Klinik für Neurologie
Für unsere ärztlichen Zuweiser und Kollegen - Ihr direkter Draht zu einem Oberarzt: Mobiltelefon

0201 / 723 - 82020

bei Fragen zur Neuroonkologie

0201 / 723 - 82229

(werktags von 9:00 bis 17:00 Uhr)
Stationäre Versorgung
Für die stationäre Versorgung stehen eine neurologische Normalstation (M1) sowie eine Station mit Patienten für kurzfristige Aufenthalte (N3) zur Verfügung. Schwer kranke und überwachungspflichtige Patienten werden auf unserer neurologischen Intensivstation (INTK) und Überwachungsstation (M-IMC) behandelt. Die Aufnahme von Schlaganfallpatienten erfolgt auf unsere zertifizierte Schlaganfallstation (Stroke Unit/NC1).

Sie werden täglich ärztlich visitiert. Dabei werden Ihre Untersuchungsergebnisse und Ihre Behandlung besprochen. Chefarzt und Oberarztvisiten finden einmal wöchentlich statt.

Privatversicherte Patienten werden täglich von Professor Dr. C. Kleinschnitz oder seinem Vertreter visitiert.


Unter folgenden Rufnummern erreichen Sie den jeweiligen Stationsstützpunkt:


Kürzel Stationsstützpunkt Kontakt
M1 Neurologische Normalstation 0201 / 723 - 6310
N3 Kurzliegerstation 0201 / 723 - 2511
Stroke Unit / NC1 Schlaganfall-Station 0201 / 723 - 1281
M-IMC Überwachungs- und Pflegestation 0201 / 723 - 6350
INTK Intensivstation 0201 / 723 - 2726
Ambulante Versorgung
Die ambulante Versorgung erfolgt über unsere Poliklinik, in unseren Spezialsprechstunden sowie den Spezialzentren unserer neurologischen Klinik.

Als überregionale Versorgungszentren stehen Ihnen hier insbesondere die folgenden Zentren zur Verfügung:


Westdeutsches Kopfschmerzzentrum Schwindel Zentrum Essen Essener Rückenschmerz-Zentrum Interdisziplinäres Schmerzzentrum


Für die Versorgung von Hirntumorpatienten steht der Schwerpunkt Klinische Neuroonkologie zur Verfügung.


Poliklinik

Terminvereinbarung unter 0201 / 723 - 6302

Das Wort Poliklinik stammt aus dem Griechischen "polis" und bedeutet Staat, Öffentlichkeit. Die Poliklinik stellt demnach die Schnittstelle zwischen der Klinik und den Bürgern dar. Hier erfolgt die ambulante Behandlung allgemein neurologischer Beschwerden.

Unsere Neurologische Poliklinik befindet sich im Erdgeschoss des Medizinischen Zentrums.

Für die Vorstellung in unserer Poliklinik brauchen Sie einen Überweisungsschein von einem niedergelassenen Neurologen oder Hausarzt. Bitte bringen Sie vorhandene Arztbriefe sowie CT-/ MRT-Bilder o.Ä. mit.



Zertifikat MS-Schwerpunktzentrum

Multiple Sklerose

Terminvereinbarung unter 0201 / 723 - 85624 oder
ms-ambulanz@uk-essen.de

In unserer Spezialambulanz für Multiple Sklerose (MS) bieten wir eine umfassende Betreuung an. Diese umfasst mitunter
  • Diagnosesicherung und Abgrenzung gegenüber anderen immunvermittelten Erkrankungen des Nervensystems
  • Aufklärung und Information über die Erkrankung und verfügbare vorbeugende Therapien (Immuntherapeutika)
  • Zweite Meinung
  • Behandlung mit Immuntherapeutika für den milden/moderaten Verlauf und den hoch-aktiven Verlauf (u.a. Basistherapeutika, Alemtuzumab, Fingolimod, Natalizumab)
  • Ambulante und Stationäre Versorgung bei akuten Schüben
  • Beratung und Behandlung von begleitenden Beschwerden (z.B. Spastik, Schmerzen, Blasenfunktionsstörung)
  • Studien zu Erforschung der Ursache und Behandlung der MS
Bei der MS handelt es sich um eine autoimmunvermittelte entzündliche Erkrankung, welche die Hülle der Nervenzellen im Gehirn und Rückenmark betrifft. Dies führt zu einer lokalen Schädigung der Nervenfaser mit entsprechenden neurologischen Funktionsausfällen. Diese können in unterschiedlichen Verlaufsformen auftreten, von denen die schubförmige Symptomausbildung mit vollständigem Rückgang die häufigste ist. Ein Übergang mit stetiger Verstärkung der Symptome ist möglich (Sekundär chronisch progrediente MS). Daneben tritt eine Form auf, bei der sich von Beginn an eine kontinuierliche Verschlechterung einstellt, ohne Auftreten von Schüben (primär chronisch progrediente MS). Die Formen können zum Teil sehr variabel und die Übergänge fließend sein.



