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SUMMARY:ZWU im Gespräch:
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LOCATION;ENCODING=QUOTED-PRINTABLE:Campus Campus Essen : Senatssitzungssaal (T01 S04 B34)
CONTACT:Dr. Michael Eisinger ()
DESCRIPTION:Dr. Michael Eisinger ()
ZWU im Gespräch:
NSO-Heterozyklen in der Umwelt:  Vorkommen, Relevanz, Abbaubarkeit und Toxizität
Sprecher: Dr. Sabrina Schiwy & Prof. Dr. Henner Hollert
Institut für Umweltforschung
Lehr- und Forschungsgebiet Ökosystemanalyse
RWTH Aachen 

Altlasten von Gaswerken, Kokereien, Imprägnierwerken u.a. können neben bekannten und bisher untersuchten Verbindungen wie Polyzyklisch Aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK), alkylierte Monoaromaten und Phenolen auch weitere teerölbürtige Verbindungen oder deren Abbauprodukte (NSO-Heterozyklen), die in der bisher praktizierten Altlastenanalytik kaum Beachtung finden, enthalten sein und auch das Grundwasser belasten. Der Anteil an NSO-heterocyclischen Verbindungen am Steinkohlenteer beispielsweise kann bis zu 15 % betragen. Im Grundwasser von Altschäden kann dieser Anteil wegen der im Vergleich zu den polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen wesentlich höheren Wasserlöslichkeit deutlich erhöht sein. Daneben zeigen diese Stoffe ein hohes toxisches Potential, welches wie bei den PAK durch Metabolisierung noch zusätzlich erhöht sein kann. Es handelt sich hierbei bezüglich der Humantoxizität um Mutagenität und Kanzerogenität. Während die mutagene Wirkung vorwiegend die stickstoffhaltigen Aromaten betrifft, ist eine Kanzerogenität vorwiegend bei den Verbindungen mit 4 oder mehr Ringen feststellbar. 
Die biologische Abbaubarkeit von NSO-Heterocyclen ist im Gegensatz zu den PAK bislang wenig untersucht. Unpolare Alkylsubstituenten erhöhen meist die Persistenz, während polare funktionelle Gruppen die Abbaubarkeit begünstigen. Diese Thematik soll in dem geplanten Vortrag besprochen werden. 
Thursday, 11. June 2015
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