Otto Julius Bierbaum (Hrsg.)

 

 

Deutsche Chansons (Brettl-Lieder)

 

Ein Brief an eine Dame
anstatt einer Vorrede.

 

München im Saharetmonat:    
September 1900.               .

 

Meine liebe, teure und unbeschreiblich blonde gnädige Frau, Herrin und Gebieterin! Stellen Sie sich, bitte, einmal vor, Sie säßen in einem mit himmelblauer Seide austapezierten Pavillon, hätten ein weißes Mullkleid an, das von rosafarbenen Schleifen gerafft, also kurz wäre, dazu einen florentiner Strohhut auf mit langen, langen suivez-moi-Bändern und links auf der Brust einen schwarzen Halbmond, rechts auf der Wange eine schwarze Scheibe: Schönheitspflästerchen; Ihre Schuhe, weiß atlassen, hätten hohe rote Stöckel, Ihre Strümpfe (oh, hm! hm!! hm!!!) wären fleischfarben und von veilchenblauen Zwickeln flankiert, und Ihre kleine, [VI] rosige, aber etwas bepuderte Hand hielte einen Hirtenstab mit flottierenden Bändern. So säßen Sie, Madame la Marquise als Schäferin, in einem mit meergrünsilber Brokat ausgeschlagenen Fauteuil und blickten lächelnd durch die schmale hohe Glasthüre hinaus in den Park, wo ich in der himmlischesten aller Seidenwesten (aprikosenfarbener Fond mit Silberapplikation und eingewirktem Tulpenmuster) ebenso graziös wie eilig zwischen den geschorenen Blutbuchen herankomme, links mit einem Spitzentaschentuch, rechts mit einem kleinen roten Buche winkend. Und nun winkten auch Sie recht lebhaft und fröhlich und riefen: "Ah, les chansons nouvelles, mon cher, n'est-ce pas? Enfin!" Und ich könnte gar nicht schnell genug (aber immer graziös) herbeigeeilt kommen und ließe mich auf's denkbar zierlichste in Kniebeuge vor Ihnen nieder und legte das kleine rote Buch in Ihren Schoß und spräche, noch ein bißchen außer Atem, aber doch mit sehr süßer Stimme: "Oui, ma chère, voilà les chansons nouvelles." Und nun führten Sie die goldene Stielbrille ans Auge und begännen sofort zu [VII] blättern, zu naschen, zu lesen, und die kleinen heitern Refrains flögen von Ihren frischen Kirschenlippen auf und jagten sich zwischen den vergoldeten Liebesgöttchen über den Spiegeln und Fensterbögen. Schöner aber, heiterer und silbersüßer als die graziösesten Refrains, klänge Ihr Lachen, Ihr lustiges, gesund volles Kinderlachen, wenn Sie – oh glücklicher Dichter! – ein Lied fänden, das Ihnen besonders lustig und lieblich schiene. Ich aber läge die ganze Zeit vor Ihnen auf den Knien und genösse das holdeste aller Schauspiele: Wie sich die Schönheit an der Heiterkeit der Kunst erfreut, wie die Worte der Dichter von den Küssen des schönsten Mundes ins Leben getragen, durch die Berührung mit den Lippen einer schönen Frau erst recht lebendig werden.

"Amoroso phantasiert," sagen Sie, indem Sie diese Zeilen lesen, denn Sie sind eine kleine Moquante. Aber was wollen Sie denn? Die Geschichte ist ja beinahe ganz wahr!? Sie sind so schön, wie nur irgend eine Marquise der galanten Zeit je gewesen ist, und das rote kleine Buch liegt vor Ihnen. Meine Weste ist [VIII] freilich schwarz, und die Westen der übrigen Dichter (mit einziger Ausnahme Heymels) sind es wahrscheinlich auch, – aber was macht das? Wenn die Chansons nur bunt sind. Und sie sind es, Marquise meines Herzens, sie sind es. Es ist wahrhaftig ein hübscher Strauß, und die Blumen lachen. Die paar dunkeln Flecke dazwischen, ernste Blätter aus dem Herbste, stören das Ganze nicht, heben es nur. Wir haben ja Kunst für das Variété zusammengestellt. Da mochte und mußte das Schrille neben dem Zarten, das Ausgelassene neben dem Ernsten, heißes Gefühl neben Tändelei, Sentimentalität und Ironie nebeneinander stehen.

