Ernst Lissauer

 

 

[Rezension]

 

Gedichte. Von Christian Wagner. Ausgewählt von Hermann Hesse. Erste Auflage hergestellt für den Frauenbund zur Ehrung rheinländischer Dichter. München 1913, Georg Müller, 110 S.

 

In Goethes Tagebüchern heißt es: "Gar schön ist der Feldbau, weil alles so rein antwortet, wenn ich was dumm oder was gut mache, und Glück und Unglück die primas vias der Menschheit trifft." Wenn man in der deutschen Dichtung nach dichtenden Bauern umblickt: wo sind die feldbauenden Dichter, in deren Schöpfungen alles so rein antwortet? Vor Jahrhunderten war die Dichtung noch nicht vom Volke abgelöst, sie ward gebraucht und ging wie ein Geräte von Hand zu Hand und von Generation zu Generation: in vielen – nicht allen – Volksliedern und -balladen, im Volksrätsel ist reine Rede zur Natur und klares Hören auf ihre Rede. Aber seit sich die kollektivistische Dichtung immer mehr in individualistische auflöste, hat es dichtende Bauern in diesem Sinne immer weniger gegeben, und heute ist der Bauer völlig der Dichtung entfremdet. Was ländliche Blätter und Kalender an Poesie bieten, ist die versüßlichte und verdünnte Wiederholung vergangener Konventionen. Auch Huggenbergers Lyrik ist nicht ursprünglich, sondern gibt Rhythmen und Anschauungen aus zweiter, dritter Hand. Hingegen ist der Bauernsohn Will Vesper, der die Gänse gehütet und die Dorfschule besucht hat, einer unserer [1075] feinsten Kenner, und seine Bücher sind teilweis Bearbeitungen mittelalterlicher Stoffe voll subtilster Kultiviertheit, und Wilhelm Schäfer, der auch vom Lande stammt, ist einer der soigniertesten Sprachziseleure und Kulturgestalter, welche die deutsche Literaturgeschichte kennt. Auf der andern Seite: je weiter die Mechanisierung des Lebens fortschreitet, desto intensiver umfassen die Dichter, auch wenn sie in der Stadt geboren sind, und vielleicht gerade dann, mit klammernden Organen die Natur. Denn die Dichter sind die Sachwalter und Vollstrecker des Organischen, und wie die Dichtung verdorren müßte, wenn ihr jemals der organische Boden unter dem wurzelnden Fuß versänke, wenn sie auf dem Asphalt, zwischen Eisen und Beton, inmitten der tosenden Gewalt von Berlin und London, Gefühl und Erlebnis der Natur verlöre: so würde die Menschheit selbst, deren Stimme und Gewissen die Dichtung ist, mitten unter den vervollkommneten Maschinen, mitten in Komfort und Bequemlichkeit untergehen. Bereits Goethe, als er, im Juli 1779, jene Worte niederschrieb, fühlte diese Nähe und Entfernung des modernen Menschen zur Natur; denn er fügte hinzu: "Aber ich spüre zum voraus, es ist auch nicht für mich. Ich darf nicht von dem mir vorgeschriebenen Weg abgehen, mein Dasein ist einmal nicht einfach."

Diese Gedanken erklingen, wenn man die Gedichte Christian Wagners gelesen hat. Er ist ein Bauer, lebt zu Warmbronn in Württemberg und hat seine Verse wirklich hinterm Pfluge gedichtet. Und trotzdem wirken sie nicht als Gedichte eines Bauern, wie Hermann Hesses herzliche Einführung meint, sondern wie Wilhelm Schäfer in einer Rezension sagt, als Gedichte eines Landpfarrers. Er schreibt nur selten singbare Lieder; er ist kaum je salopp wie das alte Volkslied, sondern äußerst sorgfältig im Ausarbeiten der äußeren Form, aber sehr oft steif, prosaisch, tonlos, ungeschickt. Er schreibt Sonette, er schreibt Hexameter; in seinen Bildern ist nirgend die geniale Einfachheit der völkischen Anschauung, die etwa Sonne und Mond zu Eimern am Brunnen umschaute: geht der eine hinab, steigt der andre hinauf. Immerhin mehr als Hesse zu erkennen scheint, hat Bildung an Christian Wagners Gedichten Anteil. Dies wird nicht hervorgehoben, um den Wert dieser Verse herabzusetzen; sondern damit dieser bäurische Dichter nicht als ein Naturpoet erscheine, und damit dieses ganze schwere Problem des heutigen Dichters: das Verhältnis elementarer Schaffenskräfte zur Bildung, zur Kultur und zur Zivilisation nicht verseichtet werde. Denn wenn man nach der einen Seite die Dichtung verteidigen muß, daß sie nicht zu einer rationalen und mechanischen Zivilisationsmaschinerie entwertet werde, so muß sie auch gegen eine falsche Deutung der Naivität und Natürlichkeit geschützt werden; im Sinne des hebbelschen Satzes: "Wo nur das für naiv und natürlich gilt, was jedermann einfällt, da muß man das selbstverständlich für reflektiert erklären, was nicht jedermann einfällt. Das geschieht denn auch und offenbar, weil man in possierlichem Irrtum annimmt, daß ein Werk, das man nicht ohne Anstrengung aufzufassen vermag, wenn man aus solcher Schule kommt, auch nicht ohne Anstrengung entstanden sein kann und den eigenen Schweiß mit dem fremden verwechselt." Die Gedichte Christian Wagners sind, im üblichen Sinne, nicht naiv.

