Lehrstuhl für Naturheilkunde der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung an der 
Universität Duisburg-Essen, Deutschland - Inhaber der Stiftungsprofessur: Prof. Dr. med. Gustav J. Dobos
 
Ausgabe Januar 2012     

Neujahrs-Newsletter

Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,
liebe Freundinnen und Freunde der Naturheilkunde,

am 22. Januar 2012 endet in Ostasien das alte Jahr. Wir möchten diesen Anlass nutzen einen Rückblick auf die Geschehnisse im alten Jahr zu werfen und Sie neugierig zu machen auf unsere Vorhaben im "Jahr des Wasserdrachens" 2012.

Die Berechnung des chinesischen Kalenders ist kompliziert und fußt auf den exakten astronomischen Stellungen von Mond und Sonne. Am 23. Januar beginnt das Jahr des Drachens, das sich im Erdzweig-Zyklus alle 12 Jahre wiederholt. Im 60-Jahre-Zyklus ist dem Drachen noch der Himmelsstamm Wasser-Yang zugeordnet. 2012 ist also das Jahr der Wasserdrachen.

Der Drachen in China ist ein Symbol für das Kaiserhaus, also auch ein Symbol für Dauerhaftigkeit und langfristige Konsequenzen. Ein Drachen ist unabhängig, kreativ, durchsetzungsstark und muss sich nicht immer an Regeln halten. So kann es sein, dass 2012 viele großartige Ideen entwickelt werden. Was im Jahr des Drachen seinen Anfang nimmt, wird weit in die Zukunft reichen.

Wasser fließt und spricht die Gefühle an, und so können Geld, Liebe, Gesundheit, Glück und Wohlstand sprudeln, wenn man sich nicht gegen den Fluss sträubt, sondern die Zeichen der Zeit richtig deutet.

Das Jahr des Wasser-Drachen ist sozusagen ein Jahr der "Macher" und Führungspersönlichkeiten.
Für uns alle soll das Drachenjahr Gutes bringen, denn der Drache steht für Glück und Erfolg und vielleicht färbt davon ja ein wenig auf unseren Alltag ab.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein erfolgreiches Jahr 2012 und ein lehrreiches Vergnügen beim Lesen!

   
Prof. Dr. med. Gustav J. Dobos
Universität Duisburg-Essen
Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftungsprofessur für Naturheilkunde
Direktor der Klinik Naturheilkunde
und Integrative Medizin

Kliniken Essen-Mitte
Knappschafts-Krankenhaus
Am Deimelsberg 34 a
45276 Essen

Tel.: +49 (0) 201/ 174 25008
Fax: +49 (0) 201/ 174 25000
www.uni-essen.de/naturheilkunde
www.kliniken-essen-mitte.de/naturheilkunde
 


Inhalte dieser Ausgabe:

Termine

"Altersgerechte Versorgungsmodelle, Produkte und Dienstleistungen"

Projektaufruf des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW
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23.08. – 26.08.2012
7. Mind/Body Medicine Summer School

Im Sinne der Integrativen Medizin zeigt die Summer School, wie mind/body-medizinische Interventionen die Patienten durch die Stärkung ihrer Gesundheitsressourcen nachhaltig in der Krankheitsbewältigung unterstützen. Das Seminar findet als Blockseminar statt (Donnerstag - Sonntag).
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04. - 05.02.12, Berlin
Integrative Therapie des Mammakarzinoms
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15. - 16.03.12, Berlin
DGHO Frühjahrstagung 2012
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26.08. – 27.08.2012
Fachseminar Mind/Body Medicine in der Integrativen Onkologie

Speziell zugeschnitten auf die Bedürfnisse der onkologischen Zielgruppe, vermittelt es naturheilkundliche Selbsthilfestrategien und schult die Fähigkeiten zur Entspannung, Stressbewältigung und sozialen Unterstützung ebenso wie gesundheitsfördernde Ernährung und Bewegung.
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Video zur Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin

In der Klinik für Naturheilkunde werden schulmedizinische Diagnostik und Therapien um naturheilkundliche Verfahren ergänzt. Dieses Video zeigt ihnen die Behandlungs-möglichkeiten in der Klinik und gibt erste Eindrücke.
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Consensus-Gespräch 2011: Integrative Onkologie

