Inklusion und Deutsch als     Zweitsprache

Das Gruppenfoto zeigt Kerstin Salewski-Teßmann, Erkan Gürsoy, Judith Böddecker und Katja Cantone-Altintas

 

Die aktuelle Lehrer*innenbildung muss den Kompetenzerwerb zum Umgang mit Heterogenität deutlich forcieren. Um angehende Lehrkräfte in dem Bereich inklusive Sprachbildung auszubilden, muss das bestehende Lehrangebot um Elemente zum Thema Inklusion erweitert werden. Im Bereich Deutsch als Zweitsprache bedeutet dies, Bedingungen sowie Vor- und Nachteile der inklusiven Sprachbildung für mehrsprachige Schüler auszuhandeln. Hierbei ist es obligatorisch, den Studierenden einen erweiterten Inklusionsbegriff nahezulegen, um Mehrsprachigkeit im Rahmen von Inklusion nicht zu stigmatisieren, sondern die Möglichkeiten der individuellen Förderung von Sprachkompetenzen für alle Schüler*innen aufzuzeigen.

Bis Juni 2017 werden die Bedarfe von Lehrkräften sowie die Beurteilung der Lehramtsstudierenden zum Thema Inklusion erhoben, um inklusionsrelevante Kompetenzen und Kriterien herleiten zu können. Unter Berücksichtigung dieser werden zunächst für den Bereich der Grundschule im Master inklusionsbasierte Studienelemente konzipiert, die dann für den Bereich der Haupt-, Real- und Gesamtschule erweitert werden. Das Ziel bei der Konzeption soll sein, den Studierenden ein fundiertes Wissen über einen altersgerechten Entwicklungsstand zu vermitteln, so dass die Studierenden zwischen Besonderheiten in der Sprachentwicklung mehrsprachiger Kinder einerseits und gestörter Sprachentwicklungsverläufe andererseits differenzieren können. Zudem sollen sie diagnostische Fähigkeiten in Bezug auf Spracherwerb und Sprachkompetenz erwerben. Darüber hinaus sollen methodisch-didaktische Ansätze zur inklusiven Sprachbildung gemeinsam mit den Studierenden anhand authentischer Materialien erarbeitet werden. Ferner sollen Studierende der Schulformen Grundschule sowie Haupt-, Real- und Gesamtschule im Master die Möglichkeit erhalten, in inklusiven Klassen tragfähige Konzepte zur Sprachbildung kennenzulernen und zu erproben.

Projektleitung

Porträt von Katja Cantone-Altintas

Prof. Dr. Katja Cantone-Altıntaș

Professur für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache
Telefon: (0201) 183-2407
Raum: R12 R03 B36

E-Mail an Prof. Dr. Katja Cantone-Altıntaș

Postanschrift

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Deutsch als Zweit- und
Fremdsprache
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45141 Essen

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