Rehabilitation von Posidonia oceanica Seegraswiesen

1. Projektjahr

Am Beispiel einer Abbruchkante in einer natürlichen Seegraswiese wird untersucht, ob mechanisch geschädigte Bereiche einer Seegraswiese mit Hilfe der ERCON-Methode stabilisiert und gegen weitere Schäden durch Wasserbewegungen geschützt werden können.

 


 Rehabilitationseinheit an der Abbruchkante einer Seegraswiese


Detailaufnahme

Der losgerissenen Teil einer Seegraswiese wurde mit einem Drahtgitter überspannt und am Meeresgrund fixiert. Die Blätter der Seegraswiese wurden manuell durch die Maschen des Gitters gezogen.


Posidonia-Blätter werden durch das Gitter gefädelt
und wachsen auch im elektrischen Feld weiter.

An das Gitter und an eine in der Nähe platzierte Anode wurde ein Gleichstrom angelegt. Auf dem Gitter entstanden so elektrochemisch dicke Mineralkrusten, die die Gesamtstruktur weiter stabilisieren.


Mineralkruste auf dem Drahtgitter.
 

Die Struktur hielt einem schwerer Sturm im Winter 2001-2002 stand. Weitere Experimente mit geringeren Maschenweiten sollen im weiteren Verlauf einen Aufschluss über die Sedimentfängigkeit solcher Rehabilitationsstrukturen liefern.


Struktur nach einem schweren Sturm im November 2001. Das stabilisierte Seegras-Bruchstück wurde nicht in Mitleidenschaft gezogen
 

Die zweite Versuchsserie untersucht die Eignung von EAT- Strukturen zur Neu- bzw. Wiederansiedlung von P. oceanica im Vergleich zu herkömmlichen Restorationsmethoden. Schösslinge von P. oceanica wurden hierfür an Bambus- und Drahtgittern befestigt. Hierzu wurden über 1000 Schösslinge für die Versuche eingesetzt.

     
Vermessung und
Befestigung der Setzlinge auf einem Bambusgitter

 

Die Gitter mit den Sprösslingen wurden dann auf dem Grund einer Sandfläche verankert, wobei die Stahlgitter wie bereits für die Rehabilitationsversuche beschrieben mit einem Gleichstrom beaufschlagt wurden, so dass sich Mineralkrusten abschieden.

 
EAT-Gitter mit Posidoni oceanica Setzlingen
 


Bambusgitter mit Setzlingen auf einer Sandfläche

Die Entwicklung der Schösslinge wird vergleichend analysiert und Daten aus der natürlichen Seegraswiese entgegengestellt. Abiotische und chemische Standardparameter werden ebenfalls kontinuierlich überwacht.


Unterwasserdokumentation des Zustandes der Setzlinge.

 

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last update:
29.12.2004