Kunst für das Variété. Aber ist das nicht eine schändliche Profanation? Heißt es nicht, einen unziemlichen Scherz mit der Muse der lyrischen Dichtkunst treiben, wenn man die Kinder, die man ihrer Huld verdankt, auf's Brettl stellt? Lyrik und Tingeltangel, – wie reimt sich das zusammen? Werden die Hochnotpeinlichen nicht sagen: Da seht ihrs nun, dahin sind sie glücklich gelangt mit ihrer Revolution der Litteratur, – erst auf die Freie [IX] Bühne und nun in die Singspielhalle . . . ! . . . ? Ach, meine blonde Königin, sie werden es freilich sagen, und sie werden schrecklich saure Gesichter dazu schneiden, und es wird gar nicht lieblich sein, zu hören, was für Tempelschänder wir sind. Das ist nun so. Und es wäre gar nicht nett, wenn es anders wäre. Das Variété-Theater des Lebens wäre entsetzlich langweilig, wenn nicht auch die Steifleinenen ihre Knock-About-Nummern hätten.

Indessen muß ich gestehen, daß auch wir recht ernste Absichten haben, indem wir unsere Kunst in den Dienst des Tingeltangels stellen. Wir haben nun einmal die fixe Idee, es müßte jetzt das ganze Leben mit Kunst durchsetzt werden. Maler bauen heute Stühle, und ihr Ehrgeiz ist, daß das Stühle seien, die man nicht bloß in Museen bewundern kann, sondern mit denen sich die vier Buchstaben ohne Einbuße an ihrem Wohlbefinden wirklich in Berührung setzen können. So wollen auch wir Gedichte schreiben, die nicht bloß im stillen Kämmerlein gelesen, sondern vor einer erheiterungslustigen Menge gesungen werden [X] mögen. Angewandte Lyrik, – da haben Sie unser Schlagwort.

Aus diesem Worte kann man die ästhetischen Gesetze des Chansons, wie wir es meinen, ziehen. Es müssen Lieder sein, die gesungen werden können; das ist das Erste. Das Zweite und nicht minder wesentliche aber ist, daß sie für eine Menge gesungen werden können, die nicht etwa, wie das Publikum eines Konzertsaales, darauf aus ist, "Große Kunst" kritisch zu genießen, sondern die ganz einfach unterhalten sein will.

Unsere Meinung ist nun, daß auch dazu die Kunst nicht zu gut ist. Wir halten es vielmehr für verdienstlich, dem Unterhaltungsbedürfnisse unserer Mitmenschen mit künstlerischen Mitteln auch dort gerecht zu werden, wo bisher fast ausschließlich rohe Unkunst herrschte. Wie die Freien Bühnen es dahin gebracht haben, daß der Geschmack des Theaterpublikums ein höheres Niveau erhalten hat, so wird es, denken wir, möglich sein, durch künstlerische Variétébühnen verbessernd auch auf den Geschmack der größeren Menge zu wirken.

[XI] Man überlege sich, welch breiten Raum im heutigen Theaterleben die Variétébühnen einnehmen, wieviel Menschen es giebt, für die es außer ihnen kein Theater giebt, und man wird, meine ich, der Empfindung nicht wehren dürfen, daß es sich damit um ein Institut handelt, dessen Einfluß auf die Gesittung der großen Menge enorm ist.

