Forschungsrichtungen


Motivation:


Eigentlich stehen Partikel und Elektrotechnik geradezu im Gegensatz. Nicht umsonst versucht man in so genannten „Reinräumen“ die Staubkonzentration in der Luft so gering wie möglich zu halten. Ein Staubpartikel an der falschen Stelle kann eine elektronische Schaltung unbrauchbar machen. Anders sieht die Situation aus, wenn man die Partikel nicht als „zufälligen Schmutz“ vorliegen hat, sondern sie sehr gezielt synthetisiert und abscheiden kann. Durch eine kontrollierte Synthese lassen sich Partikel aus den verschiedensten Materialien mit Durchmessern von nur wenigen Nanometern herstellen. Derartige saubere und kontrolliert hergestellte Nanopartikel bilden die elementaren Bausteine, um Schichten und Volumenmaterialien mit inneren Strukturen, wie Poren oder Grenzflächen im Nanometerbereich aufzubauen. Solche nanoskaligen Materialien zeigen dann oft ganz neuartige Eigenschaften, die man von herkömmlichen Materialien nicht kennt und damit ergeben sich für solche Materialien auch ganz neue Anwendungsmöglichkeiten in der Elektrotechnik, aber auch in anderen Disziplinen.

Im Fachgebiet Nanostrukturtechnik (NST) beschäftigen wir uns sowohl mit der Synthese und Abscheidung von Nanopartikeln und deren Weiterverarbeitung zu nanoskaligen Dünnschichten und Volumenkörpern, als auch mit deren besonderen elektrischen, thermischen und optischen Eigenschaften mit dem Ziel, sie in speziellen Bauelementen nutzbar zu machen. Folglich ist das Fachgebiet in mehrere Themenbereiche untergliedert.

Wir fühlen uns den Fakultätsschwerpunkten „Tailored Materials“ und „Resource Engineering“ zugeordnet.