Forschungsprojekte

Komplementäre Therapieverfahren - Klassische Naturheilkunde

Neben den therapeutenbasierten Verfahren liegt ein Schwerpunkt der Forschung auch auf der Stärkung der Selbstfürsorge und -kompetenz, d.h. der Vermittlung von Techniken, die die Patienten selbstständig zum Beispiel zur Schmerzbekämpfung einsetzen können. Dazu zählen bewegungsbasierte Verfahren wie Yoga und Tai Chi, aber auch Methoden zur Schulung von Körperwahrnehmung oder einfache selbst durchführbare Behandlungen.

Kontakt: PD Dr. Holger Cramer und Dr. Petra Klose

h.cramer@kem-med.com und p.klose@kem-med.com

 

Integrative Onkologie mit Schwerpunkt Mammakarzinom

Krebskranke werden durch die Erkrankung selbst wie auch die Folgen der onkologischen Therapie massiv belastet. Jede dritte Brustkrebspatientin zum Beispiel leidet unter Depressivität und Angst vor einem Rezidiv, jede Zweite unter chronischer Müdigkeit (Fatigue) und Schlafproblemen. Seit mehr als zehn Jahren werden onkologische Patienten im Rahmen einer Tagesklinik an der Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin der Kliniken Essen-Mitte betreut. Diese Erfahrungen gehen in den Aufbau einer Abteilung für Integrative Onkologie (mit dem Brustzentrum und der Klinik für Gynäkologie und Gynäkologische Onkologie) ein. Die klinische Versorgung wird systematisch dokumentiert und evaluiert. Komplementäre supportive Therapieansätze werden evaluiert, mit einem Schwerpunkt in der Mind-Body-Medizin.

Kontakt: Dr. med. Petra Voiss, P.Voiss@kem-med.com

 

Naturheilkunde und Komplementärmedizin im Leitlinienprozess

Evidenzbasierte Inhalte der Naturheilkunde und Komplementärmedizin sollen systematisch in die Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) eingebracht werden. Auf diese Weise könnten sie Grundlage der ärztlichen Entscheidungsfindung auch in der Regelversorgung werden. Zu diesem Zweck wurde in enger Abstimmung mit der Deutschen Gesellschaft für Naturheilkunde (DGNHK) eine Arbeitsgruppe gegründet.


Kontakt: Dr. Petra Klose p.klose@kem-med.de

          

„Vergleichende Wirksamkeit verschiedener bewegungstherapeutischer Methoden bei chronischen unspezifischen Rückenschmerzen: Eine Netzwerk-Metaanalyse“

Innerhalb der 2017 aktualisierten Nationalen VersorgungsLeitlinie Nicht-spezifischer Kreuzschmerz wird Bewegungstherapie als primäre Behandlung bei chronischen unspezifischen Rückenschmerzen empfohlen. Unklar ist jedoch, welche Form der Bewegung die besten Effekte erzielt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert eine Netzwerk-Metaanalyse zur Klärung dieser Frage.

Förderkennzeichen: 01KG1905
Projektleitung: PD Dr. Holger Cramer h.cramer@kem-med.com und Dr. Anna Koch a.koch@kem-med.com, Dennis Anheyer B.Sc., M.A. d.anheyer@kem-med.com

 

 

 

 

„Integrative Pädiatrie: Implementierung von Naturheilkunde und Komplementärmedizin in die Kinder- und Jugendmedizin“

Das von der Karl und Veronika Carstens Stiftung über drei Jahre geförderte Projekt hat es sich zum Ziel gesetzt evidenzbasierte Therapieverfahren aus der Naturheilkunde und Komplementärmedizin für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen nutzbar zu machen und diese systematische in den stationären Alltag von Kinderkliniken zu implementieren. Die Erarbeitung und anschließende Umsetzung einer Integrativen Pädiatrie im Sinne der Kombination von Schulmedizin und wissenschaftlich geprüfter Naturheilkunde und Komplementärmedizin wird zunächst an insgesamt drei Standorten in München (Dr. von Haunersches Kinderspital), Landshut (Kinderklinik St. Marien) und Essen (Elisabeth-Krankenhaus) durchgeführt und evaluiert. Hierbei übernimmt der Lehrstuhl für Naturheilkunde und Integrative Medizin die wissenschaftliche Aufarbeitung sowie die anschließende Evaluierung des Projektes und unterstützt beratend den Implementierungsprozess.

Kontakt: PD Dr. Holger Cramer h.cramer@kem-med.com und Dennis Anheyer, B.Sc., M.A., d.anheyer@kem-med.com