Druckbare Elektronik:


Üblicherweise werden elektrische Funktionsschichten unter vermindertem Druck – oft Vakuum, bei erhöhten Temperaturen abgeschieden. Es besteht aber ein wachsender Bedarf nach vereinfachten Prozessen, z.B. wenn für Flachbildschirme auf großen Flächen Transistoren zur Ansteuerung der Bildpunkte („Pixel“) hergestellt werden müssen oder wenn Photodioden großflächig als Solarzellen auf Glasscheiben oder anderen Trägermaterialien aufgebracht werden sollen. Dann besteht der Bedarf, dies bei möglichst niedrigen Temperaturen, am besten an Luft oder lediglich unter Schutzgas mit möglichst einfachen Prozessen wie Drucktechniken zu realisieren. Als Materialien können hierfür organische Halbleiter eingesetzt werden, die z.B. als Polymere in Lösung gebracht, einfach verarbeitet werden können. Aber auch anorganische Materialien lassen sich so verarbeiten, in dem zum Beispiel kleinste Partikeln (Nanopartikel) des Materials in einer Flüssigkeit in eine Dispersion überführt werden, die anschließend einfach verdruckt werden kann. Wir forschen hier an unterschiedlichen Konzepten derartige Funktionsmaterialien möglichst einfach und großflächig abscheiden zu können. Als Teststruktur dient immer ein Dünnschichttransistor. Wenn er funktioniert, ist ein grundlegender technologische Schritt geschafft. Zugleich lernen wir aus den elektrischen Eigenschaften des Transistors viel über die elektronische Struktur der erzeugten Schichten.

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