MediMent 1:1 - Karriereförderung von Wissenschaftlerinnen in der Medizin

Ihre AnsprechpartnerinKoordinatorin MediMent 1:1

Meike-roux

Dr. Meike Roux

Referentin für wissenschaftlichen Nachwuchs und Diversität

Tel.: +49 (0) 201-723-4691

E-Mail: meike.roux@uk-essen.de


Dekanatsgebäude, erstes Stockwerk, Zimmer 7



MediMent 1:1 -  Ein Überblick

In der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen sind vor allem im wissenschaftlichen und klinischen Bereich weniger Führungspositionen mit Frauen besetzt. Hier setzt das Programm MediMent 1:1 an: Es unterstützt Nachwuchswissenschaftlerinnen bei ihrer Karriereorientierung und bietet ihnen die Gelegenheit zum Aufbau einer Mentoring-Beziehung und vielfältigen Netzwerkaktivitäten.

Erfahrene Mentorinnen und Mentoren beraten bei der Aufstiegsplanung und erleichtern den Zugang zu wichtigen Netzwerken. Ergänzend wird ein umfang-reiches Seminarprogramm zu Karrierethemen und zum Erwerb wissenschaftlicher Schlüsselkompetenzen angeboten.

Das Programm besteht aus folgenden Bausteinen:
Mentoring ⇒ Seminarprogramm ⇒ Networking

Bewerbung und Auswahlverfahren

Die Aufnahme in das Programm erfolgt über eine Vorauswahl auf der Basis einer schriftlichen Bewerbung und eines Auswahlgespräches. Bewerbungsdetails hier.

Die Laufzeit jeder Mentoring-Linie ist auf zwei Jahre begrenzt. Es wird ein Kostenbeitrag von einmalig 130,- € erhoben, der die Teilnahme am umfangreichen Seminarprogramm einschließt.

Programmziele

Für Nachwuchswissenschaftlerinnen besteht die Möglichkeit,

  •  Informationen zu wissenschaftlichen Karrierewegen in der Medizin zu  erhalten und nächste Laufbahnschritte zu planen,
  •  Individuelle Beratung bei der Karriereplanung zu erhalten,
  •  Strukturen, Prozesse und Spielregeln im medizinischen  Wissenschaftsbetrieb besser kennen zu lernen und wirksam zu   nutzen,
  •  Fachübergreifende wissenschaftliche Schlüsselkompetenzen zur  Vorbereitung auf Führungsaufgaben zu erwerben,
  •  eigene wissenschaftliche Netze zum effizienten Einstieg in die  Scientific Community zu bilden.

Für Mentorinnen und Mentoren ergeben sich Gelegenheiten

  • zum Wissens- und Erfahrungstransfer,
  • zur Reflexion eigener Führungserfahrungen,
  • zur Erweiterung der Beratungs- und
  • Führungskompetenzen,
  • zum Ausbau der eigenen Kontaktnetze.

Zielgruppe

Das Programm richtet sich an promovierte Assistenzärztinnen und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen am Universitätsklinikum Essen, die gezielt eine wissenschaftliche Karriere (Klinik und/oder Forschung) in der Medizin anstreben und am Aufbau einer Mentoring-Beziehung interessiert sind. Das Verhältnis zwischen Mentor und Mentee ist frei von einem hierarchisch definierten Über-/Unterordnungsverhältnis und ermöglicht eine Weiterentwicklung der individuellen Karriereplanung im Wissenschaftsumfeld, die durch professionelle Fortbildungsmaßnahmen noch zusätzlich unterstützt wird.

Veranstaltungsprogramm für Mentees

Mentees können am professionellen Seminar- und Trainingsprogramm zu wissenschaftlichen Schlüsselqualifikationen und zu Karrierethemen teilnehmen (Themenauswahl s. u.). Die Veranstaltungen werden von national  und international qualifizierten Dozent/innen mit großer Erfahrung durchgeführt.

  • Führungstraining
  • Scientific Writing
  • Präsentieren in der Wissenschaft
  • Selbstmanagement und Leistungsbalance
  • Bewerbungs- und Berufungstraining
  • Hochschuldidaktik: Lehren Lernen
  • Konfliktmanagement

Darüber hinaus empfehlen wir Ihnen die Teilnahme an ausgewählten Veranstaltungen der Bildungsakademie des Universitätsklinikums Essen.

 

Rahmenprogramm

  • Öffentliche Auftaktveranstaltung
  • Abschlussbilanz

Hintergrund: Karriereförderung von Wissenschaftlerinnen in der Medizin

Frauen in der Medizin haben in Deutschland eine lange Tradition. Inzwischen partizipieren Frauen und Männer vom Studienanfang bis hin zur Promotion in den medizinischen Fächern annähernd gleich, jedoch nur ein Bruchteil weiblicher Wissenschaftlerinnen in der Medizin erreicht universitäre Führungspositionen. Mit steigender Qualifizierungsstufe ist ein Rückgang des Frauenanteils festzustellen, wobei die Abweichungen dabei insbesondere zwischen Promotion und Habilitation beginnen. Die Ursachen hierfür sind mehrfach untersucht worden und äußerst vielfältig. Ein wesentlicher Faktor ist das fehlende Netzwerk als Unterstützungssystem, über das Frauen in der Regel nicht verfügen und auf das sie bei der Karriereplanung zurückgreifen können, um Wissen über Strukturen und Spielregeln im Wissenschaftsbetrieb zu erhalten.