Forschungskolleg mit Prof. Dr. Franz Wember (TU Dortmund)

Von der universellen Prävention zur indizierten intensiven Intervention: Eckpunkte einer gemeinsam verantworteten Gestaltung von inklusiven Lernumwelten in heterogenen Lerngruppen

Ausgehend von extremer Heterogenität der Lernvoraussetzungen in inklusiven Lerngruppen werden fünf Niveaustufen schulischen Lernens unterschieden und es wird gezeigt, dass im inklusiven Unterricht (1) die traditionelle Vorstellung der Passung der Lernenden durch Differenzierung in Lerngruppen durch eine Adaption des Unterrichts an die Lernvoraussetzungen der Lernenden abgelöst, (2) das traditionelle Modell sonderpädagogischer Intervention nach personenbezogener Bedarfsdiagnose durch eine frühzeitiges und präventiv ausgerichtetes Helfen ersetzt werden muss und (3) individuelle Qualifizierung und soziale Integration als einander ergänzende Ziele im gemeinsamen Lernen gefunden werden müssen. Es wird an einem Beispiel gezeigt, wie sich fachdidaktische und sonderpädagogische Überlegungen bei der Planung, Realisierung und Analyse von inklusivem Mathematikunterricht ergänzen können und dass und inwiefern die intensive individuelle Förderung zentrales Element eines adaptiven Unterrichts bei besonderem pädagogischem Förderbedarf sein sollte.

Das erste Forschungskolleg der ‚Querschnittsaufgabe Inklusive Lehrer*innenbildung‘ fand am 23. Mai 2016 im Rahmen des von Frau Prof. Dr. Petra Scherer organisierten Kolloquiums zur Didaktik der Mathematik statt. Mehr Informationen finden Sie hier.

Zielgruppe: Lehrende, Promovierende und Studierende der Mathematikdidaktik; Interessierte weiterer Fächer und des ProViel Projekts


ProViel wird im Rahmen der gemeinsamen
„Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund
und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums
für Bildung und Forschung gefördert.

Unter dem FKZ 01 JA 1610