Aber sie sind naiv in der Art, wie jede wirkliche Dichtung naiv ist: andre als naive Dichtung gibt es letztlich nicht. Wagners Rhythmen quillen oft nicht, aber seine Anschauung sieht alles neu. Ein Gedicht wie "Spätes Erwachen", das auch Hesse hervorhebt, ist von einer Größe der Empfindung und des Schauens, daß es neben den stärksten Stücken der kellerschen Lyrik steht. Es ist nicht anzunehmen, daß Wagner Kellers Verse kennt, aber vielfach gedenkt man der kellerschen Gegenständlichkeit: Pilze sind auf den Baumstümpfen als irdene Tränenschalen aufgestellt; "wie einen Kaiser einst ein altes Weib, so hält geringes, unscheinbares Moos mitleidig nun als Leichen in dem Schoß der Wälderfürsten wunden Heldenleib".

Und mit gleicher Unmittelbarkeit wird man an die schwäbische Lyrik und Märchendichtung erinnert. Jene fabu[1076]lierende Kraft, die aus jeder Blume und jedem Felsen einen kleinen Mythos macht, wirkt, wie in fast allen schwäbischen Dichtern, auch in Christian Wagner. In Hermann Kurz' "Bergmärchen" heißt es: "Die Berge sind nicht so tot wie sie aussehn! ... auch hör' ich wohl, wenn ich in der Nacht vor ihnen stehen bleibe und horche, daß in ihrem Innern noch die Herzen schlagen, und gib acht, gib acht! sie halten's nicht aus, einander ewig so anzusehen, sie reißen sich gewiß noch aus ihren Wurzeln und schreiten aufeinander zu." Wie Kurz den Neufen, den Staufen, die Teck, so sieht der Dichter, von dessen "Pfadfinderspürsinn" und "fast mikroskopischem Blick" Hermann Hesse spricht, Lichtungen und Raine, Chrysaliden und Schmetterlingspuppen; "Distelhäupter am Weg" sind Greise, die sich beim Sonnenschein abends ergehen, "weit glänzt ihr silbernes Haupthaar", Nachtkerzen stehen als blühende Kandelaber. Und wie im kurzschen "Bergmärchen" ein Riesenvolk zu Bergen wird: so stehen "am Ostersamstag" die gramreichen Frauen Zions, "weiße Tüchlein aufgebunden jede", als Anemonen in der Öde.

Und noch eines, zeitlich weit entfernten, Lyrikers gedenkt man: Friedrich Spees, des singenden Mystikers: gemeinsam ist ihnen der einigende, weitumarmende, der franziskanische Blick, der von Ding zu Ding Wege und Wandlungen erkennt. Wie Spee das bezaubernde Bild findet:

"Ein Lüftlein lind von Atem
Rührt an das Blümelein:
Da schwebts als an ein Faden
Gebundnes Vögelein,"

so werden Wagner die "Bohnenblüten an des Zweigs Geschwinge Scharlachrote kleine Schmetterlinge", und das kümmerliche Blümchen wird einst Pfauenauge. Immer sucht er, auf der "Rückflucht", Spur und Brücke: "Weiter rückwärts werd' ich suchen müssen, Wo der Faden für mich abgerissen." "Erinnerungen hinter der Erinnerung" schimmern auf; und seltsam, wie dies vorgeburtliche Gedenken sich mit alltäglichen Bildern bekleidet: "Wie die ferne Spiegelung eines bunten kleinen Scherbens an dem Kehricht drunten?"

