, wenn nur die kleinen Mittel, durch Druck, Papier und Zierat sowie durch eine unglaubliche Behandlung der Interpunktion das Lesen für den uneingeweihten Pöbel zu erschweren, nicht doch dem Wesen der ganzen Buchdruckerkunst widerspräche.

Die typographische Maskerade der Artistenlyrik würde freilich ein besonderes Kapitel beanspruchen. Herr Ernst Schur, ein anderer junger Lyriker, der das Ziel der Unverständlichkeit durch ganz besondere Mittel anstrebt und darum für seine Sammlung von Gedichten trotz einiger Begabung nichts anderes als Hohn und Spott einheimsen konnte, dieser Herr Schur hat vor wenigen Monaten Aufsätze veröffentlicht, nach welchen er der Philosoph der Buchausstattung genannt zu werden verdient. Man sollte nicht glauben, wie viel Tiefsinn sich mit geduldigen Worten über Format der Bücher, über Papier und Druckschrift sagen läßt. "Eine schlanke Form hat für den feinnervigen Menschen einen unsagbaren Reiz ... das Papier soll als Persönlichkeit mitsprechen.... die Hand fühlt die wohlthuende Berührung mit dem starken, rauhen Papier." Die Darstellung dieses blaublütigsten unter den Aristokraten gipfelt in einer Philosophie "der unbedruckten Fläche" und ist hier darum zu erwähnen, weil Stefan George und seine Leute belobt werden, "weil sie – der Erkenntniß folgend, daß schnelle Lesbarkeit, also alltägliche Deutlichkeit nicht immer das oberste Gesetz bildet – statt der großen Anfangsbuchstaben der Worte die kleinen setzen; sie geben auch keine Interpunktion." Es ist wirklich schwer, diese Vertheidigung der Unlesbarkeit ernsthaft zu widerlegen. Druckschrift wie jede andere Schrift ist doch nur ein Ersatz für die lebendige Sprache; der Tonfall eines Satzes wird durch die [Nr. 636, S.*2] Notenzeichen der Interpunktionen ebenso ausgedrückt wie die Sprachlaute durch die Buchstabenzeichen. Läßt man die Interpunktionen fort, die mühsam genug im Laufe der Jahrtausende eingeführt worden sind, so entsteht für unser lesendes Auge das gleiche unerträgliche Gefühl, welches für unser Ohr durch das tonlose und ungegliederte Ableiern einer Rede erzeugt wird. So kann allerdings das letzte Ziel erkämpft werden, die vollendete Undeutlichkeit.

Allen diesen Grundsätzen ist Stefan George in der ersten Ausgabe seines "Jahrs der Seele" unentwegt treu gewesen. Kein Komma verstattet dem Leser, Athem zu holen. Eine demokratische plebejische Hand wie die meine empfand sogar die Berührung mit dem haarigen Papier des Umschlags wie eine Belästigung, was darauf schließen läßt, daß aristokratischere Hände eben von diesem Papiere den unsagbaren Reiz einer feinen Persönlichkeit erhielten. In der neuen Ausgabe seiner Gedichte *), die soeben in drei Bänden bei Georg Bondi erschienen ist, wird er den treuesten Mitgliedern seiner Gemeinde beinahe wie ein Abtrünniger erscheinen, weil eine bescheidene Zahl über den Druck hingestreuter Interprunktionen dem gemeinen Bedürfniß der alltäglichen Deutlichkeit ein kleines Zugeständniß macht. Und nun zum Inhalt, den doch selbst die Philosophie des unbedruckten Papieres als verzierende Beigabe der Bücher wird gelten lassen müssen.

