Richard Dehmel

 

 

Brief an Gustav Kühl

[Auszug]

 

Blankenese, 2. Januar 1902.      

 

Ich muß in Unterbrechungen schreiben, weil wir die Handwerker noch immer in der Wohnung haben, und wenn ich den Kerlen nicht auf die Finger sehe, verpfuschen sie mir die ganze Einrichtung; ich habe sie selber entworfen, da sehen Sie den Segen des Dilettantismus. Das Initial zu der Ehemeldung habe ich ebenfalls selbst gezeichnet, in Anlehnung an Peter Behrens.

Ihren "Brief an Dehmel" habe ich schon vor 4 Tagen an Ihren Freund Müller geschickt, habe das Datum in 14. Dezember abgeändert, weil sonst die Redaction ihn nicht für "aktuell" genug halten könnte. – – –

Geändert habe ich an dem prächtigen "Brief" nur wenig, und fast nichts an den Stellen, wo Sie mir am Zeuge flicken. Das hinkende, sehr stark hinkende Gleichnis aus Matthäus steht übrigens nicht in Cap. 5 oder 6, sondern in 9 (Vers 16) – und Lazarus hat thatsächlich in Bethania gewohnt. Vor allem habe ich eine Stelle stehen lassen, wo Sie mir direkt Unrecht thun; aber Sie haben's mit so drastischem Humor gethan, daß ich sie aus Stilgefühl stehen ließ. In der Überschrift "Sehet, welch ein Wort" steckt nämlich nicht eine Spur >Selbstanbetung<, Sie oller Schnüffelfritze; sondern ich habe dies Wort ("nur selig!") thatsächlich in silbernen Lettern an der Wand der ziemlich kahlen Studierstube des Cremmer Oberpredigers Dr. Luther gelesen, und lediglich um den mahnenden Eindruck des Wortes zu verstärken, setzte ich den biblisch kategorischen Imperativ über das Refraingedicht. Ich bete mich überhaupt nicht selber an, geschweige meine Worte; was ich manchmal anbete, ist nur die unsägliche Macht, deren Mundstück ich in heiligen Stunden bin. Amen! – –

[394] Ich bin drum noch lange kein >Prediger<. Diesen Ausdruck, daß ich ein "Gemisch von Dichter und Prediger" sei, Ihnen stehen zu lassen, ist mir sehr schwer gefallen. Denn er sagt etwas scheinbar Richtiges über mich, führt aber im Grunde den Leser irre. Um wenigstens einigermaßen den richtigen Weg zu weisen, habe ich zu "Prediger" noch die Worte "in der Wüste" hinzugefügt. Was Sie meinen, ist Das, was ich selber immer den Gesetzgeber in mir nenne. Ich suche in Sinnbildern die Naturgebote der Menschheit festzustellen; ob sie diese Sinnbilder als Vorbilder auffaßt und befolgt, ist mir verdammt gleichgiltig. Ich gebe keine Anleitung dazu, weder direkte wie ein Prediger, noch indirekte wie der Professor Schiller. Jene Gesetzgeberschaft aber hat von jeher jeder Künstler ausgeübt, der mehr als ein bloßer Fachkünstler war; und zumal in jedem echten Dichter jeder großen Kulturepoche ist immer wieder der Priester oder König oder Staatsmann oder Feldherr aufgelebt, die ursprünglich, im sogenannten Naturzustand der Menschheit, alle in der einen Person des gottbegnadeten Wortführers (vergl. Moses, David, Solon, Tyrtäos) vereinigt waren. Kommen Sie mir nun blos nicht mit der Phrase von der "Unbewußtheit" des künstlerischen Schaffens, und daß man die "Tendenz" (auf deutsch Absicht) nicht merken dürfe. Absichten merkt man immer, in jedem Menschenwerk; es kommt blos darauf an, daß die Absichten im Werk selbst ihre Verwirklichung finden, daß sie nicht abzielen auf ihre Erfüllung durch andere Werke, daß sie nicht ablenkend wirken von vornherein. Darum, und nur darum, wirkt es "unkünstlerisch", wenn Schiller einige seiner Helden als Modelle für eine "moralische Anstalt" aufputzt, die sich im Kunstwerk höchst unmoralisch benehmen. Nicht aber wirkt es unkünstlerisch, wenn Shakespeare uns im "Hamlet" durch Vorführung des sieghaften Fortinbras darthut, daß der im Grunde höchst moralische Hamlet durchaus kein Held wie Fortinbras ist. Und dennoch merkt man ("man, d. h. ich", schrieb mir Fontane einmal sehr launig; aber sogar die deutschen Schulmeister werden's dereinst mal merken) – also merkt man schon in der allerersten Szene die deutliche Absicht des Dichters, uns das Gegenteil einer heroischen Natur (wir würden heute sagen: einen [395] Decadenten) in seinem Helden vorzuführen und so die Gebote heroischen Handelns uns doppelt sinnfällig zu machen, indirekt durch Hamlet selbst, direkt durch seine Gegenbilder (den Geist seines heldischen Vaters, dem verbrecherischen König als Dreiviertelshelden, den ganzen Mann Horazio, den Dreiviertelsmann Laertes, den Vollhelden Fortinbras). Und dennoch – wiederhole ich – wirkt diese moralische Absicht (lateinisch "Tendenz") auf Niemanden verstimmend; erstens weil der Dichter selbst sie – auch wieder mit Absicht – durch andere Absichten (psychologische) verdunkelt, zweitens, weil er nichts will als eben diese Naturgebote feststellen, gleichgiltig ob Herr Schulze und Herr Cohn sie befolgen werden. Ihre Wirkungen erfolgen eben innerhalb des Kunstwerkes selbst, nicht aber weisen sie à la Schiller über das Werk hinaus ins Unmögliche, nämlich in das Gebiet der frommen Wünsche, wo Jedermann jedes Naturgebot erfüllen soll, widrigenfalls er sich des Todes "schuldig" macht. Gewußt aber hat Shakespeare um seine Absichten genau so genau wie Schiller, wahrscheinlich sogar noch genauer, weil seine Kenntnis der Menschennatur umfassender war. Wie denn überhaupt das Genie eines Menschen nur nach dem Grade seiner Bewußtheit, seiner Entdeckungs- und Erfindungsgabe taxirbar ist. Die sogenannte Naivetät des künstlerischen Genies hat garnichts damit zu thun, sie besagt nur das sonderbare Phänomen, daß seine Impulse nicht – wie in den meisten andern Menschenkindern – durch die Reflexion gebrochen, sondern vielmehr erst recht gesammelt werden, gleichsam im Brennpunkt des Hohlspiegels. Die Impulse kommen zwar aus dem "Unbewußten", aber das thun sie auch in jedem andern Menschen; im Künstler kommen sie nur unwillkürlicher (das ist das richtige Wort) und unbegreiflicher als andre Willensregungen. Aber wenn sie ihm gekommen sind, dann hat er sehr genau zu wissen, was er will; sonst kommt zuletzt ein Quark heraus, zusammengerührt aus unbewußten (hier paßt das Wort) Reminiscenzen und unfreiwilligen Confusionen, kurz etwas allzu Naives. Nun haben Sie die Erklärung für die von allen ästhetischen Phrasendreschern perhorrescirte Thatsache: man kann sehr wol ein Künstler sein ohne viel Naivetät (vergl. Genies wie Dante, Rabelais, Berlioz, Klinger [396] und Talente wie Stefan George, Baudelaire, Rossetti, Liszt) – aber niemals ohne viel Raffinement! Es ist sogar bezeichnend, daß man viel mehr specifisch naive Talente als überwiegend naive Genies aufzählen kann; nicht blos weil Genies seltener sind, sondern auch verhältnismäßig.