Erkrankungen des peripheren Nervensystem und der Muskulatur

Terminvereinbarung unter 0201 / 723 - 6302

Die Sprechstunde deckt ein breites Spektrum der Erkrankungen des peripheren Nervensystems und neuromuskulärer Erkrankungen ab. Hierzu gehören u.a. die inflammatorischen Neuropathien (Guillain-Barré-Syndrom, CIDP); hereditäre Polyneuropathien (HMSN); periodische dyskaliämische Lähmungen; Kanalopathien, multifokale motorische Neuropathie, Myositiden sowie vaskulitische Beteiligung des peripheren Nervensystems.

Polyneuropathie ist ein Krankheitsbild mit sehr unterschiedlicher Präsentation und einem breiten Spektrum an Ursachen. Die Sprechstunde für Polyneuropathie deckt das gesamte Spektrum der Diagnostik mit ausführlicher klinischer Untersuchung und Festlegung des weiteren Konzepts bei Erstvorstellung, differenzierte Labordiagnostik, Neurophysiologische Diagnostik (Neurographie, Myographie, Einzelfaser-EMG, evozierte Potentiale) einschließlich der Entnahme von Biopsien mit feingeweblicher Untersuchung und eine genetische Beratung ab. Wir bieten medikamentöse Ersteinstellung und Kontrollen sowie klinische Verlaufskontrollen an.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Behandlung neuropathischer Schmerzen wie z.B. der Post-Zoster Neuralgie.

Auch die Diagnostik und Betreuung von Patienten die an einer Motoneuronerkrankung erkrankt sind gehört zu weiteren Schwerpunkten dieser Spezialambulanz. Hierzu gehören dabei sowohl die amyotrophe Lateralsklerose (ALS) als auch verschiedene Unterformen dieser Erkrankungsgruppe, wie der progredienten Bulbärparalyse, der primären Lateralsklerose und der primären Muskelatrophie.

Im Rahmen der ambulanten Versorgung neuromuskulärer Erkrankungen werden Enzymersatztherapien (EET) bei M.Pompe und M.Fabry angeboten.

Eine Terminvergabe ist entsprechend der vorliegenden Krankheitsbildern an folgenden Tagen möglich:
  • Montags: Neuropathien/unklare Erkrankungsbilder
  • Dienstags: ALS-Sprechstunde
  • Mittwochs: Myasthenie-Sprechstunde
  • Donnerstag: Muskelsprechstunde
  • Freitags: Inflammatorische Neuropathien


Für die gesonderte Sprechstunde für neurologische Manifestationen bei Sarkoidose (Neurosarkoidose), M. Pompe und M. Fabry vereinbaren Sie bitte direkt einen Termin im Sekretariat von Herrn Priv. Doz. Dr. med. T. Hagenacker unter 0201 / 723 - 6513



Bewegungsstörung

Terminvereinbarung unter 0201 / 723 - 6302

Zu den Bewegungsstörungen zählen verschiedene Erkrankungen, die die Körperhaltung und die präzise Ausführung von willkürlichen, aber auch von automatischen, unbewussten Bewegungen beeinträchtigen. Sie sind nicht durch Lähmungen oder Erkrankungen des Skelettsystems bedingt. Die Ursachen der meisten Störungen liegen in den sogenannten Basalganglien. Das sind Zentren, die im Inneren des Gehirns unterhalb der Hirnrinde lokalisiert sind. Auch Erkrankungen des Kleinhirns oder des Rückenmarks führen zu Bewegungsstörungen. Die Möglichkeiten der Behandlung vieler Bewegungsstörungen haben sich in den letzten Jahren durch die Entwicklung wirksamer Medikamente und auch operativer Verfahren deutlich verbessert. Dennoch besteht weiterhin ein großer Forschungsbedarf, da eine Heilung der meisten dieser Erkrankungen auch heute noch nicht möglich ist. In der Ambulanz für Bewegungsstörungen werden Patienten u.a. mit den folgenden Erkrankungen behandelt:
  • Parkinson-Syndrome
  • Tremor-Erkrankungen
  • Dystonien
  • Restless-Legs-Syndrom
  • Spastik


