Symposium III

Differenzkritische Perspektiven auf

Behinderung und Migration –

Lehrer*innenbildung im Anspruch von Inklusion

10. Dezember 2018 | 9:00 – 17:00 Uhr | Glaspavillon R12

An den gesellschaftlichen Differenzlinien Behinderung und Migration zeichnen sich nach wie vor starke soziale Ungleichheiten in den Bildungsverläufen von Kindern und Jugendlichen ab. Die Antwort der bildungspolitischen Reformagenda, die unter dem Titel ‚Inklusion‘ in aller Munde ist, fordert Lehrer*innen und Lehrer*innenbildung gleichermaßen heraus. Wie können Lehrer*innen im Rahmen ihrer Möglichkeiten und vielleicht auch über ihre bisherigen Möglichkeiten hinaus, schulischen Exklusionsprozessen entgegenwirken? Welchen Beitrag kann und sollte Lehrer*innenbildung hierzu leisten? Und: Welche Widersprüche und Hindernisse werden in diesem Zusammenhang deutlich?

Unter dem Vorzeichen differenz- und machtkritischer Perspektiven, die in diesem Symposium diskutiert werden, wird im erziehungswissenschaftlichen Kontext eine Auseinandersetzung mit Entstehungszusammenhängen, Funktionen und Wirkmechanismen von Differenzkonstruktionen geführt. Welchen Beitrag leisten diese Perspektiven zu einer Lehrer*innenbildung im Anspruch von Inklusion? Als Ansatz der Professionalisierung von Lehrer*innen kann hier die Konzeption einer differenzsensiblen Lehrer*innenbildung diskutiert werden, die Lehrerinnen und Lehrer dazu befähigt, schulische Praktiken der Differenzierung auf ihre Verankerung in gesellschaftlichen Machtverhältnissen hin zu analysieren und schulstrukturelle und -kulturelle Bedingungen ihres Handelns kritisch zu befragen.  

Mit dem Symposium möchten wir einer Diskussion und Weiterentwicklung der Idee einer „differenzsensiblen Lehrer*innenbildung“ Raum geben. Die beiden Keynotes, in denen die Differenzlinien Migration und Behinderung mit Bezug auf die analytischen Perspektiven der natio-ethno-kulturellen Zugehörigkeitsordnung und des Dis/ableism untersucht werden, werden dazu erste Denkanstöße geben. In den anschließenden Workshops, moderiert von Expert*innen aus diesem Feld, werden Konsequenzen für die Lehrer*innenbildung im Anspruch von Inklusion erarbeitet.

Den Veranstaltungsflyer finden Sie hier.

Die Anmeldung ist seit dem 30. November 2018 geschlossen. Bei Interesse an der Veranstaltung schreiben Sie gerne an quer_ilb@uni-due.de.

 

Herzlichen Dank!

Programm

09.15Begrüßung
09.30Keynote I
Dis_ability: Machtanalytische Überlegungen zu
inklusiver Bildung aus Perspektive der Disability
Studies


Prof. Dr. Marianne Hirschberg, Hochschule Bremen
10.45Keynote II
Inklusive Bildung in der Migrationsgesellschaft.
Eine Vision und ihre Verzerrung


Prof. Dr. Paul Mecheril, Universität Oldenburg
12.00Mittagspause
13.00Vier parallele Workshops

Workshop I
Dis_ability und Migration – Auf gleiche Weise anders?

Machtvolle Konstruktion von Zugehörigkeitsordnungen in
Schulen und Wege des pädagogischen Umgangs mit
Machtverstrickungen
Dr. Yalız Akbaba, Johannes Gutenberg Universität-Mainz
Dr. Tobias Buchner, Universität Wien


Workshop II
„Schule ist doch kein Reparaturbetrieb der
Gesellschaft“?!

Anfragen an Strukturen und
Handlungsroutinen in Schule und Lehrer*innenbildung
Saphira Shure & Anja Steinbach, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Workshop III
Zur Beobachtung von Differenzkonstruktionen

Diskussion von Versuchen der De-Fokussierung von
‚Behinderung’ im Kontext von Inklusion
Prof. Dr. Kerstin Rabenstein & Marian Laubner, Universität Göttingen

Workshop IV
Die Schule der Sensibilisierung –

Differenz- und Normalitätskonstruktionen in
Bildungsprozessen reflektieren
Kathrin Leipold & PD Dr. Sven Sauter, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
16.15Zusammentragen der Ergebnisse
17.00Ende der Veranstaltung

***Organisatorische Hinweise***

Veranstaltungsort

Das Symposium findet auf dem Campus Essen im Glaspavillon (Gebäude R12, Universitätsstr. 2, 45141 Essen) statt. Einen Lageplan des Campus Essen mit einem Hinweis auf den Glaspavillon finden Sie hier.

Anreise Bahn / Auto

Sie erreichen den Campus der Universität Essen vom Hauptbahnhof Essen über die Haltstelle Universität entweder über die U-Bahn Linien 11 (Buerer Straße) und 17 (Richtung Karlsplatz). Alternativ können Sie auch die Straßenbahnlinien an die Haltestelle Rheinischer Platz wählen u.a. über die Linien 105 (Richtung Unterstraße) oder 106 (Richtung Germaniaplatz). Sollten Sie mit dem Auto anreisen, stehen Parkplätze und ein Parkhaus in Nähe zum Veranstaltungsort. Bitte beachten Sie hierzu auch den Lageplan.

Hotelbuchung

In Universitätsnähe befinden sich folgende Hotels:
– Motel One (https://www.motel-one.com/de/hotels/essen/)
– Holiday Inn Essen City Centre (http://www.hi-essen.de/)
– Bildungshotel Essen (BFZ) (http://www.bildungshotel-essen.de/)
– Hotel Atelier Garni GmbH (http://www.hotel-atelier.de/)

Darüber hinaus finden Sie weitere Hotels in Nähe zu Innenstadt und Universität über die üblichen Buchungsportale.

Kontakt | Tagungsbüro

Porträt von Susanne Gottuck
Susanne Gottuck
Telefon: (0201) 183-3263
Raum: S06 S05 B69

Greta Arnold
Raum: S06 S05 B69

quer_ilb@uni-due.de

Anmeldung

Die Anmeldung ist seit dem 30. November 2018 geschlossen. Bei Interesse an der Veranstaltung schreiben Sie gerne an quer_ilb@uni-due.de.

Symposium QuerILB

Die Veranstaltung ist das dritte Symposium des Teilprojekts
„Querschnittsaufgabe inklusive Lehrer*innenbildung“ (QuerILB). Das Projekt QuerILB unterstützt alle lehramtsbildenden Fächer an der Universität Duisburg-Essen bei einer multiperspek-tivischen und interdisziplinären Umsetzung inklusions-bezogener Lehre.


ProViel wird im Rahmen der gemeinsamen
„Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund
und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums
für Bildung und Forschung gefördert.

Unter dem FKZ 01 JA 1610