Vor diesem Buch des Achtzigjährigen, das in all seiner ungelenken Zeitferne, Zeitlosigkeit an das innerste Begehren unserer Tage rührt, in denen sich die neue nachchristliche Religion ankündigt, könnten die Verse des jungen Oskar Lörke stehen:

"Mir war, ich tat die samtnen Borten
Den grauen Bäumen grünend um.
Ich war mit Mark und Holz und Rinden,
Hintappend jahrelang im Blinden,
In meine Wipfel aufgeschwebt,
Ich hatte jedes Nest geklebt ..."

Dies Gedicht ist überschrieben: "Mit Sanct Francisci Geist".

 

 

 

 

Erstdruck und Druckvorlage

Das literarische Echo.
Jg. 15, 1912/13, Heft 15, 1. Mai 1913, Sp. 1074-1076. [PDF]

Gezeichnet: Ernst Lissauer.

Die Textwiedergabe erfolgt nach dem ersten Druck (Editionsrichtlinien).

 

 

Zeitschriften-Repertorien

 

 

Literatur

Albanis, Elisabeth: German-Jewish Cultural Identity from 1900 to the Aftermath of the First World War. A Comparative Study of Moritz Goldstein, Julius Bab and Ernst Lissauer. Tübingen 2002 (=  Conditio Judaica, 37).

Berman, Russell A.: Literaturkritik zwischen Reichsgründung und 1933. In: Geschichte der deutschen Literaturkritik (1730 – 1980). Hrsg. von Peter U. Hohendahl. Stuttgart 1985, S. 205-274.

Brandmeyer, Rudolf: Poetiken der Lyrik: Von der Normpoetik zur Autorenpoetik. In: Handbuch Lyrik. Theorie, Analyse, Geschichte. Hrsg. von Dieter Lamping. Stuttgart u.a. 2011, S. 1-14.

Dücker, Burckhard (Hrsg.): Wiederentdeckung eines Autors. Christian Wagner in der literarischen Moderne um 1900. Göttingen 2008.

Heidler, Irmgard: Der Verleger Eugen Diederichs und seine Welt (1896 - 1930). Wiesbaden 1998 (= Mainzer Studien zur Buchwissenschaft, 8).

Heuer, Renate: Art. Lissauer, Ernst. In: Neue Deutsche Biographie. Bd. 14, Berlin 1985, S. 690-691.

Höllerer, Walter (Hrsg.): Theorie der modernen Lyrik. Neu herausgegeben von Norbert Miller und Harald Hartung. 2 Bde. Darmstadt 2003.

Jauß, Hans R.: Ursprünge der Naturfeindschaft in der Ästhetik der Moderne. In: Romantik: Aufbruch zur Moderne. Hrsg. von Karl Maurer u.a. München 1991 (= Romanistisches Kolloquium, 5), S. 357-382.



Lissauer, Ernst: Zum Gedächtnis Conrad Ferdinand Meyers. In: Die Hilfe. Jg. 14, 1908, 29. November, S. 773-774.

Lissauer, Ernst: Über Agnes Miegel. In: Die Rheinlande. Bd. 18, 1909, Heft 8, August, S. 283-286.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/rheinlande

Lissauer, Ernst: Über Detlev von Liliencron. In: Die Rheinlande. Bd. 18, 1909, Heft 9, September, S. 318-328.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/rheinlande

Lissauer, Ernst: Hans Hopfen als Lyriker und Balladendichter. In: Die Rheinlande. Bd. 18, 1909, Heft 11, November, S. 386-388.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/rheinlande

Lissauer, Ernst: Neue Lyriker. In: Die Rheinlande. Bd. 18, 1909, Heft 12, Dezember, S. 423-425.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/rheinlande

Lissauer, Ernst: Über die Lyrik Gottfried Kellers. In: Die Rheinlande. Bd. 19, 1910, Heft 1, Januar, S. 29-32.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/rheinlande

Lissauer, Ernst: Die ältesten deutschen Dichtungen. In: Die Rheinlande. Bd. 19, 1910, Heft 1, Januar, S. 40.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/rheinlande

Lissauer, Ernst: Neue Lyrik I [Sammelrezension]. In: Das literarische Echo. Jg. 13, 1910/11, Heft 14, 15. April 1911, Sp. 1024-1030.

