Erich Mühsam

 

 

Jüngstdeutsche Lyrik

 

Neben mir liegt ein dickes Buch von höchst merkwürdigem Inhalt. Es ist der erste Jahrgang einer literarischen Zeitschrift, die den Titel führt: "Literarische Korrespondenz und Kritische Rundschau. Monatsschrift zur Hebung des Schrifttums. Herausgegeben von Hermann Thom". Mein Exemplar, das ich einmal für 60 Pfennige auf der Auer Dult erstand, reicht vom 1. Januar bis zum 1. Dezember 1889. Der ganze – über 700 Seiten starke – Band ist angefüllt mit Urteilen über zeitgenössische Schriftsteller und Dichter, mit Meinungsäußerungen von Schriftstellern über Schriftsteller, mit Gedichten über das Dichten und mit Novellen über das Novellenschreiben. Da finden wir als Kritiker und als Kritisierte Namen, die längst ihren sicheren Platz in der Wertschätzung der Zeit gefunden haben, wie die Harts, Peter Hille, Maximilian Harden, Hermann Bahr, Karl Henkell, Hermann Conradi etc., viele viele Namen, die längst ad acta gelegt sind, noch umstrahlt von der Gloriole jungen Ruhms, wie Hermann Heiberg und andere, und noch manche von denen niemand mehr überhaupt etwas weiß. Andere die damals auch schon mehr im Stillen arbeiteten und zwei Jahre drauf im Mittelpunkt der Diskussion standen, wie Dehmel und Scheerbart, fehlen noch ganz. – Was mir die Art der Diskussion in diesen Blättern so interessant und so lieb macht, ist die Hitzigkeit, die frei ist von aller Gehässigkeit, und der Wille zur Auslese, der frei ist von allem Willen zur Clique. Es zeigt sich, daß in jenen Tagen des aufstrebenden Naturalismus, der uns durch den rigorosen Kampf gegen das physiognomielose Epigonentum der Geibelzeit bekannt dünkt, wenigstens im Beginn ein großes Streben nach Sachlichkeit vorherrscht, und daß über allem Eifer die Bemühung, gerecht zu bleiben, nicht vergessen wird.

Wohl nahm schon ein Jahr später, als die "Literatur-Revolution" an allen Ecken entbrannt war, der Streit wesentlich schärfere Formen an. Richard Dehmels kühne Bildersprache und die draufgängerische Husarenlyrik Detlevs von Liliencron erregten das Gelächter aller Verehrer der bisher vertrauten Familienpoesie. Heinrich und Julius Hart treten ihre "kritischen Waffengänge" gegen die Modernsten der jüngsten Vergangenheit, gegen Heyse und Lindau an. In Süddeutschland griff Michael Georg Conrad zur Posaune, und jeder, dem die geistige Entwicklung Deutschlands am Herzen lag, nahm leidenschaftlich teil an dem überall entfesselten Kampf. Es war ein schwerer Kampf. Denn er galt [769] nicht eitler persönlicher Streberei, sondern er galt dem Ziele, die Jugend gegen das Alter, das Leben gegen die Verwesung durchzusetzen.

Dank dem Eindringen französischer Einflüsse (Balzac, Flaubert, Zola), die seit der Reichsgründung ängstlich ferngehalten waren, und dank dem Bekanntwerden der Nietzscheschen Umwertungsideen gelang es dem neuen Geist, sich fest zu etablieren. Dieser neue Geist – das muß der gewohnten Phraseologie gegenüber deutlich festgestellt werden – war, zumal in der Lyrik, durchaus kein einheitlich naturalistischer. Neben Arno Holzens "Phantasus"-Realistik glühten Dehmels brünstige Konfessionen, schollen Liliencrons silberne Fanfaren, schimmerten Scheerbarts luftige Phantasien. Und noch viel lebhafter und farbenreicher wurde das Bild, als dann um die Mitte der neunziger Jahre Alfred Mombert seine chaotischen Ekstasen herausstieß, und als Stefan Georges reines Ästhetentum mit dem gemessenen Schritt schwerer Pathetik unter die Dichter trat. – Hier beginnt die Entthronung der jüngsten Götter.

