Arbeitsfeld Inklusion

Das Arbeitsfeld Inklusion des Handlungsfelds Vielfalt & Inklusion reagiert auf die Anforderungen, die das Ziel eines inklusiven Schulsystems mit sich bringt. Dieses Ziel erfordert, die Forschungs- und Lehrgebiete der Lehrerbildung um inklusionsbezogene Inhalte zu erweitern und eine entsprechende Expertise in den Bildungswissenschaften und den Fächern, insbesondere deren Fachdidaktiken, auf- und auszubauen.

ProViel setzt dies durch zwei parallel verlaufende Schritte um. Zum einen wird eine für alle Studierenden verbindliche Basisqualifikation im Bereich Inklusion geschaffen, zum anderen entsteht ein Angebot zur vertiefenden Beschäftigung mit Inklusion im Wahlpflichtbereich und im Praxissemester. Unterstützt wird dieses Vorhaben durch eine Forschungs- und Lehrambulanz im Bereich der pädagogisch-psychologischen Diagnostik und Förderung.

Das Foto zeigt einen Workshop für Inklusion am Workshop Inklusion am „Tag der Lehrerbildung und Bildungsforschung 2016“ (Foto: Sylvia Schemmann)

Basisqualifikation

Das Ziel einer Basisqualifikation erfolgt unter Einbezug aller inklusionsinteressierten Lehrenden. Koordiniert wird die Umsetzung dieses Ziels durch das Projekt Querschnittsaufgabe Inklusive Lehrer*innenbildung. Im Rahmen des Projekts werden durch eine Dozierendenbefragung Entwicklungsbedarfe der Forschungs- und Lehrgebiete hinsichtlich Inklusion identifiziert und darauf aufbauend Angebote zur Qualifikation und zur nachhaltigen Vernetzung der Lehrenden, die Konzepte zur Vermittlung inklusionsbezogener Inhalte erarbeiten, bereitgestellt. Eine Evaluation trägt zur Weiterentwicklung dieser Konzepte bei.

Vertiefung in Wahlpflichtbereich & Praxissemester

Parallel zur Basisqualifikation im Pflichtbereich wird zum anderen die Option geschaffen, sich vertieft mit Inklusion auseinanderzusetzen. Umgesetzt wird dies, indem erstens ein zwischen den Fächern abgestimmtes Angebot zu Inklusion im Wahlpflichtbereich geschaffen wird und indem zweitens das Praxissemester zur weitergehenden Vertiefung genutzt werden kann. Dafür wird das Praxissemester fächerübergreifend gestaltet und durchgeführt. Zudem werden Kooperationen zu Schulen, die in Inklusion einschlägig ausgewiesen sind, aufgebaut.

Die Vertiefungsoption im Wahlpflichtbereich erfolgt fächerübergreifend und wird durch eine Ausdifferenzierung der bestehenden Module in Bezug auf Inklusion umgesetzt. Dies erfolgt zunächst für das Lehramtsstudium Grundschule für die Fächer  BildungswissenschaftenDaZ/DaFDeutschMathematik und Sportdie mit je eigenen Projekten in ProViel vertreten sind. Ab 2018 wird die Vertiefungsoption auf das Studium Haupt-/Real-/Gesamtschule (HRGe) ausgeweitet.

Lehr- und Forschungsambulanz FoBu

Die zwei für den Aufbau inklusionsrelevanter Kompetenzen besonders bedeutsamen Bereiche Diagnostik und Förderung, die aktuell in den Fachdidaktiken bereits gut ausgebaut sind, werden durch die pädagogisch-psychologische Lehr- und Forschungsambulanz FoBu des bildungswissenschaftlichen Projekts gezielt gestärkt. FoBu bietet Lehrkräften, Eltern und Kindern eine individuelle Diagnostik und Förderung im Bereich Lern-/Leistungsstörungen und Verhaltensauffälligkeiten; zudem erhalten Studierende eine praxisnahe Ausbildung in Diagnostik und Förderung, indem FoBu die Option des Service-Learnings und ein Fallarchiv aufbaut.

Poster Arbeitsfeld Inklusion

Das Poster des Arbeitsfeldes Inklusion

ProViel wird im Rahmen der gemeinsamen
„Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund
und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums
für Bildung und Forschung gefördert.

Unter dem FKZ 01 JA 1610