Was die Naturheilkunde im Rahmen einer Krebsbehandlung leisten kann, war Thema eines vom Lehrstuhl für Naturheilkunde der Universität Duisburg-Essen durchgeführten und von der Robert Bosch Stiftung geförderten „Consensus-Gesprächs 2011: Integrative Onkologie“, das am 9. Oktober in Berlin stattfand. 23 in Klinik bzw. Forschung tätige Ärzte aus Deutschland, der Schweiz und den USA gaben jeweils in Kurzreferaten einen Überblick über Therapieansätze von Naturheilkunde (Phytotherapie bis hin zu Ernährung, Bewegung  und Ordnungstherapie/Mind-Body-Medizin), Kunsttherapie, Traditionelle Chinesische Medizin, Homöopathie und Anthroposophische Medizin.

Es wurde kontrovers diskutiert, doch trotz der Unterschiedlichkeit der Ansätze herrschte Einigkeit darüber, dass die evidenzbasierte Naturheilkunde vor allem in der Behandlung von Nebenwirkungen der onkologischen Therapie eine große Rolle spielen kann.

PD Dr. Sherko Kümmel (Brustzentrum der Kliniken Essen-Mitte) und sein Team stellten das gemeinsam mit der Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin entwickelte Modell der integrativen Behandlung von Brustkrebspatientinnen vor.  Gary Deng M.D., Onkologe am Sloan Kettering Cancer Center in New York und Vorsitzender der Internationalen Society for Integrative Oncology (SIO), bewertete den deutschen Ansatz der Integrativen Onkologie als inspirierend und innovativ, auch für die USA, wo die Integrative Onkologie bereits an allen großen Krebskliniken in eigenen Abteilungen vertreten ist.

Prof. Dr. med. Anton Scharl, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft gynäkologische Onkologie (AGO), zeigte sich positiv überrascht von der Fülle der therapeutischen Ansätze und kündigte an, sich für die stärkere Integration der Naturheilkunde in seinem Fach einsetzen zu wollen. Dr. med. Markus Follmann, bei der Deutschen Krebsgesellschaft zuständig für das Leitlinienprogramm, regte an, dass die Deutsche Gesellschaft für Naturheilkunde als Dachgesellschaft evidenzbasierte naturheilkundliche Verfahren in den Leitlinienprozess der Fachgesellschaften einbringen könnte. Entsprechende Schritte sind in Vorbereitung. Aus den vielfältigen Beiträgen wird aktuell eine Synopsis als Vorbereitung auf eine Curriculum zur Integrativen Onkologie erstellt.

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Bilanz 2011: Wissenschaftliches Studium der Naturheilkunde

Im Rahmen der Pflichtveranstaltung des Querschnittsbereichs "Rehabilitation, physikalische Therapie und Naturheilverfahren" an der Universität Duisburg-Essen finden zweimal wöchentlich Vorlesungen statt, begleitet von zwei Samstagsseminaren. Die Leitung hat Prof. Dr. med. Gustav J. Dobos (Lehrstuhl für Naturheilkunde der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Stiftung) in Zusammenarbeit mit PD Dr. med. H. Gerhard (Kliniken Essen-Nord), PD Dr. med. A. Thilmann (Freiburg), Dr. med. W. Scheitza (MediClin Essen-Kettwig) und Dr. med. R. Schubmann (Klinik Möhnesee).

Die Vorlesungen finden während des Semesters statt und sind begleitend zu den beiden Samstagsseminaren konzipiert. Neben den Vorlesungen und Seminaren werden regelmäßig Doktoranden und Famulanten in der Abteilung Innere Medizin, Naturheilkunde und Integrative Medizin der Kliniken Essen-Mitte betreut (www.uni-due.de/naturheilkunde/de/lehre).

Im Jahr 2011 durchliefen, wie jedes Jahr, rund 400 Studierende diese Ausbildung. Die anfänglichen Vorbehalte, welche viele angehende Mediziner gegen die Naturheilkunde mitbringen, lösen sich in der Regel in dem Maße auf, wie sie über die Seriosität und Wissenschaftlichkeit ihrer Therapien informiert werden. Im Jahr 2010 war deshalb dieser Teil der Ausbildung bei einer Umfrage unter Essener Medizinstudenten unter 42 Veranstaltungen zum zweiten Mal als Beste bewertet worden. Von den Studenten wurde besonders der praktische Anteil der Ausbildung gelobt, der ihre Sicht auf Naturheilkunde positiv verändert habe.

