Home DFG DFG Universiät Duisburg Essen
Die Homepage nwu-essen wird ab dem 01.01.2014 nicht mehr aktualisiert.
Informationen über die aktuelle Forschung erhalten Sie auf den Seiten der einzelnen Arbeitsgruppen.
Sie sind hier : nwu-essen / Forschungsprojekte / Forschungsprojekte 2003-2006 / Projekt Visualisierung
English Version
Projekt Visualisierung
<b>Lehrstuhl für Lehr- und Lernpsychologie </b>
Lehrstuhl für Lehr- und Lernpsychologie
Antragsteller  
Prof. Dr. Detlev Leutner  
Prof. Dr. Elke Sumfleth  
 
Projektmitarbeiter  
Tim Höffler  
Claudia Leopold  
Jasmin Neuroth
Lehrstuhl für Lehr- und Lernpsychologie in Kooperation mit dem Institut für Didaktik der Chemie  
Projektzeitraum: 11.2003 - 10.2006  
Förderkennziffer: LE 645/ 9-1 & -2
Zusammenfassung
Selbstreguliertes Visualisieren von Sachverhalten als Lernstrategie im naturwissenschaftlichen Unterricht  
 
Antragsteller: Prof. Dr. Detlev Leutner, Prof. Dr. Elke Sumfleth  
Projektmitarbeiterin: Claudia Leopold  
Projektzeitraum: 10/2004 bis 09/2007  

Zusammenfassend beziehen sich die Ergebnisse der hier berichteten Untersuchungen im Wesentlichen auf zwei Aspekte.  
Erstens weisen sie auf die Bedeutung des Designs der Lernmaterialien hin. Beim Lehrbuchtext (vgl. 1. Hauptstudie und Folgestudie) war kein Vorteil der visuellen Elaborationen gegenüber den verbalen Elaborationen zu verzeichnen. Im Gegensatz dazu zeigen beide Untersuchungen mit dem längeren Lehrtext (vgl. Vorstudie 1 und Hauptstudie 2) eine Überlegenheit der visuellen Gruppen gegenüber den verbalen Gruppen (vgl. Mayer, 2001). In der 1. Vorstudie, in der nur die Lernwirksamkeit von selbst erstellten Bildern und Zusammenfassungen untersucht wurde, zeigte sich die lernförderliche Wirkung der visuellen Bedingung in den Leistungen im Transfer- und Visualisierungstest. Die verbale Bedingung erwies sich in allen drei Lernerfolgsmaßen als lernhinderlich. In der 2. Hauptstudie zeigte sich bzgl. aller drei abhängigen Variablen eine Überlegenheit für die Gruppen, die mit Bildern gelernt haben, und eine lernhinderliche Wirkung für die Gruppen, die mit Zusammenfassungen gelernt haben. Kritische Faktoren des Zustandekommens der Effekte sind möglicherweise die im Text enthaltenen erklärenden Komponenten, die Qualität der Bilder und inwieweit der Text den Lernenden dazu anleitet, Modellvorstellungen zum Thema zu entwickeln.  
Zweitens weisen die berichteten Ergebnisse bzgl. der selbst erstellten visuellen Elaborationen auf die Bedeutung der Qualität bzw. Akkuratheit der internen mentalen Repräsentationen hin (vgl. van Meter, 2001; van Meter & Garner, 2005). Für die selbst erstellten visuellen Elaborationen war in der 1. Vorstudie ein lernförderlicher Effekt zu verzeichnen, in der 2. Hauptstudie war dies jedoch nicht der Fall (vgl. Alesandrini, 1981). Die Gruppe, die mit selbst erstellten Bildern gelernt hat, schnitt gegenüber der Kontrollgruppe nicht besser ab. Auf die Bedeutung der Qualität der mentalen Modellvorstellungen weisen besonders die Ergebnisse im Visualisierungstest hin. In der ersten Vorstudie konnten die Lerner, die mit selbst generierten Bildern gelernt haben, wichtige Textkonzepte und Prozesse viel besser visuell darstellen als die nicht-visuellen Gruppen. In der 2. Hauptstudie zeigen lineare Kontrasttests bzgl. der Ergebnisse des Visualisierungstests, dass die Gruppen, die mit selbst erstellten Visualisierungen gelernt haben, gegenüber der Kontrollgruppe nur geringfügig besser abschnitten. Offensichtlich ist die Qualität der mentalen und der externen Repräsentationen ein entscheidender Faktor für die Lernwirksamkeit der selbst generierten Visualisierungen.  
Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse ist für die Restlaufzeit des Projekts in der ersten Förderphase geplant, das Design der Lernmaterialien (insbesondere des Lehrbuchtexts) zu untersuchen, um die Bedingungen zu spezifizieren, unter denen Texte mit Bildern lernförderlich sind. Der Fokus ist dabei auf die Bedeutung der Strukturierung des Textes und auf seine erklärenden Komponenten gerichtet. Weiterhin soll, wie im Antrag beschrieben, untersucht werden, welche Rolle interne (mentale) und externe Prozesse bei der Visualisierung spielen (das Generieren von Visualisierungen „vor dem geistigen Auge“). Es wird angenommen, dass diese Ergebnisse nicht nur spezifische Erkenntnisse zur Lernwirksamkeit von Visualisierungen ermöglichen, sondern auch hinzugezogen werden können, um das für die zweite Förderphase der Forschergruppe vorgesehene Visualisierungswerkzeug zu konstruieren.  
 
Fortsetzungsprojekte: TP04 Visualisieren (2006-2009)  
                                TP02 Visualisieren (2009-2011)  
 
 

Seite zuletzt bearbeitet am: 27.08.2013 Alle Inhalte © NWU Essen, soweit nicht anderweitig bezeichnet