Philosophischer Pessimismus

Team
Prof. Dr. Oliver Hallich info
Dr. phil. Susanne Hiekel, Dipl.-Biol. info

In diesem historische und systematische Fragestellungen verbindenden Projekt soll zum einen die Geschichte des philosophischen Pessimismus in seinen Grundzügen nachgezeichnet werden, und es sollen zum anderen die systematischen Probleme der Begründung eines philosophischen Pessimismus erörtert werden. Im Zentrum steht dabei die Frage, inwiefern sich die Schopenhauersche These, dass „die Welt etwas ist, das nicht sein sollte“ und ein sich daraus möglicherweise ergebender Anti-Natalismus, also die moralische Verwerflichkeit von Fortpflanzung, begründen lassen. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Philosophien Arthur Schopenhauers und David Benatars, da diese beiden Philosophen besonders einflussreiche und gut ausgearbeitete Argumente zur Begründung eines philosophischen Pessimismus vorlegen. Die Überlegungen zum philosophischen Pessimismus betreffen auch die Frage nach dem Sinn des Lebens, denn wenn das Leben etwas ist, was nicht sein sollte, liegt es nahe, die Frage, ob Leben sinnvoll sein kann, negativ zu beantworten. Diejenigen, die die Lebenssinnfrage positiv beantworten, werden sich hingegen um eine Widerlegung des philosophischen Pessimismus bemühen.

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