Bisher haben in Essen 25 Medizinstudenten ihre Promotion erfolgreich zu Themen der Naturheilkunde abgeschlossen

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Bericht über ärztliche Fort- und Weiterbildungen

Wer als Arzt eine "Zusatzbezeichnung Naturheilverfahren" erwerben will, kann sich an der Akademie in vier Kursen und zwei Fallseminaren das notwendige theoretische wie praktische Wissen aneignen. Neben den klassischen naturheilkundlichen Themen wie Phytotherapie, Hydrotherapie, Ernährung, Bewegung und der modernen naturheilkundlichen Ordnungstherapie bzw. Mind/Body Medicine zählen auch komplementärmedizinische Verfahren wie Neuraltherapie, Schröpfen, Blutegel und weitere ausleitende Verfahren zur Ausbildung. Die Kurse werden gut angenommen und sind, trotz rückläufiger Ausbildungszahlen in ganz Deutschland, immer ausgebucht. Die von den Teilnehmern abgegebenen Bewertungen der Kurse liegen zumeist im guten bis sehr guten Bereich. Insbesondere die Praxisbereiche finden große Anerkennung.

Die Ausbildung "Ayurveda Medizin in der Integrativen Medizin" spricht Ärzte und Heilpraktiker an und vermittelt in 15 Zweitages-Blöcken die theoretischen Grundlagen und praktischen Behandlungsprinzipien dieses traditionellen, vor 3000 Jahren in Indien entstandenen Heilsystems. Die abschließende Prüfung wird durch die Vergabe eines Zertifikates dokumentiert.

Ab Januar 2012 beginnt die nächste 1,5 jährige Ausbildung, die bereits ausgebucht ist.

Ein besonderes Highlight der Fortbildungen ist die jährlich stattfindende "Mind/Body Medicine Summer School", zu der Teilnehmer wie Referenten aus der ganzen Welt kommen. In den Vorträgen und Workshops steht an vier Tagen die Frage im Mittelpunkt, wie Patienten - flankierend zu schulmedizinischen und naturheilkundlichen Behandlungen - durch die Stärkung ihrer Gesundheitsressourcen nachhaltig in Ihrer Krankheitsbewältigung unterstützt werden können. Die Meinungen der Teilnehmer spiegeln auch unseren Eindruck wider: Von "Begeisterung über hochkompetente Referenten", "sehr gut organisierte Veranstaltung"  bis zu einem "herzlichen Dank für die fürsorgende und freundliche Betreuung" sind wir mit der Bewertung dieser Veranstaltung (Durchschnittsnote von 1,4 ) hoch zufrieden und freuen uns schon auf die siebte Mind/Body Medicine Summer School.

Die Fortbildung in Mind/Body Medicine findet als "Vertiefungsseminar" in kleinen Gruppen von bis zu 12 Personen statt und intensiviert die Themen der Summer School, so dass behandelnde Ärzte eine größere Praxiserfahrung erhalten.

Das Fachseminar "Mind-Body Medizin bei onkologischen Erkrankungen" beschäftigt sich mit den Möglichkeiten zur Aktivierung und Stärkung der Selbstheilungskräfte speziell bei onkologischen Patienten. Thematisiert werden sowohl die Einflüsse von Verhalten und Lebensstil auf die Gesundheit als auch die Bedeutung der Lebenshaltung einer Person für ihre Lebensqualität und Gesundung. Dies berührt auch Sinnfragen, spirituelle Aspekte und die Gestaltung der therapeutischen Beziehung.

Vorgestellt wird das zwölfwöchige teilstationäre onkologische Programm der Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin. Speziell zugeschnitten auf die Bedürfnisse der onkologischen Zielgruppe, vermittelt es naturheilkundliche Selbsthilfestrategien und schult die Fähigkeiten für Entspannung, Stressbewältigung und soziale Unterstützung ebenso wie gesundheitsfördernde Ernährung und Bewegung.

Neben den regelmäßigen Veranstaltungen der Akademie finden an den Kliniken Essen-Mitte auch immer wieder Spezialkurse zu unteschiedlichen Therapieverfahren statt, wie das Seminar "Phytotherapie update" (nächster Artikel).