Es giebt Leute, die spartanisch genug sind, daraus den Schluß zu ziehen: "écrasez les infames", – aber was nützt uns der zornige Eifer dieser Spartaner? Man kann Einrichtungen, die, wie das Variététheater, offenbaren Bedürfnissen des modernen Menschen gerecht werden, nicht ohne weiteres wegdecretieren. Sie sind Erzeugnisse unserer allgemeinen Zustände, Aeußerungen unserer Kultur, wie etwa unsere elektrischen Straßenbahnen; es würde uns jetzt etwas fehlen, wenn wir sie auf einmal nicht mehr hätten. Der heutige Stadtmensch hat, wenn Sie Gütige mir das gewagte Wort erlauben, Variéténerven; er hat nur noch selten die Fähigkeit, großen dramatischen Zusammenhängen zu folgen, sein Em[XII]pfindungsleben für drei Theaterstunden auf einen Ton zu stimmen; er will Abwechslung, – Variété. Damit müssen wir rechnen, wenn wir mehr sein wollen als ästhetische Präceptoren; und wenn wir Künstler sind, mit dem Wunsche ins Leben zu wirken, so werden wir nicht auf die Idee verfallen, die Tingeltangels mit Feuer und Schwert, mit Polizei und Fanatismus auszurotten, sondern wir werden darauf denken, sie der Kunst zu gewinnen, sie in einem gewissen Sinne den "ordentlichen" Theatern ebenbürtig zu machen.

Zuerst ist diese Idee, glaube ich, von meinem Freund Stilpe ausgesprochen und mit dem ganzen Bohème-Elan seines ungeberdigen Wesens in Scene gesetzt worden. Wie es ihm damit ergangen ist, wissen Sie aus dem Buche, das seinen Namen trägt. Jetzt soll die Idee aus der Welt des Romans in die der Wirklichkeit übersetzt werden, und kein Geringerer als unser Freund Wolzogen ist es, der das besorgen will und wird. Ich halte das für keine geringere That als seinerzeit die Gründung der Freien Bühnen, und mir mißfällt an seinem [XIII] Plane nichts als der Titel, den er seinem Theater <geben> will. Er will es "Ueberbrettl" heißen, und das klingt mir wie ein Witz, der allzuleicht die Meinung erzeugen kann, als handle es sich auch mit der Sache selber nur um den witzigen Einfall eines Dichters. Aber der Name ist von nebensächlichem Belang. Die Hauptsache ist, daß der Plan selber in den rechten Händen liegt und alle Aussicht hat, ausgeführt zu werden. In Darmstadt soll es geschehen, dort, wo der zielbewußteste Kunstmäcen unserer Zeit, der deutsche Fürst, der wie kein anderer unsere Kunst und ihre Ziele versteht, im Jahre 1901 ein "Dokument deutscher Kunst" errichten wird. Zu diesem Dokument wird auch Wolzogens Brettl gehören, und Olbrich, dieser wunderbar frische und herrlich thätige Baukünstler, wird ihm das Haus dazu bauen.

Was wir hier bringen und zuerst in Ihre schönen Hände legen, ist eine bescheidene Gabe von Baubeiträgen. Wir wollen zeigen, daß unsere lyrische Kunst schon früher, als Aussicht auf Verwendung war, kleine anspruchslose [XIV] Dinge geschaffen hat, unter denen sich wohl das eine und andere Brauchbare finden möchte. Es werden sich, wenn einmal die Theater dafür da sind, viele einstellen, die mehr und vielleicht Besseres bringen; hier ist ein kleiner Grundstock. Es soll nur gezeigt werden, daß es an dichterischen Kräften für das deutsche Chanson nicht fehlt, und daß diese Kräfte mannigfaltig genug sind, um auch damit dem Wesen des Variétés zu genügen.