Epilepsie

Terminvereinbarung unter 0201 / 723 - 6302

Epilepsie ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Etwa jeder zehnte hat das Risiko einen epileptischen Anfall zu erleiden. In der Regel müssen mehrere Anfälle auftreten um von einer Epilepsie zu sprechen. Während eines epileptischen Anfalles kommt es zu rhythmischen, synchronen Entladungen von Nervenzellverbänden im Gehirn, welche sich als generalisierter oder fokaler Anfall präsentieren. Bei fokalen Anfällen ist die Symptomatik meist begrenzt auf eine Körperregion oder eine bestimmte Funktion.

Die Diagnostik besteht aus einer ausführlichen Anamnese, Bestimmung differenzierter Laborwerte, der Aufzeichnung eines EEG und Bewertung sowie Empfehlung zur Bildgebung.

Therapeutisch werden Antiepileptika in Einzel- und Kombinationsmedikation angewendet. In besonders schweren Fällen, welche auf eine Medikation nicht ansprechen, kann eine chirurgische Intervention (Epilepsiechirurgie) notwendig sein.

In unserer Sprechstunde bieten wir die Neueinstellung und Beratung zu bestehenden Medikationen an. Zudem stehen wir für Fragen zu sozialmedizinischen Aspekten (Arbeitsfähigkeit, Fahrtauglichkeit) Schwangerschaft und Epilepsie sowie Notfallmedikation zu Verfügung.



Ataxie

Terminvereinbarung unter 0201 / 723 - 2180

Bei den Ataxien handelt es sich um Erkrankungen, die bevorzugt das Kleinhirn betreffen. Im Vordergrund steht eine gestörte Koordination von Bewegungen, z.B. des Stehens und Gehens, von Armbewegungen oder dem Sprechen. Es gibt ganz unterschiedliche Erkrankungen, die zu Ataxien führen können. Neben Erberkrankungen [z.B. der Friedreich Ataxie oder den spinozerebellären Ataxien (SCA)] können das seltene Entzündungen oder Stoffwechselerkrankungen sein. In anderen Fällen [z.B. der sporadischen Ataxie des Erwachsenenalters (SAOA)] ist die Ursache noch nicht bekannt. Für die meisten Formen der Ataxien gibt es bisher keine wirksame medikamentöse Therapie. Im Vordergrund steht häufig die intensive Physiotherapie.

Nähere Informationen zu den verschiedenen Formen der Ataxie finden Sie unter www.ataxie.de, der Webseite der Deutschen Heredo-Ataxie Gesellschaft. Hier können Sie verschiedene Informationshefte herunterladen.

Die Sprechstunde wird seit vielen Jahren von Frau Prof. Dr. Dagmar Timmann-Braun geleitet. Frau Timmann-Braun ist seit 1997 Mitglied des Ärztlichen Beirates der Deutschen Heredo-Ataxie Gesellschaft (DHAG). Sie ist Mitglied des Lenkungsausschusses des Essener Zentrums für Seltene Erkrankungen (EZSE).



Demenz

Terminvereinbarung unter 0201 / 723 - 2180

Demenz umfasst ein weites Feld an Funktionsstörungen die über eine reine kognitive Beeinträchtigung hinausgehen. Es handelt sich dabei um eine chronische Erkrankung. Demenzen treten in unterschiedlichen Formen auf, von denen die Alzheimer-Demenz die häufigste darstellt. Daneben lassen sich eine Vaskuläre Demenz, die Lewy-Körperchen-Demenz und Frontotemporale Demenz als primäre Demenzen abgrenzen. Verschiedene Ursachen können zu einer Demenz führen. Bei den primären Demenzen sind dies degenerative Prozesse die zu einer Atrophie des Gehirns in charakteristischem Verteilungsmuster führen. Darüber hinaus können Demenzen durch Veränderungen der Hirngefäße (vaskuläre Demenz), entzündlichen Veränderungen des Gehirns, Stoffwechselstörungen oder im Rahmen anderer neurologischer Erkrankungen auftreten.

Unsere Sprechstunde umfasst eine umfängliche Diagnostik und Beratung zu Gedächtnisstörungen, bei Verdacht auf eine dementielle Entwicklung sowie Abgrenzung zu anderen kognitiv Beeinträchtigende Erkrankungen.