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Update Phytotherapie in der Praxis

Mit großem Erfolg fand am 5. Oktober 2011 im Erich-Rothenfußer-Haus des Knappschafts-Krankenhauses Essen-Mitte eine dreieinhalbstündige Fortbildung zur Pflanzenheilkunde statt. Weil die Patienten immer wieder nach naturheilkundlichen Therapien fragen, gleichzeitig auch das evidenzbasierte Wissen im Bereich der Phytotherapie zunimmt, sollten interessierte niedergelassene Ärzte sowie Absolventen der naturheilkundlichen Ausbildung an der Universität Duisburg-Essen ein „Update“ erhalten, also über neue Entwicklungen informiert werden.

Dabei ging es darum, in praxisnahen Konzepten naturheilkundliche ärztliche Strategien, wie auch Selbsthilfeanleitungen für Patienten bei der Behandlung häufiger Krankheitsbilder, zu vermitteln. Auf einen Überblick über den Einsatz pflanzlicher Präparate in der Allgemeinmedizin wie auch bei spezifischen fachärztlichen Fragestellungen folgten Workshops, in denen spezifische Krankheitsbilder und Behandlungsoptionen diskutiert und individuelle Fragen beantwortet wurden. Den Abschluss bildete ein Buffet mit mediterraner Vollwertkost und der Möglichkeit zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch. Das Feedback der 35 Teilnehmer war rundherum positiv, es wurde der Wunsch nach regelmäßigen Update-Veranstaltungen geäußert.


Behandelte Patienten 2011

Die Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin wurde 1999 an den Kliniken Essen-Mitte als Modelleinrichtung des Landes Nordrhein-Westfalen etabliert. Ziel war es, optimale Behandlungsansätze aus konventioneller Medizin und wissenschaftlich evaluierter Naturheilkunde zu kombinieren. Neben dem breiten Spektrum der naturheilkundlichen Behandlungen, bietet die Abteilung die kompletten diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten eines modernen Krankenhauses. Die Abteilung umfasst 54 stationäre Betten, die integrative onkologische Tagesklinik und das ihr angeschlossene ambulante Institut für Naturheilkunde, Traditionelle Chinesische und Indische Medizin sowie der Integrativen Gastroenterologie.

Im Jahr 2011 sind auf der Station 1.942 und in der naturheilkundlichen Tagesklinik 387 Patienten und Patientinnen betreut worden.

In Kooperation mit der Abteilung für Senologie/Brustzentrum findet seit Januar 2010 die integrierte Versorgung von Brustkrebspatientinnen statt, die parallel zur onkologisch-chirurgischen Behandlung, in Absprache zwischen den beteiligten Ärzten, auch naturheilkundlich betreut werden. Dort wurden bis heute ca. 700 Patientinnen mit Brustkrebs betreut.

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Geteilte Öffentlichkeit: Naturheilkunde und Medien - der European Congress for Integrative Medicine

Dass die Naturheilkunde trotz großer Nachfrage in der Bevölkerung eine kritische bis vorurteilsbeladene Presse hat, war Thema eines Panels im Rahmen des European Congress for Integrative Medicine in Berlin. Moderiert von Prof. Dr. med. Stefan Willich, Charité Berlin, diskutierten Christoph Koch vom „stern“, Irene Meichsner (freie Wissenschaftsautorin), Joachim Müller-Jung (FAZ),  Rüdiger Schulz (Institut für Demoskopie Allensbach) und Petra Thorbrietz (freie Wissenschaftsjournalistin). Auch Bloggerangriffe von sogenannten Skeptikern im Netz waren ein Thema. Das Interesse unter den Kongressteilnehmern war groß.

Angeregt durch das Therapieprogramm Integrative Onkologie für Brustkrebspatientinnen an den Kliniken Essen-Mitte und das Buch von Prof. Dr. med. Gustav Dobos und PD Dr. med. Sherko Kümmel gab es jedoch auch viele positive Berichte in den Medien. Auch die Summer School und der Bereich Ordnungstherapie/Mind-Body-Medizin sowie ein neues Fachbuch zur Mind-Body-Medizin von Anna Paul und Gustav Dobos fanden positive Erwähnung.