Mit Stefan George setzte ein Abflauen des allgemeinen Interesses an der lyrischen Kunst ein, das die Lyriker der letzten zehn Jahre schmerzlich spüren mußten. Das hatte mehrere Ursachen. Vorher konnten die heterogensten Naturen unter den Dichtern getrost nebeneinander bestehen und Anspruch auf Beachtung erheben. Max Dauthendey war neben Frank Wedekind, Mombert war neben John Henry Mackay möglich. Denn eines war ihnen allen gemeinsam: der Drang sich mitzuteilen, von ihrem Erleben aus auf Empfindung und Gestaltung der Umwelt zu wirken. George aber und die Seinen entzogen ihre Kunst der öffentlichen Teilnahme und gefielen sich bewußt und betont in esoterischer Abkehr von der Gemeinsamkeit. Sie flüchteten in logenhafte Zirkel, beschränkten ihre Publikationen auf einen engen Freundesbezirk und verkündeten das Prinzip l'art pour l'art: Selbst die äußere Aufmachung ihrer Bücher prunkte mit marottenhaften Eigentümlichkeiten. Dazu kam die Verherrlichung des Reinformalen in der Kunst und die Anwendung in ihrer Lyrik, die über den Schönklang der Sprache den Sinn und die Inbrunst der Worte völlig vernachlässigte. Das trifft auf die Schüler des George-Kreises mehr zu als auf den "Meister" selbst. Denn dieser wahrhaft große Dichter konnte sich nicht lange hinter Äußerlichkeiten verbergen, und in seinem letzten Gedichtbande "Der siebente Ring" (1907) wehrt er sich selbst gegen seine Anhänger, die in ihm immer nur "den salbentrunkenen Prinzen" gesehen hätten.

Die Exklusivität der lyrischen Ästheten hatte zur natürlichen Folge, daß sich die allgemeine Aufmerksamkeit von der gesamten lyrischen Produktion abwandte. Denn da jene ästhetische Richtung unter den Lyrikern über die stärkste künstlerische Individualität verfügte, wurde ihre Anschauung auf das ganze Schaffensgebiet übertragen, und die Lyrik zum Schaden der übrigen Lyriker als eine interne Kunstgattung betrachtet. Es hatten die lyrischen Dichter des ersten Jahrzehnts unseres Jahrhunderts es überaus schwer, sich Anerkennung zu erzwingen, und so erklärt es sich, daß selbst die ausgesprochenen Persönlichkeiten unter ihnen keinen Rückhalt finden in der Wertschätzung ihrer Zeit. Dichter wie Hugo von Hoffmannsthal und Rainer Maria Rike wurzeln zu sehr in der vergangenen Epoche und haben zu enge Verwandtschaft mit der Stefan George-Familie, um hier als Ausnahmen genannt werden zu dürfen.

Trotzdem ist das vergangene Jahrzehnt durchaus nicht arm an lyrischen Potenzen. Ihr Unglück war nur der Mangel an innerer Fühlung miteinander, der trotz der weit auseinander strebenden Besonderheiten, gegenüber der Abwendung der Zeitgenossen von der Lyrik geboten gewesen wäre, umsomehr als die Zeit der allgemeinen Ineresselosigkeit einem besonders in Wien aufblühenden Epigonentum (Stefan Zweig, Hans Müller etc.) Gelegenheit gab, die schale Kunst Baumbachs in moderner Umhüllung neu zu beleben. Gerade die Lyrik der seit 1900 emporgewachsenen Dichter hat den Grund gelegt zu einem neuen Werden, das sich in der allerjüngsten Zeit bemerkbar zu machen scheint. Die Gedichte Christian Morgensterns, René Schickeles, Max Brods, Margarete Beutlers, Else Lasker-Schülers waren notwendig, um das Gären verständlich zu machen, das durch die Generation von heute geht, ohne doch bis jetzt einen genießbaren Wein hervorbringen zu können.

Über die augenblicklich im Werden begriffene lyrische Produktion läßt sich natürlich noch kein festes Urteil fällen. Deutlich sichtbar aber ist schon, daß junge Begabungen an der Arbeit sind, die, haben sie erst einmal ihren Stil und den notwendigen Ausdruck ihrer Eigenart gefunden, eine längere Stagnation nicht befürchten lassen. Eines der meistversprechenden Talente war Georg Heym, der leider im Januar 1912 ertrank, ohne noch zu der Abklärung gelangt zu sein, die ihm einen bleibenden Platz in der Literatur seiner Zeit hätte sichern können. Seine Verse zeichnen sich durch große Anschaulichkeit des bildhaften Ausdrucks und durch eine feine Empfindsamkeit des sozialen Nervs aus. Sie leiden aber noch an der unpersönlichen äußeren Form und an gewollten Kraßheiten in Wort und Reim.