Lissauer, Ernst: Neue Lyrik II [Sammelrezension]. In: Das literarische Echo. Jg. 13, 1910/11, Heft 18, 15. Juni 1911, Sp. 1306-1312.

Lissauer, Ernst: Lyrik [Sammelrezension; u.a. zu Heym, Der ewige Tag]. In: Das literarische Echo. Jg. 14, 1911/12, Heft 3, 1. November 1911, Sp. 172-179. [PDF]

Lissauer, Ernst: Der Strom. Neue Gedichte. Jena: Diederichs 1912.
URL: https://archive.org/details/derstromneuegedi00liss

Lissauer, Ernst: Der Kondor. In: Das literarische Echo. Jg. 14, 1911/12, Heft 20, 15. Juli 1912, Sp. 1455-1456.

Lissauer, Ernst: Anthologien [Sammelrezension]. In: Das literarische Echo. Jg. 15, 1912/13, Heft 4, 15. November 1912, Sp. 246-254.

Lissauer, Ernst: [Rezension zu:] Wanderschaft. Gedichte. Von Oskar Loerke. Berlin 1911. In: Das literarische Echo. Jg. 15, 1912/13, Heft 10, 15. Februar 1913, Sp. 726-727. [PDF]

Lissauer, Ernst: [Rezension zu:] Neuer Leipziger Parnass. Leipzig 1912. In: Die Rheinlande. Bd. 23, 1913, März, S. 119-120. [PDF]

Lissauer, Ernst: [Rezension zu:] Christian Wagner, Gedichte. München 1913. In: Das literarische Echo. Jg. 15, 1912/13, Heft 15, 1. Mai 1913, Sp. 1074-1076. [PDF]

Lissauer, Ernst: 1813. Ein Cyklus. Jena 1914.
URL: https://archive.org/details/1813eincyklus00liss

Lissauer, Ernst: Haßgesang gegen England. In: Kriegsgedichte von 1914. Gesammelt von Robert Gersbach. Berlin o.J. [1914]. Kriegsschriften des Kaiser-Wilhelm-Dank. Verein der Soldatenfreunde, 12), S. 24-25.
URL: http://digitalisate.sub.uni-hamburg.de/nc/detail.html?tx_dlf%5Bid%5D=31238&tx_dlf%5Bpage%5D=1&tx_dlf%5Bpointer%5D=0

Lissauer, Ernst: Neue Lyrik. In: Die Rheinlande. Bd. 24, 1914, Heft 6, Juni, S. 224-226.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/rheinlande

Lissauer, Ernst: Gustav Falke . In: Die Rheinlande. Bd. 26, 1916, Heft 2, Februar, S. 72.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/rheinlande

Lissauer, Ernst: Zur Psychologie kommender Dichtung. In: Die Rheinlande. Bd. 26, 1916, Heft 4, April, S. 143-144.
URL: http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/rheinlande

Lissauer, Ernst: Über Franz Werfel. In: Das literarische Echo. Jg. 18, 1915/16, Heft 9, 1. Februar 1916, Sp. 536-545.

Lissauer, Ernst: Die Kunst Theodor Storms. Zu seinem hundertsten Geburtstag. In: Berliner Tageblatt und Handels-Zeitung. Morgen-Ausgabe. 1917, Nr. 469, 14. September, S. *2.
URL: zefys.staatsbibliothek-berlin.de/list/title/zdb/27646518

Lissauer, Ernst: Von der Sendung des Dichters. Aufsätze. Jena: Diederichs 1922 (Ernst Lissauer: Kritische Schriften. Bd. 1).
URL: https://archive.org/details/vondersendungdes00lissuoft


Lexikon deutsch-jüdischer Autoren. Bd. 16. München: Saur 2008.
S. 83–96: Art. Lissauer, Ernst.




Schlösser, Hermann: Ernst Lissauer oder die Liebe zum Organischen. Über einen Berliner Dichter und sein "Glück in Österreich". In: Wien - Berlin. Mit einem Dossier zu Stefan Großmann. Hrsg. von Bernhard Fetz u.a. Wien 2001, S. 32-44.