"Jedes einzelne Gedicht ist ein Bild," sagt rühmend ein Bewunderer Georges von der ersten Sammlung. Wenn jedes dieser Gedichte ein gutes Bild wäre, so müßten wir uns freuen und hätten nur zu bedauern, daß die um Stefan George nicht wissen, wie hoch die Ausdrucksmittel der Poesie über denen der bildenden Kunst stehen. Mit dieser Unterschätzung ihrer eigenen Kunst stehen leider die um George nicht allein; es ist so viel bequemer, sich in einer Ausstellung zu zeigen oder Teppiche und Porzellan zu kaufen, als gehaltvolle Bücher zu lesen, daß müßige Männlein und Weiblein ihrem George gewiß zustimmen werden, wenn er in einer seiner hohenpriesterlichen Vorreden sagt: er habe den wachsenden Wünschen nach Veröffentlichung seiner Verse nachgeben zu dürfen geglaubt, weil "heute mit dem freudigen Aufschwunge von Malerei und Verzierung bei uns vielerorten ein neues Schönheitsverlangen erwacht." Ich habe schon zugegeben, daß hier und da so eine Nachzeichnung eines Bildes recht hübsch gelungen ist. Um den Dichter zu Worte kommen zu lassen, will ich die besten Verse aus Georges Winterreise (er sagt dafür in seiner gespreizten Weise "Waller im Schnee") hersetzen:

   "Ich möchte langsam auf dem weißen Plan
Mir selber unbewußt gebettet sein.
Doch wenn die Wirbel mich zum Abgrund trügen,
Ihr Todeswinde mich gelinde träft:
Ich suchte noch einmal nach Thor und Dach.
Wie leicht, daß hinter jenen Höhenzügen
Verborgen eine junge Hoffnung schläft!
Beim ersten lauen Hauche wird sie wach."

In allen drei Bändchen habe ich, natürlich nur von meinem unmaßgeblichen Geschmacke geleitet, zusammen gerade drei so vornehme, verständliche wirkliche Gedichte gefunden. Dazwischen sind weite Strecken ausgefüllt mit Versuchen, Tizian, Watteau und Böcklin mit stammelnden Worten nachzuahmen. Dafür eine buchstabengetreue Probe:

"Wie unsre glorreichen himmel – bruder im stolz!
So breitet dein glänzendes gelb und wie reifender lohn,
Es zittern in deinem lila und wehen grün
Gestaltlose stunden mit ihrem mühsamen rinnen
Und lange seufzer aus kerkern ohne erhebung.
Dein strahlendes blau umkleidet die wunschlosen götter,
In deinem veilchendunkel voll pupurner scheine
Ist unser tötliches sehnen – bruder im leid!"

Ist es nicht traurig genug, wenn der freudige Aufschwung von Malerei und Verzierung manchen impotenten Malersmann dazu treibt, die unschuldigen Farben seiner Tuben so sinnlos zu den Harmonien der Mode durch einander zu werfen? Muß das auch noch in der Sprache Goethes nachgemacht werden? Ungestaltet und unvorstellbar ziehen die Träume Georges zu häufig an uns vorüber.

Daneben würde er, wäre der Inhalt nur reicher, ernstliche Anerkennung verdienen für sein Streben nach Beherrschung der Form. George bietet auf silberner Schale ungenießbare Früchte. Nachdem verwandte lyrische Gruppen die Formlosigkeit bis zur unfreiwilligen Parodie übertrieben haben, ist dieses Verlangen nach Formschönheit eine wahre Wohlthat, und das Erreichte oft so vortrefflich, daß man die sauber gearbeitete Schale mit Vergnügen von allen Seiten betrachten kann und sich tröstet, wenn die Früchte dabei fortrollen. Man wird in günstigen Fällen an Platen erinnert; aber von Platens Sprachmeisterschaft ist George doch weit entfernt. Bei artistischen Leistungen muß alles leicht scheinen, darf man niemals an die Schwierigkeit erinnert werden; so mühelos erscheinen Georges Reime nicht immer, zu oft müssen ungebräuchliche Worte, gequälte Satzstellungen und ab und zu selbst grammatische Freiheiten nach veraltetem Poetenrecht mithelfen.

Die alltägliche Deutlichkeit wird mit Glück vermieden. Ich verzichte darauf, die Lacher auf meine Seite zu ziehen und Proben äußerst schwer verständlicher Strophen zu geben. George, in welchem ja trotz alledem – nur nicht mit alltäglicher Deutlichkeit – etwas von einem Dichter steckt, könnte sich am Ende und nicht ganz mit Unrecht darauf berufen, daß auch das Verständniß von Dante, vom zweiten Theile des Faust, von Leopardi nicht auf der Heerstraße liegt. Nach einiger Anstrengung ist es doch selbst meinem plebejischen Verstande gelungen, den wahrscheinlichen Sinn mancher Verse zu entziffern, die mich zuerst nur verblüfft hatten; vielleicht gelingt das einem Aristokraten überall. Es scheint mir da einzig und allein auf das Verhältniß anzukommen zwischen der aufgewandten Mühe und dem gewonnenen Genusse. Ich fürchte, das Verhältniß liegt ungünstig für Stefan George. Es ist ja wahr, die Allgemeinverständlichkeit, mit welcher zum Beispiel der Frühling von tausend Dichtern in Reime gebracht worden ist, die sangen, wie der Vogel singt, war trivial geworden; man verlangte nach neuen Weisen. Aber darum ist der Frühling immer noch so übel nicht, und es ist bedenklich, wenn George eingesteht:

