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SUMMARY:Frauen dilettierten, während Männer Kunst schaffen? Frauen im Literaturbetrieb
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CONTACT:Frau Dr.  Maren A.  Jochimsen (Essener Kolleg für Geschlechterforschung)
DESCRIPTION:Frau Dr.  Maren A.  Jochimsen (Essener Kolleg für Geschlechterforschung)
Frauen dilettierten, während Männer Kunst schaffen? Frauen im Literaturbetrieb
Vortrag von Dr. Corinna Schlicht (Literaturwissenschaften) im „Forschungsforum Gender - Karrieren und soziale Welten“
„Ich muss mich doch wirklich darüber wundern, wie unsere Weiber jetzt, auf bloß dilettantischem Wege, eine gewisse Schreibgeschicklichkeit sich zu verschaffen wissen, die der Kunst nahkommt“ so despektierlich äußerte sich Friedrich Schiller in einem Brief an Goethe zur Veröffentlichung von Sophie Mereaus Roman "Amanda und Eduard" im Jahr 1803. Frauen dilettierten, während Männer Kunst schaffen – so die gängige Meinung im mittlerweile aufgeklärten Deutschland. Die Kunst (und damit ein eigener Wirtschaftszweig) gehört den Männern. Statt der künstlerisch tätigen Frau etabliert sich im 19. Jahrhundert das Bild von der Frau als Muse, das noch bis in die heutige Zeit wirkt. Wenn sie sich aber dennoch in die literarische Öffentlichkeit wagen, finden sich schreibende Frauen etwa unter dem diskursiv wirkmächtigen Etikett des Fräuleinwunders kategorisiert. Der Vortrag von Dr. Corinna Schlicht hinterfragt aus historischer Perspektive, wie sich Frauen ihre Position im Literaturbetrieb erarbeitet haben. Dabei soll es neben dem zentralen Aspekt weiblicher Autorschaft auch um die verschiedenen Bereiche der Literaturdistribution und ihrer professionellen Rezeption gehen, also das Verlagswesen, literarische Salons und das Feuilleton.
Thursday, 17. January 2013
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