Botulinumtoxin-Ambulanz

Terminvereinbarung unter 0201 / 723 - 6302

Durch die Botulinumtoxin-Injektion können die Symptome von Dystonie und Spastik wie Verkrampfungen, Schmerzen und Fehlstellungen gebessert werden. Unter den typischen Krankheitsbildern die behandelt werden finden sich fokale Dystonie wie zum Beispiel Lidkrämpfe (Blepharospasmus), der Schiefhals (Torticollis spasmodicus) oder die Funktionseinschränkungen beim Schreibkrampf (Graphospasmus). Zudem segmentale und sekundäre Dystonien wie bei einem Spasmus hemifacilais. Des Weiteren werden Bewegungseinschränkungen der Extremitäten, welche nach einem Schlaganfall auftreten können, therapiert.

Seit mehr als 150 Jahren ist bekannt, dass Botulinumtoxin der Verursacher des Botulismus, einer Nahrungsmittelinfektion, ist. 1897 entdeckte der belgische Mikrobiologe von Ermengen das Clostridium botulinum, den Erreger des Botulismus. Dieser Erreger produziert das als Neurotoxin wirksame "Gift". 1817-1822 beschrieb Kerner die Symptomatik als "Wurstvergiftung".

Zu medizinischen Zwecken wurde es erstmalig 1980 von dem Augenarzt A. Scott in Kalifornien eingesetzt. Er behandelte zunächst das Schielen (Strabismus), dann den Lidkrampf (Blepharospasmus) mit Botulinumtoxin. Heute wird Botulinumtoxin mit großem Erfolg bei verschiedenen Dystonien aber auch bei der Spastik von Armen oder Beinen eingesetzt.

Unsere Botulinumtoxin-Ambulanz findet wöchentlich Donnerstags statt.
Funktionsdiagnostik
Wir bieten Ihnen verschiedene etablierte neurologische diagnostische Methoden an. Eine Auswahl ist nachfolgend aufgeführt. Falls sie nicht in stationärer Behandlung sind, kann die Indikationsstellung und Überweisung durch einen niedergelassenen Neurologen oder im Rahmen einer ambulanten Vorstellung in unserer Poliklinik oder einer unserer Sprechstunden bzw. Spezialambulanzen erfolgen.


Doppler-/Duplexsonografie der hirnversorgenden Gefäße

Mit diesem Ultraschallverfahren kann man den Blutfluss, Verengungen (Stenosen) und Kalkablagerungen in den hirnversorgenden Arterien darstellen. Grundlage dieser Methode ist der nach dem österreichischen Mathematiker und Physiker Christian Doppler benannte Doppler-Effekt: Schallwellen mit Frequenzen zwischen 2 und 20 MHz werden vom Schallkopf ausgesandt, breiten sich im untersuchten Gewebe aus und treffen auf die im Blut fließenden Zellen. Diese werfen die ausgesendeten Schallwellen zur Ultraschallsonde zurück. Dabei verschiebt sich deren Frequenz in Abhängigkeit von der Flussrichtung und -geschwindigkeit der Blutzellen. Ergänzt man die Dopplersonographie um die übliche Darstellung des per Ultraschallsonde untersuchten Gewebes in verschiedenen Grautönen, spricht man von der Duplexsonographie. Die durch den Doppler-Effekt bedingte Frequenzverschiebung und damit die Flussrichtung des Blutes kann am Monitor des Ultraschallgerätes im sonst grauen Bild farblich markiert werden. Auf diese Weise können enge und verkalkte gehirnversorgende Arterien als Risikofaktoren für einen Schlaganfall ausgemacht werden.



Elektronystagmografie (ENG)/ Videonystagmografie (VNG)

Ein Nystagmus (griechisch nystazo = nicken) ist eine unwillkürliche, ruckartige Bewegung der Augen. Ursache ist eine Störung im Gleichgewichtsorgan, des Gleichgewichtsnerven oder im Bereich des Hirnstamms. Mittels der Elektro- und Videonystagmographie lassen sich diese schnellen Augenbewegungen genau vermessen. Hierfür werden Elektroden an Schläfen und Stirn aufgeklebt und die den Augenbewegungen zugrundeliegende elektrische Aktivität aufgezeichnet oder die Augenbewegungen direkt über Videokameras aufgezeichnet und analysiert.