Lesen Sie zur ECIM den Artikel aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), 11.10.2011, von Joachim Müller-Jung mit dem Titel:

Integrative Medizin - vom Gebot zur alternativen Heilkunst
Die Schulmedizin kann gut ohne, aber ihr fehlt manches, was gute Alternativmedizin vermag. Einflussreiche Mediziner haben das verstanden und bauen Brücken. ... Artikel lesen »

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Neueste Studien zur Integrativen Medizin

Aus der Klinik für Naturheilkunde in Essen wurden auf der ECIM die Ergebnisse mehrerer klinischer Studien vorgestellt. So wurde die Wirksamkeit verschiedener komplementärer Therapien bei chronischen Nackenschmerzen untersucht. Dabei zeigte sich unter anderen, dass verschiedene Formen des Schröpfens, z.B. das traditionelle Schröpfen, das pulsierende Schröpfen und die Schröpfkopfmassage, signifikant zur Verbesserung der Schmerzen und den dadurch entstehenden Einschränkungen beitragen konnten. Das Schröpfen hatte jedoch nicht nur Auswirkungen auf Schmerzen und die Lebensqualität, sondern auch auf die Schmerz- und Körperwahrnehmung, wie eine qualitative Studie zeigen konnte. Sehr gute Effekte bei Nackenschmerzen wurden auch durch ein 10-wöchiges Yoga Programm erreicht. Im Gegensatz zum Schröpfen wirkte sich die Behandlung hier auch auf alle anderen Bereiche der Lebensführung aus, z.B. auf die Stressbewältigung oder den Umgang mit Schmerzen.

In einem Workshop zur Patientenkompetenz wurde das "Essener Modell" vorgestellt, welches sich durch die aktive Einbeziehung der Patienten in die Therapie auszeichnet. Diese Einbeziehung führt dazu, dass Patienten ihre Selbstmanagementfähigkeiten verbessern und ihre Ressourcen erweitern (Workshop Patientenpartizipation). Dies konnte zum Beispiel auch daran gezeigt werden, dass sich die Lebensqualität und das Bewegungsverhalten der Patienten durch einen zweiwöchigen stationären Aufenthalt steigern ließ; die Patienten also öfter und länger sportlich aktiv werden und dies sich positiv auf ihr Wohlbefinden auswirkt.

Außerdem konnte gezeigt werden, dass eine 11-wöchige achtsamkeitsbasierte tagesklinische Intervention bei Krebspatienten eine signifikante Steigerung der Lebensqualität, sowie eine Reduktion von Ängstlichkeit und Depressivität bewirkt. Des Weiteren ergab eine Meta-Analyse, dass Yoga bei Brustkrebspatientinnen signifikante Verbesserungen in den Bereichen Lebensqualität, Depressivität, Ängstlichkeit und Stress bewirkt.

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Video zur Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin

In der Klinik für Naturheilkunde werden schulmedizinische Diagnostik und Therapien um naturheilkundliche Verfahren ergänzt. Dieses Video zeigt Ihnen die Behandlungsmöglichkeiten in der Klinik und gibt erste Eindrücke.

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Aktuelle Publikationen (2011)

Medline-gelistete Studien

Cramer H, Lange S, Klose P, Paul A, Dobos G
Can yoga improve fatigue in breast cancer patients? A systematic review. Acta Oncol. 2011 Dec 5.

Lehmann N, Paul A, Moebus S, Budde T, Dobos GJ, Michalsen A.
Effects of lifestyle modification on coronary artery calcium progression and prognostic factors in coronary patients-3-Year results of the randomized SAFE-LIFE trial.
Atherosclerosis. 2011 Dec;219(2):630-6. Epub 2011 Sep 6.

Lauche R, Cramer H, Choi KE, Rampp T, Saha FJ, Dobos GJ, Musial F.
The influence of a series of five dry cupping treatments on pain and mechanical thresholds in patients with chronic non-specific neck pain--a randomised controlled pilot study.
BMC Complement Altern Med. 2011 Aug 15;11:63.

Choi KE, Rampp T, Saha FJ, Dobos GJ, Musial F.
Pain modulation by meditation and electroacupuncture in experimental submaximum effort tourniquet technique (SETT).
Explore (NY). 2011 Jul-Aug;7(4):239-45.

Fleissner D, Frede A, Knott M, Knuschke T, Geffers R, Hansen W, Dobos G, Langhorst J, Buer J, Westendorf AM.
Generation and function of immunosuppressive human and murine CD8+ T cells by transforming growth factor-β and retinoic acid.
Immunology. 2011 Sep;134(1):82-92. doi: 10.1111/j.1365-2567.2011.03469.x. Epub 2011 Jun 29.