"Mein Garten bedarf nicht Luft und nicht Wärme,
Der Garten, den ich mir selber erbaut,
Und seiner Vögel leblose Schwärme
Haben noch nie einen Frühling geschaut."

Sollten diese Zeilen ein bischen Aergerniß erregen bei der Gruppe der Artistenlyriker und bei den noch jüngeren Damen und Herren, die in ihrem heißen Sehnen nach einem neuen Messias und in dem minder erfreulichen Wunsche nach funkelnagelneuen Sensationen zu jeder Saison einen anderen Dichterfürsten entdecken möchten, so will ich dagegen das Wort des alten herrlichen Lichtenberg umkehren und fragen: Wenn die Köpfe eines Dichters und eines Lesers zusammenstoßen, und es klingt hohl, muß es immer der Leser gewesen sein?

 

 

[Fußnote, Nr. 623, S. *2]
*) Gedichte von Paul Verlaine, übertragen von Hans Kirchner. Halle a. d. S. Verlag von Otto Hendel.   zurück

[Fußnote, Nr. 636, S. *2]
*) Stefan George. – 1. Hymnen. Pilgerfahrten. 2. Jahr der Seele. 3. Bücher der Hirten- und Preisgedichte. – 2. Ausgabe. (Georg Bondi, Berlin 1899).   zurück

 

 

 

 

Erstdruck und Druckvorlage

Berliner Tageblatt und Handels-Zeitung. Abendausgabe.
1898:
Nr. 623, 8. Dezember, S. *1-2 (Die graue Theorie)
Nr. 636, 15. Dezember, S. *1-2 (Stefan George). [PDF]

Wiederholt in:
Das litterarische Echo.
Jg. 1, 1898/99:
Heft 8, 15. Januar 1899, Sp. 493-496
Heft 9, 1. Februar 1899, Sp. 560-564. [PDF]

Die Textwiedergabe erfolgt nach dem ersten Druck (Editionsrichtlinien).


Berliner Tageblatt und Handels-Zeitung  online
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Literatur

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Verzeichnisse

Kühn, Joachim: Gescheiterte Sprachkritik. Fritz Mauthners Leben und Werk [mit einer Fritz-Mauthner-Bibliographie]. Berlin u.a.: de Gruyter 1975.

Stock, Karl F. / Heilinger, Rudolf / Stock, Marylène: Personalbibliographien österreichischer Dichterinnen und Dichter. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Bd. 2. 2. Aufl. München: Saur 2002.
S. 1086-1088: Fritz Mauthner.

Lexikon deutsch-jüdischer Autoren. Bd. 16. München: Saur 2008.
S. 362-373: Art Fritz Mauthner.




Roure, Pascale: Kyniker der Gegenwart. Fritz Mauthner zur literarischen Moderne in Frankreich und Deutschland. In: Kulturkritik zwischen Deutschland und Frankreich. Hrsg. von Olivier Agard u.a. Frankfurt a.M. 2016 (= Schriften zur politischen Kultur der Weimarer Republik, 18), S. 91-112.

Ruprecht, Erich u.a. (Hrsg.): Literarische Manifeste der Jahrhundertwende 1890 – 1910. Stuttgart 1970.

Schuhmann, Klaus: Lyrik des 20. Jahrhunderts. Materialien zu einer Poetik. Reinbek bei Hamburg 1995 (= rowohlts enzyklopädie, 550).

Ullmann, Bettina: Fritz Mauthners Kunst- und Kulturvorstellungen. Zwischen Traditionalität und Modernität. Frankfurt a.M. u.a. 2000.

 

 

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Lyriktheorie » R. Brandmeyer