Elektroenzephalografie (EEG)

Mit dieser Untersuchungsmethode, die vornehmlich im Bereich der Epilepsie-Diagnostik Anwendung findet, werden die von den elektrisch aktiven Nervenzellen der Hirnrinde erzeugten Ströme abgeleitet. Hierzu werden Elektroden auf der Kopfhaut befestigt und die Hirnströme fortlaufend aufgezeichnet. Dabei muss der Patient verschiedene Anweisungen befolgen: beispielsweise die Augen öffnen, die Augen schließen oder tief einatmen. Manchmal ist es auch notwendig, dem Patienten Flackerlicht zu präsentieren. Diese Maßnahmen können helfen, eine latent erhöhte Anfallsbereitschaft im EEG besser sichtbar zu machen. Wir kombinieren das EEG gegebenenfalls auch mit einer Videoaufzeichnung des Patienten (Video-EEG), um die Veränderungen der Hirnströme in Bezug zum jeweiligen Anfallsbild setzen zu können. Video-EEG- und Langzeit-EEG-Untersuchungen sind unter bestimmten Umständen für Patienten nach Rücksprache auch über Nacht möglich.



Evozierte Potentiale (EvoP)

Bei dieser Untersuchung wird die Veränderung der EEG-Kurve in Reaktion auf verschiedene äußere Reize dargestellt. Die am häufigsten durchgeführten Untersuchungen sind die somatosensibel evozierten Potenziale (SEP), die motorisch evozierten Potenziale (MEP), die akustisch evozierten Potenziale (AEP) und die visuell evozierten Potenziale (VEP). Bei den SEP werden Nerven an Armen, Beinen oder im Gesicht elektrisch gereizt. Bei den AEPs werden dem Patienten Klick-Laute vorgespielt und bei den VEP Schachbrettmuster präsentiert. Die motorisch evozierten Potenziale bilden insofern eine Ausnahme, als hierbei nicht die Muskeln selbst stimuliert werden, sondern die Nervenzellen, die die Muskulatur steuern. Ziel ist es in jedem Falle, die Geschwindigkeit der Impulsleitung im Nervensystem und die Amplitude der jeweiligen Antworten aufzuzeichnen.



Elektromyografie (EMG)

Mit dieser Methode kann man die elektrische Aktivität der Muskulatur untersuchen. Hierbei werden dünne Nadelelektroden in den jeweiligen Muskel eingestochen und die von den Muskelzellen ausgehenden elektrischen Potenziale abgeleitet. Die Elektromyografie dient dabei der Diagnostik im Falle von Muskelerkrankungen, lässt aber auch die Unterscheidung zwischen primären muskulären und primär die peripheren Nerven betreffenden Schädigungen zu.



Elektroneurografie

Mit Hilfe dieser Methode kann man die Nervenleitgeschwindigkeit von sensiblen und motorischen Nervenfasern messen. Sie wird in der Regel mit der Elektromyographie kombiniert.

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Liquoruntersuchung

Liquor ist die Fachbezeichnung für das Nervenwasser, das in spezialisierten Hohlräumen im Gehirn fortlaufend gebildet wird. Der Liquor umfließt Gehirn und Rückenmark und kann über einen kleinen Stich in den Wirbelkanal in der Lendenregion gewonnen werden. Zu diagnostischen Zwecken werden üblicherweise Eiweiß und Zellzahl im Nervenwasser bestimmt. Darüber hinaus kann ein Teil des Nervenwassers in die Labore der Mikrobiologie und Virologie versandt werden, um mögliche infektiöse Krankheitserreger nachzuweisen. Liquoruntersuchungen sind vor allem bei Verdacht auf entzündliche Erkrankungen des Nervensystems indiziert. Mit dünnen Nadeln und einer örtlichen Betäubung ist diese Untersuchung nicht schmerzhafter als die Anlage einer Venenverweilkanüle. Nach der Punktion können vor allem im Sitzen und Stehen vorübergehend Kopfschmerzen auftreten.
Befunde / Briefe
Am Ende Ihres stationären Aufenthaltes erhalten Sie vom betreuenden Assistenzarzt einen vorläufigen Arztbrief, der alle wichtigen Informationen zu Diagnose, Verlauf der Behandlung und Empfehlungen für die weitere Therapie inklusive der empfohlenen Medikation enthält. Der endgültige, sowohl durch den Oberarzt als auch durch den Chefarzt gegengezeichnete Arztbrief wird Ihnen bzw. dem zuweisenden Arzt oder Hausarzt schnellstmöglich postalisch zugestellt.

Sollten Fragen zum Versand des endgültigen Arztbriefes bestehen oder sich dieser verzögern, ist das Archiv unter der Rufnummer 0201 / 723 - 6533 Ihr Ansprechpartner.