Projekte

VolkswagenStiftung-Forschergruppe “A Study in Explanatory Power” (STEP)

Beteiligte der AG: Raphael van Riel (Gruppenleiter); Insa Lawler (Mitarbeiterin & Doktorandin); Anna-Maria A. Eder (ehemalige Mitarbeiterin und externes wissenschaftliches Mitglied)

Laufzeit: 9.2012-3.2018 (mögliche Verlängerung bis 8.2020)

Finanzierung: VolkswagenStiftung

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Kurzbeschreibung: Erklärungen spielen eine zentrale Rolle in den Wissenschaften und im Alltag. In der Wissenschaftstheorie wurden in den vergangenen Jahrzehnten Theorien von Erklärungen entwickelt. Dabei wurden epistemische Dimensionen von Erklärungen oft ausgeklammert. Das Ziel des Projektes besteht darin, eine Theorie der Güte von Erklärungen zu entwickeln, im Anschluss an (i) wissenschaftstheoretische Überlegungen zum Begriff der Erklärung, (ii) neuere Debatten innerhalb der Erkenntnistheorie zum Begriff des Verstehens und (iii) metaphysische Theorien zu explanatorischen Abhängigkeitsverhältnissen.

DFG-Projekt „Die Autorität der ersten Person“

Beteiligte der AG: Wolfgang Barz (Projektdurchführung)

Laufzeit: 2013-2016 (Verlängerung möglich)

Finanzierung: Deutsche Forschungsgemeinschaft, Sachbeihilfe (Eigene Stelle)

Kurzbeschreibung: Viele Philosophen (und Nicht-Philosophen) glauben, dass Personen im Hinblick auf ihre eigenen geistigen Zustände eine besondere Autorität besitzen – die Autorität der ersten Person. Ich, so heißt es, weiß besser als alle anderen, was ich gegenwärtig denke, fühle oder empfinde. Obwohl umstritten ist, worin diese Überlegenheit genau besteht, sind sich die meisten Philosophen darin einig, dass das Phänomen der Autorität der ersten Person – wie auch immer es näher bestimmt werden mag – einer Erklärung bedarf. Die Philosophiegeschichte hat daher eine ganze Reihe verschiedener, miteinander konkurrierender Erklärungsversuche hervorgebracht – von der Idee eines gegen Fehler gefeiten inneren Sinns bis zu der Vorstellung, dass die Autorität der ersten Person eine Bedingung der Möglichkeit gelungener sprachlicher Kommunikation sei. Das Ziel des Arbeitsvorhabens besteht darin, das Projekt der Suche nach einer Erklärung für das Phänomen der Autorität der ersten Person einer fundamentalen Kritik zu unterziehen. Die zentrale Arbeitshypothese des Vorhabens besteht darin, dass das Phänomen, für das eine Erklärung gesucht wird – die Autorität der ersten Person –, entweder nicht existiert oder doch zumindest kein spezielles philosophisches Problem aufwirft. Diesem Verdacht wird auf zwei Ebenen nachgegangen: Zum einen soll die Plausibilität traditioneller Privilegiertheitsthesen untersucht werden, denen zufolge Überzeugungen über die eigenen geistigen Zustände bestimmte epistemische Vorzüge haben; zum anderen soll die zeitgenössische These auf den Prüfstand gestellt werden, dass in der ersten Person Singular Präsens verfasste Berichte über die eigenen geistigen Zustände bei ihren Hörern einen besonderen Respekt genießen.

Arbeitskreis „Angewandte analytische Philosophie: Soziale Gruppen“

Beteiligte der AG: Miguel Hoeltje (Koordination), Raphael van Riel (Koordination); Lars Dänzer, Anna-Maria Eder, Insa Lawler (Mitglieder)

Laufzeit: 2014-2017 (Verlängerung möglich)

Finanzierung: KWI – Kulturwissenschaftliches Institut Essen

Kurzbeschreibung: Konzeptionen sozialer Gruppen spielen eine zentrale Rolle in der Metaphysik des Sozialen, in kritischen Projekten zu Gender- und Race-Kategorien, sowie in der sozialen Erkenntistheorie. Der Arbeitskreis versammelt NachwuchswissenschaftlerInnen der Ruhrgebietsuniversitäten, die aus analytischer Perspektive gemeinsam zu unterschiedlichen Konzepten sozialer Gruppen in philosophischen Kontexten arbeiten Weitere Mitglieder: Dr. Andrea Kruse (Bochum), Dr. Kevin Reuter (Frankfurt), Dr. Stefan Roski (Hamburg), Priv.-Doz. Dr. Thorsten Sander (UDE), Dr. Anna Welpinghus, Dr. Karsten Witt (UDE) Assoziierte Mitglieder: Prof. Esa Diaz Leon (Barcelona/Manitoba), Prof. Dan Lopez de Sa (Barcelona), Prof. Mari Mikkola (HU Berlin), Prof. Jennifer Saul (Sheffield).

DFG-Netzwerk „Soziale Funktionen: Normative, ontologische und explanatorische Aspekte“

Beteiligte der AG: Raphael van Riel (Koordination); Miguel Hoeltje (Mitglied)

Laufzeit: 9.2015-8.2017.

Finanzierung: DFG

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Kurzbeschreibung: Eine Reihe von Gegenständen kommt eine soziale Funktion zu. Bildungseinrichtungen habend die Funktion zu bilden und dem Pressewesen kommt eine Informationsfunktion zu. Prima facie sieht es so aus, als käme sozialen Funktionen eine explanatorische und eine normative Rolle zu. Veränderungen in der Presselandschaft werden gelegentlich darüber erklärt, dass Druckerzeugnisse die Funktion öffentlicher Medien im Kontext digitaler Informationskanäle nicht mehr so gut erfüllen können, wie sie es vor einigen Jahren noch konnten. Und oft sagen wir von Gegenständen, denen eine soziale Funktion zukommt, dass sie einen Zweck erfüllen sollen. In dem DFG-geförderten Netzwerk werden normative, metaphysische, erklärungstheoretische von sozialen Funktionen diskutiert unter Einbezug historischer Perspektiven auf den Begriff der sozialen Funktion. Weiter Mitglieder: Amrei Bahr (M.A.), Dr. Rebekka Hufendiek, Daniel James (M.A.), Heiner Koch (M.A.), Prof. Mari Mikkola, Dr. Andreas Müller, Prof. Markus Wild.

 

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