Schuhmann, Klaus: Lyrik des 20. Jahrhunderts. Materialien zu einer Poetik. Reinbek bei Hamburg 1995 (= rowohlts enzyklopädie, 550).

Wagner, Christian: Gedichte. Ausgewählt von Hermann Hesse. Erste Auflage hergestellt für den Frauenbund zur Ehrung rheinländischer Dichter. München u. Leipzig o.J. [1913].
URL: https://archive.org/details/WagnerGedichte

 

 

Literatur: "1913"

Asendorf, Christoph: Widersprüchliche Optionen: Stationen der Künste 1913 In: Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur 38.1 (2013), S. 191–206.

Berranger, Marie-Paule: "À quoi bon les poètes en ces temps de détresse?" In: 1913: cent ans après. Enchantements et désenchantements. Hrsg. von Colette Camelin u. Marie-Paule Berranger. Paris 2015 (= Collection: Colloque de Cerisy), S. 289-324.

Brion-Guerry, Liliane (Hrsg.): L'année 1913. Les formes esthétiques de l'œuvre d'art à la veille de la première guerre mondiale. 3 Bde. Paris 1971/73.
Bd. 3 (1973): Manifestes et témoignages.

Camelin, Colette / Berranger, Marie-Paule (Hrsg.): 1913: cent ans après. Enchantements et désenchantements. Paris 2015 (= Collection: Colloque de Cerisy).

Chickering, Roger: Das Jahr 1913. Ein Kommentar. In: Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur 39.1 (2014), S. 137-143.

Dowden, Stephen D.: Vienna 1913: dans le vrai. In: Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur 38.2 (2013), S. 452-468.

Emmerson, Charles: 1913. In Search for the World before the Great War. New York 2013.

Erhart, Walter: Literatur 1913. Zeit ohne Geschichte? Perspektiven synchronoptischer Geschichtsschreibung. In: Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur 39.1 (2014), S. 123-136.

Hamburger, Michael: 1912. In: Ders., Reason and Energy. Studies in German Literature. London 1957, S. 213-236.

Hübinger, Gangolf: Das Jahr 1913 in Geschichte und Gegenwart. Zur Einführung in den Themenschwerpunkt. In: Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur 38.1 (2013), S. 172-190.

Illies, Florian: 1913. Der Sommer des Jahrhunderts. Frankfurt a.M. 2015 (= Fischer-TaschenBibliothek).

Jauß, Hans R.: Die Epochenschwelle von 1912: Guillaume Apollinaires 'Zone' und 'Lundi Rue Christine'. In: Ders., Studien zum Epochenwandel der ästhetischen Moderne. Frankfurt a.M. 1989 (= suhrkamp taschenbuch wissenschaft, 864), S. 216-256.

Johnson, J. Theodore: The Year 1913: An Interdisciplinary Course. In: Teaching Literature and Other Arts. Hrsg. von Jean-Pierre Barricelli u.a. New York 1990, S. 108-115.

Klausnitzer, Ralf: "Literarische Kunst". Richard Moritz Meyers Beobachtungen des Jahres 1913 und die Gegenwart der Vergangenheit. In: Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur 38.2 (2013), S. 514-539.

Kushner, Marilyn S. u.a. (Hrsg.): The Armory Show at 100. Modernism and Revolution. London 2013.

Mares, Detlev u.a. (Hrsg.): Das Jahr 1913. Aufbrüche und Krisenwahrnehmungen am Vorabend des Ersten Weltkriegs. Bielefeld 2014.

McFarland, Philip James: 1913. Reflections on a Number. In: Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur 39.1 (2014), S. 144-150.

Rabaté, Jean-Michel: 1913. The Cradle of Modernism. Malden, MA 2007.

Sautermeister, Gert: Kultur und Literatur in Deutschland und Bremen um 1913. In: Bremisches Jahrbuch 93 (2014), S. 105-120.

Schaefer, Barbara (Hrsg.): 1912 – Mission Moderne. Die Jahrhundertschau des Sonderbundes. Köln 2012.

Werner, Meike G.: Warum 1913? Zur Fortsetzung des Themenschwerpunkts "Das Jahr 1913 in Geschichte und Gegenwart". In: Internationales Archiv für Sozialgeschichte der deutschen Literatur 38.2 (2013), S. 443–451.

 

 

Edition
Lyriktheorie » R. Brandmeyer