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Testaufgaben Biologie
<b>Didaktik der Biologie
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Didaktik der Biologie

Antragssteller    
Philipp Schmiemann  
 
Projektdauer: 10.2009-9.2011  
Förderkennziffer:SCHM2664/1
Projektbeschreibung
Ziel des Projektes war die Untersuchung des Lernens mit Beispielaufgaben in Abhängigkeit vom Vorwissen und in unterschiedlichen Sozialformen (individuell und in Dyaden) im Fach Biologie.  
Die Ergebnisse belegen, dass Beispielaufgaben nicht nur für individuelles Lernen geeignet sind, sondern auch lernförderlich in Partnerarbeit eingesetzt werden können. Durch den Einsatz von Beispielaufgaben wird das Lernen von Novizen und Experten unabhängig von der Sozialform gefördert, wobei Novizen insgesamt einen höheren Lernzuwachs erlangen. Bezüglich der Sozialform zeigt sich für die Novizen kein Einfluss auf den Lernzuwachs. Für die Experten zeigt sich dagegen, dass sie in leistungsheterogenen Dyaden den größten Lernerfolg erzielen und signifikant besser abschneiden als beim individuellen Lernen.  
Die in die Beispielaufgaben integrierten Lernhilfen zeigen sich in Abhängigkeit vom Vorwissen der Lernpartner und der Sozialform unterschiedlich wirksam. Das Lernen mit Lernhilfen bleibt bei den Novizen ohne besondere Wirkung auf den Lernerfolg. Das Lernen der Experten lässt sich in leistungshomogenen Dyaden durch zusätzliche Lernhilfen anregen, wenn diese an das Vorwissen der Experten angepasst sind.  
Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die eingesetzten Beispielaufgaben ein geeignetes Lernmaterial für Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlich hohem Vorwissen sind. Um das Lernergebnis zu optimieren, sollten die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen von Novizen und Experten eines Faches berücksichtigt werden. Das individuelle Lernen mit einem leicht verständlichen Lernmaterial, wie den Beispielaufgaben, ist eher für Schülerinnen und Schüler zu empfehlen, die ein geringes domänenspezifisches Vorwissen aufweisen. Das Lernen in leistungshomogenen Dyaden ist dagegen für Experten zu empfehlen und zwar dann, wenn die Aufgaben genügend Anreiz für eine intensive Auseinandersetzung, z. B. durch anspruchsvolle Lernhilfen, schaffen.  
Detailliertere Erkenntnisse darüber, wie das gemeinsame Lernen der Lernpartner mit den Beispielaufgaben und den zusätzlichen Lernhilfen vonstattengeht und inwieweit die Qualität und Quantität der Kommunikation beim gemeinsamen Lernen Einfluss auf den Lernerfolg nehmen, können durch Analysen der während der Intervention aufgezeichneten Protokolle lauten Denkens erlangt werden. In weiteren Studien sollten darüber hinaus die deskriptiven Ergebnisse zum Einfluss der Sozialform auf das Lernen mit Beispielaufgaben auf statistische Relevanz geprüft werden, um weitere Empfehlungen ableiten zu können.
Seite zuletzt bearbeitet am: 07.01.2014 Alle Inhalte © NWU Essen, soweit nicht anderweitig bezeichnet