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Prof. Dr. Christel Depienne ist neu an der UDE/am UK Essen - Wie Gene die Hirn-Entwicklung schädigen

[05.10.2017] Wie entstehen neurogenetische Erkrankungen wie Epilepsie, Autismus oder Entwicklungsverzögerungen? Dies erforscht die neue Professorin Christel Depienne, Ph.D. am Institut für Humangenetik des Universitätsklinikums Essen (UK Essen). Sie hat die Professur für Molekulargenetik neurogenetischer Entwicklungsstörungen an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg Essen (UDE) angenommen.


Professorin Christel Depienne, Ph.D. . (Fotonachweis: UDE/Frank Preuß)
In ihren Studien beschäftigt sie sich mit den genetischen Grundlagen von intellektuellen oder stark ausgeprägten autistischen Erkrankungen. Ein weiterer Interessensschwerpunkt sind genetische Formen von Epilepsien bei Kindern, die meist mit kognitiven und Verhaltensstörungen verknüpft sind.

Des Weiteren wird Professorin Depienne nach den genetischen Ursachen von angeborenen Defekten des sogenannten Balkens (Corpus callosum) des Gehirns suchen. Er verbindet im Großhirn die beiden Hirnhälften miteinander und ermöglicht, dass sie Informationen austauschen und gleichzeitig aktiv sind. Treten vor der Geburt Fehl- bzw. Unterentwicklungen auf, kann es zu verschiedenen Entwicklungsstörungen kommen.

Christel Depienne studierte Molekularbiologie und Agrarwissenschaften am Institut National Agronomique-Paris Grignon und am Institut Pasteur. Als Postdoktorandin forschte sie 2001/02 u.a. am Molecular Genetics Center (CNRS) und in einem internationalen Pharmaunternehmen. Von 2002 bis 2008 war sie am renommierten Universitätsklinikum Pitie-Salpêtrière in Paris beschäftigt. Dort leitete sie von 2010 bis 2012 den Bereich zur genetischen Diagnostik seltener neurologischer Erkrankungen. Von 2008 bis 2015 forschte Depienne an der Universität Pierre und Marie Curie in Paris. Bis zu ihrer Berufung an die UDE war sie Leiterin der zytogenetischen Labors des Unversitätsklinikums in Straßburg.

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