Das eben verflossene Jahr hat eine wahre Flut neuer Lyriker ans Licht der Öffentlichkeit gespült. Die Mehrheit von ihnen trat in geschlossener Phalanx auf und verkündete, in ihnen repräsentiere sich die neue Zeit und das neue Schaffen. Es wirkte verblüffend und erheiternd, als diese jungen Leute mit einer gemeinsamen Gedichtsammlung herausrückten, die "der Kondor" hieß und in der versichert wurde, dies seien "die wertvollsten Verse, die seit Rilke in deutscher Sprache geschrieben wurden". Bedauerlicherweise steht nun der Wert dieser Verse in gar keinem Verhältnis zu der Prätension ihrer Anpreisung. Denn bei der Durchsicht der "rigorosen Sammlung radikaler Strophen" scheint es, als ob sich die jugendlichen Poeten am frischen Grabe des armen Heym gelobt hätten, so getreu wie nur möglich in seinen Spuren zu wandeln, und daß den meisten dazu auch alles beschieden war außer dem Talent. Was sie dem Toten abgesehen haben, ist eben jene ungeübte Form (meist die eines salopp behandelten Sonetts) und die aufdringliche Kraßheit des Ausdrucks, die schon bei Heym leicht auf die Vorbilder Wedekind und Morgenstern zurückzuführen ist.

Es soll keineswegs verkannt werden, daß auch in diesen Versen hier und dort einmal ein frisches gutes Wort oder Bild gefunden wird, aber ihnen fehlt das Wichtigste: die dichterische Wärme, die bei Georg Heym noch alle Gewaltsamkeiten gern vergessen läßt. Das Neueste auf dem Gebiete der Lyrik ist nun aber die Übertreibung der Derbheiten ins komplett Unflätige. Leider ist es besonders Alfred Kerr, der neuerdings eine "Lyrik" protegiert, deren einziger Reiz noch in der dummjungenhaften Hemmungslosigkeit der Bekenntnisse liegt. Dabei scheint stets das Gedicht als das beste zu gelten, das möglichst viele und möglichst rohe Rüpelausdrücke enthält. Es fällt mir nicht ein, die gelegentliche Anwendung eines – meinetwegen durchaus salonunfähigen – Kraftwortes in einem lyrischen Gedicht ohne weiters als unzulässig zu verschmähen. Ich danke aber dafür, die Flegelei um ihrer selbst willen als Voraussetzung der Kunst anerkennen zu wollen.

Ein paar junge Dichter sind auch im "Kondor" vertreten, bei denen sich der ernsthafte Wille zu eignem Ausdruck findet. Da ist vor allem Franz Werfel, der in seinem Gedichtbande "Der Weltfreund" ganz famose Ansätze zu einem ausgeprägten frischen kräftigen Dichter zeigt. Er und Paul Zech scheinen unter den Allerjüngsten die meiste Anwartschaft zu haben, auf dem Unterbau der Lyrik des letzten Jahrzehnts gute Dichtung aufzurichten. Zech ist im "Kondor" nur mit einigen nicht sehr belangvollen aber sauberen Landschaftspoesien vertreten. In ein paar kleinen Heften, die später erschienen sind, "Waldpastelle" und "Das schwarze Revier" stellt er sich erst als tüchtiger selbständiger Kerl vor, der besonders die soziale Not der Zeit poetisch-kräftig erfaßt hat.

Die nächsten Jahre werden – so scheint es – einen neuen Aufschwung der deutschen Lyrik bringen, und wenn nicht alles trügt, wird ihr innerster Grundton das soziale Ringen der Menschheit widerhallen.

 

 

 

 

Erstdruck und Druckvorlage

Zeit im Bild. Moderne illustrierte Wochenschrift.
Jg. 11, 1913, Nr. 15, 9. April, S. 768-769. [PDF]

Die Textwiedergabe erfolgt nach dem ersten Druck (Editionsrichtlinien).

 

 

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