Wilson E, Rampp T, Wen M, Musial F, Dobos GJ.
Integrative approach to migraine using traditional European, Indian and chinese medicine: a case report.
Forsch Komplementmed. 2011;18(2):84-90. doi: 10.1159/000324853. Epub 2011 Apr 5.

Wilson E, Rajamanickam GV, Dubey GP, Klose P, Musial F, Saha FJ, Rampp T, Michalsen A, Dobos GJ.
Review on shilajit used in traditional Indian medicine.
J Ethnopharmacol. 2011 Jun 14;136(1):1-9. Epub 2011 Apr 20. Review.

Bäcker M, Lüdtke R, Afra D, Cesur O, Langhorst J, Fink M, Bachmann J, Dobos GJ, Michalsen A.
Effectiveness of leech therapy in chronic lateral epicondylitis: a randomized controlled trial.
Clin J Pain. 2011 Jun;27(5):442-7.

Braun M, Schwickert M, Nielsen A, Brunnhuber S, Dobos G, Musial F, Lüdtke R, Michalsen A.
Effectiveness of traditional Chinese "gua sha" therapy in patients with chronic neck pain: a randomized controlled trial.
Pain Med. 2011 Mar;12(3):362-9. doi: 10.1111/j.1526-4637.2011.01053.x. Epub 2011 Jan 28.

Dobos G, Tao I.
The model of Western integrative medicine: the role of Chinese medicine.
Chin J Integr Med. 2011 Jan;17(1):11-20. Epub 2011 Jan 22. Review.

Abendroth A, Michalsen A, Lüdtke R, Rüffer A, Musial F, Dobos GJ, Langhorst J.
Changes of Intestinal Microflora in Patients with Rheumatoid Arthritis during Fasting or a Mediterranean Diet.
Forsch Komplementmed. 2010;17(6):307-13. Epub 2010 Dec 7.

Choi KE, Musial F, Amthor N, Rampp T, Saha FJ, Michalsen A, Dobos GJ.
Isolated and combined effects of electroacupuncture and meditation in reducing experimentally induced ischemic pain: a pilot study.
Evid Based Complement Alternat Med. 2011;2011. pii: 950795. Epub 2010 Sep 8.

Langhorst J, Choi KE.
The role of human defensins in gastrointestinal diseases
.
Expert Rev Clin Immunol. 2011 Nov;7(6):779-87.

Dignass A, Preiss JC, Aust DE, Autschbach F, Ballauff A, Barretton G, Bokemeyer B, Fichtner-Feigl S, Hagel S, Herrlinger KR, Jantschek G, Kroesen A, Kruis W, Kucharzik T, Langhorst J, Reinshagen M, Rogler G, Schleiermacher D, Schmidt C, Schreiber S, Schulze H, Stange E, Zeitz M, Hoffmann JC, Stallmach A.
Updated German guideline on diagnosis and treatment of ulcerative colitis, 2011 Z Gastroenterol.
2011 Sep;49(9):1276-341

Häuser W, Biewer W, Gesmann M, Kühn-Becker H, Petzke F, Wilmoswky H, Langhorst J, Glaesmer H.
A comparison of the clinical features of fibromyalgia syndrome in different settings.
Eur J Pain. 2011 Oct;15(9):936-41

Layer P, Andresen V, Pehl C, Allescher H, Bischoff SC, Classen M, Enck P, Frieling T, Haag S, Holtmann G, Karaus M, Kathemann S, Keller J, Kuhlbusch-Zicklam R, Kruis W, Langhorst J, Matthes H, Mönnikes H, Müller-Lissner S, Musial F, Otto B, Rosenberger C, Schemann M, van der Voort I, Dathe K, Preiss JC;
Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten; Deutschen Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität.
Irritable bowel syndrome: German consensus guidelines on definition, pathophysiology and management.
Z Gastroenterol. 2011 Feb;49(2):237-93

Bücher

Dobos, G.; Paul, A. (Hrsg.): Mind-Body-Medizin - Die moderne Ordnungstherapie in Theorie und Praxis, Elsevier, Essen 2011

Dobos, G.; Kümmel, S.: Gemeinsam gegen Krebs, Verlag Zabert Sandmann; 2011

 

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