Prof. Dr. phil. Ralf-Peter Fuchs

Universität Duisburg-Essen, Historisches Institut, Professur für Landesgeschichte der Rhein-Maas-Region
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Arbeitsschwerpunkte


Veröffentlichungen, Vorträge

  1. Monographien, Aufsätze, Sammelbände (als Herausgeber)
    1. Ehre, Injurienprozesse
    2. Reichskammergericht
    3. Hexenprozesse
    4. Frühneuzeitliche Zeugenverhöre: Wahrnehmung, Erinnerung, Soziales Wissen
    5. Normaljahre, Konfessionskonflikte
    6. Nachkriegsjazz
    7. Landes- u. Regionalgeschichte Rhein-Maas-Ruhr, diverse Studien
    8. Verschiedenes
  2. Rezensionen
  3. Vorträge (in Auswahl)

1. Monographien, Aufsätze, Sammelbände (als Herausgeber)

a) Ehre, Injurienprozesse Pfeil nach oben

Einband

"Vom Landesherrn bis zur einfachen Dienstmagd reicht das Spektrum von Personen, die in Sorge um ihren guten Ruf und Leumund einen zähen gerichtlichen Kampf über mehrere Instanzen bis zum Reichskammergericht durchfochten. Was bewog die Menschen dazu, sich an die Gerichte zu wenden und über Jahre, teilweise Jahrzehnte, zu prozessieren? Aus dieser Problemstellung entwickelt der Autor die Leitfrage nach der Bedeutung des Ehrbegriffs und den damit verknüpften Wertvorstellungen in der ständischen Gesellschaft.Anhand der Prozeßakten des Reichskammergerichts werden unterschiedliche Facetten beleuchtet - sowohl die ständisch geprägten Ehrvorstellungen als auch die schichten- und standesübergreifenden Empfindlichkeiten. Die Arbeit knüpft dabei an verschiedene geschichtswissenschaftliche Untersuchungsfelder an - von der Geschlechtergeschichte bis zur Historischen Kriminologie."

b) Reichskammergericht Pfeil nach oben

Einband

"[...] das hier angeführte Votum wegen Nichtigkeitssachen zeigt [...], dass die These von einer kritischen Haltung des Reichskammergerichts gegenüber den Hexenprozessen nicht überstrapaziert werden sollte."

c) Hexenprozesse Pfeil nach oben

Einband

"Es klingt heute befremdlich, aber das Thema der frühneuzeitlichen Hexenverfolgungen war in verschiedenen Städten des Ruhrgebiets einmal so etwas wie ein historischer „Erfolgsschlager“. Noch heute wirken die Arbeiten von Heimatforschern nach, die dazu beigetragen haben, daß sich in der Bevölkerung viele Fehlinformationen erhalten haben: Noch immer ist z.B. die Meinung durchaus verbreitet, daß der Prozeß gegen den Wittener Bauern Arndt Bottermann der „letzte Hexenprozeß“ gewesen sei.

Das Buch zeichnet auf der Grundlage von Archivmaterial nach, was wir heute über die Prozesse in Essen, Rellinghausen, Dortmund, Recklinghausen usw. definitiv wissen. Zum ersten Mal wird dabei systematisch auch die Überlieferung des Reichskammergerichts einbezogen. Nachgezeichnet werden die jeweiligen örtlichen Bedingungen und Hintergründe für Wasserproben, Prozesse und Hinrichtungen. Damit ist es möglich, die Hexenverfolgungen des Ruhr-Lippe-Raumes in den Gesamtkontext der Verfolgungen im Alten Reich einzuordnen."

d) Frühneuzeitliche Zeugenverhöre: Wahrnehmung, Erinnerung, Soziales Wissen Pfeil nach oben

Einband

"Zeugenverhöre gehörten in der Frühen Neuzeit zum Rechtsalltag. Männer und Frauen unterschiedlicher gesellschaftlicher Herkunft wurden nach ihrem Wissen über Nachbarschafts- und Ehekonflikte, über Herrschaft, Eigentum und Grenzverläufe, aber auch nach ihrem eigenen Erinnerungsvermögen und ihrem Alter befragt. [...] Die an diesem Band beteiligten Forscherinnen und Forscher versuchen, sich über die Verhörprotokolle den Wahrnehmungen und Wertvorstellungen der Menschen in der Frühen Neuzeit anzunähern."

e) Normaljahre, Konfessionskonflikte Pfeil nach oben

f) Nachkriegsjazz Pfeil nach oben

g) Landes- u. Regionalgeschichte Rhein-Maas-Ruhr, diverse Studien Pfeil nach oben

h) Verschiedenes Pfeil nach oben

Einband

"Der Band legt einen von der Lebenszeit bis zur Geschichtszeit reichenden Schnitt durch die soziale und kulturelle Pragmatik von"Zeit" in der Frühen Neuzeit. Jenseits der großen Erzählungen, in denen "Zeit" zu einem Gradmesser für die Entwicklungsstadien der Moderne und das Uhrwerk zu einer Grundmetapher für die Taktung ausdifferenzierter Gesellschaften geworden ist, wird sie hier als ein vielfältigen Bedürfnissen entsprechendes Konstrukt temporaler Referenzen aufgefaßt und ihr Potential diskutiert, alltagsrelevante Entscheidungen, Handlungen und Deutungen zu autorisieren."


2. Rezensionen Pfeil nach oben


3. Vorträge (in Auswahl)Pfeil nach oben