Wenn meine schöne Freundin uns so hold ist, in diesem kleinen Buche zu blättern, wird sie vielleicht wie wir, als wir es zusammenstellten, überrascht sein, wie bunt die einzelnen Gaben nebeneinander stehen. Von meinem Durcheinander der Laune und ihrer Töne will ich lieber schweigen; ich bin sowieso als Variétélyriker verrufen. Aber sehen Sie sich die anderen an! Wie entzückend hebt sich einer vom andern ab. Ueber Liliencron, Falke, Holz, Dehmel zu Ihnen zu sprechen, wäre Beleidigung, denn Sie wissen in ihnen mindestens so gut Bescheid wie ich, aber wie werden Sie über Wedekinds Gaben staunen, die aus seiner [XV] "Fürstin Russalka" sind, einem ebenso brillanten wie wenig bekannten Buche. Wolzogen ist der einzige, der seine Brettlsänge ad hoc geschrieben hat; seine Art hat die nächsten Beziehungen zu dem auf diesem Gebiete üblichen und ist deshalb vielleicht am besten geeignet überzuleiten. Und dann unsre beiden Jungen, der reizende graziöse Page Finckh und Heymel, der ungezogene aber immer liebenswürdige Ausbund an Lebenslust, Munterkeit und üppiger Jugend. Und Schröder, der weise Jüngling, vir juvenis sapiens, der selbst im Ulkigen Aesthet ist, und dessen groteske Brettlsänge wie Zeichnungen von Beardsley in Reimen anmuten! Ist das nicht ein prachtvoller Nachwuchs?

Ich glaube, meine Gnädige, Sie werden Freude an dem kleinen Buche haben, wenn auch, wie es nicht anders sein kann, manchmal verwegene Töne darin angeschlagen werden. Denn, was kann da sein: Wir wollen das Variété zwar ins Gebiet der Kunst erheben, aber zu einer Anstalt für Verkrüppelung der guten natürlichen Instinkte wollen wir es nicht machen. Im Gegentheil: Alles Gesunde, Le[XVI]bendige, alles was heiter und gut aus unseren Sinnen kommt, soll hier seine Stätte und seinen geraden, schönen Ausdruck finden. Wir denken uns das Variété der Zukunft als eine Schaubühne, die keine moralische, sondern eine ästhetische Anstalt sein will. Es soll schön und heiter auf ihm zugehen, vielleicht – nein: gewiß auch übermütig, aber alles bloß Rohe und Wüste, alles was des Maßes der Schönheit entbehrt, soll keinen Platz auf ihm haben. Doch hat freilich jedes Genre seine Schönheit, und es wird immer Banausen geben, die das Frechheit nennen, was der freiere Geist als die spezifische Schönheit einer Art empfindet. Denken Sie jetzt an Aristophanes? Wir, meine liebe, schöne Freundin, denken manchmal an ihn.

Und nun also die feine Nase ins rote Buch, Marquise, und seien Sie uns eine huldreiche Leserin!

Ich küsse Ihnen die kleine Hand so lange, als Sie es erlauben, und bin der gehorsame Diener Ihrer Schönheit und Güte

Otto Julius Bierbaum.      

 

 

 

 

Erstdruck und Druckvorlage

Deutsche Chansons (Brettl-Lieder) von Bierbaum, Dehmel, Falke, Finckh, Heymel, Holz, Liliencron, Schröder, Wedekind, Wolzogen. Mit den Porträts der Dichter und einer Einleitung von O. J. Bierbaum. Erstes bis drittes Tausend. Berlin u. Leipzig: Schuster & Löffler, Weihnachten 1900, S. V-XVI. [PDF]

URL: https://archive.org/details/deutschechanson00bier [Siebentes bis zehntes Tausend]

Die Textwiedergabe erfolgt nach dem ersten Druck (Editionsrichtlinien). Ein Druckfehler wurde korrigiert (S. XIII).

In späteren Auflagen mit Zusätzen zur Einleitung (1902 [PDF])

 

 

Bibliographie der deutschsprachigen Lyrikanthologien 1840 – 1914

 

 

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Edition
Lyriktheorie » R. Brandmeyer