Auftaktveranstaltung 10.01.2013

Erfolgreicher Auftakt

Auftaktveranstaltung der Universität Duisburg-Essen am 10.01.2013

Die ersten Teilnehmer/innen von ProSALAMANDER haben im Oktober 2012 ihr Studium aufgenommen. Nach der Auftaktveranstaltung in Regensburg am 28.11.2012 folgte die Auftaktveranstaltung der Universität Duisburg Essen am 10.01.2013 im Glaspavillon am Campus Essen von 10:00-12:00 Uhr. Wir bedanken uns, auch im Namen der ProSALAMANDER-Studierenden, bei allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen, die an dem Tag anwesend waren und/oder uns im Vorfeld unterstützt haben.

Hier finden Sie das Programm zur Veranstaltung.

Auftakt Universität Duisburg-Essen am 10.01.2013

Videovorstellung der ProSALAMANDER-Teilnehmer/innen an der UDE

Lade den Film...

Auftakt Universität Regensburg

Video-Grussworte der ProSALAMANDER-Teilnehmer/innen der UDE und Prorektorin Prof. Dr. Ute Klammer zum Programmstart an der Kooperationsuniversität Regensburg am 28.11.2012

Lade den Film...

Rückblick auf die feierliche Auftaktveranstaltung

ProSALAMANDER feierte Auftakt an der Universität Duisburg-Essen

Publiziert am 31. Januar 2013 von Prof. Dr. Franz Bosbach

Am 10. Januar 2013 fand im Glaspavillon der Universität in Essen die feierliche Auftaktveranstaltung von ProSALAMANDER, dem Programm zur Stärkung ausländischer Akademiker/innen durch Nachqualifizierung an den Universitäten Duisburg-Essen und Regensburg, statt.

Das von der Stiftung Mercator geförderte Pilotprojekt richtet sich an zugewanderte Akademiker und Akademikerinnen, deren im Herkunftsland erworbener Studienabschluss in Deutschland nicht oder nur teilweise anerkannt wird. Mit dem Programm erhalten die Teilnehmenden ein Stipendium in Höhe von bis zu 800 Euro monatlich sowie eine individuelle Nachqualifizierung zum Erwerb eines anerkannten Bachelor- oder Masterabschlusses innerhalb von 12 bis 24 Monaten. ProSALAMANDER soll damit ihre Chancen auf eine ausbildungsadäquate Stellung auf dem deutschen Arbeitsmarkt verbessern. Die ersten Stipendiatinnen und Stipendiaten haben im Oktober 2012 ihr Studium aufgenommen.

Durch das Programm führte der Kölner Journalist Armin Himmelrath, der ein Gespür für die Menschen und ihre Geschichten zeigte und es so schaffte, den Stipendiaten ihre Nervosität vor ihrem Auftritt zu nehmen. Diese sollten bei der Veranstaltung im Mittelpunkt stehen und öffentlich Anerkennung finden für die Geduld und das Durchhaltevermögen aufgrund derer sie nach einer erneuten akademischen Qualifizierung Anschluss an den deutschen Arbeitsmarkt finden wollen.

Rossanna Szalaty aus Brasilien räumte ein: „Ich habe schon fast keine Hoffnung mehr gehabt, dass ich irgendwann hier in Deutschland den gewünschten Berufsdurchbruch schaffe. Ich war am Rand der Verzweiflung und wusste nicht mehr weiter. ProSALAMANDER hat mir neuen Lebensmut geschenkt.“

Der Rektor der Universität Duisburg-Essen, Prof. Dr. Ulrich Radke, eröffnete die Veranstaltung und betonte die gesellschaftliche Relevanz des Projekts. Prof. Dr. Ute Klammer, Prorektorin für Diversity Management an der Universität Duisburg-Essen, kehrte den Wert des Ideals der Bildungsgerechtigkeit hervor.

Anschließend richtete der Geschäftsführer der Stiftung Mercator, Prof. Dr. Bernhard Lorentz, einige Grußworte an die mehr als 130 Besucherinnen und Besucher. Die Kurzvorstellung des Projekts ProSALAMANDER erfolgte durch die Projektleitung, Dr. Anna Katharina Jacob. Auch die Kooperationsuniversität Regensburg war durch Prof. Dr. Rupert Hochholzer vertreten. Die Programmteilnehmer seiner Universität schickten den Kommilitonen in Essen herzliche Grußworte auf unterschiedlichen Muttersprachen.

In einem Video stellten sich schließlich die Duisburger und Essener Stipendiaten dem Publikum vor. Die Studierenden Georgios Sivisoglou aus Griechenland und Rosanna Szalaty aus Brasilien gingen darauf an einem Round Table in eine Diskussion mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Soziales ein. Hier trafen sie auf u.a. Dr. Veit Echterhoff, Recruiting und Personalentwicklung der Thyssen Krupp Steel Europe sowie Prof. Dr. Ute Klammer, Prorektorin für Diversity Management an der Universität Duisburg-Essen. Darüber hinaus beteiligten sich auch Clement Matweta, Geschäftsführer des Sozialdienstes afrikanischer Migranten und Serdar Yüksel, SPD-Abgeordneter des Landtags Nordrhein-Westfalen an der öffentlichen Debatte über die Situation ausländischer Akademiker auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Vor allem die Vertreterin der Stipendiaten Rosanna Szalaty konfrontierte die Diskussionspartner mit der Tatsache, dass sie – wie andere Betroffene auch – trotz stetiger Bemühungen und hervorragender Bewerbungsunterlagen in Deutschland nie zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen wurde und fragte öffentlich nach den Gründen für die bisherige Ablehnung. Eine Antwort blieben ihr die Anwesenden zunächst schuldig, doch wächst die Hoffnung auf eine Verbesserung der Situation, nicht zuletzt dank der gewonnen Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit für die sensible Thematik. „Die Veranstaltung ist sehr gelungen und hat gezeigt, dass das Programm an der Universität und in der Politik die erforderliche Unterstützung findet“, resümierte ein Gast am Ende der Veranstaltung.

Zum Abschluss der zweistündigen Veranstaltung nahmen die neun Programmteilnehmerinnen und -teilnehmer ihre Stipendienurkunden in Empfang. Nach einem Gruppenfoto riefen sie das Publikum bei musikalischer Unterhaltung zum Buffet. Insgesamt war die Resonanz zur Veranstaltung durchweg positiv. Darüber hinaus wurden bereits erste Kontakte zwischen den Vertretern aus Wirtschaft und einigen Programmteilnehmern geknüpft.

Von Tina Klostermeier