Mit meinen sogenannten Tendenzen ist es nun überdies noch eine besonders eigene Sache. Selbst wo sie scheinbar über das Kunstwerk hinausweisen, dienen sie im Grunde nur einer adäquaten Darstellung besonders heftiger, unbändiger Impulse, führen also den gründlichen Genießer noch inniger in das Kunstwerk zurück. Keines meiner Gedichte schmeckt wol z. B. mehr nach >Predigt< als das "Lied an meinen Sohn", besonders die Zeile: "gehorch ihm nicht, gehorch ihm nicht!" Aber Sie werden schon mit dem bloßen Verstande bemerken, ohne jede Gefühlsmithilfe, daß dieses Gebot sich im Grunde selbst aufhebt, ob nun der Sohn es befolgt oder nicht. Befolgt er es, so gehorcht er ja doch dem Vater, der ihm den Ungehorsam anbefiehlt; befolgt er es nicht, gehorcht er ebenfalls. Das Gefühl sagt dem Leser: hier findet nur ein schmerzhaft zum Widerspruch gereizter Wille seinen widerspruchsvollen Ausdruck. Und wenn ich Ihnen erzähle, wie das Gedicht entstanden ist, wird Ihnen das noch mehr einleuchten. Zur Darstellung reizte mich lediglich das Bild der empörten Baumwipfel im Sturm; dies Urbild enthielt schon die Gefühlsbeziehung auf den Menschen und – da ein jedes vollkommene Urbild zugleich noch Sinnbild ist – auch die verbindende "Idee" der sozialen Auflehnung. Nur schwankte ich noch einige Minuten, ob ich die Auflehnung der Massen oder eines Einzelwesens in den Vordergrund rücken sollte, bis mir die reine Blutserregung die Zwietracht zwischen Vater und Sohn als besonders aufrührerisch nahelegte. Also was bei oberflächlicher Betrachtung als tendenziöser Zweck des Gedichtes erscheint, ist nichts als ein gründliches und zwar das zuletzt ergründete Darstellungsmittel. Ich bin mehr Künstler und Dichter, als Sie denken; der Künstler ist der kaltblütige Kopf, der Redner oder Prediger der heißblütige, der Dichter der warmblütige – alles Übrige ist Handwerkssache.

 

 

 

 

Erstdruck und Druckvorlage

Richard Dehmel: Ausgewählte Briefe aus den Jahren 1883 bis 1902. Berlin: S. Fischer 1922, S. 389-397.

Unser Auszug: S. 393-396. [PDF]

Die Textwiedergabe erfolgt nach dem ersten Druck (Editionsrichtlinien).

 

 

Literatur

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